16.09.2013

TV-NACHWUCHSDie Besserwisser

Für junge Zuschauer ist das klassische TV-Programm zu starr. Doch eine Riege von neuen Gesichtern könnte das Medium reanimieren. Sie sind mutig - und glauben durchaus ans Fernsehen.
Das hier soll die Rettung des deutschen Fernsehens sein? Ein nuschelnder, grauhaariger Mann mit Kastenbrille? Zu sehen ist der Journalist Gerhard Löwenthal, wie er vor 30 Jahren im ZDF den Deutschen die Welt erklärt.
Der Moderator und Komiker Jan Böhmermann, 32, lässt ein Video von Löwenthal auf seinem Laptop laufen, er sitzt in einem Hinterhofbüro in Köln-Ehrenfeld, den Räumen seiner Produktionsfirma.
Der Clip zeigt die skurrilsten Szenen des "ZDF Magazins", eines Polit-Magazins, moderiert von Löwenthal, das schon damals so progressiv war wie der Vatikan. Löwenthal lässt keinen Zweifel daran, dass er jeden Linken ähnlich erfreulich findet wie eine Nierenkolik. Zwischendurch zieht er an einer Zigarre.
Als Vorlage für seine neue Sendung auf dem Spartenkanal ZDFneo kann sich Böhmermann niemand Besseren vorstellen als Polit-Ajatollah Löwenthal. Böhmermann sagt: "Löwenthal hat Verkündungsfernsehen gemacht, die Form war ihm total egal. Das hat großes komisches Potential."
Schon die Talkshow, mit der Böhmermann im vergangenen Jahr bekanntwurde, sah aus, als hätten die Macher das Studio in die sechziger Jahre zurückgebeamt: Die Gäste saßen an einem ovalen Tisch wie in Stanley Kubricks "Dr. Seltsam", sie sprachen in Tischmikros und tranken Whiskey. "Roche & Böhmermann" gewann einen Deutschen Fernsehpreis. Hätte das Team sich nicht mit Co-Moderatorin Charlotte Roche verkracht, wäre die Sendung wohl von ZDFkultur ins Hauptprogramm gewandert.
Es ist schon kurios: Ausgerechnet Böhmermann, der das Fernsehen erneuern will, hat ein Faible für Gerhard Löwenthal, Rudi Carrell und Hans-Joachim Kulenkampff, das Personal aus der Kreidezeit des deutschen TV. Er, der Zeitungen nur noch auf dem iPad liest, hängt einer Ära nach, in der die Zuschauer ehrfürchtig auf den Bildschirm starrten. Tatsächlich ist das kein Widerspruch.
Zu Hause hortet Böhmermann festplattenweise TV-Shows und -Serien, er mag das Fernsehen. Und das ist eine gute Nachricht für alle, denen etwas an dem Medium liegt. Wer halbwegs jung und flexibel ist, lässt sich nicht mehr von einem Sender vorschreiben, wann er was zu gucken hat. Die jungen Zuschauer stellen sich ihr Programm selbst zusammen - in der Mediathek, in Online-Portalen oder auf Festplattenrecordern. Von irgendwelchen TV-Managern programmiertes Fernsehen interessiert sie nicht.
Dazu wächst gerade eine Reihe Fernsehmacher heran, die amerikanischen Serien und YouTube-Formaten im Kampf um die Gunst der Jungen Konkurrenz
macht - und das mutlos gewordene deutsche Fernsehprogramm wiederbelebt. Die neuen Gesichter haben wenig Lust auf etablierte Formate, die niemandem weh tun, aber auch niemanden bewegen. Stattdessen trauen sie sich, Dinge auszuprobieren. Und die Sender - ZDFneo, ZDFinfo, Einsplus, Arte, 3Sat und Tele 5 - lassen sie machen.
Dabei entstehen einige der interessantesten Formate, die das deutsche Fernsehen derzeit zu bieten hat: Reportage-Perlen wie "Wild Germany"; die Polit-Talkshow "log in", die Zuschauer zu Fragestellern macht; das Netzkultur-Magazin "Elektrischer Reporter"; die Reisereihe "Auf 3 Sofas durch ...".
Noch werkelt die neue Generation überwiegend in der Nische, ihre Quoten sind nicht weiter der Rede wert. Aber das Nachwuchspublikum erreicht sie auch so. Über "Roche & Böhmermann" redeten die jungen Zuschauer im vergangenen Jahr. Bis zu 300 000 Nutzer schauten eine Folge in der ZDF-Mediathek an - fünfmal so viele wie im regulär ausgestrahlten Programm.
Jan Böhmermann ist derjenige unter den Neuen, dem am meisten zuzutrauen ist, weil er die Entschlossenheit und den Wahnsinn mitbringt, um die Fernsehunterhaltung auf lange Sicht zu prägen.
