30.10.1995

DROGE IM CLICKSTREAM

Von Yogeshwar, Ranga

Ranga Yogeshwar* über Cyberpornos, Bespitzelung und die Risiken der Informationsgesellschaft

In Antoine de Saint-Exupérys Fabelwelt versucht ein Händler den kleinen Prinzen zu überzeugen, er solle Pillen gegen den Durst kaufen. Wer eine davon schlucke, verspüre eine ganze Woche lang keinen Durst. Allein die Zeitersparnis betrage ganze 53 Minuten pro Woche. Auf die Frage, wie er denn diese zusätzliche Zeit nutzen wolle, antwortet der kleine Prinz, er werde sich gemächlich auf den Weg machen, um aus einem kühlen Brunnen zu trinken.

Auch in der Realität werben Händler für ein nicht faßbares Produkt: gegen unseren Wissensdurst. Die Eigenschaften dieses Wundermittels erscheinen ebenso unklar wie die Wortschöpfungen, die es umschreiben: Multimedia, Interaktivität, Cyberspace, Datenautobahn, globale Netze, virtuelle Welten oder Telematik.

Überall geistert dieses begriffliche Sammelsurium umher, es verunsichert Industrielle, Politiker und Bürger gleichermaßen. Aktionismus und schnelle Initiative sind an der Tagesordnung,

* Yogeshwar, 36, ist Wissenschaftsjournalist beim Fernsehen des Westdeutschen Rundfunks.

zukunftsorientiertes Denken ist gefordert. Doch was genau zu tun ist, weiß niemand so richtig.

Da prophezeien erleuchtete Experten den garantierten Erfolg zukünftiger Telearbeit am Schreibtisch zu Hause, wissen um den angeblichen Hunger des TV-Bürgers nach 500 und mehr Programmen und sprechen vom verheißungsvollen Informationszeitalter. In ihren bunten Szenarien verwandelt sich unsere komplexe Welt in ein globales Dorf, dessen Bewohner auf den Bildschirmen der vernetzten Computer in Raum und Zeit miteinander verschmelzen.

Das Unfaßbare soll die Welt tiefgreifend verändern, eine neue Gesellschaftsordnung schleicht sich ein, und die visionären Phantasien, die diesen Prozeß beschreiben, tragen mitunter den Charakter eines neuzeitlichen Orakels.

Das weltweite Internet verbindet derzeit wohl mehr als 3 Millionen Computer und über 35 Millionen Erdenbürger. Das chaotisch wuchernde Medium, eine gigantische Anhäufung von Informationen aller Art, verleiht ihnen einen Vorgeschmack auf das, was uns bald beglücken wird: totale Kommunikation in einem neuen Datenkosmos.

Alle Menschen werden Datenbrüder. Sie klicken sich durch unseren Planeten, "surfen" durch die Kontinente des Wissens und absolvieren allabendliche Weltreisen, während die Kinder im Bett liegen und von der Seifenblasenfee träumen.

Doch ist die Gesellschaft wirklich so hungrig auf die Neuen Medien? Ist der Informations-Highway tatsächlich ein nie versiegender Quell des Wissens? Oder wird er uns womöglich in kurzer Zeit mit noch mehr Nichtssagendem überschwemmen? Stehen wir am Anfang einer neuen Ära, die auf das Agrar- und Industriezeitalter folgen soll? Oder läßt sich eine Techno-Minderheit von exotischen Phantasien und eigenen Sehnsüchten verführen?

Die Einschätzung des Info-Highways hängt sehr von der eigenen sinnlichen Erfahrung ab. Wer zwar viel darüber gelesen hat, jedoch nie selbst in die Tasten griff, dem fehlt ein Schlüsselerlebnis. Für den Cyberspace gilt dasselbe wie für einen 86er Smith-Haut-Lafitte Bordeaux-Wein: Beide sollte man selbst probieren.

