12.08.2013

Kampfauftrag Kind

Aus Angst, der Nachwuchs könnte im Leben scheitern, überwachen Eltern ihre Kinder. Aus nächster Nähe kontrollieren sie, natürlich voller Liebe, Schullaufbahn, Studium und Karriere. Ob aus den behüteten Geschöpfen glückliche Erwachsene werden, ist fraglich.
Seit ein paar Jahren unterteilt der Gymnasialdirektor Josef Kraus, 64, seine Arbeitstage in zwei Hälften.
Die erste, die Schülerhälfte, beginnt mit dem ersten Schulgong, in der Regel verläuft sie problemlos. Was Kraus neben seiner normalen Arbeit vormittags über den Weg läuft, ist meist nicht der Rede wert: Mal raufen zwei Jungs auf dem Gang, mal nimmt ein Lehrer einem Schüler im Unterricht das Handy ab. Aber das war's dann auch schon.
Die zweite, die Elternhälfte, beginnt gegen 14.15 Uhr, mit dem Telefonläuten im Sekretariat. Dann sind Mama oder Papa am Apparat. Sie beurteilen das, was am Vormittag geschehen ist, meist anders als Josef Kraus. Das Raufen? War eine Körperverletzung. Das Abnehmen des Handys im Unterricht? Diebstahl.
Diebstahl? Klar, was sonst.
Josef Kraus ist seit über 30 Jahren im Schuldienst, als Lehrer, als Psychologe und seit 18 Jahren als Direktor. Kraus ist außerdem Präsident des Deutschen Lehrerverbands, er spricht für rund 160 000 Pädagogen in Deutschland. Seine Lehrer kennen die Beschwerden der Eltern. Man kann klagen über die Sitzordnung in der Klasse, die Zahl der Englischvokabeln, das Gewicht des Schulranzens, das Fehlen eines Salatblatts auf dem in der Pause gekauften Wurstbrötchen und, natürlich, den Klassiker: unfaire Noten.
Gibt es irgendetwas, worüber sich Eltern nicht beschweren?
"Sicher", sagt Kraus, "die eigenen Kinder." Stimmt. Die sind ja heilig.
Über dieses Schimpfen, Drohen, Meckern im Dienste der Kinder will Josef Kraus endlich sprechen. Kraus sieht, dass die Eltern in den vergangenen Jahren massiv aufgerüstet haben im Kampf um Vorteile für ihren Nachwuchs. Aber er befürchtet, dass das für die Kinder nicht von Vorteil ist.
Er hat ein Buch geschrieben, es heißt: "Helikopter-Eltern"(*).
Der Ausdruck kommt aus dem Amerikanischen und bezeichnet Eltern, die vor lauter Sorge wie Hubschrauber ständig um ihre Kinder kreisen. "Ich bin schon so weit", sagt Kraus, "ich kann verschiedene Typen identifizieren." Mit der rechten Hand neben dem Kopf simuliert er Flugbewegungen: "Ich kenne die Transport-, Kampf- und Rettungshubschrauber."
Diese Helikopter-Eltern sind ein eigenartiges Phänomen. Einerseits kann man sich herrlich lustig machen über sie.
Über die Mutter in Paris zum Beispiel, die vor kurzem in knapp über der Pofalte abschließender Hose und stark geschminkt versuchte, für ihre Tochter eine Englischprüfung im Baccalauréat zu schreiben. Erst bei der Ausweiskontrolle flog sie auf: Sie war nicht 19, sondern 52. Der Direktor rief die Polizei.
Oder über die Eltern in Colorado Springs, die vor einer Weile bei der Ostereiersuche in einem Park in den Büschen herumsprangen, um sicherzustellen, dass der eigene Nachwuchs genügend Süßes abbekomme. Die Suche musste abgebrochen werden.
Dann gibt es auch die deutsche Helikopter-Mama, die das Baby und dann Kleinkind über Jahre hinweg abends nicht einmal ihrem Mann anvertraut ("Dann weint die Kleine so, weil sie ihn nicht so gut kennt wie mich"), die schluchzend den Mann als Wächter hinterherschickt, wenn der achtjährige Sohn beim Verwandtenbesuch in der fremden Stadt mit seinem Vetter zum Bäcker losgezogen ist. Auch wenn der Laden in unmittelbarer Nachbarschaft liegt - das Kind könnte ja überfahren oder von Pädophilen entführt werden.
Andererseits: Sind wir nicht alle irgendwie auch Helikopter-Eltern?
Wann hat man sich getraut, das eigene Kind allein in die Schule zu schicken? Wann ihm das erste Mal ein Obstmesser in die Hand gedrückt? Und telefoniert man nicht doch immer wieder hinterher, wenn der Teenager beim besten Freund übernachtet? Warum nicht gleich mit dem Direktor sprechen, wenn klar ist, dass der Mathelehrer die Tochter auf dem Kieker hat?