Zentrum seines Kosmos ist die Kölner Produktionsfirma Bildundtonfabrik. Böhmermann führt durch eine Halle quer über den Hof, wo er demnächst drehen wird. Er trägt Shorts und Dreitagebart, hat X-Beine und kann sehr schnell ohne ein einziges "Äh" reden. Sein Produzent Philipp Käßbohrer nennt ihn einen "Nerd".
Böhmermanns neue Show, das "Neo Magazin", die ab dem 31. Oktober jeden Donnerstagabend auf ZDFneo laufen soll, ist angekündigt als politisches Satiremagazin. Er selbst nennt es "the next big Digitalsparten-Ding". Im Vorspann reitet der Moderator auf einem dreihörnigen Dinosaurier ein, das Studio sieht aus wie das Raumschiff Enterprise. Böhmermann sitzt hinter einem bienenwabenförmigen Schreibtisch und wirkt stellenweise wie ein irrer Diktator, der den Zuschauern seine Weltanschauung einhämmern will. Wie einst Löwenthal eben.
Das, was es als Ausschnitt aus der Pilotfolge zu sehen gibt, ist schnell und scharf. Die Autoren feuern ihre skurrilen Einfälle aufs Publikum ab. Keiner von ihnen hat vorher fürs Fernsehen geschrieben, das sei Bedingung für ihr Engagement gewesen, sagt Böhmermann.
Diese demonstrative Amateurhaftigkeit lässt sich bei vielen jungen TV-Formaten beobachten. Eine Dachgeschosswohnung in München-Schwabing: Der Moderator Philipp Walulis, 33, fläzt sich auf einem braunmelierten Sofa und liest seinen Text vom Teleprompter ab. Um ihn herum hocken: ein Kameramann, eine Tonfrau, eine Praktikantin, der Produzent. Walulis trägt Turnschuhe, die anderen tragen Socken. Das Team dreht die Moderationen für die neue Staffel von "Walulis sieht fern", die ab dieser Woche auf dem ARD-Digitalkanal Einsplus zu sehen ist. Die Wohnung gehört einem befreundeten Paar.
Walulis parodiert die Grausamkeiten, die das Fernsehen hervorgebracht hat: Ordnungshüter-Dokus, Ranking-Shows, Kochsendungen. Aber er macht sich nicht plump lustig, sondern seziert die Fernsehgenres mit der Haltung eines Kommunikationswissenschaftlers.
Tatsächlich hat er das Fach bis zu Beginn seiner Fernsehkarriere studiert. Das sieht dann so aus, dass der Verdächtige in einer "Tatort"-Parodie erklärt, er könne den Mord gar nicht begangen haben, man sei ja erst in der Mitte des Films.
Auch Walulis mag das Fernsehen. Das ist vielleicht die größte Gemeinsamkeit der neuen Köpfe: Man nimmt ihnen ab, dass sie nur machen, was sie selbst gut finden. Aber sie haben auch keine Ehrfurcht mehr vor dem Fernsehen - gerade weil viele von ihnen wissen, wie eine Kamera und ein Schnittprogramm funktionieren. Sie trauen sich, die etablierten Genres zu zertrümmern und die Überreste dann neu zusammenzubauen.
In der Reihe "Heimwärts mit ...", die Anfang September auf ZDFneo gestartet ist, besucht der Reporter Manuel Möglich zusammen mit Prominenten die Orte ihrer Kindheit und Jugend. Möglich interessiert sich für seine Gäste, gleichzeitig nimmt er sich angenehm zurück. Darin liegt die Stärke der Sendung, sie vertraut ihren Protagonisten. Nur deshalb entstehen Szenen wie jene, in der der 60-jährige Autor Harald Martenstein auf seine Mutter trifft und sie ihn als Erstes ausschimpft, dass er nicht angerufen hat.
Die neuen Moderatoren sind das Gegenteil von Typen wie Jörg Pilawa oder Kai Pflaume. Ihr Fernsehen wirkt ungeschliffen, bisweilen zelebrieren sie ihre Unperfektheit geradezu. Selbst Scheitern kann so große Show werden.
Seit Ende August zeigt Tele 5 wieder das Polit-Format "Stuckrad-Barre". Der Kern der Sendung besteht darin, dass der Autor Benjamin von Stuckrad-Barre, 38, und sein jeweiliger Politiker-Gast Spiele machen. Wenn FDP-Mann Martin Lindner Sätze von sich gibt wie: "Wer in der Küche ist, muss auch Hitze aushalten", versucht Stuckrad-Barre, ihn dazu zu bringen, in eine Art Zelt-Sauna zu steigen.
Die Show funktioniert dann gut, wenn die Politiker sich darauf einlassen. Leider ist das nur selten der Fall. Trotzdem rackert sich Stuckrad-Barre jedes Mal wie ein aufgedrehter Animateur ab.
