28.01.2013

Premieren im Februar

BASEL

Like a Rolling Stone.Uraufführung am 8.2. im Schauspielhaus. Auch am 11., 12., 17. und 26.2., Tel. 0041/61/295 11 33.

Tomas Schweigen interpretiert Bob Dylans Jahrhundertsong als "Lied, das das Versprechen einer neuen Zeit, die dann doch nicht gekommen ist, genau auf den Punkt gebracht hat". Zusammen mit der Gruppe Far A Day Cage macht er daraus ein Stück.

BERLIN

Die gelbe Tapete.Premiere am 15.2. in der Schaubühne. Auch am 16., 18. und 19.2., Tel. 030/89 00 23.

Die britische Regisseurin Katie Mitchell blickt mit ihren live auf der Bühne produzierten Filmen am liebsten unglücklichen Frauen in den Kopf und ins Herz. Diesmal setzt sie eine Erzählung von Charlotte Perkins Gilman neu zusammen, über eine Frau, die an einer postnatalen Depression leidet.

Macbeth.Premiere am 8.2. im Gorki Theater. Auch 12. u. 23.2., Tel. 030/ 20 22 11 15.

Der junge Regisseur Robert Borgmann sucht in Shakespeares Stück nach den "Wurzeln aller Gewalt". In der Titelrolle: Albrecht Abraham Schuch.

BOCHUM

Jimi Bowatski hat kein Schamgefühl.Uraufführung am 3.2. im Theater Unten. Öffentliche Probe am 30.1.; außerdem am 18., 22. und 28.2., Tel. 0234/33 33 55 55.

Dirk Laucke, ein Autor mit Herz und Ohr für Kapitalismus-Verlierer, erzählt von einem, der auszieht, seinen Job zurückzubekommen. Regie: Christina Pfrötschner.

DRESDEN

Die Fliegen.Premiere am 8.2., Schauspielhaus. Auch 11. u. 27.2., Tel. 0351/491 35 55.

Um Rache und Schuld geht es in Aischylos' "Orestie". So fundamental ist dieses Werk, dass es bis heute großen Theaterstoff hergibt. Andreas Kriegenburg inszeniert die Version von Jean-Paul Sartre.

KapiTal der Puppen.Uraufführung am 15.2. im Kleinen Haus des Staatsschauspiels. Auch 19. und 27.2., Tel. 0351/491 35 55.

Die seelische Ausbeutung des Schauspielers durch die Rolle beschäftigt René Pollesch schon lange. In seinem neuen Stück dient der Film "Das Tal der Puppen" von 1967, der sich auch mit dem Showbusiness auseinandersetzt, als Handlungsskelett.

HAMBURG

Leeres Theater.Premiere am 24.2. im Thalia in der Gaußstraße. Auch am 25.2., Tel. 040/32 81 44 44.

Eine Inszenierung von Dimiter Gotscheff, in der nicht wenigstens ein bisschen Heiner Müller vorkommt, ist eine Fälschung. Diesmal konzentriert sich der Altmeister wieder ganz auf Müller; der Abend ist aus dem Spätwerk des düsteren Dialektikers destilliert.

Disabled Theater.Gastspiel vom 14. bis 16.2. auf Kampnagel, Tel. 040/27 09 49 49.

Wer ist hier behindert? Die Schauspieler, weil sie das Down-Syndrom haben oder lernbehindert sind? Oder die Zuschauer in ihrer Wahrnehmung, weil die klassischen Kunstkategorien nicht greifen? Jérôme Bel hat mit den Schauspielern des Schweizer Theaters Hora ein umstrittenes, begeisterndes Stück geschaffen.

KÖLN

Das Sausen der Welt.Uraufführung am 14.2. im Expo 2. Auch am 17. und 18.2., Tel. 0221/22 12 84 00.

Der Autor und Musiker PeterLicht, der seine wahre Identität im Dunkeln lässt, nennt sein neues Schauspiel, das er mit einem Regieduo namens "SEE!" konzipiert hat, "eine Raumeroberung". Eher was für Performance-Freunde.

LEIPZIG

Der große Marsch.Premiere am 8.2. in der Skala des Centraltheaters. Auch am 10., 17. und 23.2., Tel. 0341/126 81 68.

Nachdem sich der Intendant Sebastian Hartmann eigentlich schon mit seiner provozierend stummen "Mein Faust"-Inszenierung von Leipzig verabschiedet hat, inszeniert er jetzt noch mit Schauspielstudenten dieses Stück von Wolfram Lotz über Sinn und Unsinn von Theater.

MÜNCHEN

Fegefeuer in Ingolstadt.Premiere am 8.2. in den Kammerspielen. Auch am 12., 17. und 24.2., Tel. 089/23 39 66 00.

Niedertracht in Oberbayern: Susanne Kennedy inszeniert Marieluise Fleißers berühmte Kleinbürgerhölle.

ZÜRICH

Die Geschichte von Kaspar Hauser.Premiere am 16.2. im Schiffbau. Auch 20., 22., 25. und 26.2., Tel. 0041/44/258 77 77.

Der lettische Regisseur Alvis Hermanis, einst selbst wie ein Exot bestaunt, als er die Theaterszene Westeuropas eroberte, setzt das berühmte Findelkind in Szene.

FESTIVAL

Augsburg: Brecht Festival.1.-10.2., Tel. 0821/324 49 00, www.brechtfestival.de

Brechts Frühwerk steht im Zentrum. Der urgewaltige Schauspieler Thomas Thieme inszeniert sich selbst als "Baal", die Brecht-Enkelin Johanna Schall die Uraufführung des ersten Dramas ihres Opas, eines Pennäler-Werks namens "Die Bibel".


KulturSPIEGEL 2/2013
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