In der Elternbrust schlagen zwei Herzen. Das eine befiehlt: Locker bleiben! Das andere, sofort zum Telefon zu rennen.
Aber was ist für die Kinder gut? Und vor allem: Wie viel davon?
Bei den Kindern machen sich Mama und Papa jedenfalls nicht unbeliebt: Eltern und Kinder in Deutschland kamen wohl noch nie so gut miteinander aus wie heute. In der Shell-Jugendstudie von 2010 gaben drei Viertel der Jugendlichen an, ihren Nachwuchs einmal so erziehen zu wollen, wie sie es von ihren eigenen Eltern kennen. Ein größeres Lob für Mutter und Vater geht nicht.
Doch sind die Eltern für dieses Lob womöglich ein bisschen zu weit gegangen? Schaden sie den Kindern?
Im Jahr 2010 lebte über die Hälfte der jungen Frauen von 18 bis 24 Jahren noch bei Mama und Papa. Bei den jungen Männern waren es mehr als 70 Prozent. Der Nesthocker wird zum Massenphänomen. Das hat viele Gründe: Die Ausbildung dauert länger, die Mieten sind gestiegen, der Weg in den Beruf beginnt später. Aber auch: Daheim ist alles so angenehm.
Und, ist das jetzt schlimm? Nein. Nicht an sich. Die Frage ist, wie es weitergeht im Leben so wohlbehüteter Geschöpfe. Die Frage ist: Werden die Kinder heute noch erwachsen?
Die Psychologieprofessorin Inge Seiffge-Krenke von der Universität Mainz warnt davor, dass Eltern heute die Autonomie ihrer Kinder zu sehr blockieren. "Man hat in Studien an Eltern junger Erwachsener gefunden, dass Vater und Mutter regelrecht Trennungsangst erleben." Durch Manipulationen, zu viel Unterstützung und psychischen Druck versuchten sie, das erwachsene Kind weiterhin stark ans Elternhaus zu binden.
In der Wirtschaft wird regelmäßig bemängelt, dass viele Schulabgänger kaum den Anforderungen einer Berufsausbildung gewachsen sind. Das Deutsche Studentenwerk bietet Hilfe für Studenten, die Schwierigkeiten haben, sich von ihren Eltern abzunabeln.
Es ist ein soziales Experiment riesigen Ausmaßes: Was wird aus einer Generation von Kindern, denen die eigenen Eltern so viel Förderung und Rückhalt geben wie möglich? Und die dabei womöglich versäumen, sie fit fürs Leben zu machen? Wie können Eltern erkennen, wann sie mit ihrer Fürsorge übertreiben? Und wann ihre Sorgen berechtigt sind?
Ein Hamburger Gymnasium, es liegt in einem wohlhabenden Viertel, die Eltern der Schüler sind in der Mehrzahl Akademiker. Ein Lehrer schildert folgende Situation: "Ich erwische einen 14-Jährigen beim Rauchen auf dem Schulgelände. Ich weiß, der Junge raucht regelmäßig, ich rieche es jeden Morgen. Der Junge darf es nicht, schon gar nicht in der Schule. Ich rufe die Eltern an.
Die Mutter geht ans Telefon. Sie sagt: ,Das stimmt nicht. Mein Sohn raucht nicht.'
Ich sage: ,Doch. Das ist leider so.'
Die Mutter sagt: ,Das müssen Sie mir erst einmal beweisen.' Das Gespräch ist damit beendet."
Der Lehrer ist jetzt angehalten, seine Beobachtungen zu dokumentieren, er wird für die Eltern einen Bericht schreiben müssen. Am Ende wird bei ihnen das Gefühl bleiben: Der Lehrer übertreibt, der rauchende Sohn ist das Opfer seiner Nachstellungen. Eine Strafe, das ist dem Pädagogen schnell klar, hat das Kind nicht zu erwarten.
Man fragt sich, warum sagt die Mutter nicht einfach: "Danke für den Hinweis"? Und: "Ich kümmere mich drum"?
Mittagszeit in Niederbayern, die Sekretärin hat Pause, also muss Schulleiter Kraus übernehmen. Ein zartes Klopfen. Vor der Tür stehen zwei 12-Jährige, sie wollen eine DVD ausleihen. Sie sagen: "Bitte, Herr Kraus." Und: "Mei, toll, danke." Kraus zieht mit dem Schlüssel los: "Ja, ja, des mach ma gleich."
Mitte der neunziger Jahre saß Josef Kraus im Wahlkampfteam von CDU-Mann Manfred Kanther in Hessen. Er sollte Kultusminister werden, aber Kanther scheiterte bei der Wahl. Linke Zeitungen nannten Kraus damals die "Gefahr aus dem Süden".