Wer dann das Prinzip begriffen hat und zum erstenmal die Tür in den Cyberspace aufstößt, der wird mit einer einzigartigen Scheinwelt konfrontiert. Der Bildschirm verwandelt sich in die Luke eines Datenraumschiffes, das mit Lichtgeschwindigkeit durch ein belebtes Universum kreuzt. Mit jedem Mausklick landet der Passagier auf einem neuen Wissensplaneten, der zum Bleiben lockt, und streift durch Galerien oder Bibliotheken, deren Reichtum schier unerschöpflich scheint.

Irgendwann überkommt einen das Gefühl, als habe man sich in das vibrierende Nervensystem der Weltgesellschaft eingeschleust, in eine unsichtbare heilige Landschaft, in der Gedanken Form annehmen und das Wissen seinen abstrakten Schleier fallen läßt. Die digitale Schwerelosigkeit beim "Surfen" durch den Cyberspace ist eine neue Erfahrung. Die Grenzen des eigenen Bewußtseins scheinen sich zu verschieben, der Bildschirm kann zur Droge werden.

Doch bisher sind vornehmlich Minderheiten in diesen Genuß gekommen: Cyberspace ist vorerst das Konstrukt elitärer Wohlstandskinder. Noch hat jeder zweite Bundesbürger über 50 Angst vor den vielen neuen Medien. Hinzu kommt, daß sich in einer Medienlandschaft von Pay-TV und kostenträchtigen Online-Diensten die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert.

Information wird zur Ware, für die eine Wohlstandsgesellschaft in Zukunft viel Geld bezahlen soll. Die demokratischen Ideale von Volksbildung und freier, kostenloser Information für jedermann bleichen aus. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage scheint kein Garant für ein Mehr an Gerechtigkeit und Qualität zu sein.

Bisher sorgt in der Demokratie ein System von Subventionen und sozialen Maßnahmen dafür, daß das Informationsgleichgewicht halbwegs erhalten wird. Werden die Armen vor digitalen Mauern stehen, hinter denen nur Reiche ihr Wissen auffüllen? Der amerikanische Journalist Les Brown machte vor Monaten schon den zynischen Vorschlag, Informationsmarken nach dem Vorbild der Lebensmittelmarken einzuführen.

Die Protagonisten des Neuen verkennen die "andere" Welt, und der Begriff des "globalen Dorfes" zeugt mitunter von Hochnäsigkeit in den Industriegesellschaften. Denn auf den elektronischen Weltkarten fehlen viele Länder des afrikanischen, asiatischen und südamerikanischen Kontinents.

Auch jetzt schon sind viele dieser Länder in mediales Schweigen gehüllt. Die geringe Zahl nördlicher Korrespondenten in Afrika ist ein trauriges Indiz dafür, wie wenig sich Amerikaner oder Europäer für diese Staaten interessieren. Werden sie zu informationslosen Zonen verkommen, die nur noch im Zusammenhang mit Krisen und Katastrophen von sich hören lassen?

Anders als die Fortentwicklung technischer Produkte wie Waschmaschinen oder Taschenrechner hat der Fortschritt der Kommunikationstechnik auch immer die Gesellschaft verändert. Der Erfolg der Reformationsbewegung wäre ohne Buchdruck undenkbar gewesen. Die Reden von Joseph Goebbels fruchteten, weil sein falsches Pathos per Volksempfänger in die Wohnzimmer kam. Und der italienische Medienunternehmer Silvio Berlusconi inszenierte einen erfolgreichen Wahlkampf mit allen Registern seiner eigenen Medienmaschinerie.

Das neue elektronische Nervensystem der Gesellschaft verführt zum Spiel mit der Demokratie. Wieviel erfährt der Bürger, zu welchem Grad kann er sich gar aktiv an Entscheidungen beteiligen?

Genau da unterscheiden sich Diktatur und Demokratie. In Fernsehsendungen wird häufig über politische Themen informiert oder gestritten, und manchmal werden Bundestagsdebatten in die Wohnzimmer übertragen. Diese Transparenz verleiht dem Bürger ein Gefühl, er sei eingebunden.

