08.09.2014

WeltuntergangDer Saldo der Welt

Ein Schwede wird zum Star mit Vorträgen über die Erfolgsgeschichte der Menschheit. In einer Zeit voller Angst lehrt Hans Rosling ein anderes Denken. Von Guido Mingels
In vier Minuten kann Hans Rosling die Geschichte von 200 Ländern in den vergangenen 200 Jahren erklären, es ist die atemberaubende Erfolgsgeschichte der Menschheit. Auf einer bühnengroßen Grafik, deren waagrechte Achse das Pro-Kopf-Einkommen und deren senkrechte die durchschnittliche Lebenserwartung anzeigt, hat er Nationen aller Kontinente als bunte Kreise dargestellt, die über die Jahrzehnte immer weiter nach oben gewandert sind, Richtung Wohlstand und langes Leben. Am Ende der Präsentation sagt Rosling: "Ich sehe einen klaren Trend in die Zukunft. Dank Entwicklungshilfe, Welthandel, grüner Technologie und Frieden ist es sehr gut möglich, dass alle es in die gesunde und reiche Ecke schaffen können. Das scheinbar Unmögliche ist möglich."
Um dieses Credo, das Credo eines Optimisten, für sein Publikum zu veranschaulichen, zieht Hans Rosling manchmal auf der Bühne sein Hemd aus und lässt sich eine stählerne Klinge reichen, ein armlanges Bajonett der schwedischen Armee aus dem Jahr 1815. "Das scheinbar Unmögliche ist möglich. Ich werde nun dieses Schwert aus Stahl in meinem Körper, in meinem Fleisch und Blut, verschwinden lassen." Ein Trommelwirbel setzt ein, Hans Gösta Rosling, der alte Schwede, 66, Professor für Internationale Gesundheit, Liebhaber von Statistiken, weltberühmt geworden mit Ted-Talks und YouTube-Filmchen über den fabelhaften Zustand der Welt, schluckt das Schwert. Die Menge tobt.
Er ist der Rufer gegen das Wüste. In einer Zeit, in der Internet, Zeitungen und Fernseher die Öffentlichkeit lückenlos mit schlechten Nachrichten umstellen, wagt er zu sagen: Der Welt geht es viel besser, als ihr glaubt. In einer Zeit, die von Zukunftsangst geprägt ist, von der Angst vor Überbevölkerung, vor der Klimakatastrophe, vor drohenden oder aktuellen Kriegen, betrachtet Hans Rosling die nackten Fakten, zählt zusammen, zieht Bilanz und glaubt, dass der Saldo für uns spricht: Ja, die Welt kann im Jahr 2100 zehn Milliarden Menschen ernähren; ja, es gibt Wege aus der Armut für alle; ja, wir können den Klimawandel überstehen.
Wer ist dieser Mann?
Stockholm: Regen, grauer Himmel. Ein Termin mit Rosling in seinem Büro bedeutet nicht zwingend, dass man wirklich mit ihm sprechen kann. Er hat ungeheuer viel zu tun. Eben ist er aus Mumbai zurückgekehrt, wo er den Indern vor Augen führte, welche gewaltigen Fortschritte ihre Gesellschaft gemacht hat, übermorgen wird er nach Toronto fliegen, um mal wieder einen Ehrendoktor anzunehmen. Er reist zu Kongressen rund um den Erdball, spricht mit Weltrettern wie Bill Gates oder Al Gore, besucht den Galaabend der Zeitschrift Time , die ihn 2012 in ihre Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt aufgenommen hat. Hat er mal frei, baut er mit den Enkelkindern ein Baumhaus.
War das eben Rosling, der da vorn über den Flur huschte?
"Ja, das ist Hans", sagt sein Sohn Ola Rosling, und er sagt den Namen seines Vaters mit langem, dunklem a, Haans, und das H fast wie ein Ch. Chaans.
Ola, 38, leitet gemeinsam mit seiner Frau Anna, 39, die familieneigene Stiftung "Gapminder". Sie hat sich der Mission verpflichtet, eine "faktenbasierte Weltsicht zu verbreiten", mithilfe von Statistiken, die möglichst anschaulich und unterhaltsam in Grafiken umgesetzt werden. Präsentiert von diesem unwahrscheinlichen "Daten-Rockstar", wie die Financial Times Rosling nennt. Seine Filmvorträge gelten längst als Klassiker des Big Data. Eine Tür öffnet sich. "Jetzt", sagt Ola, "gehen Sie schnell in sein Büro, vielleicht hat er ein paar Minuten für einige Fragen."