Kraus lacht darüber. Die schlimmste Strafe, erzählt er, die er in drei Jahrzehnten Schuldienst verhängt habe, waren ein paar Tage Unterrichtsausschluss. Kraus hält sich nicht für sonderlich gefährlich.
Er sagt, er wolle Eltern mit seinem Buch nicht an den Pranger stellen. Die meisten hätten sehr bodenständige Vorstellungen von Erziehung. "Siebzig, achtzig Prozent handeln mit Sinn und Verstand", sagt er. Doch links und rechts dieser Normalität machten sich zwei Extreme breit: die, die ihre Kinder vernachlässigten - und die, die ihre Kinder mit zu viel Fürsorge überschütteten.
"Auf diese beiden Extreme wenden die Kindergärten und die Schulen schon heute den Großteil ihrer Energie auf", sagt Kraus. Und er sieht, dass die überbesorgten, die, wie er sie nennt, "hyperaktiven Eltern" noch weiter auf dem Vormarsch sind.
In seinem Direktorat säßen Eltern, die sagten: "Da haben wir mal wieder eine Fünf geschrieben, obwohl wir doch so viel gelernt haben." Mütter und Väter, die bis zur Unkenntlichkeit verschmelzen mit den Siegen und Niederlagen ihres Nachwuchses. Die unzählige Ratgeber lesen, in jeder Sprechstunde sind, die Lehrer zu Hause anrufen, sich mit dem Busfahrer, der das Kind mal kritisch beäugt hat, anlegen. Die im Grunde aber, so übersetzt es Kraus, ihren Kindern nichts zutrauen.
Das ist das Hauptproblem.
Zum Beispiel der Schulweg: 2012 machte sich laut Forsa-Umfrage nur jeder zweite deutsche Grundschüler allein auf den Schulweg. 1970 waren es noch 91 Prozent. Kraus sagt: "Kaum ein Kind kommt hier allein an. Bei Regen würden die Eltern am liebsten mit dem Auto bis in die Aula fahren." Inzwischen gibt es Initiativen an Grundschulen wie "Zu Fuß ist cool", mit denen Kinder, aber vor allem deren Erziehungsberechtigte angeregt werden sollen, mal darüber nachzudenken, warum 500 Meter Schulweg, bitte schön, so gefährlich oder mühselig sein können, dass sie besser mit dem Range Rover zurückgelegt werden müssen.
Zum Beispiel die Hausaufgaben: In einer Emnid-Umfrage von 2012 gaben 77 Prozent der befragten Eltern an, sie würden gezielt vor Klassenarbeiten und Referaten helfen. Allensbach erhob 2011, dass 27 Prozent der Eltern der Meinung sind, in der Schule werde heute so viel verlangt, dass man die Kinder zusätzlich fördern müsse. Kraus sagt: "Die Mütter sitzen Tag für Tag neben ihren Kindern und kontrollieren die Hausaufgaben. Dabei sollten die selbständig erledigt werden. Das Kind muss auch mal mit einer falschen Hausaufgabe in die Schule kommen." Sonst könne der Lehrer nicht einschätzen, wie gut der Stoff verstanden wurde.
Fragt man Eltern, was sie sich in ihrer Erziehung für ihre Kinder wünschen, dann sagen die meisten: dass sie selbständig werden, sich durchsetzen können. Lernen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Für Kraus gehen diese Wünsche nicht mit dem Handeln der Helikopter-Eltern zusammen.
Wie soll ein Kind, dessen Mutter bei jeder Rangelei die Schule anruft, lernen, sich durchzusetzen?
Um Selbstvertrauen zu entwickeln, brauche es ein realistisch begründetes Selbstbewusstsein. "Es muss gelernt haben, mit Frustrationen umzugehen."
Die Entwicklungspsychologin Inge Seiffge-Krenke erforscht seit Jahren, wie sich die Beziehung von Kindern und ihren Eltern verändert. Will sie aber ein schnelles, eindrückliches Beispiel geben, wohin der Trend in den vergangenen Jahren geht, dann nennt sie zwei Namen: Angelina Jolie und Heidi Klum. Mütter, die ihr Muttersein ausstellen, als gäbe es einen Preis dafür, oder beweisen, dass es zumindest die Figur nicht ruiniert.
"Kinder sind nicht mehr wichtig für die Altersvorsorge", sagt Seiffge-Krenke. "Man bekommt sie freiwillig, und sie sind wichtig für den Selbstwert der Eltern geworden." Das habe eine narzisstische Komponente angenommen. Die Eltern schmückten sich mit ihren Kindern, sie seien zum Faktor in der Repräsentation der Familie nach außen geworden. "Früher haben die Kinder in Haus und Hof geholfen, heute machen sie Ballett, Klavier, sollen viel lernen für gute Noten."
