27.02.2012

Premieren im März

BERLIN
Zeit zu lieben, Zeit zu sterben. Premiere am 9.3. im Gorki Theater. Auch am 10.3., Tel. 030/20 22 11 15.
Gorki-Chef Armin Petras lässt den jungen Regisseur Antú Romero Nunes ein Stück inszenieren, in dem Petras unter dem Pseudonym Fritz Kater seine Jugenderlebnisse in der DDR verarbeitet hat.
Draußen vor der Tür. Premiere am 29.3. in der Schaubühne, Tel. 030/89 00 23.
Nach bewährtem Muster kombiniert der Regisseur Volker Lösch einen Klassiker mit Doku-Material, das diesmal nicht selbst recherchiert ist, sondern aus Tonbandprotokollen der Alliierten stammt. Die hörten die Privatgespräche inhaftierter Wehrmachtsoldaten ab.
Murmel Murmel. Premiere am 28.3. in der Volksbühne. Auch 31.3., Tel. 030/24 06 57 77.
Dieter Roths Stück besteht aus dem einen immergleichen Wort: Murmel. Ein klarer Fall für Herbert Fritsch, der, so wird gemurmelt, auch mitspielt.
Schubladen. Premiere am 8.3. im HAU 2. Auch 9.-11.3., Tel. 030/25 90 04 27.
Dass gut 20 Jahre nach dem Mauerfall die Unterschiede zwischen Ost und West verschwinden, ist eine Mär. Kindheitserinnerungen zum Beispiel bleiben verschieden. Die Performerinnen von She She Pop treffen sich auf der Bühne mit einigen "Ost-Kolleginnen" zum Erinnerungsaustausch.
DÜSSELDORF
Delhi, ein Tanz. Deutschsprachige Erstaufführung am 16.3. im Kleinen Haus des Schauspielhauses. Auch am 18., 23. und 25.3., Tel. 0211/36 99 11.
Felix Rothenhäusler inszeniert das Stück des russischen Dramatikers Iwan Wyrypajew, 38, um eine Tänzerin, die gerade in Indien war, und ein paar andere Menschen, die alle im Besucherzimmer eines Krankenhauses aufeinandertreffen, immer wieder. Es geht um Leben und Tod.
Richard III. Premiere am 24.3. im Großen Haus des Schauspielhauses. Voraufführung am 21.3.; außerdem am 25., 28., 30. und 31.3., Tel. 0211/36 99 11.
Mit seiner Sicht auf "Hamlet" konnte der neue Düsseldorfer Intendant Staffan Valdemar Holm noch nicht so recht überzeugen. Aber er bleibt Shakespeare treu; sein Publikum ihm hoffentlich auch.
FRANKFURT/MAIN
Wir sind schon gut genug! Uraufführung am 3.3. im Schauspielhaus. Auch am 7. und 12.3., Tel. 069/21 24 94 94.
Eine der Fragen, die René Pollesch zur Zeit umtreiben, ist, "warum sich heute keiner mehr aus Liebe umbringt". Schon in seinem Berliner Volksbühnenabend "Streets of Berladelphia" hat er darauf keine befriedigende Antwort gefunden, aber die Suche war vielschichtig und amüsant.
HAMBURG
Der Kirschgarten. Premiere am 3.3. im Thalia Theater. Auch am 4., 7. und 21.3., Tel. 040/32 81 44 44.
Luk Perceval erzählt Tschechows Drama der Gutsbesitzerin, die die Zeichen des kapitalistischen Zeitalters nicht erkennt, in einer modernisierten Fassung, in der etwa der Kontorist Jepichodow als "polnischer Schwarzarbeiter" ausgewiesen ist.
Die Verschwundenen von Altona. Premiere am 2.3. im Thalia in der Gaußstraße. Auch 3., 17., 22., 23.3., Tel. 040/32 81 44 44.
Mit Sartres "Die Eingeschlossenen von Altona" hat Schorsch Kameruns "musiktheatralische Recherche" eher wenig zu tun. Der Alt-Punk fordert: "Altona soll wieder dänisch werden." Nur so könne der Stadtteil seine Tradition als "nützliche Gegenposition zum Hamburger Pfeffersacktum" weiterführen.
MÜNCHEN
Satansbraten. Premiere am 14.3. in den Kammerspielen. Auch am 24. und 28.3., Tel. 089/23 39 66 00.
Nicht nur am Residenztheater, auch an den Kammerspielen gedenkt man Rainer Werner Fassbinders (siehe ←), der vor 30 Jahren in München starb. Hier geht es um einen Schriftsteller, der unabsichtlich zum Plagiator wird. Das Drama des hochbegabten Kopisten inszeniert Stefan Pucher.
Du hast gewackelt. Requiem für ein liebes Kind. Uraufführung am 17.3. im Cuvilliéstheater. Auch am 20. und 24.3., Tel. 089/21 85 19 40.
Franz Xaver Kroetz hat sich seinen eigenen Reim gemacht auf den bis heute ungeklärten Fall des fünfjährigen Pascal, der 2001 in Saarbrücken verschwand: ein "Kindertotenlied" aus Sicht der (freigesprochenen) Täter. Regie: Anne Lenk.
STUTTGART
Treulose. Premiere am 30.3. im Kammertheater, Tel. 0711/20 20 90.
Der Regisseur Matthias Glasner, der gerade auf der Berlinale seinen Film "Gnade" vorgestellt hat, hat sich für sein Theaterdebüt eines von Ingmar Bergmans Ehe-Psycho-Dramen ausgesucht.
ZÜRICH
Faust 1.-3. Premiere am 8.3. im Pfauen. Auch am 12., 16., 17., 20., 22., 23. und 26.3., Tel. 0041/44/258 77 77.
Mit nur fünf Schauspielern (darunter Edgar Selge und Franziska Walser) inszeniert Dušan David Pařízek Goethes "Faust I", unternimmt "Ausflüge" in Teil II und stellt im Untergeschoss parallel Elfriede Jelineks "FaustIn and out" vor.
FESTIVAL
Berlin: F.I.N.D. Schaubühne, 1.-11.3., Tel. 030/89 00 23, www.schaubuehne.de
Das "Festival Internationale Neue Dramatik" eröffnet Schaubühnenchef Thomas Ostermeier mit seiner Moskauer Inszenierung von "Fräulein Julie".

KulturSPIEGEL 3/2012
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