Hat er nicht.
Denn Hans Rosling dreht gerade einen Film, wie so oft. Außerdem geht es ihm heute nicht besonders. Er hat einen üblen Schnupfen, "aber der Welt geht es bestens", sagt er, und das sei doch die Hauptsache, er schickt sein heiseres Lachen hinterher. Rosling, auf mürrische Weise gut gelaunt, steht in seinem Büro und trägt nur Socken, keine Schuhe, denn das Geräusch der Schuhsohlen auf dem Parkett würde auf der Tonspur stören. Großer, dürrer, äußerst sympathischer Herr mit altmodischer Brille und einem Hang zu Tweedsakkos mit Ellbogenaufnähern. Sein verschrobenes Charisma liegt irgendwo zwischen Bernhard Grzimek und Sir David Attenborough. Er sagt: "Da ist ein Stuhl, Sie können zuschauen, während wir arbeiten."
Alles low Budget hier und hausgemacht in der Zentrale der Good News. Ein junger Kerl mit tief sitzender Jeans, Assistent, richtet eine Handkamera auf Rosling, während der Professor vor einem riesigen Bildschirm steht und mit energischer Stimme und einem entzückenden Akzent auf Englisch ein paar Kurven und Diagramme kommentiert. Das wird später alles auf seiner Website und auf YouTube und überall zu sehen sein und ein paar Millionen Leute erreichen. Thema heute: Je niedriger die Kindersterblichkeit, desto höher der Wohlstand eines Landes.
Und die Kindersterblichkeit sinkt. Fast überall auf der Welt. Aber die Leute in der Ersten Welt wissen das nicht. Und der Wohlstand steigt, auch fast überall. Doch der Westen nimmt das nicht wahr. Die Geburtenraten nehmen ab. Die Armut wird weniger, sie ist seit 1950 nach einer Einschätzung der Uno stärker zurückgegangen als in den 500 Jahren davor. Die Bildung verbessert sich, vier von fünf Menschen können heute lesen und schreiben. Die Lebenserwartung steigt, in nahezu allen Ländern. Und die reiche Welt glaubt es nicht. Doch es sind Fakten. Die Daten, die Gapminder verwendet, sind unbestritten, und Rosling wird nicht müde, die guten Nachrichten zu verbreiten, auf allen Kanälen, gern und häufig auch auf Twitter:
@HansRosling Aug 5 Bin zurück in Nepal 42 Jahre nach 1. Besuch. In der Zeit Kindersterblichkeit von 25 auf 5% gesunken und Geburtenrate von 6 auf 2,5 Kinder/Frau. Wow
Retweeted by @HansRosling @UN Apr 19 Mehr Kinder gehen zur Schule als jemals zuvor - bei Mädchen größte Zunahme in letzten 20 Jahren
@HansRosling Apr 18 Masernimpfung ist die wichtigste für Kinder. 2012 sind 84% der Kinder weltweit vor 2. Geburtstag geimpft worden!
@HansRosling Mar 21 Prozentsatz der Menschen mit Tuberkulose hat sich in China in den letzten 20 Jahren halbiert
Der Film ist abgedreht. Aber Rosling hat weiterhin keine Zeit, er hängt am Telefon, es geht erst um eine Konferenz in Kopenhagen, dann um einen Dokumentarfilm, den er für die BBC gemacht hat, er heißt: "Don't panic".
In seinem Büro stehen seltsame bunte, milchpackungsgroße Styropor-Männchen herum, wer seine Vorträge kennt, hat sie schon gesehen. Rosling benutzt sie zur Visualisierung der Bevölkerungsentwicklung. Ein Männchen steht für eine Milliarde Menschen, derzeit leben sieben Milliarden auf der Welt, und Rosling verteilt seine sieben Männchen so: Eine Milliarde, die globale Oberschicht, lebt im "Westen", in Nordamerika, Europa und Japan. Zwei Milliarden, quasi die Unterschicht, leben in Teilen Afrikas und in ländlichen Regionen Asiens in armen Verhältnissen. Das sind die Extreme, dazwischen aber gibt es vier Milliarden in Schwellenländern, die globale Mittelklasse, nicht arm, nicht reich.