2006 befragten Seiffge-Krenke und ihre Kollegen in einer Studie 15 000 Kinder aus 25 Ländern. Die größte Not der Kinder: "Meine Eltern wollen gute Noten und machen deswegen Druck." Zum Teil seien das berechtigte Sorgen der Eltern in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit, gibt die Forscherin zu. Aber dahinter stecke auch pures Statusdenken: "Man möchte sich mit seinen klugen und tüchtigen Kindern schmücken."
Die 23-jährige Olivia Marschall studiert an der Universität Freiburg Geografie, Englisch und Italienisch auf Lehramt. Seit drei Jahren jobbt sie in der Telefon-Hotline der Uni, erklärt den Anrufern Bewerbungsfristen, Fach- und Uni-Wechsel. Als sie begann, sagt Marschall, hätten sich hin und wieder auch mal Eltern gemeldet. Doch in diesem Jahr sei bei jedem zweiten Telefonat eine Mutter oder ein Vater am Apparat gewesen. Meist wüssten die Eltern über die Studiengänge bestens Bescheid. Ihre Fragen sind anderer Natur.
Es sind Kontrollanrufe. "Sie wollen wissen, ob die Bewerbungsfrist, die ihr Kind ihnen genannt hat, auch stimmt", sagt Marschall. Mitunter bekommt sie mit, dass die Familie wegen des Studienplatzes des Kindes beschlossen hat, mit in die Stadt zu ziehen. "Ich finde es gut, wenn die Eltern einen in der Ausbildung unterstützen", sagt sie. "Aber man sollte sein Studium schon auch selbst organisieren."
Jeden Herbst begrüßt die Universität Freiburg ihre Erstsemester und deren Eltern mit einer kleinen Feier, dem "Erstsemestertag". Universitätssprecher Rudolf-Werner Dreier hatte die Veranstaltung 1997 initiiert. Seine Kollegen lachten damals über den Vorschlag. Welcher Student würde schon freiwillig seine Eltern an die Uni mitbringen? "Schultüten-Tag" nannten sie Dreiers Idee. Doch schon beim ersten Mal zählte man über 400 Gäste.
15 Jahre später musste der Brandschutzbeauftragte einschreiten. Nachdem 2011 bereits 4300 Eltern und Studenten gekommen waren, verlegte die Uni den Erstsemestertag ins Stadion an der Dreisam, sonst Heimat des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg. Die Gäste füllten die Osttribüne.
"Die Eltern unserer Studierenden sind für uns eine feste Zielgruppe geworden", sagt Dreier. Sie bestimmten maßgeblich mit, wo und was ihre Kinder studieren. Über Alumni-Netzwerke versucht Dreier außerdem, die Ehemaligen, die eines Tages als Eltern ihre Kinder zum Studium entlassen, mit ihrer Alma Mater in Verbindung zu halten. Die Verbindung hält. Die Eltern kommen.
"Wir sehen diesen Tag als eine Übergabeveranstaltung, einen Initiationsritus. Aber danach sollten die Eltern bitte auch loslassen", sagt Dreier.
Die Uni biete ihren Studenten viel: Beratung, soziale Betreuung, man kann Studienfächer im Internet testen. "Wir machen fast alles", sagt Dreier, "aber Windeln wechseln wir nicht." Nehme die Uni die Kinder weiterhin an die Hand und ließen die Eltern auf der anderen Seite nicht los, bleibe den jungen Erwachsenen zu wenig Freiraum, um ihre eigene Persönlichkeit zu finden.
Deswegen gibt Dreier den neuen Studenten gern einen Rat: "Nehmt euch ein kleines WG-Zimmer. Dann kommen die Eltern nicht jedes Wochenende zu Besuch."
2004 traf die amerikanische Anthropologin Carolina Izquierdo in Peru auf das Mädchen Yanira. Die Wissenschaftlerin wollte herausfinden, wie viel Verantwortung verschiedene Kulturen ihren Kindern geben und welche Folgen das für deren Entwicklung hat. Die Forscherin verbrachte mehrere Monate bei den Matsigenka im peruanischen Regenwald, einem Fischervolk, das in großen Familienverbänden lebt.
Eines Tages stand die kleine Yanira da, in der Hand einen Kochtopf, zwei Kleidchen und neue Unterwäsche. Ihr Plan: eine Familie des Stammes auf Angeltour begleiten.
In den folgenden Tagen fing Yanira Krebse, die sie für die Gruppe kochte, sammelte Blätter für den Hüttenbau und fegte morgens und nachmittags Sand von den Schlafmatten. Yanira half, wo sie konnte, und bemühte sich, niemandem zur Last zu fallen. Das Mädchen war damals sechs Jahre alt.
