22.03.1999

AUTORENGanz schön abgedreht

Die deutsche Literatur ist wieder im Gespräch und im Geschäft: Neue Autoren und vor allem Autorinnen fabulieren ohne Skrupel. Sie haben Spaß an guten Geschichten - und keine Angst vor Klischees und großen Gefühlen.
Die Damen fackeln nicht lange: Dem brutalen Preisboxer und seinem miesen Adlatus, der gerade die junge Frau im Nachbarhaus vergewaltigt hat, wird kein Pardon gegeben. Die Nachbarinnen, zwei Schwestern, kommen dem Opfer und dem hilflos-feigen Ehemann zu Hilfe und rücken mit einem schulterbaren Mini-Flammenwerfer an, den sie im Geräteschuppen gefunden haben.
Ehe die beiden Peiniger recht kapieren, wie ihnen geschieht, und bevor sie noch die Pistole ziehen können, liegen sie schon gekrümmt und halb verkohlt auf dem Boden des Landhauses. "Tot wie ein Brikett" werden sie alsbald nebenan im Moor entsorgt.
Das entstammt keinem angelsächsischen Horrorkrimi, sondern junger Literatur aus Deutschland: Die in Hamburg geborene Autorin Karen Duve, 37, heute in einem Dorf bei Dannenberg ansässig und schon mit ein paar eigenwilligen Prosastücken aufgefallen, gebärdet sich in ihrem Debüt "Regenroman" als Neue Wilde der Erzählkunst.
Sie läßt ein frisch verheiratetes Paar aus Hamburg Ruhe in der Einsamkeit suchen und dabei nicht nur vom Regen in die Traufe geraten, sondern gleich ganz im Morast versinken - körperlich und seelisch. Dabei haben sich beide, der wenig erfolgreiche Schriftsteller Leon Ulbricht und seine zarte Frau Martina, alles so idyllisch vorgestellt: Er wollte hier die bei ihm bestellte und schon angezahlte Biographie über den berüchtigten Boxer Pfitzner schreiben, sie ihm ein schönes Zuhause bereiten.
Doch das überstürzt erworbene Anwesen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR erweist sich als Bruchbude, die Auftragsarbeit am Schreibtisch stagniert, das Ehepaar kommt auch sexuell in die Krise - und überall Nässe, Schnecken, Sumpf. Sogar jene beiden Damen aus dem einzigen Nachbarhaus, die am Ende so beherzt und rettend zum Brenner greifen, haben durchaus etwas Schlüpfrig-Verschlingendes.
Es ist verblüffend, wie sicher die Autorin Duve über Töne und Erzählhaltungen verfügt. Ihr "Regenroman" treibt schon zu Beginn unbekümmert sein Spiel mit den Jahrhundertgrößen Robert Musil und Thomas Mann: Da findet sich neben der Wetterangabe wie im "Mann ohne Eigenschaften" auch gleich eine dem berühmten "Buddenbrooks"-Auftakt nachempfundene Eingangsfrage ("Was sagst du? Was ... ?"). Auch Wolf Wondratschek, vor Jahren Romanbiograph einer Münchner Unterweltgröße ("Einer von der Straße"), wird später verwurstet.
Damit allerdings erschöpft sich das bei der Kritik so beliebte postmoderne Wiedererkennungsspiel: Sonst schreibt die Duve auf eigene Rechnung. Und wie! Sie wechselt rasant die Perspektive, schaut ihren Personen so weit in die Köpfe, wie es gerade nötig ist, zeigt die Szenerie zur Abwechslung auch einmal aus dem Blickwinkel des Hundes, der mit der Tatenlosigkeit seines Herrchens Leon gar nicht zufrieden ist - und sie vermag nicht nur einen brutalen Überfall, eine Vergewaltigung, sondern auch eine scheinbar harmlose Familienszene mit anschließendem Bulimie-Exzeß bis an die Ekelgrenze zu schildern: eine Erzählerin, die sich etwas traut und neugierig auf die Welt ist.
Wird die deutsche Literatur am Ende des Jahrhunderts doch noch munter? Der Verleger Arnulf Conradi äußerte sich gerade erst in einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel" optimistisch. Jahrelang hätten sich unsere Autoren für "klar und gut erzählte Geschichten" nicht interessiert, so Conradi, zudem herrsche Angst vor Kitsch und "großen Gefühlen", eine Angst, die von den Kritikern genährt worden sei. Das Ausland habe sich daraufhin von der deutschen Literatur abgewandt. Doch allmählich hätten manche Autoren jene Naivität wiedergewonnen, die zum Erzählen gehöre. Conradis Prognose: "Es wird wieder spannende deutsche Autoren geben, die etwas zu erzählen haben."
Die Gegenrede ließ nicht auf sich warten. Ein Kritiker der "Berliner Zeitung" glaubt in Conradis Äußerungen "Demagogie" zu entdecken, die er gegen alles Kritische und das Denken überhaupt gerichtet sieht. Anders als Conradi meint er, es werde heute eher zu viel als zu wenig gelobt, und verweist auf die aktuellen Rezensionen eines anderen Debütromans: "Stadt Land Fluß" von Christoph Peters, 32.