Dieses Gefühl, auch wenn es mit der Realität oft wenig zu tun hat, wird sich noch verstärken. Denn die Neuen Medien sind interaktiv, sie beschränken sich, anders als Fernsehen oder Printprodukte, nicht mehr auf eine One-way-Kommunikation vom Produzenten zum Verbraucher.

Einfache Auswahlsysteme, mit denen TV-Zuschauer per Telefon über irgend etwas abstimmen können, werden bald durch komplexere Techniken ersetzt werden. Bei politischen Abläufen könnte der Bürger dann, direkt von seinem Computer aus, abstimmen, ob ein Kraftwerk stillgelegt wird oder ob die Regierung das Militär in den Einsatz schicken soll.

Enthusiasten wünschen sich sogar elektronische Rathäuser und Parlamente, in denen der Bürger stärker mitwirken könnte als bisher. In sogenannten Online-Foren und Newsgroups, die digitalen Vereinshäusern entsprechen, könnte sich jeder auf der Info-Bahn in die Debatten über Gentechnik oder Diätenerhöhung einmischen. Nie zuvor gab es einen einfacheren Weg zu Volksabstimmungen.

Wer diese Hyperdemokratie jedoch propagiert, vergißt leicht, daß die Möglichkeit zu elektronischer Abstimmung, gepaart mit gutgemachter Informationspropaganda, schlimme Folgen haben kann: Der Bürger würde, in voller Überzeugung, "frei" zu entscheiden, zur Marionette.

Je besser der Informationsfluß, um so demokratischer das System. Ein alter Leitspruch, der sich allmählich ins Gegenteil verkehrt. Denn die Datenüberdosis droht mitunter das eigene Denken zu ersticken. Wo bleibt der gemeinsame "Informationsnenner", wenn Bürger in Zukunft von Hunderten Fernsehkanälen und Tausenden elektronischen Info-Foren überfüttert werden?

Die scharfen Trennlinien zwischen Information und Werbung lösen sich auf. Den stärksten Zuwachs erleben die elektronischen Dienste durch kommerzielle Anbieter, und die setzen weniger auf Information als auf lukrative Gefühlsberieselung.

Der Info-Highway wird, wie alle anderen Medien, vornehmlich ein Gefühlsvermittler sein und nicht, wie es derzeit überwiegend dargestellt wird, ein Informationsinstrument. Wer glaubt, daß die große Masse in Zukunft Heißhunger auf Sachinformationen und lexikalisches Wissen entwickelt, vergißt, welchen Schwerpunkt die allermeisten Medien haben: Seifenopern statt Dokumentationen, Pop-Berieselung statt wortlastiger Hörfunkdiskussionen. Und wenn auf einem Computer neben der Textverarbeitung ein weiteres Programm zu finden ist, dann ist es mit großer Wahrscheinlichkeit ein elektronisches Spiel.

Jedes Medium hat nur dann Erfolg, wenn es Hormone in Wallung bringen kann. Auch der Erfolg der Neuen Medien hängt davon ab, ob sie Emotionen stimulieren können.

Als der Student Marty Rimm von der Carnegie Mellon University in Pittsburg vor kurzem einen Bericht über Pornographie im Internet veröffentlichte, gaben sich viele Verantwortliche überrascht. Die amerikanische Time machte das Thema "Cyberporn" im Juli zur Titelgeschichte und stützte sich auf Rimms Daten über angeblich 917410 Sexbilder und Sexstories, die das ganze legale und illegale Spektrum an "undezentem Material" zeigen, von Pädophilie bis hin zum Sex mit Tieren.

Doch Rimm hatte seine Daten kaum im Internet gesammelt, sondern vorwiegend aus privaten Mailboxen besorgt, auf die der Verbraucher nur gegen Nennung der Kreditkarte zugreifen kann.