In Los Angeles beobachteten Izquierdo und eine Kollegin das Leben amerikanischer Mittelklassefamilien. Beispielsweise das morgendliche Aufstehritual: Um 6.30 Uhr weckt die Mutter den 11-jährigen Mikey, den 12-jährigen Mark und die 15-jährige Stephanie. Sie ruft so etwas wie: "Aufstehen Kinder, aufstehen! Raus aus den Federn!"
Die Kinder weigern sich zunächst, die Mutter muss mehrere Weckrunden drehen. Unten in der Küche fragt sie jeden, was er frühstücken möchte. Sie bietet mehrere Alternativen an, fragt auch nach den Wünschen für die Lunchbox und bereitet die Pausenbrote zu. Dann erinnert sie alle daran, sich die Zähne zu putzen, Haare zu kämmen und Schuhe anzuziehen.
Während des gesamten Frühstücks hat die Mutter die Uhr im Blick. Sie ruft: "Noch zehn Minuten! Noch fünf Minuten!" Schließlich bittet sie den zwölfjährigen Mark, auf dem Weg nach draußen den Müll mitzunehmen. Mark schreit: "Nein!" Nur widerwillig tut er es später doch.
In 30 amerikanischen Familien, die für die Studie beobachtet wurden, übernahm kein einziges Kind routinemäßig und eigenständig Aufgaben im Haushalt. Alle wurden zum Bettmachen, Tischabräumen, sogar zum Anziehen ermahnt und folgten nur zögerlich.
Anweisungen wurden von den Eltern dabei häufig als Vorschläge formuliert. Etwa so: "Weißt du, was du machen kannst? Du kannst dir bitte die Haare im Badezimmer waschen! Willst du das machen?" In einer typischen Szene bat ein Vater seinen achtjährigen Sohn fünfmal, zum Duschen ins Bad zu gehen. Schließlich trug er ihn dorthin. Kurz darauf kehrte der Junge ungewaschen zurück und spielte ein Videospiel.
Hört sich das sehr fremd, sehr amerikanisch an? Eher nicht.
In ihrer Studie berücksichtigten die Wissenschaftlerinnen, welchen Stellenwert die Schulbildung und die Entwicklung von Individualität in den verschiedenen Kulturen haben. Doch dass die Schule im Leben amerikanischer Mittelklassekinder eine größere Rolle spielt als bei den Matsigenka, erklärt für die Forscherinnen nicht, weshalb so wenige Schulkinder in L. A. bei einfachen, schnellen Hausarbeiten helfen.
Selbst beim Haarekämmen, Zähneputzen, Duschen, Sachenzusammenräumen - alles Dinge, die kleine Schulkinder von ihrer Entwicklung her schon selbst erledigen können müssten - erhielten sie Hilfe von ihren Eltern.
Wohin die übertriebene Unterstützung führen kann, sieht die Mannheimer Diplompädagogin Gabriele Pohl, 60, täglich in ihrer Praxis. Pohl therapiert seit zwölf Jahren Kinder mit Angststörungen. Sie sagt, den Kindern fehle heute der Mut für alles Mögliche. "Die können oft schon nicht mehr hüpfen oder auf einem Bein stehen. Die trauen sich nirgends runterzuspringen." So viel Entfremdung vom eigenen Körper wirke sich auch auf die Seele aus.
Sie erzählt von dem zwölfjährigen Mädchen, das kein Streichholz anzünden kann, das durfte es noch nie. Von dem Zehnjährigen, der sich den Reißverschluss seiner Jacke noch immer von der Mutter schließen lässt.
Bei ihren Beratungsgesprächen hat sie häufig den Eindruck, da komme kein Kind, sondern ein Kopf durch die Tür. Zum Beispiel der Fünfjährige, der all ihre Puppen durchzählt, aus Stoffschlangen Buchstaben legt. Und es dann nicht schafft, auf den Stuhl zu klettern.
"Es wird nur auf den Intellekt geguckt, aber nicht darauf, was die Kinder sonst noch brauchen. An körperlichen Erfahrungen, an Sozialerfahrungen, an emotionaler Intelligenz", sagt Pohl. "Kinder wollen Mutproben, sie wollen wissen, wer von ihnen stärker ist, sie wollen Abenteuer." Vor allem brauchten sie die Freiheit, Dinge zu tun, bei denen sie nicht unter Aufsicht stehen. "Losziehen, etwas machen können. Ohne dass immer jemand hinter einem her ist."
Gewähren Eltern ihnen diese Freiheiten nicht, dann, meint Pohl, werden die Kinder sie sich irgendwann nehmen. "Dann machen sie irgendeinen Kokolores." Sie weiß da von Sachen wie S-Bahn-Surfen, Drogennehmen, Komasaufen.
