24.09.2012

Premieren im Oktober

BERLIN

Radikal.Uraufführung am 13.10. im Maxim Gorki Theater. Auch am 17. und 28.10., Tel. 030/20 22 11 15.

Der Nahost-Experte Yassin Musharbash, früher Redakteur bei SPIEGEL ONLINE, jetzt bei der "Zeit", kann auch Fiktion. Seinen Roman, einen Polit-Thriller, bringt Anna Bergmann auf die Bühne.

Dada Berlin.Uraufführung am 29.10. im Maxim Gorki Theater, Tel. 030/20 22 11 15.

Wieder mal ein Theaterjubiläum: Das Gorki Theater feiert am 30.10. seinen 60. Geburtstag. Für gute Stimmung soll am Vorabend der Kabarettist und Theatermacher Rainald Grebe sorgen mit seiner Hommage an die "künstlerische Spaßguerilla" aus dem vergangenen Jahrhundert.

Am Schwarzen See.Uraufführung am 26.10. im Deutschen Theater. Auch am 27. und 31.10., Tel. 030/28 44 12 25.

Never change a winning team: Seit mehr als 15 Jahren inszeniert Andreas Kriegenburg fast jede Dea-Loher-Uraufführung. Ihre Texte sind voll dunkler Romantik, er entdeckt den Humor darin, ohne sie zu banalisieren.

FRANKFURT/MAIN

X Freunde.Uraufführung am 12.10. in den Kammerspielen. Auch am 18., 25. und 26.10., Tel. 069/21 24 94 94.

Dass Felicia Zeller, 42, eine intelligente und sarkastische Beobachterin der Selbstverwirklichungswahnsinnigen um sie herum ist, zeigt schon ihr Begriff für diese Menschen: "Generation Beißschiene". Bettina Bruinier bringt sie auf die Bühne.

HAMBURG

Jeder stirbt für sich allein.Premiere am 13.10. im Thalia Theater. Auch am 14. und 27.10., Tel. 040/32 81 44 44.

Luk Perceval, der 2010 in München mit Hans Falladas "Kleiner Mann - Was nun?" ein genaues Porträt deutscher Kleinbürger vor dem Krieg zeichnete, bringt Falladas letzten Roman auf die Bühne, der in der Nazi-Zeit spielt.

Ödipus.Premiere am 19.10. im Schauspielhaus. Auch 23. u. 27.10., Tel. 040/24 87 13.

Wie gerade Stephan Kimmig am Deutschen Theater in Berlin bringt nun auch seine ehemalige Studentin Alice Buddeberg eine geraffte Version der antiken Familientragödie auf die Bühne.

KÖLN

Reise durch die Nacht.Uraufführung am 13.10., Halle Kalk. Auch 14., 16., 17., 19.-21., 23., 26., 30. u. 31.10., Tel. 0221/22 12 84 00.

Mit ihren live auf der Bühne entstehenden Filmen macht die Regisseurin Katie Mitchell große innere Monologe in Nahaufnahme sichtbar. Ihre Vorlage stammt diesmal von Friederike Mayröcker.

Die Ratten.Premiere am 20.10. in der Expo 1. Auch am 21., 30. und 31.10., Tel. 0221/22 12 84 00.

Karin Henkel schert sich in ihren Inszenierungen meist weder um Genre- noch um Geschlechterzuweisungen. Da kann es ihr nur recht sein, dass Gerhart Hauptmann sich bei seinem Stück aus dem Leben der Theaterkünstler und der Kleinbürger selbst nicht festgelegt hat und es eine Tragikomödie nannte.

MÜNCHEN

Der Widerspenstigen Zähmung.Premiere am 2.10. im Residenztheater. Auch am 5., 7., 10., 18. und 25.10., Tel. 089/ 21 85 19 40.

Auch emanzipierte Frauen sind gegen echte Liebe machtlos. Tina Lanik inszeniert Shakespeares Komödie, die Titelrolle spielt Andrea Wenzl.

Hedda Gabler.Premiere am 26.10. im Residenztheater. Auch am 27. und 29.10., Tel. 089/21 85 19 40.

Birgit Minichmayr spielt unter der Regie von Martin Kušej die Frau, die zur Waffe greift, als ihre bürgerliche Existenz auf der Kippe steht.

STUTTGART

Stallerhof/3D.Premiere/Uraufführung am 26.10. im Nord. Auch 27.-29. und 31.10., Tel. 0711/20 20 90.

Stephan Kimmig gehört auch zu diesen Regisseuren, bei denen man sich fragt, wann sie eigentlich mal Luft holen. Dies wird bereits seine dritte Inszenierung in der gerade erst begonnenen Spielzeit (s. oben). Kimmig kombiniert ein altes Stück von Franz Xaver Kroetz mit einem neuen von Stephan Kaluza; beide Male geht es um sexuelle Selbstbestimmung.

WIEN

Elektra.Premiere am 25.10. im Burgtheater. Auch am 26.10., Tel. 0043/1/ 514 44 41 45.

Die Wucht extremer Gefühlslagen und ihre Folgen haben es dem Regisseur Michael Thalheimer angetan: Nach der Kindstöterin Medea (in Frankfurt) widmet er sich jetzt der Rächerin Elektra. Christiane von Poelnitz spielt sie.

ZÜRICH

Wie es euch gefällt.Premiere am 27.10. im Schauspielhaus (Pfauen). Auch am 31.10., Tel. 0041/44/258 77 77.

Tänzerisch und leicht surreal sind die Inszenierungen von Sebastian Nübling meist - für Shakespeares Liebeskomödie kein schlechter Ansatz.


KulturSPIEGEL 10/2012
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