26.11.2012

Ausstellungen im Dezember

ASCHAFFENBURG

Phantastische Welten - Vom Surrealismus zum Neosymbolismus.Kunsthalle Jesuitenkirche. 1.12.-3.3.2013, www. museen-aschaffenburg.de

Bilder von neun Künstlern dreier Generationen, darunter Edgar Ende, Uwe Lausen, Peter Bömmels und Christine Weber, die mit altmeisterlichen, expressiven, neusachlichen oder poppig-traumhaften Malereien ins Unbewusste zielen.

BERLIN

Im Licht von Amarna - 100 Jahre Fund der Nofretete.Neues Museum. 7.12.- 13.4.2013, www.neues-museum.de

Am 6.12.1912 wurde die Nofretete-Büste bei Ausgrabungen in der Werkstatt von Thutmosis gefunden. In der Ausstellung werde 100 Jahre danach, so das Museum, "zum ersten Mal ein archäologisch fundiertes Bild der Grabungen und der Stadt Achet-Aton vermittelt". Rund 600 Objekte wie Keramiken, Schmuck, Statuenfragmente und Architekturteile sollen die ägyptische Stadt, deren Gebäude und das Leben der Bewohner anschaulich machen. Zudem wird die Inszenierungsgeschichte der Nofretete-Büste vom archäologischen Objekt zum vielfach vermarkteten Schönheitsideal thematisiert.

Wagner 2013. Künstlerpositionen.Akademie der Künste. 7.12.-13.2.2013, www. adk.de

Die Akademie der Künste, der Richard Wagner ab 1869 angehörte, hat zeitgenössische Künstler, darunter Christian Boltanski, Alexander Kluge, Jonathan Meese, Hans Jürgen Syberberg, Anna Viebrock und Robert Wilson eingeladen, ihr persönliches Verhältnis zu Wagners Werk mit einem Beitrag darzustellen. Dazu werden exemplarische Wagner-Inszenierungen z. B. von Ruth Berghaus und Einar Schleef dokumentiert.

BIELEFELD

Dan Flavin. Zeichnen.Kunsthalle. 16.12.- 3.3.2013, www.kunsthalle-bielefeld.de

Dan Flavin ist für seine Skulpturen aus Leuchtstoffröhren bekannt. Dass er zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn viel gemalt und gezeichnet hat, belegt eine große Anzahl dieser Werke aus dem Nachlass. Dazu werden Blätter von Künstlern bis zurück in das 19. Jahrhundert gezeigt, die Flavin gesammelt hat, und natürlich wird die Schau mit einigen Lichtskulpturen ergänzt.

BONN

Charline von Heyl.Kunstverein. Bis 3.2., www.bonner-kunstverein.de

Auf Abstraktion oder Figuration kann man die Gemälde der Deutschen mit Wahlheimat USA nicht festlegen. In von Heyls Bildern treffen geometrische Kreise, Rauten oder Bänder auf amorphe oder gestische Formen und Linien und überlagern sich, manchmal schwarzweiß, oft kräftig farbig. Dazu werden eine Serie mit Papierarbeiten und ein Künstlerbuch gezeigt.

CHEMNITZ

Conrad Felixmüller. Zwischen Kunst und Politik.Museum Gunzenhauser. Bis 7.4., www.kunstsammlungen-chemnitz.de

Mit expressiv-kubistischen Bildern war Felixmüller nach dem Ersten Weltkrieg ein erfolgreicher junger Künstler. Schon Anfang der zwanziger Jahre distanzierte er sich von diesen Werken und stellte seine Kunst in einen politischen Kontext. Die Schau mit 200 Arbeiten will diesen Aspekt seines Werks zeigen. Felixmüller lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Sachsen und unterrichtete dort auch Malerei. 1952, in Zeiten der DDR-Formalismus-Diskussion, stattete er eine Kirche mit religiöser Malerei aus. Der Widerspruch zwischen offizieller Politik und persönlicher Überzeugung führte 1967 zum Umzug nach West-Berlin.

DRESDEN

Zwischen Orient und Okzident. Kunstschätze des Kreml von Iwan dem Schrecklichen bis Peter dem Großen.Residenzschloß. 1.12.-4.3.2013, www.skd. museum/de

Zum ersten Mal schickt Russland 140 Meisterwerke aus den Museen des Kreml außer Landes, darunter europäisches Silber aus der Rüstkammer, Schmuck, Prunkgewänder, Goldgefäße und Waffen aus der Zeit zwischen 1547 und 1712.