Das ist es, was Rosling meint, wenn er sagt, es gebe die Kluft zwischen Arm und Reich nicht mehr, die bis etwa 1950 tatsächlich bestand: In dieser Kluft lebt heute die Mehrheit der Weltbevölkerung, und sie lebt dort ziemlich gut. Das Bild in unseren westlichen Köpfen stimmt nicht mehr. Oder, wie Rosling in seinen Filmen sagt: "Es gibt keinen Gegensatz mehr zwischen ,uns' hier oben und ,denen' da unten. Es ist längst ein Kontinuum geworden."
Zu seinen wichtigsten Botschaften gehört, dass die Angst vor der Überbevölkerung unbegründet ist. Das Bevölkerungswachstum, so betont Rosling immer wieder, geht auf allen Kontinenten seit langer Zeit zurück. Lag die Geburtenziffer im Weltdurchschnitt in den Siebzigerjahren noch bei 4,5 Kindern pro Frau, liegt sie heute bei 2,5. Auch in Entwicklungs- und Schwellenländern kommen pro Frau zwei bis drei Kinder weniger zur Welt als in der vorherigen Generation. In Brasilien ist die Zahl der Kinder je Frau in den vergangenen drei Jahrzehnten von 4,3 auf 1,9 gesunken, in Bangladesch von 6,6 auf 2,3, in Iran gar von 7 auf 1,8. Die Weltbevölkerung wächst längst nicht mehr deshalb, weil zu viele Kinder geboren würden, sondern weil die Menschen überall gesünder sind und länger leben. Was ja eigentlich eine gute Nachricht ist.
Es ist schwer, Hans Rosling zu beschreiben. Man muss ihn sehen. Man muss seine Videovorträge anschauen, deren Zuversicht man sich kaum entziehen kann. "Mein Vater gehört zu den seltenen Menschen, die auf einem Bildschirm interessanter sind als in der Wirklichkeit", sagt Ola. Er zeigt ein paar Gapminder-Filme auf seinem Laptop. Wie Rosling ungelenk mit den Armen rudert, wenn er vom verschwindenden Graben zwischen dem Westen und der Dritten Welt spricht, wie er mit atemloser Stimme, gleich einem Sportreporter, die rasante Entwicklung der Welt zum Besseren kommentiert, die auf seinen Grafiken aufscheint. "Und hier sehen wir die Vereinigten Staaten die sich davonmachen Richtung Wohlstand und jetzt taucht ganz unten China auf und es macht ebenfalls Fortschritte zumindest bei der Gesundheit doch die Leute bleiben arm und jetzt stirbt Mao und Deng Xiaoping kommt und seine Reformen bringen Geld und fast alle Länder werden immer reicher und gesünder und ..."
Die Gapminder-Stiftung ist in einer Altbauwohnung in Stockholms Södermalm-Viertel untergebracht. Eine junge und hippe Ecke, laut Ola Rosling die Gegend mit der weltweit höchsten Dichte an Computerspieldesignern. Es sieht aus wie in einer Studenten-WG, inklusive schlecht aufgeräumter Küche. Hinter Bildschirmen sitzen junge Nerds, zwei Brasilianer, ein Iraner, ein paar Schweden, sie recherchieren Daten, schreiben Programme. In einem der Zimmer arbeitet Anna Rosling Rönnlund, Roslings Schwiegertochter, Olas Frau. Sie und Ola haben vor Jahren Trendalyzer entwickelt, eine Software, die die ungeheuren Datenschätze von Uno, IMF und Weltbank in leicht verständliche Grafiken übersetzt. 2007 stellte Google die beiden ein, sie arbeiteten im Silicon Valley eng mit Marissa Mayer zusammen, der heutigen Yahoo-Chefin.
Google kaufte die Software und integrierte sie in seine Suchmaschine. Wer immer heute in seine Suchleiste irgendeine statistische Frage eintippt, etwa "Bruttoinlandsprodukt Argentinien", erhält automatisch eine Grafik als Antwort, die mithilfe von Olas und Annas Programm erstellt wurde. 2010 packte die beiden das Heimweh, und sie gründeten mit dem Geld von Google ihre NGO in Stockholm. "Wir sind keine Weltverbesserer", sagt Ola, während wir in der Küche auf seinen Vater warten, "wir wollen bloß die Sicht auf die Welt verbessern."
