31.12.2012

Klassik im Januar

Richard Wagner: Götterdämmerung.Konzerthalle. Konzertante Aufführungen am 26. und 29.1.

Der international geschätzte Jonathan Nott kann sich für das Finalstück seines Jubiläums-"Rings" u.a. auf Petra Lang und Eberhard Friedrichs Chor verlassen.

Benjamin Britten: Peter Grimes.Deutsche Oper. Premiere am 25.1.

In der Produktion der English National Opera von 2009 singen Michaela Kaune und Christopher Ventris.

Viktor Ullmann: Der Kaiser von Atlantis oder Die Todesverweigerung.Staatsoper im Schiller Theater. Premiere am 26.1., auch am 29. und 31.1.

Geschrieben und einstudiert in Theresienstadt 1944 kurz vor der Ermordung ihrer Schöpfer, zieht die Parabel eine kühne Summe damaligen Musikdenkens.

Georg Friedrich Händel: Xerxes.Premiere am 26.1., auch am 30.1.

Eine Übernahme von Stefan Herheims greller Berliner Produktion aus dem Mai.

Sergej Prokofjew: Der Spieler.Oper. Premiere am 13.1., auch am 18. und 20.1.

Altmeister Harry Kupfer inszeniert die manipulativen Dialoge. Als Großmutter ist Opernlegende Anja Silja zu erleben.

Richard Wagner: Rienzi, der letzte der Tribunen.Staatsoper. Konzertante Premiere am 13.1., auch am 16. und 18.1.

Inszenieren wäre teuer, also lässt man es sein. Dafür leistet sich Opern- und Pultchefin Simone Young Christian Franz für den Titelpart der Breitwandtragödie und Ricarda Merbeth als Irene.

Gaspare Spontini: Die Vestalin.Staatstheater. Premiere am 26.1., auch am 31.1.

Der selten gespielte Psycho-Reißer von 1807 schildert verbotene Liebe im alten Rom. Aron Stiehl inszeniert das Schlüsselwerk französischer Opernkunst.

Giuseppe Verdi: Nabucco.Oper. Premiere am 6.1., auch am 11. und 27.1.

Gefangenenchor geht immer, auch zum Verdi-Jubiläumsjahr. Ob Dietrich Hilsdorf den allzu oft zelebrierten Evergreen von 1842 wenigstens mit ein paar klugen Regie-Einfällen auffrischen kann?

Giuseppe Verdi: Macbetto.Theater. Premiere am 11.1., auch am 18. und 31.1.

"Fürchterlich" wünschte sich Verdi das Libretto seiner ersten Shakespeare-Vertonung. Alberto Triola, ausgebildeter Cellist, bringt das mörderisch-düstere - und gar nicht so oft gespielte - Werk auf die Bühne.

G. F. Händel: Radamisto.Theater an der Wien. Premiere am 20.1., auch am 22., 24., 27., 29. und 31.1.

René Jacobs kehrt zu Händel zurück - wie üblich mit einer Spitzenbesetzung: David Daniels, Florian Boesch, Sophie Karthäuser und das Freiburger Barockorchester spielen; Vincent Boussard inszeniert.

Wolfgang Fortner: Bluthochzeit.Opernhaus. Premiere am 13.1., auch am 18., 20. und 26.1.

Federico García Lorcas Schicksalstragik als ambitioniertes Zwölfton-Experiment von 1957 mit viel epischer Distanz: Solche Nachkriegsdramatik ist mittlerweile selten zu sehen. Hilary Griffiths dirigiert.

Berlin: Ultraschall.17.-27.1.

Als Auftakt führt Vykintas Baltakas seine Oper "Cantio" (2004) auf. Dazu bietet das Avantgarde-Festival viel Neues aus Frankreich, aber auch eine Reise von Henze bis Ferneyhough und mehr.

Baden-Baden: Hilary Hahn.Festspielhaus, 5.1.

Diesmal geigt die perfekte US-Lady nur zur Begleitung von Cory Smythe: Neben Sonaten von Bach, Beethoven und Brahms sind acht kleine Bravourstücke zu hören, die Miss Hahn selbst bei bekannten Komponisten bestellt hat.

Bremen: Dejan Lazić.Sendesaal, 19.1.

Der energiegeladene Tastenartist bietet in seinem Soloabend Stücke von Scarlatti über C. P. E. Bach und Bartók bis Britten.

Frankfurt/Main: Christine Schäfer.Alte Oper, 30.1.

Begleitet von Eric Schneider singt die große Sopranistin Schuberts "Winterreise" in suggestiver Sopranlage.

Hannover: Kagel und Cattaneo.Kestnergesellschaft, 1.1.

Neujahr mit guten Vorsätzen: Nach Mauricio Kagels ironischen "Märschen, den Sieg zu verfehlen" stellt Das Neue Ensemble drei Werke des listigen Stil-Eklektikers Aureliano Cattaneo vor.

München: Musica Viva.Herkulessaal, 25.1.

Drei brandneue Stücke von Michael Pelzel, Mathias Spahlinger und Wolfgang Mitterer setzen den traditionsreichen Avantgarde-Zyklus fort.


KulturSPIEGEL 1/2013
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