21.09.2013

DEBATTE„Du Psycho!“

Die Deutschen pathologisieren ihre Kinder: ADHS, ADS, Depression - eine Krankheit findet sich immer, wenn ein Schüler auffällig wird. Eine Mutter beichtet die Geschichte einer Fehldiagnose.
Die Autorin ist Journalistin; sie lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter Lenja (Name geändert) und deren kleiner Schwester in einer deutschen Großstadt. Am Montag erscheint ihr Buch "Plötzlich ein Sorgenkind"(*). Darin hat sie die Erfahrungen aus der Grundschulzeit ihrer Tochter zusammengefasst. Die Autorin möchte anonym bleiben, damit Lenja nicht für immer abgestempelt wird als "Hirni" - so nannten ihre Mitschüler sie damals.
An einem Frühsommertag vor fünf Jahren kam unsere Tochter sehr spät aus der Schule nach Hause, blass und verheult. Sie schlich wortlos an mir vorbei, die Schultasche glitt von ihrer Schulter und knallte aufs Parkett. In ihrem Zimmer kroch sie aufs Bett und blieb dort reglos liegen, wie ein angeschossenes Tier. Meine hilflosen Fragen, was denn passiert sei, blieben ohne Antwort. Stattdessen starrte sie auf die gegenüberliegende Wand und flüsterte: "Mein Leben ist scheiße. Ich will nicht mehr leben."
Ich habe lange neben ihrem Kinderbett gesessen, bis diese zwei Sätze meinen Verstand erreicht haben. Ich habe versucht, einen tröstenden Gedanken zu formulieren. Aber das Einzige, was mir einfiel, war, dass solche Aussagen nicht zu einem sechsjährigen Kind passen. Zu meinem kleinen Mädchen, das sich vor neun Monaten eine Schultasche mit lachenden Meerjungfrauen ausgesucht hat, voller Vorfreude auf die Einschulung.
Bis zu diesem Tag hatte ich gedacht, es sei das Schwerste, unsere Tochter unversehrt durch die Kleinkindjahre zu manövrieren, ab der Grundschule laufe dann alles geradeaus. Mein Mann und ich waren viel zu beschäftigt mit Karriere und Alltag, um etwas anderes überhaupt für möglich zu halten. Ein Kind, das schon in der Grundschule durchfällt, ist in unseren erfolgsverwöhnten Akademikerkreisen ein nicht anzunehmender Unfall.
Wir fielen aus allen Wolken und fühlten uns völlig isoliert mit unserem Problem. Nicht, weil es nicht andere Eltern gegeben hätte, die wohl Ähnliches erlebten. In den Wartezimmern der Experten- und Therapiepraxen, die bald zu einem zweiten
Zuhause wurden, saßen sie neben uns, dicht an dicht. Weil wir aber nie miteinander sprachen, kann ich nur vermuten, dass wir nicht die einzigen Eltern waren, die nah dran waren oder sind, den Glauben an das eigene Kind zu verlieren. Und die Kinder - sie verlieren ihre einzigen Anwälte.
Lenja ist ein intelligentes, phantasiebegabtes und lustiges Mädchen, das mit fünf Jahren eingeschult wurde, weil es sich im Kindergarten langweilte. Nicht nur die Kitaleitung, auch die Kinderärztin hatte uns zugeraten. Beim Vorstellungstest für die sogenannten Kann-Kinder waren die Pädagogen begeistert von Lenjas Scharfsinn, ihrer Wortgewandtheit. Nach dem ersten Schultag dauerte es nur wenige Monate, bis Lenja morgens nicht mehr lachend aus dem Bett sprang - und schließlich gar nicht mehr aufstehen wollte. Mein Mann und ich waren verzweifelt. Aber vor allem standen wir vor einem Rätsel.
Aus Hilflosigkeit ließen wir sie testen, Lenja wurde zu einem "Fall", eingespeist in eine perfekt geschmierte Diagnose- und Therapiemaschinerie, die pathologisiert, anstatt zu helfen.
Unser größter Fehler war es, eine Koryphäe zu konsultieren. Die Kinderärztin hatte uns an einen hochkarätigen Kollegen verwiesen, einen Professor, der die Kinderneurologie eines Krankenhauses in unserer Stadt leitet. Monate später bekamen wir einen Termin. Nicht bei der Koryphäe - nach langer Anfahrt und ebenso langem Warten im Klinikflur übergab ich unsere Tochter irgendwelchen Doktorandinnen, Assistenten oder Psychologiestudentinnen. Das Kind absolvierte Zahlen-, Schreib- und Konzentrationsübungen. Es ging über Wochen, oft musste ich Lenja dafür früher aus dem Unterricht holen.