Hans kommt rein, schnappt sich ein Brot und ist wieder weg. "Vielleicht am Nachmittag", sagt er, und "sorry".
Rosling, so kann man nachlesen, begann schon als Kleinkind, sich für die großen Zusammenhänge zu interessieren. Sein Vater, Angestellter in einer Kaffeerösterei, brachte Münzen aus fernen Ländern mit nach Hause, die er zwischen den Kaffeebohnen fand. Arbeiter in Guatemala, Brasilien oder Ostafrika hatten sie fallen lassen, der Vater zeigte dem Sohn im Atlas, wo die Münzen herkamen, und erzählte von den schwierigen Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern. Hans wollte das mit eigenen Augen sehen.
Rund 20 Jahre hat Rosling schließlich in Afrika verbracht, zunächst als Arzt in Mosambik, dann als Forscher auf der Spur unbekannter oder unverstandener Krankheiten. Der epidemisch auftretenden Konzo-Krankheit, bei der Mangelernährung zu Lähmungen führt, gab er den Namen. Er war Berater der Weltgesundheitsorganisation und bei Unicef, war Gründungsmitglied der Schwedischen Ärzte ohne Grenzen.
"Kennen Sie den Schimpansen-Test?", fragt Ola.
Er öffnet eine Website. Dort steht eine Frage. "Wie hoch ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Weltbevölkerung? A. 50 Jahre, B. 60 Jahre oder C. 70 Jahre?" Rund 50 Prozent der Probanden in Schweden, den USA und in England, wo die auch Ignoranz-Test genannte Umfrage durchgeführt wurde, tippten auf B, richtig ist aber C, 70 Jahre. Denn längst hat sich die Gesundheitslage und damit die Lebenserwartung auch in Ländern wie China (76 Jahre), Indien (65) oder Brasilien (75) westlichen Werten angenähert. Zehn solcher Fragen beinhaltet der Test. "Alle zeigen, dass die Leute die Verhältnisse auf der Welt viel zu pessimistisch einschätzen", sagt Ola.
Warum "Schimpansen-Test"? Der Name entspringt dem roslingschen Schalk, seiner Lust an der Provokation. In seinen Vorträgen vergleicht er das "Wissen" von Affen mit jenem der Menschen - und die Tiere schneiden durchweg besser ab. "Wenn ich die drei möglichen Antworten auf jede Frage auf Bananen schreiben würde, diese dann Affen im Zoo zur Auswahl gäbe, so würden sie nach dem Zufallsprinzip zugreifen", erklärt Rosling seinem Publikum. Dabei käme, eine genügend hohe Zahl Tiere vorausgesetzt, immerhin ein Drittel richtiger Antworten heraus. Das ist ein Schnitt, den Menschen in der Regel nicht erreichen - wie auch die SPIEGEL-Umfrage für Deutschland ergab, für die 1088 Testpersonen befragt wurden (Test und Ergebnisse Seite 57).
Warum sieht der Mensch alles in zu dunklem Licht? "Warum", so fragt Hans Rosling die Zuschauer, "können die Leute sich nicht am Erfolg freuen, warum ist es immer nur der Misserfolg, von dem sie sich bestätigt fühlen?" Oder mit dem britischen Historiker Thomas Babington Macaulay gefragt: "Welches Prinzip liegt der Wahrnehmung zugrunde, dass wir im Rückblick nur Fortschritt sehen und in der Zukunft nichts als Niedergang erwarten?"
Eine berühmte Antwort gab ein anderer Engländer, John Stuart Mill: "Ich habe beobachtet, dass nicht der Mensch, der hofft, wenn andere verzweifeln, sondern der Mensch, welcher verzweifelt, wenn andere hoffen, von vielen als weise bewundert wird." Bei Ola Rosling klingt das so: "Es ist offenbar einfach viel cooler, ein negativer, skeptischer Typ zu sein. Bad news sells." Außerdem neigt der Mensch zur Nostalgie, behält nur das Schöne in Erinnerung und glaubt deshalb, dass früher alles besser war. In der Gegenwart jedoch misst er negativen Informationen größeren Wert zu als positiven, weil das Gehirn entsprechend gebaut ist, vielleicht ein Schutzmechanismus, um Gefahren zu erkennen. Gute Neuigkeiten sind zudem schwieriger zu erkennen als schlechte, sie sind in der Regel graduell, es sind Zwischenstände langsamer positiver Entwicklungen, während Bad News sich urplötzlich ereignen. Was besser zu den Mechanismen der Medien passt. "Heute erneut keine Hungersnot" ist nun mal keine Schlagzeile.