Früher war das Musikfernsehen so etwas wie der offizielle Ausbildungsbetrieb für den hiesigen Fernsehnachwuchs. Stefan Raab, Oliver Pocher und Niels Ruf haben dort angefangen. Seit MTV im Pay-TV verschwunden ist und Viva vor allem amerikanische Reality-Shows zeigt, ist eine Lücke entstanden, die ausgerechnet von den Öffentlich-Rechtlichen gefüllt wird. Mit ihren Digitalkanälen haben sie eine Teststrecke für Jungmoderatoren und Reporter ohne Quotendruck geschaffen.
Der Haken daran: Die öffentlich-rechtliche Nachwuchsförderung ist schlecht bezahlt. Das Moderationshonorar liegt bei manchen Formaten im Bereich eines Minijob-Gehalts. Für die Macher ist das frustrierend. Für die Zuschauer ist es aber unerheblich, weil modernes Fernsehen keine Showtreppe und kein Fernsehballett braucht.
Mitunter prallen die Vorstellungen des Fernsehnachwuchses und das öffentlich-rechtliche System heftig aufeinander. Kürzlich drehte die Komikerin Carolin Kebekus für ihre Sendung "Kebekus!" ein Musikvideo, in dem sie verkleidet als Nonne an einem Kreuz leckte und Gott für Kondomverbot und Schwulenphobie pries. Das war dann doch zu viel für den verantwortlichen WDR. Der Sender schnitt den Clip raus.
Jan Böhmermann testet derzeit die Grenzen des Schleichwerbungsverbots der Öffentlich-Rechtlichen aus. In einem Trailer des "Neo Magazins" erklärt er, dass ihn ein Getränkehersteller namens "Glump Alkoholcola" mit 500 000 Euro pro Sendung sponsern wird, den passenden Werbespot liefert er gleich mit. Das alles ist Fake, ein Spaß von Böhmermann und seiner Produktionsfirma.
Über die ARD sagt Böhmermann: "Man bekommt Vertrauen für ein Jahr, aber danach geht es nicht weiter." Dann schiebt er hinterher: "Natürlich kann man bei der ARD auch etwas lernen: mit Scheitern umzugehen."
Die Sparte ist ein Schutzraum für Böhmermann und die anderen. Hier sind sie befreit vom Zwang, Kompromisse eingehen zu müssen um der schieren Quotentauglichkeit willen.
Was passieren kann, wenn dieser Schutz wegfällt, lässt sich aktuell beim Moderatorenduo Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf beobachten. Die beiden galten auch lange als größte Nachwuchshoffnungen der deutschen Fernsehunterhaltung, manche trauten ihnen "Wetten, dass ..?" zu. Seit Anfang des Jahres führen sie ihren zuvor im Spartenfernsehen erprobten Jungswettkampf auf ProSieben auf. Die Quoten von "Circus Halligalli" sind mäßig - und plötzlich ist das ein Problem.
Das Lustigste an der Show ist immer noch der pubertäre Wettstreit zwischen den beiden Gastgebern. Das ganze Drumherum - das Riesenstudio und die eingeflogenen Bands - braucht es überhaupt nicht.
Auch das ist symptomatisch für das neue Fernsehen. Niemand aus der Riege der Talente ist ein klassischer Entertainer. Thomas Gottschalk und Stefan Raab machen Fernsehen aus dem Bauch, die Neuen mit dem Kopf. Aber vielleicht ist es auch nicht so wichtig, ob der Unterhaltungsnachwuchs den Sprung ins Hauptprogramm je schafft. Weil es so etwas wie das Hauptprogramm bald nicht mehr gibt. Für die jungen Fernsehmacher wäre das eine Chance, ihren Platz zu sichern und gleichzeitig in friedlicher Koexistenz mit der massentauglichen Fernsehware zu leben.
Philipp Walulis, der Medienkritiker, glaubt, dass Fernsehen zukünftig so ähnlich funktionieren könnte wie die Musikplattform Spotify: Jeder stellt sich sein Programm selbst zusammen und bekommt vom Anbieter Sendungen empfohlen, die ihm möglicherweise gefallen. "Dann können die Fans von ,Um Himmels Willen' in Ruhe ihre Sendung schauen, ohne dass die anderen Zuschauer vergrault werden", sagt Walulis.
Jan Böhmermann formuliert es drastischer: "ARD und ZDF sollen einen Rentnerkanal machen, wohin sie alles verfrachten, was nur Rentner gut finden: Volksmusik, Sendungen mit Guido Knopp, Korrespondenten, die sich nicht die Haare kämmen. Das nennen wir dann den ,Goldenen Herbst'."
Er meint es ernst, zumindest ein bisschen: "Das ist kein Vorschlag. Da ist der Gesetzgeber gefragt."
* In der Sendung "Stuckrad-Barre" im Oktober 2012.
Von Ann-Kathrin Nezik

DER SPIEGEL 38/2013
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