25.08.2014

FinanzkriseUS-Institute müssen bluten

Amerikas Banken kommt die Finanzkrise teuer zu stehen: Die sechs größten US-Geldhäuser mussten an Behörden und private Kläger wegen zweifelhafter Geschäfte bislang rund 127 Milliarden Dollar zahlen. Jetzt traf es die Bank of America: Sie stimmte einem Vergleich über 16,7 Milliarden Dollar zu, das entspricht ihren Gewinnen aus den vergangenen drei Jahren. Selbst die Deutsche Bank musste in den USA bereits 1,9 Milliarden Dollar für ihre Aktivitäten auf dem US-Immobilienmarkt zahlen. In Europa kommen die Geldhäuser sehr viel billiger davon. Die EU-Kommission verhängte gegen acht Finanzinstitute wegen der Manipulation der Liborzinsen Geldbußen von 1,7 Milliarden Euro. "Zum einen ist die Rechtskultur in Europa anders", erklärt Martin Hellmich, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, "zum anderen sind die hiesigen Banken noch sehr viel schwächer aufgestellt als in den USA. Ähnlich hohe Strafen würde ihre Risikotragfähigkeit massiv gefährden." Die US-Institute können die Rekordvergleiche wegstecken. Sie erwirtschafteten im zweiten Quartal mehr als 40 Milliarden Dollar Gewinn.
Von Ase

DER SPIEGEL 35/2014
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