Anna Rosling spricht in diesem Zusammenhang von "Postkarten-Journalismus": "Massenmedien funktionieren so: Ein Fernsehjournalist steht auf dem Tahrir-Platz in Kairo und sagt: ,Ich bin hier, das passiert jetzt.' Er schreibt eine Postkarte für die Zuschauer. Bitte, es ist sehr wichtig, dass es das gibt. Was uns aber fehlt, ist ein öffentlich wirksames Informationssystem für langfristige Entwicklungen. Man kann auf einem langen Zeitstrahl, der insgesamt positiv verläuft, lauter negative Ereignisse isolieren. So gehen die Medien vor - und ihnen entgeht dabei der Blick auf das große Ganze."
Hans Rosling ruft an. Es klappt heute nicht mehr mit dem Interview, "kommen Sie morgen noch mal".
Oft erhalten die schwedischen Statistiker beleidigte Reaktionen, wenn sie auf positive Entwicklungen hinweisen. "Wenn wir etwa zeigen, dass die Armut in Afrika rapide sinkt, bringt dies das Weltbild vieler Leute ins Wanken", sagt Ola. Und als Gapminder einmal die Verbesserungen in der iranischen Gesellschaft mit Zahlen darstellte, wurde der Stiftung eine politische Agenda unterstellt, "man hat uns vorgeworfen, das iranische Regime zu unterstützen". Ola Roslings Fazit: Optimisten werden für naiv, oberflächlich und verantwortungslos gehalten - Pessimisten aber für wichtig und klug.
Einer davon, vielleicht der radikalste, ist der Engländer Stephen Emmott.
Er sagt Sätze wie diesen: "Die Situation, in der wir uns heute befinden, kann man mit Fug und Recht einen beispiellosen Notfall nennen."
Der 54-Jährige ist Leiter des Microsoft-Labors für rechnergestützte Naturwissenschaften in Cambridge. Wie Rosling schätzt auch er die Form des öffentlichen Vortrags zur Verbreitung von Statistiken, bloß kommt er zu völlig anderen Schlüssen. 2012 wählte er den ungewöhnlichen Ort einer Theaterbühne zur Verbreitung seiner Thesen; die Vorträge des Wissenschaftlers im Royal Court Theatre in London wurden zum Publikumserfolg. Mit dramatischen Diagrammen illustrierte er dabei die Überfischung der Meere, den ansteigenden Kohleverbrauch, die Wasserknappheit, die Überbevölkerung. Emmott hat den Ehrgeiz zu beweisen, dass der Mensch die Probleme, die er geschaffen hat, nicht mehr lösen kann. Dass das Loch, das wir uns gegraben haben, zu tief ist, um wieder rauszukommen.
Das Buch, das aus seinem Vortrag entstanden ist, heißt "Zehn Milliarden", es gibt mittlerweile auch einen Dokumentarfilm selben Namens. Die Zahl ist als Menetekel gemeint, als finale Marke: Die zehn Milliarden Menschen auf der Welt, die die Uno für das Jahr 2100 prognostiziert, werden laut Emmott den Planeten und die Menschheit selbst zugrunde richten. Emmots ganz und gar hoffnungsloses Fazit "we're fucked" ist in der deutschen Ausgabe freundlich übersetzt mit "Wir sind nicht mehr zu retten".
Auf der letzten Seite stellt der Autor einem jungen Wissenschaftler und Kollegen die Frage, was er denn tun würde angesichts der düsteren Aussichten, und der sagt: "Meinem Sohn beibringen, wie man mit einem Gewehr umgeht."
Emmotts Büro liegt im dritten Stock eines lichtdurchfluteten Glasbaus nahe dem Bahnhof der alten College-Stadt. Microsoft Research Ltd. ist eine Art Zukunftslabor des Software-Riesen. Emmott arbeitet gemeinsam mit einer Schar junger Biologen, Ozeanografen, Meteorologen, Botaniker und Informatiker daran, Computermodelle zur Entwicklung der gesamten Biosphäre zu erarbeiten. Und die zeigen ihm: "Wir stehen vor riesigen Problemen von extremer Dringlichkeit." Zur Apokalypse serviert der Engländer einen Tee.