Trotz dieses groben Fehlers war das Thema in den Schlagzeilen. Der demokratische US-Senator James Exon nutzte es als Bestätigung für seinen Kampf gegen Cyberporno. Seit Beginn des Jahres versucht er, den sogenannten Communications Decency Act zu erweitern, der Grundregeln für ein amerikanisches Mindestmaß an Ethik und Moral festschreibt: Wer Jugendlichen künftig den Zugang zu "undezentem" Material ermöglicht, soll danach mit Geldstrafen bis zu 100000 Dollar und Gefängnisstrafen bis zu zwei Jahren rechnen müssen.

Doch ist der Schutz der Jugend wirklich das treibende Motiv für solche Eingriffe in die Meinungsfreiheit? Verstecken sich hinter der Porno-Hysterie nicht ganz andere Ziele?

Es geht um nichts Geringeres als die Kontrolle des Informationssystems Internet. Denn das dezentrale Netz hat sich wegen seiner globalen Architektur dem Zugriff nationaler Regierungen entzogen: keine Zensur, keine Gesetze, keine Hierarchie.

Das Netz, ein urwüchsiges Chaos von Millionen Rechnern in Behörden, Universitäten und Wohnungen, untersteht weder einem Staat noch einer Industrie. Die elektronischen Gedanken sind frei, moralische Einschränkungen, politische Zensur und kulturelle Tabus gibt es nicht.

Über Nacht ist auf dem Planeten das größte "anarchische" Massenmedium der Geschichte entstanden, und die Politik hat zu spät darauf reagiert. Erst jetzt versuchen Politiker, Einfluß zu nehmen - Sex und Kriminalitätsbekämpfung waren schon immer populäre Argumente für ein Mehr an Kontrolle.

Setzen sich solche Strömungen durch, könnte aus dem demokratischsten Medium bald ein gigantisches Kontrollsystem werden. Denn die Bits und Bytes sind wie geschaffen für eine Auswertung, die weit über den Rahmen politischer Bespitzelung hinausgeht. Anders als am Zeitungskiosk verschwindet im Cyberspace die Distanz zwischen Anbieter und Nutzer.

Kein Verleger oder Intendant kennt seine Kunden exakt, kein Redakteur vermag genau zu sagen, welcher Text von wem gelesen wird. Auf den Netzen dagegen kann Konsumverhalten bis ins Detail erfaßt werden. Nie zuvor hatten Marketing-Experten ein so effektives Instrumentarium, mit dem sie unser Psychogramm zeichnen konnten.

Auf allen Streifzügen durch die virtuellen Netze hinterlassen wir Spuren, die verraten, wer wir sind, was wir denken und was uns bewegt.

Jedes elektronische Inhaltsverzeichnis gleicht einer stillen Umfrage, denn der Mausklick des Nutzers verrät, für welchen Inhalt er sich entscheidet. So ist eine breite und automatisierte Auswertung möglich, die alle bisherigen Meinungsumfragen und Zuschaueranalysen in den Schatten stellen wird. Die Werbewirtschaft hat für diesen elektronischen Informationsfluß schon einen neuen Begriff erfunden: "Clickstream".

Das Ergebnis werden maßgeschneiderte "Informationen" sein. Denn wer wird dann noch etwas anbieten, das nur wenige interessiert? Die Kundschaft wird genau das zu sehen und zu lesen bekommen, was sie will. Der Nutzer macht das Programm, und das muß nicht immer von herausgehobener Qualität sein.

Die breiten Spuren der Datenautobahn werden wohl mit banalem Populismus überfüllt sein, doch auf einigen Seitenstraßen werden sich auch elitäre Randgruppen bewegen. In weltweiten Zusammenschlüssen werden sich Menschen finden, um über ihre exotischen Vorlieben zu kommunizieren. Wer sich für barocke Dichtung, Neutronensterne oder für die Züchtung von Goldfischen interessiert, wird irgendwo im Niemandsland der vernetzten Informationen auf Gleichgesinnte stoßen.

