23.04.2011

Premieren im Mai

BERLIN

Rocco und seine Brüder.Premiere am 5.5. im Gorki Theater. Auch am 9. und 27.5., Tel. 030/20 22 11 15.

Regiebegabung Antú Romero Nunes nimmt sich Luchino Viscontis Film vor.

Die Macht der Finsternis. Premiere am 21.5. in der Schaubühne. Auch am 22., 23. und 24.5., Tel. 030/89 00 23.

Michael Thalheimer geht fremd und inszeniert Tolstois düsteres Stück nicht am Deutschen Theater.

BOCHUM

Haus am See.Uraufführung am 6.5. in den Kammerspielen. Auch am 11., 18. und 28.5., Tel. 0234/33 33 55 55.

Ist in diesem Fall kein Song von Peter Fox, sondern ein neues Stück von Reto Finger: Ein Mann kauft ein Haus und will ein neues Leben beginnen, aber nicht alle gönnen ihm das. Anselm Weber inszeniert die Komödie.

KöLN

Mamma Mafia. Uraufführung am 5.5. im Schauspielhaus. Auch am 8., 11., 12., 14., 15. und 17.5., Tel. 0221/22 12 84 00.

Antonio Latella setzt sich mit der Mafia auseinander.

LEIPZIG

Sirk the East - Der Traum von Hollywood.Uraufführung am 20.5. im Centraltheater. Auch am 25.5., Tel. 0341/126 81 68.

Clemens Meyer und Sascha Hawemann (der auch inszeniert) reisen, der Biografie des Leipziger Regisseurs Detlef Sierck folgend, der nach seiner Emigration 1937 als Douglas Sirk in Hollywood zur Legende wurde, von Ost nach West.

MüNCHEN

Die Perser.Premiere am 5.5. in der Bayern-Kaserne (Freimann). Auch 6., 9., 13.-16., 18., 21., 22., 27., 29.5. sowie 1. u. 3.6. (letzte Vorstellungen!), Tel. 089/23 39 66 00.

Johan Simons inszeniert Aischylos' Tragödie in einer Flüchtlingsunterkunft.

WIEN

Lulu.Premiere am 14.5. im Burgtheater. Auch am 13. (Voraufführung), 15., 23. und 27.5., Tel. 0043/1/514 44 41 40.

Wer ist Lulu? Opfer oder Täterin? Kind oder Frau? Jan Bosse inszeniert Wedekinds Tragödie mit der starken, die Verletzlichkeit ihrer Figuren oft hinter Trotz verbergenden Birgit Minichmayr.

Platonow.Premiere am 7.5. im Akademietheater. Auch am 9., 12., 17. und 19.5., Tel. 0043/1/514 44 41 40.

Martin Wuttke ist Tschechows depressiver Frauenheld; Regie: Alvis Hermanis.

FESTIVALS

Berlin: Theatertreffen.6.-23.5., Tel. 030/ 25 48 91 00, www.berlinerfestspiele.de

Nur wenige "übliche Verdächtige" sind in diesem Jahr dabei, stattdessen überraschende Debütanten wie Herbert Fritsch, 60 (siehe S. 20), die Berliner Performance-Truppe She She Pop und der Regisseur Nurkan Erpulat, dem mit der ironischen Parabel "Verrücktes Blut", in der eine Lehrerin ihren Schülern mit vorgehaltener Waffe Schillers Ideale nahebringen will, der Hit der Saison gelang.

Brüssel: Kunstenfestival des Arts.6.-28.5., Tel. 0032/70/22 21 99, www. kfda. be

Traditionell den fortschrittlichen performativen Künsten zugewandtes Festival. Neben belgischen Künstlern u.a. dabei: die Gruppe Chelfitsch aus Yokohama und Richard Maxwells New York City Player.

Hannover: Kunstfestspiele Herrenhausen.27.5.-19.6., Tel. 01805/447 07 77, www.kunstfestspieleherrenhausen.de

"Entfesselte Welten" überschreibt Intendantin Elisabeth Schweeger ihre zweite Spielzeit. Zum Auftakt treffen die Entwürfe der Designerin Vivienne Westwood auf Händels "Semele"-Oratorium.

Heidelberger Stückemarkt.30.4.-8.5., Tel. 06221/582 00 00, www.heidelberger-stueckemarkt.de

Vier Preise gilt es beim Autorenwettbewerb an zehn junge Dramatiker zu verteilen. Dazu sind neue Stücke zu sehen und zu hören, u.a. von Wolfram Lotz (s.o.). Gastland ist die Türkei, da darf natürlich auch das deutsch-türkische Erfolgsstück "Verrücktes Blut" nicht fehlen.

Ludwigsburger Schlossfestspiele.20.5.-28.7., Tel. 07141/93 96 36, www. schlossfestspiele.de

Genregrenzen werden hier gesprengt, in der Musik wie in der Literatur: Es gibt Hommagen an Kleist und Thomas Bernhard genauso wie an Karl May.

Wiener Festwochen.13.5.-19.6., Tel. 0043/1/589 22 22, www.festwochen.at

Ein Riesenprogramm. 41 Produktionen aus 23 Ländern. Peter Sellars inszeniert Toni Morrison, Katie Mitchell inszeniert Simon Stephens, Patrice Chéreau zeigt seine Auseinandersetzung mit Jon Fosse. Und Christoph Marthaler macht eine Expedition nach Grönland: "±0" nennt sich sein "musikalischer Klimawandel".

Wiesbaden: Internationale Maifestspiele.30.4.-31.5., Tel. 0611/13 23 25, www.staatstheater-wiesbaden.de

Ausgezeichnete Kunst zu Gast: Aus München "Kleiner Mann - was nun?", aus Berlin "Kinder der Sonne". Und ein Tanzhighlight aus Belgien: "Babel".


KulturSPIEGEL 5/2011
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