Was hält er von Hans Rosling? Emmott lächelt. "Hans ist ein netter Kerl. Aber was ist seine Botschaft? Er sagt den Leuten: Seht her, es ist doch bisher alles viel besser gelaufen, als ihr dachtet, also wird es auch weiterhin gut gehen. Ich bin anderer Meinung."
In seinem Buch äußert sich Emmott sehr vehement zu seiner Hauptsorge, der Überbevölkerung. "Nur ein Schwachkopf", so Emmott, "würde leugnen, dass nicht unendlich viele Menschen auf diesem Planeten leben können. Die Frage ist nur, wo die Grenze liegt: bei 7 Milliarden? Bei 10 Milliarden? Bei 28 Milliarden? Ich glaube, wir haben diese Grenze bereits überschritten. Und zwar deutlich."
Die Ideen der Optimisten, die daran glauben, dass die menschliche Rasse schon Lösungen herbeizaubern werde, wenn sie mit dem eigenen Aussterben konfrontiert ist, referiert Emmott nur, um sie zu verwerfen: erneuerbare Energien, Entsalzungsanlagen gegen die Wasserknappheit, eine neue grüne Revolution in der Landwirtschaft, Geo-Engineering zur Reparatur des Klimas. "Doch all diese Versuche produzieren genauso viele Probleme, wie sie lösen", sagt Emmott. Er glaubt, dass einzig radikale Verhaltensänderungen wirksam sein können. "Wir müssten unseren Konsum reduzieren. Deutlich. Weniger Nahrungsmittel, weniger Energie, weniger von all dem Zeug. Weniger Autos, Elektroautos, Baumwoll-T-Shirts, Laptops, Smartphones. Viel, viel weniger." Bloß glaubt er nicht daran, dass das geschehen wird.
"Ich hoffe ja, dass Hans recht behält und nicht ich", sagt Emmott, zum Abschied. "Als Wissenschaftler aber muss ich sagen: Die Zahlen sprechen gegen ihn."
Wem soll man glauben? Emmott oder Rosling?
Stockholm, zweiter Tag. Unangekündigt und aufbruchbereit tritt Hans Rosling im Dufflecoat aus seinem Büro. "Kommen Sie, gehen wir essen. Ich habe 20 Minuten." Wenig Zeit, also nur ganz wichtige Fragen.
SPIEGEL: In Ihrem Büro hängt ein Porträt des Schahs von Persien, warum?
Rosling: Das ist nicht der Schah, bewahre. Das ist Wassilij Archipow. Sieht vielleicht dem Schah ein bisschen ähnlich. Kennen Sie Archipow?
SPIEGEL: Nein.
Rosling: Einer meiner Helden. Er war Offizier auf einem sowjetischen U-Boot während der Kubakrise und setzte sich gegen den Kommandanten durch, der nukleare Torpedos abfeuern wollte, als amerikanische Kriegsschiffe das Boot angriffen. Ohne Archipow wäre es zum Atomkrieg gekommen. Das war der gefährlichste Augenblick in der Geschichte der Menschheit.
SPIEGEL: Sie denken in großen Dimensionen. Was ist heute die größte Gefahr für die Menschheit?
Rosling: Wahrscheinlich eine, die wir noch nicht als solche erkannt haben.
SPIEGEL: Gibt es irgendetwas, was Hans Rosling Angst macht?
Rosling: Ja. Ignoranz. Die Leute wissen zu wenig. Sie kennen die Fakten nicht und wollen sie nicht kennen. Stattdessen fühlen sie zu viel.
SPIEGEL: Derzeit scheint die Welt an allen Ecken zu brennen, das islamistische Kalifat, der Ukraine-Konflikt, Gaza, Ebola, Libyen, Boko Haram.
Rosling: Es gibt jeden Tag beunruhigende Neuigkeiten, klar. Aber ich halte diese Terroristenbande in Syrien und im Irak, so schrecklich die sich auch gebärdet, nicht für die wichtigste Entwicklung in der muslimischen Welt. Indonesien, die größte muslimische Nation mit fast 250 Millionen Einwohnern, ist mittlerweile zu einer stabilen Demokratie gewachsen. Davon liest man nie etwas in den Medien.
SPIEGEL: Und die Klimaerwärmung macht Ihnen auch keine Sorgen? Da steuern wir doch auf Katastrophen zu.
