DER SPIEGEL



BERLIN

Der General.Premiere am 23.5. in der Volksbühne. Auch am 25. und 29.5., Tel. 030/24 06 57 77.

General? Welcher General? Keine Ahnung, aber René Pollesch wird es uns schon erklären; auch der Ex-Papst soll in seinem neuen Stück eine Rolle spielen.

FRANKFURT/MAIN

Die Möwe.Premiere am 17.5. im Schauspielhaus. Auch am 22. und 30.5., Tel. 069/ 21 24 94 94.

Eine traurige Komödie - diese Grundstimmung haben die meisten Inszenierungen des Regisseurs Andreas Kriegenburg. Tschechows Künstlerstück müsste ihm also liegen. Lisa Stiegler spielt die junge Schauspielerin Nina, deren Träume sich alle nicht erfüllen.

HAMBURG

Lenz.Premiere 24.5. im Thalia in der Gaußstraße. Auch 29.5., Tel. 040/32 81 44 44.

Großer Text für einen großen Schauspieler: Wolf-Dietrich Sprenger macht aus Georg Büchners Erzählung ein Solo.

KÖLN

Die Letzten.Premiere am 24.5. im Expo 1. Auch am 25., 26., 28. und 29.5., Tel. 0221/22 12 84 00.

Ein ziemlich düsterer letzter Gruß des scheidenden Ensembles an sein Publikum: Sebastian Nübling inszeniert Maxim Gorkis Abgesang auf einen mächtigen, korrupten Clan.

MÜNCHEN

Zement.Premiere am 5.5. im Residenztheater. Auch am 8., 12. und 26.5., Tel. 089/ 21 85 19 40.

Mit 70 Jahren feiert der große Regisseur Dimiter Gotscheff sein Regiedebüt in München - und bleibt dabei seinem Lieblingsautor Heiner Müller treu. Bibiana Beglau und Sebastian Blomberg spielen die Hauptrollen in Müllers Abgesang auf eine Revolution.

Räuber. Schuldengenital.Premiere am 17.5. im Marstall. Auch am 22. und 29.5., Tel. 089/21 85 19 40.

Ewald Palmetshofers Paraphrase auf Schillers "Räuber" ist ein Stück über den Generationenkonflikt. Wer schuldet wem was? Es inszeniert Alexander Riemenschneider.

Bauern sterben.Premiere am 4.5. im Werkraum der Kammerspiele. Auch am 7., 22. und 23.5., Tel. 089/23 39 66 00.

Franz Xaver Kroetz' Stück über die Landflucht armer Bauern ist immer noch hochaktuell - wenn auch eher in China und Indien als bei uns. Armin Petras inszeniert.

O Death.Uraufführung am 16.5. in der Spielhalle der Kammerspiele. Auch am 21., 23., 24. und 30.5., Tel. 089/23 39 66 00.

Rache! Darum geht es in Aischylos' "Orestie". Es gibt aber ein Happy End: Der Rachegedanke wird überwunden und die Demokratie erfunden. Aus dieser Perspektive erzählt der Belgier Jan Decorte die antike Geschichte - als Autor, Regisseur und einer der Darsteller.

ZÜRICH

Arm und Reich.Uraufführungen am 4.5. in der Box des Schiffbaus. Auch am 7., 8., 15., 16., 17., 23., 24. und 26.5., Tel. 0041/44/ 258 77 77.

Haben und Nichthaben, das ist hier im Mai das Thema. Drei neue Stücke von Lukas Bärfuss (Regie: Barbara Frey), Händl Klaus (Regie: Sebastian Nübling) und Michail Schischkin (Regie: Bastian Kraft) an einem Abend feiern zum Auftakt des Schwerpunkts Premiere.

Die Zürcher Prozesse.3.-5.5., Theater Neumarkt, Tel. 0041/44/267 64 64.

Der Schweizer Milo Rau, der es u. a. mit einem Schauprozess gegen russische Regimegegner in Moskau zu einiger Berühmtheit gebracht hat (SPIEGEL 9/2013), inszeniert einen Prozess, in dem es um Pressefreiheit versus Minderheitenschutz geht - konkret um die Frage, wie weit die rechtspopulistische Zeitung "Die Weltwoche" gehen darf.

FESTIVALS

Berlin: Theatertreffen.3.-20.5., Tel. 030/25 48 91 00, www.berlinerfestspiele.de

Das wichtigste Festival des deutschsprachigen Theaters findet in diesem Jahr zum 50. Mal statt - das wird gefeiert. Neben einigen Klassiker-Neuinterpretationen gehört auch "Disabled Theater" zu den zehn bemerkenswerten Inszenierungen der Saison (s. S. 14).

Hamburg: Körber Studio Junge Regie.4.-10.5., Thalia in der Gaußstraße, Tel. 040/32 81 44 44, www.thalia-theater.de

Dem Nachwuchs eine Chance: Zwölf Regiestudiengänge schicken Arbeiten ihrer Studenten ins Rennen um einen Jury- und einen Publikumspreis. Damit man sieht, was aus solchen Hoffnungsträgern wird, gibt es ein Gastspiel von David Böschs "Gespenstern" vom Wiener Burgtheater - Bösch war 2003 der erste Preisträger des Festivals.

Recklinghausen: Ruhrfestspiele.1.5.- 16.6., Tel. 02361/921 80, www.ruhrfestspiele.de

Ein vielseitiges, fast unübersichtliches Programm. Die vielversprechendste Neuinszenierung ist "Hedda Gabler", gespielt von Nina Hoss (Regie: Stefan Pucher, anschließend am Deutschen Theater in Berlin zu sehen). Entdeckungen kann man beim "Fringe" und beim "Festival der Uraufführungen" machen.


KulturSPIEGEL 5/2013
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