28.01.2013

Neue Pop-CDs

Von Dallach, Christoph

Eels: "Wonderful, Glorious"

(Cooperative Music). Ab 1.2.

Millionen Menschen haben Songs der Eels in den ersten "Shrek"-Filmen ("My Beloved Monster") oder in "American Beauty" vermutlich unbewusst gehört. Trotzdem ist die Band um den exzentrischen Strippenzieher Mark Oliver Everett immer noch eine Art Geheimtipp. Auch ihr neues, bereits zehntes Album glänzt mit kratzig kunstvollen Songs und Weltschmerz-Balladen und ist eine Entdeckung wert. Besonders aufregend sind ihre Konzerte. Im April kommen sie nach Deutschland.

(Bear Family Records)

Nach diesem Country-Titanen aus Kalifornien wurde sogar ein Highway benannt. Nachgewachsene Hipster wie Benjamin Gibbard und Mark Lanegan spielen seine Songs nach. An die mittleren Jahre seiner langen Karriere erinnert nun eine massive Box. Neben herrlichen eigenen Songs bietet sie verwegene Cover-Versionen und ein umfangreiches Buch.

Die Liste der Kollegen, mit denen er im Studio war, reicht von Michael Stipe bis hin zu Branford Marsalis. Nun hat der umtriebige Produzent und Musiker mal wieder Zeit für ein eigenes Album gefunden, das anders klingt, als der Name vermuten lässt. Die mit Streichern ausgeschmückten Balladen erinnern eher an Nick Drake und Todd Rundgren.

[There(there)]

In den achtziger Jahren war Claudia Brücken als Sängerin der Electro-Pop-Band Propaganda erfolgreich. Jetzt meldet sie sich mit einem Album voller Cover-Versionen zurück. Mit gewohnt unterkühlter Stimme verleiht sie den Songs von unter anderen David Bowie, den Pet Shop Boys und Stephen Duffy eine kunstvoll frostige Aura.

(Warp). Ab 1.2.

Vor einigen Jahren tauchte dieses Trio in den dunklen, langen Nächten der Londoner Dubstep-Wumms-Clubs auf. Ihr erstes Album überraschte dann mit Songs, die an Massive Attack und die frühen Human League denken ließen. Ihr zweites Werk hält das hohe Niveau mit futuristischem phantasievollem Elektro-Pop der psychedelischen Art.

(Blue Note)

Man muss viel Musik in- und auswendig kennen, Unmengen von Platten gelauscht haben, bis man so virtuos mit Genres jongliert wie dieser Amerikaner. Auch auf seinem neuen Album kreuzt der Sänger und Songwriter Jazz- und Soul-Klänge der siebziger Jahre mit Hip-Hop-Beats der Gegenwart zu zeitlos lässigen Songs.


KulturSPIEGEL 2/2013
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