Rosling: Keineswegs zwingend. Es wird einfach sehr teuer. Ein paar Dinge werden sich ändern. Man wird vielleicht in Schweden nicht mehr Ski laufen können, ja. Der Meeresspiegel wird steigen, also muss man die Häuser ein Stück weiter oben hinstellen. Wir werden Getreide künftig in Sibirien anbauen. Das alles braucht enorme Investitionen. Es kann fürchterlich werden, ja, aber es ist nicht das Ende des Lebens. Bangladesch wird verschwinden, wenn es keine Deiche baut, so wie Holland. Holland wäre längst unbewohnbar ohne Deiche. Holland hat die Investitionen bereits geleistet. Wissen Sie übrigens, wer der beste Klimapolitiker der Welt war?
SPIEGEL: Wer?
Rosling: George W. Bush. Weil er die amerikanische Wirtschaft in den Crash von 2008 führte. Die Konjunktur brach ein, damit auch der CO2-Ausstoß, die Statistiken zeigen einen enormen Rückgang der Emissionen in den USA nach 2008. Leider gibt es keine beabsichtigte Klimamaßnahme, die auch nur annähernd einen so großen Effekt hatte.
SPIEGEL: Wie viele Menschen auf der Welt wären zu viel, wo ist die Grenze?
Rosling: Das ist eine unsinnige Frage. Angenommen, es gäbe eine solche Grenze, was folgt daraus? Sollen wir alle töten, die zu viel sind? Seriöse Wissenschaftler und Politiker wissen heute, dass wir uns für das Jahr 2100 auf etwa zehn Milliarden Leute vorbereiten müssen. Aber dann kommen die Umweltaktivisten und sagen: Mehr als sieben Milliarden geht nicht. Es ist zum Glück verboten, den Holocaust zu leugnen, ich finde, es sollte auch verboten sein, einen neuen Holocaust vorzuschlagen.
SPIEGEL: Bitte nennen Sie ein paar Dinge, die uns Hoffnung machen können.
Rosling: Erstens eben, das Wachstum der Weltbevölkerung verlangsamt sich. Zweitens, die alte Zweiteilung der Welt in hoch entwickelte Staaten und Entwicklungsländer trifft nicht mehr zu. Drittens, die Gesundheit verbessert sich stetig und überall. Viertens, Mädchen kriegen eine bessere Schulbildung. Fünftens, das Ende der extremen Armut liegt nahe. 1980 gab es laut Zahlen der Weltbank noch zwei Milliarden Menschen, die von weniger als 1,25 Dollar pro Tag lebten, heute ist es noch etwa eine Milliarde.
SPIEGEL: Wie lösen wir das Energieproblem?
Rosling: Jedenfalls bitte nicht so wie Deutschland. Es war keine gute Idee, die Atomreaktoren abzuschalten und auf Kohlekraftwerke zu setzen. Das hatte eine fatale Signalwirkung für die Schwellenländer. Kurz nach Merkels Energiewende traf ich Frederik Willem de Klerk, den ehemaligen Präsidenten Südafrikas. Er sagte zu mir: "Wenn die Deutschen ihre Atommeiler stilllegen, werden wir eben so viele Kohlekraftwerke bauen, wie wir für nötig halten."
SPIEGEL: Eine Antwort ist das nicht.
Rosling: Ich habe auch keine Lösung. Klar ist, die westliche Welt muss ihren CO2-Ausstoß deutlich senken. Meine Vermutung ist jedoch, dass der Klimawandel allein nicht ausreichen wird, um die Politik zu wirksamem Handeln zu bewegen, weil er zu langsam ist. Es wird ein weiteres, schockartiges Erlebnis brauchen, vielleicht einen großen Krieg, der auf den Klimawandel zurückgeht.
SPIEGEL: Kennen Sie Stephen Emmott?
Rosling: Nein. Sollte ich?
SPIEGEL: Er ist ein englischer Wissenschaftler, der behauptet, die Menschheit sei nicht mehr zu retten.
Rosling: Ach, immer diese Pessimisten. Sie sind verliebt in den Untergang. Ich glaube ja, dass die Diskussion um den Klimawandel und die angebliche Überbevölkerung in erster Linie eine Zivilisationskritik ist. Sie wird von Leuten geführt, die sich an der Konsumgesellschaft stören, am allgegenwärtigen Materialismus - an der Shoppingmall als höchstem Gut der Menschheit. Ich habe große Sympathien für diese Position. Aber sie hilft uns nicht weiter bei der Planung einer Welt für zehn Milliarden Menschen bis 2100.
