31.12.2012

Premieren im Januar

Angst.Uraufführung am 10.1. im Schauspielhaus. Auch am 11., 18. und 25.1., Tel. 0041/61/295 11 33.

Volker Lösch verzahnt, wie es seine Methode ist, Fiktion mit Doku-Material: Dem Börsen-Thriller von Robert Harris fügt er Aussagen von Baseler Bürgern über ihre Sicht auf die Finanzwelt hinzu.

Draußen vor der Tür.Premiere am 25.1. in der Schaubühne. Auch am 27.1., Tel. 030/89 00 23.

Nur 15 Tage nach seiner Baseler Premiere bringt Volker Lösch in Berlin eine Inszenierung heraus, die im März knapp vor der Premiere abgesagt werden musste, ein Schauspieler fiel aus. Hier kombiniert der Regisseur Wolfgang Borcherts Kriegsheimkehrerdrama mit Originalzitaten inhaftierter Wehrmachtsoldaten.

Fucking Liberty!Uraufführung am 17.1. in der Volksbühne Auch am 18., 23. und 31.1., Tel. 030/24 06 57 77.

Ulli Lommel, 68, begann als Schauspieler u. a. bei Fassbinder, bevor er als Regisseur in die USA ging. Jetzt arbeitet er seine Beziehung zu diesem widersprüchlichen Land auf - das ist natürlich nur als ganz große Show denkbar.

Der geteilte Himmel.Uraufführung am 19.1. im Schauspielhaus. Auch am 21. und 30.1., Tel. 0351/491 35 55.

Tillmann Köhler bringt Christa Wolfs berühmten DDR-Roman aus der Zeit des Mauerbaus auf die Bühne.

So was von da.Premiere am 12.1. auf dem Spielfeld des Schauspielhauses. Auch am 19. und 24.1., Tel. 040/24 87 13.

Das Schauspielhaus ist im Moment so was von weg vom Fenster, dass man mit seinen Empfehlungen vorsichtig sein muss. Die Vorlage für dieses Stück, der Roman von Tino Hanekamp über die letzte Nacht eines Szene-Clubs, ist allerdings fulminant. Und die Inszenierungen der Regisseurin Jorinde Dröse sind meist so unterhaltsam wie intelligent.

Oh it's like home.Uraufführung am 19.1. in der Halle Kalk. Auch am 20., 22., 23., 25.-27. und 31.1., Tel. 0221/22 12 84 00.

Drei Frauen und ein Mann reden gegen das Gefühl der Verlorenheit an. Christoph Marthaler inszeniert den Text der Autorin und Schauspielerin Sasha Rau, die auch seine Frau ist.

Die Troerinnen.Premiere am 11.1. im Expo 1. Auch am 13., 15., 16. und 18.-20.1., Tel. 0221/22 12 84 00.

Karin Beier zeigt mit Euripides die schmutzige Seite des Krieges: "Opfer und Täter sind zerstörte Seelen, denen Glaube oder Moral abhandengekommen ist."

Nullen und Einsen.Uraufführung am 19.1. im Kleinen Haus des Staatstheaters. Auch am 26.1., Tel. 06131/285 12 22.

Hausautor Philipp Löhle beschäftigt sich in seinem neuen Stück mit der Berechenbarkeit unserer Existenz. Es inszeniert Jan Philipp Gloger.

Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel.Uraufführung am 12.1. im Schauspielhaus. Auch am 16. und 17.1., Tel. 0621/168 01 50.

Wenn's um Uraufführungen geht, übernimmt der Chef am liebsten selbst: Burkhard C. Kosminski inszeniert das neue Stück von Theresia Walser, ein monströs-komisches Treffen dreier Ex-Diktatorinnengattinnen.

Schatten (Eurydike sagt).Premiere am 17.1. im Akademietheater. Auch am 20., 25. und 30.1., Tel. 0043/1/514 44 44 40.

Elfriede Jelinek erzählt den Mythos von Orpheus und Eurydike aus Sicht der Frau: Die will gar nicht zurück zu den Lebenden. Matthias Hartmann führt Regie.

Elektra.Premiere am 11.1. im Schiffbau. Öffentl. Voraufführung am 10.1.; außerdem 13., 14. u. 17.-21.1., Tel. 0041/44/258 77 77.

Zwei Elektras (als Erwachsene und als Kind), zwei Blickwinkel bietet Karin Henkel den Zuschauern, die mal im Haus der Atriden sitzen, mal davor - nach der Pause gibt es einen Perspektivenwechsel.

Der Menschenfeind.Premiere am 17.1. im Pfauen (Schauspielhaus). Auch 20., 21., 26., 29. und 30.1., Tel. 0041/44/258 77 77.

Intendantin Barbara Frey inszeniert Molières Klassiker mit Michael Maertens in der Titelrolle - sein "Platonow" war keine schlechte Vorübung.

Hamburg: Lessingtage.Thalia Theater, 25.1.-9.2., Tel. 040/32 81 44 44, www.thalia-theater.de/h/lessingtage-2013_469_de.php

"Europa" heißt das Thema in diesem Jahr, dabei lautet das Festival-Motto eigentlich "Um alles in der Welt". Aber letzten Endes geht es ja doch um gute Inszenierungen. Zum Auftakt bringt Antú Romero Nunes eine "Don Giovanni"-Variation heraus; spektakulär versprechen das Gastspiel von Stephan Bachmanns "Genesis" zu werden und der bildgewaltige Anti-Putin-Zirkus "Circo Ambulante" aus Moskau.


KulturSPIEGEL 1/2013
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