31.12.2012

Neue Musik-DVDs

Von Dallach, Christoph

Led Zeppelin: "Celebration Day"

(Swan Song)

Der finale Auftritt dieser Rock-Gigantomanen übertraf alle Erwartungen. Was Robert Plant, Jimmy Page, John Paul Jones und Jason Bonham 2007 in London boten, unterstrich ein letztes Mal, warum diese Band bis in dieses Jahrtausend hinein verehrt wird. Dass Robert Plant eine Fortsetzung ablehnte, ist ein Segen, denn besser wird es nicht werden.

Shelby Lynne: "Live"

(Everso Records)

Die meist streng dreinblickende Blondine ist eine Außenseiterin in Nashvilles Singer-Songwriter-Industrie. Sie galt als hochtalentierte Newcomerin, gewann einen Grammy, kam aber nie groß raus. Vor rappelvollem Haus glänzt sie bei dieser Londoner Show mit finsteren Balladen wie "Life Is Bad" und "Killin' Kind".

The Beach Boys: "50 - Live in Concert"

(Universal)

Dass sich die kalifornischen Senioren 2012 überhaupt für eine Jubiläums-Tour zusammenrauften, war erstaunlich. Aber dass diese Shows überwiegend triumphal ausfielen, war die größere Überraschung. Dank virtuoser Begleitband und erstaunlich intakten Stimmen klangen "Good Vibrations" und "California Girls" angemessen toll.

Pitbull: "Live at Rock in Rio"

(RCA)

Die Veranstaltung hieß zwar Rock in Rio, fand aber im Sommer dieses Jahres in Madrid statt. Armando Cristian Pérez, der sich als Rapper Pitbull nennt, dürfte das nicht geschert haben. Mit breiter Brust führte der kahlköpfige, in Miami aufgewachsene Sohn kubanischer Eltern seine Hits wie "Hey Baby (Drop It to the Floor)" und "Bon Bon" auf.

10cc: "Tenology"

(Mercury)

Wie brillant 10cc in der ersten Hälfte der Siebziger waren, scheint vergessen. Als Erinnerung an den wundersamen Kunst-Pop der Originalbesetzung dient diese 4-CD-Werkschau-Box, deren Hit eine randvolle DVD mit allen Promo-Clips ("I'm Mandy Fly Me", "Donna", "I'm Not in Love"), BBC-Auftritten und einem TV-Konzert ist.

Coldplay: "Live 2012"

(Parlophone)

Das vermurkste aktuelle Coldplay-Album "Mylo Xyloto" hielt mehr als drei Millionen Menschen nicht ab, zu ihren Auftritten zu pilgern. Der 100-minütige Konzertfilm dieser Reise durch die Arenen des Planeten bietet zum Glück auch bewährte Hits wie "Yellow" und "Clocks". Eine Audio-CD gibt's obendrauf.


KulturSPIEGEL 1/2013
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