Kinder, die sich selbst nicht ausprobieren können, sind ihrer Meinung nach stärker gefährdet. "Ein Jugendlicher mit einem gesunden Selbstvertrauen, der kennt seine Grenzen. Der kann sagen: ,So, jetzt hör ich auf mit dem Trinken, mir reicht es jetzt.'"
Bei ihrem ersten Kind war Erika Kochel(*) 36 Jahre alt, und dann bekam sie noch ein zweites. Sie sagt: "Ich war eine späte, ängstliche Mutter." Ihre Kinder sind heute 17 und 19, ihr großer Sohn hat gerade Abitur gemacht.
Hat alles gut geklappt?
Sie seufzt. "Ja, schon. Weil ich vor zehn Jahren die Notbremse gezogen habe."
Die ersten Jahre war Kochel mit den kleinen Kindern daheimgeblieben, sie und ihr Mann hatten sich für eine klassische Rollenaufteilung entschieden. Ihre Welt bestand aus Wohnung, Spielplatz, Wohnung. "Es war eine wahnsinnig enge Geschichte."
Damals hatte sie ständig Angst, dass die Kinder entführt oder auf der Straße überfahren werden. Sogar das Nachrichtengucken fiel ihr schwer, all das Schlechte erschütterte sie maßlos.
Sie sagt: "Es passiert sehr leicht, dass man mit seinen Sorgen übertreibt. Wenn man allein ist mit den Kindern, ver-
schwimmt die Grenze. Was ist zu viel, was gerade richtig?"
Gleichzeitig hatte sie Bilder einer perfekten Familie im Kopf. Von Kindern, lustig und gesellig, so wie sie selbst auch mal war. Doch statt auf den Bolzplatz zu gehen, blieb der Große lieber für sich. Sie fragte sich: Was hab ich falsch gemacht? Wie kann man das ändern? Ständig bedrängte sie ihn, mehr aus sich herauszugehen.
Als der Sohn in die Schule kam, begann er, sich zu fürchten. Morgens, abends, nachts. Irgendwann begriff sie, dass er sich mehr als andere Kinder fürchtete, und bat einen Psychologen um Rat. Sie ging auch selbst zu einer Therapeutin. Erst als diese ihr viele Male glaubhaft versicherte: "Es ist alles gut. Sie haben tolle Kinder. Vertrauen Sie darauf, das wird schon", war Erika Kochel allmählich bereit zu glauben, dass nicht alles im Leben ihrer Kontrolle bedurfte. Heute sagt sie: "Ich habe mühsam gelernt, die Dinge auch mal laufen zu lassen."
Klaus Hurrelmann ist Professor für Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin. Er leitet seit über zehn Jahren die Shell-Jugendstudie, er untersucht, wie Kinder in Deutschland leben.
Er sagt, wer wissen wolle, wie Eltern und Kinder heute miteinander zurechtkommen, müsse auch betrachten, wie sich die Paarbeziehungen der Erwachsenen im Laufe der Zeit verändert haben. "Kaum jemand muss heute noch einen Hof oder ein Geschäft zusammen betreiben", sagt Hurrelmann.
Ein Paar zu sein, das sei heute kaum mehr eine pragmatische Entscheidung, sondern fast ausschließlich emotional gesteuert, eine Liebesbeziehung. "Man schaut, ob man in seinem Charakter zueinanderpasst. In seinen Interessen, seinen Anschauungen."
Eine solche Beziehung ist geprägt von starkem Einfühlen, hoher Empathie, intensivem Mitdenken für den Partner. Hurrelmann glaubt, dass nicht wenige Eltern diese Art von Beziehung auch auf ihr Kind übertragen. "Das sind alles sehr hohe Werte", sagt Hurrelmann. Aber das Kind müsse erzogen werden. "Das muss der Partner nicht." In manchen Fällen werde die Erziehung sogar komplett durch die Beziehung ersetzt.
Was Hurrelmann von den Eltern verlangt, ist eine stärkere erzieherische Haltung, eine gesunde Distanz zum Kind. Eine solcher Abstand schütze das Kind auch, denn es gehöre einer anderen Generation an, sei ein anderer Mensch. "Es ist sein eigener Mensch. Das zu akzeptieren fällt vielen Eltern schwer."
Vor ein paar Jahren wurde die amerikanische Journalistin Lenore Skenazy über Nacht berühmt: In ihrer Kolumne für die "New York Sun" bekannte sie, dass sie ihren neunjährigen Sohn allein mit der New Yorker U-Bahn fahren lasse.
Binnen kurzem hatte Skenazy den Beinamen "America's Worst Mom" - die schlechteste Mutter Amerikas. Aufgebrachte Eltern ließen sich über sie aus. Tenor: "Was, wenn da etwas passiert?"
