Ein Plastikimplantat, das leichte Fälle von Kurzsichtigkeit (minus 1,0 bis minus 3,5 Dioptrien) dauerhaft beheben soll, steht in den USA kurz vor der behördlichen Zulassung. Das von der kalifornischen Firma Keravision Inc. entwickelte Produkt besteht aus zwei winzigen transparenten Kunststoffplättchen. Diese flachen bei Kurzsichtigen die Hornhaut gerade so weit ab, daß die Sehfähigkeit normalisiert wird. Der nur zehn Minuten dauernde Eingriff kann in der Praxis eines Augenarztes unter lokaler Betäubung vorgenommen werden. Während der klinischen Erprobungsphase sind die "Intacs" rund 2000 Kurzsichtigen implantiert worden, Preis pro Implantat: 2500 Dollar. Andere US-Firmen entwickeln und erproben derzeit implantierbare Kunststofflinsen, mit deren Hilfe auch andere Formen der Fehlsichtigkeit dauerhaft korrigiert werden können.
DER SPIEGEL 12/1999
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