HAMBURG

Sammlung Haubrok bei Falckenberg. No Desaster.Deichtorhallen / Sammlung Falckenberg. 8.12.-24.2.2013, www.samm lung-falckenberg.de

Mehr als 60 Arbeiten von Künstlern wie Martin Boyce, Martin Creed, Rodney Graham, Wade Guyton, Cady Noland, Michael Riedel und Haegue Yang haben Barbara und Axel Haubrok aus ihrer Sammlung ausgewählt und installieren sie in drei Etagen der Sammlung Falckenberg. Der Titel ist einer Zeichnung von Georg Herold entliehen, der in beiden Sammlungen vertreten ist.

HANNOVER

Los Carpinteros. Silence Your Eyes.Kunstverein. 1.12.-3.2.2013, www.kunst verein-hannover.de

Die kubanische Künstlergruppe Los Carpinteros (Die Schreiner) verbindet in Zeichnungen und Skulpturen freie und angewandte Kunst intelligent und komisch zu Allegorien der Gegenwart und zu Kommentaren der realen Politik. Ein Barbecue-Grill, Symbol US-amerikanischer Lebenskultur, hat die Form des kubanischen Revolutionssterns, und die Architektur der Russischen Botschaft wird zum Schubladenschrank transformiert.

KÖLN

David Hockney. A Bigger Picture.Museum Ludwig. Bis 3.2., www.museum-ludwig.de

David Hockney, britischer Chronist des Californian Way of Life, sei ein Künstler, der "in die Welt und die schönen Dinge verliebt ist", vermutet das Museum. Das zeigen auch die neuen Landschaftsbilder und Bildschirmzeichnungen, die auf dem Smartphone entstanden sind und gemeinsam mit der Projektion seiner neuen Filme auf 18 zusammenhängenden Monitoren in der Schau zu sehen sind.

PARIS

Yue Minjun. L'Ombre du fou rire. Fondation Cartier. Bis 17.3.2013, www.fonda tion.cartier.com

Mit den Bildern von verzerrten, lachenden rosafarbenen Gesichtern wurde der Chinese bekannt. In seinem Markenzeichen, dem Lachen, sieht Minjun die Wiedereinführung des Grotesken in die Kunst - hier als Stilmittel, das die soziale Situation ironisch kommentiert.

SIEGEN

Lieber Aby Warburg. Was tun mit Bildern?Museum für Gegenwartskunst. 2.12.-3.3.2013, www.mgk-siegen.de

22 Künstler, darunter Özlem Altin, Tobias Buche, Mariana Castillo Deball, Thea Djordjadze, Ulrike Kuschel, Lia Perjovschi, Manfred Pernice und Haegue Yang, zeigen in ihren Inszenierungen aus meist vorgefundenen Fotografien einen besonderen Umgang mit dem Medium.

ZÜRICH

Ragnar Kjartansson. The Visitors.Migros Museum. Bis 27.1., www.migrosmu seum.ch

Der Isländer zeigt auf großen Leinwänden die Performance verschiedener befreundeter Musiker: Sie interpretieren alle das gleiche Lied. Es basiert auf einem Gedicht, das Kjartansson vertont hat. Gefilmt wurden die Songs in der legendären Villa Rokeby am Hudson-Ufer oder in deren pittoresker Umgebung.

WEITERLAUFENDE AUSSTELLUNGEN

Bilderbedarf. Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, bis 17.2.; One on One. KunstWerke Berlin, bis 20.1.; Tue Greenfort. Berlinische Galerie, bis 8.4.; R. B. Kitaj. Jüdisches Museum Berlin, bis 27.1.; Otto Müller. Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg, bis 24.2.; Bernard Schultze. Museum Küppersmühle Duisburg, bis 20.1.; Bond, ... James Bond. Museum Folkwang Essen, bis 13.1.; Raffael Zeichnungen. Städel Museum Frankfurt/M., bis 3.2.; Peter Dreher. Museum für Neue Kunst Freiburg/Br., bis 7.4.; Maria Lassnig. Neue Galerie Graz, bis 28.4.; Anselm Reyle. Deichtorhallen Hamburg, bis 27.1.; Kris Martin. Kestnergesellschaft Hannover, bis 3.2.; Anri Sala. Louisiana Humlebæk, bis 3.2.; Der ganze Rohlfs in Kiel. Kunsthalle Kiel, bis 17.2.; Zwei Leben für die Fotografie. Grassi Museum Leipzig, bis 3.3.; Zeitgespenster. Museum Morsbroich Leverkusen, bis 6.1.; Dalí. Centre Pompidou Paris, bis 25.3.; Otto Dix und die Neue Sachlichkeit. Kunstmuseum Stuttgart, bis 7.4.; Abschied von Ikarus. Neues Museum Weimar, bis 3.2.; Sturtevant. Kunsthalle Zürich, bis 20.1.; Latifa Echakhch. Kunsthaus Zürich, bis 24.2.


KulturSPIEGEL 12/2012
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