Dann muss Rosling gehen. Termine.
Und nun? Wem oder was soll man glauben? Emmotts "we're fucked" oder Roslings "don't panic"?
Gerade in diesen Tagen und Wochen gibt es so viele schlechte Nachrichten, dass es schwerfällt, ein Optimist zu sein. Doch so blickt Hans Rosling eben nicht auf die Welt. Er legt nur große Maßstäbe an, in seinen Diagrammen erscheinen selbst die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts, die Spanische Grippe oder Maos Kulturrevolution nur als kurze negative Ausschläge auf einer insgesamt steil ansteigenden Kurve. Rückschläge gibt es viele, aber die große Richtung ist klar: nach oben.
Eine überraschende Erkenntnis in Stockholm ist, dass Rosling sich nicht als Optimist verstanden wissen will. Sondern als "praktischer Possibilist" - was vielleicht ein Mittelweg ist zwischen destruktiver Schwarzmalerei und blindem Fortschrittsglauben. Der Possibilist sagt nicht, am Ende wird alles gut. Er sagt bloß: Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende. Das scheinbar Unmögliche ist möglich. Rosling sagt aber auch: "Es kann alles übel ausgehen. Wir können eine globale Hungersnot erleben. Ein Krieg könnte ausbrechen, der alle Länder umfasst. Das Finanzsystem könnte komplett zusammenbrechen. Vielleicht fahren wir alle zur Hölle. Das alles ist möglich. Aber eben sehr unwahrscheinlich." Stephen Emmott in Cambridge hält genau das für sehr wahrscheinlich.
Gemein ist Rosling und Emmott eine gewisse Frustration bezüglich ihres Publikums. Rosling sagt über sich, er habe den schlechtesten Ruhm-Einfluss-Koeffizienten der Welt. "Ich bin irre berühmt, Veranstalter zahlen obszöne Summen für meine Vorträge, aber ich verändere nichts. Die Leute hören mir zu und machen einfach weiter wie immer." Auch Emmott sagt, es sei ihm ein Rätsel, warum seine Zuhörer, obwohl sie die Lage verstünden, nicht handelten. Deshalb traut er keinem über 20 und hofft auf eine jüngere Generation, die alles anders machen wird. Rosling und Gapminder richten ihr Augenmerk seit einiger Zeit ebenfalls vermehrt auf die Jugend, sie produzieren Lehrfilme für Schulen und bieten Lehrern Seminare an. "Bei den Alten ist nicht mehr viel auszurichten", sagt Hans Rosling, "wir müssen die Jungen ansprechen, die Kinder."
Abflug aus Stockholm mit einem alten Lied im Kopf.
Louis Armstrong hat die Schnulze berühmt gemacht, "What a Wonderful World". Der Text, in dem es vor allem um den blauen Himmel und rote Rosen geht, endet mit einer überraschend tiefsinnigen letzten Strophe. "I hear babies cryin'. I watch them grow. / They'll learn much more than I'll ever know / And I think to myself / What a wonderful world." Dass Kinder mehr lernen werden, als ihre Eltern je wussten, ist eine ziemlich genaue Definition menschlichen Fortschritts. Jede Generation ist klüger als die vorherige, weil sie bestehendes Wissen mit neuen Ideen paart, und die Geschwindigkeit, mit der Lösungen gefunden werden, wächst exponentiell. Es wird auch in Zukunft Pessimisten brauchen, um die Probleme zu erkennen. Und Optimisten, um sie zu lösen.
71
Jahre beträgt heute die durchschnittliche Lebenserwartung weltweit. (1964: 55 Jahre)
1,1 %
ist heute die globale Wachstumsrate der Weltbevölkerung, die sich damit seit 1970 (2,1 %) halbiert hat.
84 %
der Kinder weltweit sind heute vor ihrem zweiten Geburtstag gegen Masern geimpft. (1984: 39 %)
1,2
Milliarden Menschen leben heute weltweit in extremer Armut. Ihr Anteil an der Weltbevölkerung hat sich seit 1990 halbiert.
* Zur Veranschaulichung der globalen Einkommensverteilung.
Von Guido Mingels

DER SPIEGEL 37/2014
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