25.02.2013

Von Hielscher, Hans

Terri Lyne Carrington: "Money Jungle"

(Concord)

Ist es sinnvoll, eine Platte zu covern, die Duke Ellington mit Charles Mingus und Max Roach vor über 50 Jahren einspielte? Drummerin Carrington wagt das mit Gerald Clayton (Piano), Christian McBride (Bass) und Gästen, darunter Lizz Wright. Das Projekt gelingt, weil die Musik zeitgemäß präsentiert wird und weil das Thema Geld so aktuell ist wie damals.

Kenny Wheeler / Norma Winstone: "Mirrors"

(Edition Rec). Ab 1.3.

Trompeter Wheeler hat Texte von Poeten wie W. B. Yeates vertont und für eine Jazz-Combo und die 24 Stimmen des London Vocal Project arrangiert - so bildet ein Chor statt einer Bigband den Background für Wheelers Flügelhorn, Mark Lockhearts Saxofon und die Sängerin Winstone. Die Suite der britischen Top-Jazzer klingt sweet, aber niemals kitschig.

Charles Lloyd / Jason Moran: "Hagar's Song" (ECM)

Saxofonist Lloyd, der am 15. März 75 wird, arbeitete in Blues-Bands von B. B. King, trat mit den Beach Boys auf und leitete ein Quartett mit Keith Jarrett. Im Duo mit dem Pianisten Moran, 38, spielt er nun neben Standards eine Suite im Andenken an seine Ururgroßmutter, die als Sklavenkind von ihren Eltern getrennt wurde. Eine ergreifende Reflexion.

Klaus Paier / Asja Valcic: "Silk Road"

(ACT)

Beim "Waltz for Mama" klingt das Cello wie eine Gitarre, denn Valcic schlägt auf ihrem Instrument Akkorde, ehe sie es wie einen Kontrabass zupft und dann solistisch improvisiert. Ihre Komposition ist das jazzigste Stück des Akkordeon/Bandoneon-Cello-Duos, das auf JazzEvents große Besetzungen an die Wand spielt - zuletzt beim Festival in Münster.

Meike Goosmann Quintet: "Tender Tales"

(Ajazz). Ab 1.3.

Die in Berlin lebende Saxofonistin und Bassklarinettistin zählt zu Deutschlands besten Jazzerinnen. Goosmann spielt ein jubilierendes Sopransaxofon und komponiert ins Ohr gehende Stücke. Ihr Quintett aus Piano (Julia Hülsmann!), Gitarre, Bass und Drums bietet Musik, die Goosmann als "Contemporary European Jazz" beschreibt.


KulturSPIEGEL 3/2013
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