Doch wo wird die Gesellschaft den so wichtigen Dialog führen, der ihr - trotz aller Vielfalt - ein Gefühl von Einheit und Gemeinschaftssinn vermittelt? Wo ist der Ort, wo wir gemeinsam mal lachen und mal weinen?

Es mutet wie ein Widerspruch an, doch der zutiefst demokratische Charakter von freien Gedanken und freier Meinungsvielfalt führt zu einer sozialen Zersplitterung der Gesellschaft - der gemeinsame kulturelle Nenner könnte sich auflösen.

Hat die Bildschirmsucht das menschliche Empfinden für alles, was nicht digitalisierbar ist, schon überlagert? Haben die Menschen auf der Suche nach der elektronischen Zeit jene Sinnlichkeit vergessen, die eine Gemeinschaft von zusammenlebenden Menschen zu bieten hat? Von dampfenden Fischsuppen bis hin zu den Gerüchen der Macchia nach einem Sommerregen?

Das polyglotte Erlebnis beim weltweiten "Surfen" durch die Netze gleicht einem platonischen Datenaustausch. Der Nutzer weltweiter Netzwerke merkt kaum, ob er gerade in London, New York oder Neu-Delhi herumklickt. Die Bits der Datenautobahn tragen nicht den Modergeruch der Monsunzeit oder das Zirpen der Grillen in der Abenddämmerung, sie sind ebenso steril wie die Bildschirme, die sie bedienen.

Mitunter gleicht der Enthusiasmus für die digitale Zukunft jener Begeisterung, die unsere Eltern für synthetische Strümpfe und künstliche Wackelpuddings spürten. Auch sie glaubten fest daran, ihre neue Technik werde alles verändern. Doch wer will heute noch Nylonhemden tragen, und wen gelüstet noch nach all den Farb- und Konservierungsstoffen oder Geschmacksverstärkern, auf die unsere Eltern so stolz waren?

Womöglich ist es heute nicht viel anders, wenn von zukünftiger Telearbeit oder dem ganz anderen Fernsehen die Rede ist. Welcher Arbeitnehmer wird sein soziales Arbeitsumfeld mit Kaffeeplausch und Flirt gegen einen trostlosen Bildschirm in seinen eigenen vier Wänden tauschen wollen? Rein funktional vermag er vielleicht die gleiche Arbeit zu verrichten. Doch nur weil die Computer überall funktionieren, tun es nicht notwendigerweise auch die Menschen, die vor ihnen sitzen.

Viele haben offensichtlich das Experiment der Videokonferenzen vergessen. Noch vor wenigen Jahren redeten die Hersteller gestreßten Managern ein, sie könnten schon bald auf leidige Dienstreisen verzichten. Doch die Videoräume blieben meist ungenutzt. Manager zogen es vor, viele Stunden beengt im Flugzeug zu verbringen, um später beim persönlichen Gespräch ihrem Gegenüber direkt in die Augen zu schauen.

So zeigt sich, daß die Gesellschaft vielleicht nicht an der Schwelle eines Informationszeitalters steht, sondern nur vor einem Datenzeitalter.

In unseren Notizbüchern werden wir Listen führen mit den digitalen Orten, denen wir unser Vertrauen schenken, und es wird nicht lange dauern, bis wir das bunte Gewirr an Information, das uns umgibt, genau- so ausblenden wie die blinkenden Leuchtreklamen in der abendlichen Fußgängerzone.

Das propagierte Mehr an Information wird uns noch blinder und tauber machen, als wir es in unserer übersättigten Medienlandschaft schon sind. Wir werden dem Händler die Pille gegen den Durst abkaufen und sie schlucken. Und wie der kleine Prinz werden wir anschließend zum Brunnen gehen und ungetrübtes, frisches Wasser trinken.


KulturSPIEGEL 11/1995
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