30.04.2012

Die schönste Nebensache

Von Becker, Tobias

Die schönste Nebensache

Das Theater sieht alt aus, vergleicht man es mit dem Kino. Es gibt keine Großaufnahmen, keine Zeitlupen, keine Special Effects. Und: Es gibt keine Werbespots. Im Kino sind die ja oft unterhaltsamer als der eigentliche Film.

In dem Punkt immerhin könnte die alte Dame Theater sich nun wieder ranpirschen an den Jungspund Kino: Am Theater Oberhausen hat das Performance-Kollektiv Geheimagentur kürzlich das Projekt "Schwarzbank" inszeniert, um eine Regionalwährung anzustoßen. Rund 70 Geschäfte schlossen sich an, wofür sie mit live gespielten Werbespots belohnt wurden: Neue Unterwäsche, so riet ein halbnackter Schauspieler, kauft man bei Mode Lantermann. Ja, wieso ist da vorher niemand draufgekommen? Also auf die Spots, meinen wir. Welch Chancen das den darbenden Bühnen bietet! Und unterhaltsamer als Pausen mit trockenem Weißwein, noch trockeneren Brezeln und ultratrockenen Gesprächen wären Spots allemal.


KulturSPIEGEL 5/2012
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