31.12.2012

Das Ende der Unsterblichkeit

Tot bleibt tot: Neue Spiele führen den „Permadeath“ ein.
P lötzlich ist die junge Frau tot. Oder besser gesagt: untot, zum Zombie geworden. Ein unachtsamer Schritt, ein Angriff aus dem Dunkeln, und mit der Protagonistin von "ZombiU" ist es aus und vorbei. Bei den meisten Spielen ist die Auferstehung nur eine kurze Ladepause entfernt. Bei "ZombiU" aber geht das nicht. Spieler müssen in eine neue Figur schlüpfen und mit dieser sogar gegen die alte kämpfen. Die hütet nämlich die angehäuften Vorräte und Waffen, lebenswichtige Gegenstände im von Untoten überrannten London. Wie in "ZombiU" ist in immer mehr Spielen der Tod der Protagonisten endgültig. Permadeath nennt Jake Solomon diesen Abschied. Seine Strategie-Taktik-Mischung "XCom Enemy Unknown" funktioniert ähnlich: Sterben Spielfiguren im Kampf gegen Außerirdische, so sind sie weg und werden durch neue ersetzt. Das Wissen darum, eine Figur verlieren zu können, baue eine stärkere Beziehung zu ihnen auf, sagt Solomon. Das iPhone-Spiel "One Single Life" geht einen Schritt weiter: Stirbt der Protagonist, ist das Spiel vorbei. Und zwar endgültig.
ZombiU
von Ubisoft für Nintendo WiiU
Von Carsten Görig

KulturSPIEGEL 1/2013
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