Diesem Buch ist in der Tat mit großer Einhelligkeit gehuldigt worden, quer durch die Feuilletons: Von der "literarischen Überraschung des Frühjahrs" war da die Rede, von einem "versierten Erstlingsroman", einem "perfekten Debüt" oder gar einem der "besten deutschen Romandebüts der letzten Jahre". Sage also niemand, die Kritiker würden die Debütanten nicht freundlich begrüßen.
Zu Recht? Zunächst einmal: Peters' Debüt hat mit Conradis durchaus plausiblem Wunsch nach neuer erzählerischer "Naivität" nicht das geringste zu tun. Der Roman mit dem schönen, einem Kinderspiel entliehenen Titel "Stadt Land Fluß" ist im Gegenteil durch und durch geprägt von jener selbstreflexiven Bedachtheit, die große Teile der deutschen Kritikerschar traditionell bewundern.
Eine streng durchgehaltene Erzählperspektive ist da Voraussetzung. Und auch das Vorwort eines fiktiven Autors ist immer gern gesehen. Und die Rätselpartie! Peters bietet das alles. Daß sich sein Held, ein Kunsthistoriker, besonders für die Zentralperspektive interessiert, läßt aufhorchen und könnte Rückschlüsse auf den Blickwinkel des Ich-Erzählers erlauben. Wie verläßlich ist sein Bericht über die Ehe mit Hanna, einer Zahnärztin, die offenbar verschwunden ist? Solchen Fragen gehen deutsche Kritiker gern nach: Hat er seine Frau vielleicht umgebracht? Oder der Krebskranken den Leidensweg verkürzt?
Leider gereicht die künstlich erzeugte Unklarheit dem Debüt des talentierten Autors eher zum Schaden: Die scheue Liebes- und Verlustgeschichte nämlich droht unter dem altklugen Vor- und rätselhaften Seitengeplänkel begraben zu werden - nur selten vermag sich das Buch da noch zu anschaulicher Erzählung aufzuschwingen.
Ist es Zufall, daß die weiblichen Debütanten zumeist weniger verzagt und umstandskrämerisch als ihre männlichen Kollegen daherkommen - ohne die erzähltechnischen Absicherungsstrategien, die doch längst geläufig und in diesem Jahrhundert beliebig verfügbar sind?
Das literarische Fräuleinwunder ist jedenfalls augenfällig. Plötzlich gibt es in deutscher Prosa wieder ganz hinreißende Kurzgeschichten, wie die der hochbegabten jungen Berlinerin Judith Hermann, 28 (SPIEGEL 50/1998). Für ihren zu Recht hochgelobten und auch beim Publikum erfolgreichen Debütband "Sommerhaus, später" erhielt sie vor kurzem in Bremen einen Förderpreis, und die Autorin beschwor in ihrer Dankrede den Augenblick des unbefangenen Anfangs, "das rücksichtslose Schreiben in ein Nichts hinein, in dem man sich selbst oder den zukünftigen Leser oder die Geschichte an sich erst viel später erkennt, wenn überhaupt".
Naiv ist das nur in einem äußerst raffinierten Sinn - wie schließlich auch die poetische Unbefangenheit der Erzähler-Frauen nicht mit jener literarischen Unbedarftheit zu verwechseln ist, die in den Frauenromanen nach dem Muster von Gaby Hauptmanns "Suche impotenten Mann fürs Leben" oder Hera Linds "Das Superweib" vorherrscht. Allerdings ist nicht auszuschließen, daß der anhaltende Erfolg gerade dieser Bücher - manche mit glatter Millionenauflage - den Boden für eine neue Erzählkultur in Deutschland insofern bereitet hat, als Verleger und Buchhändler es wieder für möglich halten, mit deutscher Literatur Geschäfte zu machen.
Nicht wenige der jungen Erzählerinnen können ebenfalls eine recht stolze Verkaufsbilanz vorweisen: Von Judith Hermanns erst vor wenigen Monaten publiziertem Erzählungsband sind fast 100 000 Exemplare verkauft, der Debütroman "Das Blütenstaubzimmer" (1997) der Schweizerin Zoë Jenny hat diese magische Marge längst erreicht - in beiden Fällen hat auch ein reges Medieninteresse geholfen.
Der Preis dafür ist freilich, daß die fotogenen Jungautorinnen oft wichtiger scheinen als ihre Literatur: Die heute 25jährige Jenny dürfte mittlerweile einen Rekord halten, was die Anzahl der Porträts in Zeitschriften und Magazinen angeht - erstaunlich angesichts des eher schmalen Erstlings. Erfreulich bleibt dennoch: Anspruchsvolle Literatur deutscher Sprache ist wieder im Gespräch und im Geschäft. Wo unbekannte Autoren früher auf minimale Tausenderauflagen gefaßt sein mußten, gehen heute leicht 30 000 und mehr Exemplare über den Ladentisch. Kleine und mittlere literarische Verlage leben davon - Taschenbuchlizenzen für junge deutsche Literatur werden inzwischen schon mal mit sechsstelligen Beträgen gehandelt.