Wir waren offensichtlich in einen hocheffizienten Laborbetrieb geraten, der täglich Dutzende Kinder durch einen Testmarathon schleuste und wieder ausspuckte. Lenja hasste das riesige Krankenhaus und die seltsam desinteressierten und gestressten Frauen, die ihr bei den Tests nicht helfen durften.
Obwohl ihr nie jemand ein Ergebnis all dieser Tests mitteilte, zeigten sie Wirkung - unbeabsichtigt und desaströs: Lenja stellte sich selbst die Diagnose, dass sie wohl krank sei im Kopf. Ihre Mitschüler sahen das ebenso: Als durchgesickert war, warum Lenja so oft in die Klinik musste, wurde sie "Lenja-Hirni" genannt und "Lenja, du Psycho!" gerufen.
Am Ende bekamen wir tatsächlich einen Termin bei dem hochkarätigen Professor. Als er mit einem hektischen Kopfnicken an uns vorbeieilte und gleichzeitig durch einen Ordner blätterte, wurde mir klar, dass er unsere Tochter noch nie gesehen hatte. Zwanzig Minuten später rief er uns in sein Büro, es folgte eine Litanei von Diagnosen: ADS, Dyskalkulie, Dyslexie, Dys dies und Dys das. Nichts, gar nichts mehr ließ auf ein lernfähiges Schulkind schließen.
Nach ungefähr zehn Minuten stieg ich gedanklich aus und konzentrierte mich auf die Abwehr aufsteigender Tränen. Irgendwann ließ der Professor die Kartondeckel der Akte Lenja zusammenklappen. "Damit", er schwenkte die Mappe über seinem Kopf, "haben Sie auf jeden Fall Notenschutz." Es war, als wolle er für die Diagnose gefeiert werden. Als "erste Maßnahme" empfahl er "eine medikamentöse Therapie mit Methylphenidat".
Ritalin also. Ritalin für ein Mädchen, das alles andere ist als hyperaktiv? Aber wie der Professor uns eifrig erklärte, sei ADS, die "Aufmerksamkeitsdefizitstörung", nichts anderes als ADHS, die "Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung", nur eben in der stillen Variante. Gemeinsam sei beiden Syndromen eine gestörte Aufmerksamkeit. Mit dem Ritalin-Rezept und der Empfehlung, "die Arbeitszeit zu reduzieren, um sich dem Problem zu widmen", schickte die Koryphäe uns nach Hause.
Ich habe das Rezept nie eingelöst, obwohl ich im Laufe der nächsten Jahre mehr als einmal in Versuchung kam. Lenja war im Unterricht kaum noch ansprechbar. Im Schulranzen schichteten sich zerknüllte Arbeitszettel und zerbrochene Stifte. Zugleich lernte Lenja Gedichte und ganze Theaterstücke über Nacht auswendig und erledigte ihre Rechenaufgaben im Kopf. Aber nur zu Hause. In der Schule war sie verstummt.
Die Lehrerin sprach von "fehlender Anstrengungsbereitschaft". Es wurden keine Lehrerkonferenzen einberufen, man sah auch keinen Anlass für psychologische Maßnahmen wie bei den Rabauken der Klasse. Unsere Tochter fiel still und unbemerkt durch jedes Raster. Irgendwann bekam ich alle paar Tage einen Anruf mit der Bitte, Lenja abzuholen. Wegen Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel. Sie weinte beim geringsten Anlass oder steigerte sich in Wutanfälle, die nur durch Erschöpfung gestoppt wurden. Nachts wachte sie von Alpträumen gepeinigt auf. Hatten die Neurologen vielleicht doch recht?
Mit der Sammelmappe des Professors wandten wir uns schließlich noch mal an die Lehrerin, die sofort den Kopf schüttelte. Weder konnte sie bei Lenja, die inzwischen schon in der zweiten Klasse war, eine Zahlenblindheit bestätigen noch eine allgemeine Unfähigkeit, Wörter oder Texte zu verstehen. Nur die Diagnose "stille Aufmerksamkeitsstörung" schien ihr schlüssig. Unsere Kinderärztin zeigte sich ebenfalls irritiert angesichts der Meinung des berühmten Kollegen. "Haben die vielleicht die Unterlagen verwechselt? Da muss ein Fehler drinstecken."
Es steckte sogar ein großer Fehler darin: Die Klinik hatte Lenjas Alter zu hoch angesetzt, wie eine Psychologin der Schulbehörde bei der Durchsicht später feststellte. Abgesehen von den Hinweisen auf ADS waren die Resultate des Professors und seiner Helfer also widerlegt. Ein Intelligenztest ergab einen Wert von 138. Aber der hohe IQ barg schon wieder ein Problem, wie uns die Beraterin der Schulbehörde erklärte, denn durch die Diskrepanz von Intellekt und schlechten Noten "könnte Lenja ein negatives Selbstbild entwickeln".