Skenazy ging in die Offensive. Sie schrieb ein Blog und ein Buch mit dem Titel "Free-Range Kids", freilaufende Kinder, in dem sie das Recht ihres Sohnes verteidigte, die Welt auch für sich allein zu entdecken. Das Buch war ein Erfolg, Skenazy bekam eine eigene TV-Sendung.
In einer Folge von "World's Worst Mom" blickt ein Zehnjähriger traurig in die Kamera. Er sagt: "Ich kann nicht Rad fahren und nicht mit einem Messer schneiden. Meine Mutter hat Angst, ich falle hin oder schneide mir die Finger ab."
Skenazy kommt, setzt den Jungen aufs Rad, lässt ihn in der Küche Tomaten schneiden. Am Ende sind alle vor Glück den Tränen nahe. Skenazy sagt: "Ich denke, das Leben dieser Familie hat sich für immer verändert."
Wird die Hamburger Psychologin Katrin Hagemeyer, 35, bei Schwierigkeiten von Eltern um Rat gebeten, besucht auch sie die Familie zu Hause. Sie beobachtet einige Stunden das Miteinander von Eltern und Kindern. Häufig sieht sie dabei, wie die Eltern die Kinder mit ihren gutgemeinten Sorgen erdrücken. Und selbst nichts davon merken.
"Ich spreche mit Eltern, die sich über den grassierenden Förderwahnsinn mokieren, aber mir gleichzeitig erklären, weshalb ihr Kind an vier Nachmittagen die Woche irgendwelche Kurse besucht."
Sie spricht mit einer Mutter, die über die übertriebene Sorge räsoniert, ihrer Tochter dabei aber am Klettergerüst die ganze Zeit das Händchen hält.
Inzwischen geht es auch in vielen Sachbüchern darum, dass die Kleinen ihre Kindheit einbüßen. Man solle die Kinder, heißt es meist darin, doch wieder einfach Kinder sein lassen, sie in den Wald schicken, sie toben lassen.
Aber die Eltern, mit denen Hagemeyer zu tun hat, behandeln auch das wieder nur als eine Aufgabe. Im Hinterkopf, sagt Hagemeyer, ticke weiter der Wecker. "Nach dem Motto: Ich habe dem Jungen jetzt drei Stunden lang seine Ruhe gelassen, jetzt muss er doch mal um die Ecke kommen und ein tiefsinniges Gespräch führen wollen."
"Theoretisch", sagt Hagemeyer, "ist diesen Eltern klar, dass es ein Zuviel geben kann." Aber praktisch sähen sie es nicht. Sie führten Methoden aus, sähen das Kind nicht als Person.
"Die Eltern kommen aus der Denkfalle gar nicht mehr heraus", sagt Hagemeyer. Alles in ihrem Leben sei messbar. Größe, Gewicht, die Leistungen in der Schule. "So werden die Kinder zu Mathematikaufgaben."
Die Rechnung der Eltern sehe meist so aus: Ich habe dich gestillt, dir Nähe und Zuneigung gegeben, dich bestmöglich gefördert - jetzt werde bitte zu dem Menschen, zu dem ich dich erzogen habe.
Immer wenn die Eltern eine solche Rechnung aufmachten, sagt Hagemeyer, werde es gruselig.
Wie soll man es denn besser machen?
So schwer sei das gar nicht, sagt Hagemeyer. Man müsse nur mit ein paar Dingen ins Reine kommen.
Zum einen sei da die weitverbreitete Annahme, Kinder kämen wie weiße Püppchen auf die Welt, die man beliebig anmalen kann. "Aber Kinder", sagt Hagemeyer, "die sind, wie sie sind."
Wenn sie einem in den eigenen Interessen und Fähigkeiten ähnlich sind, werde das familiäre Miteinander wahrscheinlich reibungsloser verlaufen. "Wenn sie aber ganz anders sind, dann muss man sich damit eben anfreunden. Dann muss man das füreinander organisieren."
Hagemeyers These: Es ist nicht die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder glücklich zu machen. "Eltern sind dazu da, die Kinder auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen die Informationen und Fertigkeiten zu vermitteln, die sie brauchen, um sich in der Welt zurechtzufinden", sagt die Psychologin.
Das Projekt "Glückliches Kind" berge die Gefahr in sich, dass das Kind nicht mehr die Möglichkeit habe, unbeschwert traurig zu sein. "Alle Emotionen, die wir Menschen mit auf die Welt bringen, sind wichtig und wertvoll für unsere Persönlichkeit. Wirklich hilfreiche Eltern sind diejenigen, die das Kind anerkennen, so wie es ist."
An der Universität Freiburg versucht die Studienberaterin Eva Welsch bei dieser Art von Anerkennung zu helfen. Vor ein paar Jahren hat sie begonnen, nicht nur Studenten, sondern auch Eltern Sprechstunden anzubieten.
