DER SPIEGEL



Neue Jazz-CDs

Von Hielscher, Hans

Joshua Redman: "Walking Shadows"

(Nonesuch). Ab 3.5.

Seit Charlie Parker beschimpfen Puristen Jazzmusiker, wenn sie mit Streichorchestern ins Studio gehen. Dabei klingen Saxofon-Soli über Geigenteppichen großartig - wie jetzt auf Redmans CD mit einem Trio von Brad Mehldau. Die süffig arrangierte Balladenfolge unterbricht Redman nur einmal. Beim "Adagio" von Bach begleiten lediglich Bass und Drums.

Ulf Meyer & Martin Wind: "At Orpheus Theater Live"

(Laika)

An den coolen Klassiker "Beyond Missouri Sky" von Pat Metheny und Charlie Haden erinnert die Musik des Duos. Aber Gitarrist Meyer und Bassist Wind bringen auch Swing-Standards wie "Just Squeeze Me". Die beiden Flensburger musizieren selten zusammen, denn Wind lebt in New York. Umso größer war ihre Spielfreude beim Konzert im heimatlichen Theater.

Eric Legnini & The Afro Jazz Beat: "Sing Twice"

(Discograph)

"Le Monde" feierte den in Paris lebenden belgischen Pianisten als Beherrscher von Hard-Bop-Jazz, Soul Musik und Funk. Nun versucht sich Legnini im Afro-Beat. Er erweiterte dazu sein Trio um drei Bläser und drei Stimmen und nutzt neben dem Klavier diverse Keyboards. Doch afrikanisch klingt die Band nur dann, wenn die Malierin Mamani Keita singt.

Marius Neset: "Birds"

(Edition Records)

Ein Akkordeon als Leitstimme im Eröffnungstitel des norwegischen Saxofonisten irritiert. Doch bald wird klar, dass die Instrumentierung (u.a. Piccoloflöte und Tuba) perfekt zu Nesets Musik passt: Sie ist von nordischer Folklore geprägt und doch total jazzig. Der 28-Jährige bestätigt seinen Ruf als eines der größten Talente in Europa.


KulturSPIEGEL 5/2013
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