Was längst geschehen war. Lenja wehrte sich nicht mehr, wenn die Jungs aus ihrer Klasse mit ihrer Schultasche Fußball spielten oder sie nach Unterrichtsschluss abfingen und quer über den Schulhof schubsten. Die blauen Flecken auf ihren Oberarmen versteckte sie vor uns, in Lenjas Augen waren die Attacken eine angemessene Reaktion auf ihre "Blödheit".
Ich wünschte, wir hätten unsere Tochter einfach aus der Schule genommen, denn dort hatte ihr Leiden begonnen. Stattdessen klammerten wir uns an die Diagnose ADS. Und fast jede unserer Entscheidungen, jede Maßnahme gegen ihre angebliche Aufmerksamkeitsdefizitstörung haben ihr Leiden verlängert.
Wir haben zu spät verstanden, dass sich mit einer Diagnose wie ADS etwas Dramatisches verändert: der liebevolle Blick aufs eigene Kind. Eine pathologische Sicht gesellt sich dazu. Und leider wachsen Kinder den Erwartungen der Erwachsenen entgegen, auch den schlechten. Und so machten unsere Bemühungen, Lenja zu helfen, ihr - und uns - das Leben noch mehr zur Qual. Über die dritte und vierte Klasse hinweg absolvierte sie bis zu drei Termine pro Woche: Lern- und Ergotherapie, obendrauf Psychomotorikkurse, schließlich ein amerikanisches Modellprojekt: Lenja bekam auf Vorschlag der Therapeutin einen Platz in einer "Attentioner Group", einem Modell aus den USA. In einer Gruppe mit hyperaktiven Jungs sollte sie Konzentrationsaufgaben lösen und gleichzeitig durch andere Aufgaben oder Reize abgelenkt werden.
Der Schuss ging nach hinten los, denn eine Aufmerksamkeitsstörung lässt sich nicht durch gestörte Aufmerksamkeit kurieren. Lenjas Versuche, sich gegen die Mehrheit der lauten und aggressiven Buben in ihrer Gruppe zu wehren, verschärften das Problem: Unser Kind wurde ausfallend, am Ende sogar handgreiflich. Bald hieß es, ihr "Sozialverhalten" sei "problematisch". Nachdem ich Lenja aus der Gruppe genommen hatte, verbesserte sich ihr Benehmen anderen gegenüber schlagartig. Lenja war wieder freundlich und geduldig wie in den Jahren ohne Attentioner Group.
Gegen Ende der vierten Klasse verlor Lenja endgültig ihre Geduld. Mit uns Eltern und mit allem, was wir ihr über die Jahre zugemutet hatten. Auslöser war ein Routinetest bei einer Psychologin für einen möglichen Notenschutz vor dem Übergang zur weiterführenden Schule. Bei dem sich, ganz nebenbei und mit jahrelanger Verspätung, herausstellte, dass wir in die falsche Richtung gerannt waren: Lenja hat keine ADS, hat sie nie gehabt.
Alles, was die Psychologin feststellen konnte, war ein Handicap, das sich leicht durch gezielte Krankengymnastik hätte beheben lassen: eine Handlungsapraxie. Ihr Arbeitstempo war relativ langsam, weil die Übersetzung vom Hirn in die Hand verzögert war. "Meistens werden die Symptome als Faulheit oder Träumerei missverstanden", wie die Psychologin erklärte.
Ich kann nicht mehr sagen, was in diesem Moment schmerzlicher war - die Erkenntnis, dass wir Lenja nie wirklich gesehen hatten, wie sie ist, und lieber den angeblich so hochkarätigen Experten vertraut hatten. Oder die Nachricht, dass wir drauf und dran waren, unsere Tochter zu verlieren. Denn sie hatte sich in ihrer Wut und Trauer dieser unbekannten Psychologin anvertraut und sie gebeten, mit uns zu sprechen: "Ihre Tochter ist nicht auf der Welt, um zu funktionieren, sondern um geliebt zu werden und zu wachsen. Wenn Sie wissen wollen, was Sie für Lenjas Konzentration tun können: Schenken Sie ihr Lebensfreude! Falls Sie mit dem Begriff etwas anfangen können. Und Ihr schlechtes Gewissen bringen Sie am besten in einem Brief unter, den Sie ihr später geben können."
Das habe ich getan und nicht wieder aufgehört zu schreiben, bis ein Buch daraus geworden war.
Unser Sorgenkind ist inzwischen wieder ein fröhliches Geschöpf, ganz ohne Therapie. Das ist mehr, als wir erwartet hatten. In ihrer neuen, der weiterführenden Schule wurde Lenja vor kurzem zur Klassensprecherin gewählt. ◆
* Anonyma: "Plötzlich ein Sorgenkind. Aus dem Leben einer aufmerksamkeitsgestörten Familie". Deutsche Verlags-Anstalt, München; 240 Seiten; 19,99 Euro.

DER SPIEGEL 39/2013
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