25.02.2013

Von Dallach, Christoph

Tegan and Sara: "Heartthrob"

(Warner)

Die kanadischen Zwillingsschwestern Tegan und Sara erspielten sich mit akkuratem Indie-Folk ihr Publikum. Nun überrumpeln sie ihre Stammklientel mit Electropop. Dafür heuerten sie den Produzenten Greg Kurstin an, der bereits Lily Allen und Ke$ha half. Das hat sich gelohnt, die zehn neuen Songs klingen nach Sommer und aufgedrehtem Autoradio.

Diverse: "Who's that Man"

(Grönland)

Wann immer deutsche Musik Anfang der Siebziger aufregend klang, hatte vermutlich Konrad "Conny" Plank seine Finger im Spiel. Der Produzent und Musiker gilt als Legende, weil er Kraftwerk, NEU! und Cluster auf die Sprünge half. Dem Sound-Abenteurer ist nun eine Vier-CD-Box mit herausragenden Arbeiten, Remixen und Raritäten gewidmet.

Apparat: "Krieg und Frieden"

(Mute)

Er machte sich mit raffinierten Elektronik-Songs einen Namen, nun zieht es diesen Wahlberliner zur Hochkultur. Sascha Ring beschloss, sich an Musik für eine Theaterinszenierung von "Krieg und Frieden" zu versuchen. Statt bemühter Kunsttristesse komponierte er erstaunlich souverän einfühlsame Kammermusik.

The Heartbreaks: "Funtimes"

(Nusic Sounds)

In den USA wird das Coca-Cola-Geheimrezept versteckt und in England die Zauberformel für Gitarrenpop: vier Knaben, Gitarren, Schlagzeug, Übermut und Gesang. Die Kunst besteht darin, die Zutaten aufregend zu kombinieren. Das glückte diesem Quartett aus Morecambe, dessen euphorisch beschwingte Songs an The Smiths und The Libertines erinnern.

Diverse: "Son of Rogues Gallery"

(Anti)

Johnny Depp kam auf die Idee, prominente Musiker Piratenlieder singen zu lassen. Weil der erste Sampler "Rogues Gallery" gut lief, folgt die Fortsetzung. Da trällern Künstler wie Tom Waits, Iggy Pop und Michael Stipe allerlei Seemannslieder. Und Johnny Depp, der hier als Co-Produzent mit Regie führte, steuert ein Duett mit Patti Smith bei.


KulturSPIEGEL 3/2013
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