Natürlich tritt da neben Autorinnen wie Hermann und Jenny - oder Christa Hein ("Der Blick durch den Spiegel"), Sibylle Mulot ("Die unschuldigen Jahre"), Kathrin Schmidt ("Die Gunnar-Lennefsen-Expedition") und Birgit Vanderbeke ("Alberta empfängt einen Liebhaber") - auch eine Reihe männlicher Schriftsteller an, die seit Mitte der neunziger Jahre Furore gemacht haben. Dazu zählen Ingo Schulze ("Simple Storys"), Thomas Brussig ("Helden wie wir"), Marcel Beyer ("Flughunde"), Bernhard Schlink ("Der Vorleser") und Hans-Ulrich Treichel ("Der Verlorene").
Besonders diese Autoren sind es, auf die sich vorerst das Augenmerk ausländischer Verlage richtet - und das hat gewiß auch damit zu tun, daß in den Büchern immer noch das deutsche Thema im Vordergrund steht: die beiden Diktaturen und ihre Folgen.
Bei den Debüts dieses Frühjahrs dagegen spielt die deutsche Vergangenheit kaum noch eine Rolle. Während in dem Roman "Faserland" (1995) des 1966 geborenen Christian Kracht dem Erzähler einige ältere Zeitgenossen noch wie KZ-Aufseher oder "komplette Nazis" erscheinen wollten, hat der Held des jetzt gefeierten 17jährigen Jungautors Benjamin Lebert in dem autobiogra-phischen Roman "Crazy" vor allem Probleme mit sich und der Ehekrise seiner Eltern.
Die Enkelgeneration tritt an. Während die vor und während des Krieges geborenen deutschen Schriftsteller - wie Monika Maron, Martin Walser oder Christa Wolf - derzeit ihre Rückschaubemühung, ihr Nachdenken über deutsche Befindlichkeiten eher noch intensivieren, scheinen viele der nach 1960 geborenen Autoren diese Beschwernis abschütteln zu können.
Drei junge Erzählerinnen lassen das eigene Land in ihren neuen Romanen rasch hinter sich: Tanja Langer, 36, Richtung Côte d'Azur ("Cap Esterel"), die ebenfalls 1962 geborene Susanna Grann Richtung Kanarische Inseln ("Weit von hier") und Nadine Barth, 34, Richtung Hollywood ("Abgedreht").
Die Romanheldinnen hadern eher mit den linken Idealen der Elterngeneration als mit den Untaten der Großeltern. Bei Grann ist es der Vater, der als Autonomer zum Verdruß der Tochter nicht in den Schuldienst übernommen wurde: "Ich will nur sagen, wir müssen doch auch drunter leiden, wenn er überall seine Zivilcourage raushängen läßt." Bei Barth geht es um Mode- und Stilfragen: "Das hatte sie auch bei ihrer Mutter und den anderen Alt-68ern nie verstanden. Keiner von denen hatte auch nur annähernd Geschmack."
In Barths Roman "Abgedreht" läßt sich die Lust am Aufbruch studieren: Vier junge Deutsche, alle Mitte 20, zwei Frauen, zwei Männer, versuchen ihr Glück in Los Angeles - als Schauspieler, als Kameramann, als Drehbuchautorin. Das ist dialogreich und mit Vergnügen an den Details erzählt, bisweilen etwas zu geschwätzig - ganz im Gegensatz etwa zu der gekonnt kargen Erzählweise einer Judith Hermann.
Über Erotik und Liebe, die Grundmelodie dieser Bücher, schreiben die jungen Autorinnen allesamt nüchtern und ohne Illusionen. "Er war wild, ungezügelt, aber es hatte nicht viel mit ihr zu tun", heißt es in "Abgedreht": "Sex ohne Tiefe, schnelle Befriedigung, falsche Erleichterung. Sie vermißte die langen Blicke zwischendurch, das glucksende Lachen, die Freude."
Bei Karen Duve, der neben Judith Hermann begabtesten literarischen Debütantin, gehen die Heldinnen noch ganz anders zur Sache. Isadora, eine der beiden Schwestern aus dem "Regenroman", lockt den verhinderten Schriftsteller Leon in ihr Haus. "Du willst, daß ich dich ficke? Ist es das, ja?" fragt der Ehemann der schönen schlanken Martina ungläubig die übergewichtige Nachbarin.
Die antwortet seelenruhig: "Ich würde diesen Ausdruck nicht benutzen, aber ich glaube, wir meinen das gleiche." Leon jedenfalls muß erleben, daß er bisher wenig über die Lust und sich selber wußte - die Autorin Karen Duve läßt den armen Mann mit einem boshaften Vergnügen und erstaunlicher Intimkenntnis der männlichen Psyche ins Netz gehen. Und sie läßt ihn zappeln. VOLKER HAGE
Von Volker Hage

DER SPIEGEL 12/1999
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