Welsch, 62, bittet in ihr Büro. An der Wand hängt ein Druck von Mark Rothko, beruhigendes Rot, die Couch ist hell und weich. Fast jeden Satz beendet Welsch mit einem Lächeln.
Sie sagt, dass sie das Miteinander von Studenten und Eltern als freundschaftlich erlebe. "Entscheidungen treffen sie häufig gemeinsam, nicht wie früher, als Eltern noch sagten, ,Medizin oder gar nichts!'"
Doch Welsch ist nicht sicher, ob die jungen Erwachsenen sich nicht manchmal allzu willfährig den Ratschlägen der Eltern beugten. "Das sind alles empathische, reizende Eltern, wirklich", sagt sie. "Aber es sind Eltern, die kurzatmig werden, weil sie sich so große Sorgen um ihre Kinder machen."
Zugleich sitzen in der Studienberatung häufig Studenten, Mitte, Ende zwanzig, die nach ihrem Abschluss kommen und sagen: "Jetzt habe ich studiert, wozu mir meine Eltern geraten haben. Aber glücklich werde ich damit nicht. Kann ich noch einmal von vorn beginnen?"
Welsch fragt sich dann stets: Hätte man das nicht vorher merken können? Doch es sei schwer geworden, die Kinder zu ihrer eigenen Wahl zu ermuntern, die Eltern davon abzuhalten, allzu fürsorglich einzugreifen. Sie spürt, dass eine andere Art von Spannung zwischen Eltern und Kindern entstanden ist. Keine, die aus autoritärem Zwang entsteht. Sondern aus Angst.
Manchmal wird es Eva Welsch in diesen Situationen eng ums Herz. Was nutzt ein VWL-Studium, wenn der Junge schlecht in Mathe ist? Was bringt Jura, nur weil der Vater als Rechtsanwalt gut ist? Sie sagt: "Fragt doch mal nach dem Glück der Kinder! Das tut keiner mehr." Die Leichtigkeit sei weg.
Sie versuche den Eltern zu sagen: "Lehnen Sie sich zurück, kommen Sie raus aus Ihrer Verkrampfung. Die Noten sind gut, Klavier kann er schon, Tennis spielt er auch. Was soll denn noch alles in dieses Kind rein, damit es auf dem Arbeitsmarkt reüssiert?"
Die Studienberaterin will, dass bei den Heranwachsenden wieder die Neugierde geweckt wird. Sie sagt: "Wir haben hier eine Universität, die hat Säcke voll Wissen." Sie will den Eltern klarmachen, dass ihr Kind nur dann einmal gut im Beruf sein wird, wenn es etwas studiert, das es interessiert. "Nicht, was gerade opportun auf dem Arbeitsmarkt ist."
Häufig, sagt Welsch, habe sie in einer solchen Beratung Erfolg. Sie spüre dann ein tiefes Durchatmen - bei Kindern und Eltern.
In Niederbayern bereitet sich Josef Kraus auf den nächsten Tag vor. Der Abschied von den diesjährigen Abiturienten steht an, für Kraus wird es der 20. Abiturjahrgang sein, den er ins Leben entlässt. Der Pädagoge muss noch seine Rede fertigschreiben.
Kraus sagt: "Ich könnte jedes Jahr die gleiche halten, keiner würde es merken." Aber er will das nicht. Er will, dass die Rede jedes Jahr neu ist, dass sie etwas mit dem Leben seiner Schüler zu tun hat.
Was will er dieses Mal sagen?
"Ich möchte über Humor sprechen." Über Humor als Chance, mit dem Leben fertig zu werden.
Die letzte Schulglocke läutet, der Gymnasialdirektor trinkt Kaffee und erklärt: "Humor macht es leichter, mit den Unzulänglichkeiten des eigenen Lebens zurechtzukommen." Humor mache es leichter, versöhnlich auf die Schwächen der Mitmenschen zu sehen. "Und Humor ist ein großes Stück innere Freiheit. In Situationen, in denen man sich ohnmächtig fühlt."
Warum will er ausgerechnet das seinen Schülern mit auf den Weg geben?
"Damit sie Abstand gewinnen. Vom Perfektionismus, vom Verwertungsdenken. Von dieser sturen Ellbogenmentalität." Denn seine Schüler, sagt Kraus, das seien mehr als nur Menschen, die man benote. "Das sind auch Töchter, Söhne, Brüder, Schwestern oder Freunde." In jeder dieser Rollen sollen sie glücklich werden.
Vor allem, sagt Kraus, möchte er das aber den Eltern sagen. "Denn die sitzen morgen ja auch da."
* Josef Kraus: "Helikopter-Eltern. Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung". Rowohlt Verlag, Reinbek; 224 Seiten; 18,95 Euro.
* Name von der Redaktion geändert.
Von Kerstin Kullmann

DER SPIEGEL 33/2013
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