13.10.2014

9. November 1989#8239Das Puzzle der Einheit

Im Langsam-Land DDR ging am Ende alles ganz schnell: Die Nachricht von der Maueröffnung kam der Maueröffnung zuvor. SPIEGEL-Autor Stefan Berg über die Nacht, in der er in den Westen spazierte.
SIEBEN TAGE, DIE DIE WELT VERÄNDERTEN (TEIL V) Reisefreiheit ist eine der zentralen Forderungen der protestierenden DDR-Bürger. Und die SED gibt nach. Doch zu einem geordneten bürokratischen Verfahren kommt es nicht, die Grenzbeamten kapitulieren vor dem Ansturm der Massen - und die Menschen liegen sich in den Armen.
Mauerfall fand ich immer ein unzutreffendes Wort. Genau wie Wende - als hätten sich alle kurz umgedreht. Mauerfall klingt so, als hätte sie sich selbst fallen lassen und die Menschen hätten dabei zugeschaut wie bei einer Kunstaktion. Die Mauer fiel aber nicht, sie wurde eingerannt.
Ich bin mitgerannt in dieser Nacht.
Es hatte geklopft an meiner Tür.
Wie? Noch mal raus? Ja.
Meinste? Los. Jaa.
Also: erst mal runter vom Hochbett. Anziehen. Spinnen die? Warte. Mach mal lauter! Wie? Echt? Jaaaaa.
Wirklich? Jaaaaaaaaaaa.
Los. Rüber? Rüber.
Menschen über Menschen auf der Invalidenstraße nach drüben. Ein Durcheinander von aufgeregten Leuten und Lichtkegeln in Berlin, aus denen Reporter die Nachricht verbreiten. Wir sind Teil einer Veränderung, die wir einen Tag zuvor noch für unmöglich gehalten hätten.
Günter Schabowski hatte diesen Zettel vorgelesen, der allem, was folgte, den Anschein eines großen, finalen Missverständnisses gab. Ich hatte hinten in dem Raum gestanden, Redakteur einer Kirchenzeitung, die natürlich nicht über Pressekonferenzen der SED berichtete. Meine Neugier hatte mich dorthin gebracht. Die Genossen der Parteiführung saßen in dem Saal leicht erhöht und trugen die immer gleich grauen Anzüge und das Parteiabzeichen, im Volksmund "Bonbon" genannt. Schabowski, nicht ahnend, dass er hier eine Art Abschiedsvorstellung gab, mit einem Mischmasch aus Berlinisch und Bonzenjargon: "Nich wa, Jenossen?" Noch einmal blickte er auf den ominösen Zettel, den ihm jemand mitgegeben hatte. "Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort ... unverzüglich." Schabowski quetschte diesen Halbsatz aus sich heraus wie den letzten Rest Zahnpasta aus der Tube. Und so kam es dann ja: Die DDR war auf einmal alle.
Mir war in diesem Moment nicht klar, was "Schabes" Worten folgen sollte. Regierte und Regierende trennte viel, aber sie einte in diesem Herbst eine gewisse Ahnungslosigkeit. In dem einstigen Langsam-Land DDR ging nun alles rasend schnell. So schnell, dass die Meldung von der Maueröffnung der Maueröffnung zuvorkam.
Abends saß ich in meiner Wohnung in der Oderberger Straße, die an dem Ende, an dem man heute mit Sonnenbrille und Bierflasche in den Mauerpark "zum Chillen" schlendert, zugemauert war und bewacht wurde.
Es klopfte. Zwei Freunde kamen herein.
Einer von beiden war Wochen zuvor in den Westen ausgereist. Wir hatten ihn auf dem Dach unseres Hauses verabschiedet und wieder einmal das Gefühl gehabt, im Stich gelassen worden zu sein.
Nun war er hier. Einer aus dem Osten, der es in den Westen geschafft hatte, kam in den Osten. Das war ein unschlagbarer Beweis für die Dimension der Veränderung. Die Menschen lösten sich so von der DDR wie der Putz von der Fassade meines Hauses. Nun kam einer der Abgefallenen zurück. Wahnsinn.
Also liefen wir los, Oderberger Straße, Kastanienallee, zum Grenzübergang Invalidenstraße, der nur noch ein Übergang war und an dem sich verwirrte Grenzsoldaten mit ihrer Überflüssigkeit abfanden. So viel Leben auf einmal im Todesstreifen.
Sekt statt Blut.
Böllern statt Ballern.
Umarmungen statt Festnahmen.
Wir wurden mitgerissen, wir liefen und liefen orientierungslos durch Westberliner Straßen, immer in der Furcht, gekniffen und wieder im alten Ostberlin wach zu werden. Aber nein. Das war Wirklichkeit, echt. Aus einer Telefonzelle wollten wir einen Westberliner Freund anrufen, der sich sein Leben lang ärgern wird, diesen Moment verpennt zu haben. Er hörte das Klingeln nicht.
Ein tiefer Atemzug ging damals durch das Land. Das tat gut nach einem Leben im Flüster-Reich. Im Psst-nee-frag-lieber-nicht-Staat, der knapp ein Jahr später, schneller, als ich erwartete, zum Lautstärke-Land gehören sollte, zum Land der strahlenden Kinderschokoladen-Gesichter und des Dufts der großen freien Welt.
Die Mauer eingerannt. Warum ist immer nur von der einen Mauer die Rede? Es gab Hunderte Mauern, die zum Einstürzen gebracht werden mussten, vor dem und nach dem 9. November 1989. Mauern des Schweigens durchzogen dieses Land, diese Stadt, diese Familien, meine Familie, mich. Und je länger alles her ist, desto bewusster wird es mir: Die Abrissarbeiten sind noch nicht abgeschlossen.
Es gab eingemauerte Hoffnungen, Stein auf Stein. Angst war der Mörtel, der alles zusammenhielt, unsere ausgesprochene und noch mehr unsere unausgesprochene Angst. Ein Todesstreifen der Wortlosigkeit umgab diese Mauern. Panzersperren, errichtet um unsere Träume. Manchmal wussten wir nicht einmal mehr, worüber wir schwiegen. Wir hatten sogar Mauern um einzelne Wörter gezogen: Grenzverletzer. Mauerschützen. Deutschland. Todesstreifen. Diagnose: Spaltungsirre.
Wie konnten wir diesen Krieg nur Frieden nennen? Nur wenige sprachen es aus. Sie wurden für Störenfriede oder Sonderlinge gehalten, kalte Krieger, Ruhestörer.
Unser Reden war so gespalten wie unser Land, das endlich, nach 28 Mauerjahren, das dazu passende Wort fand und schrie: Wahnsinn. Die Lautstärke der Nacht, in der wir gemeinsam die Mauer einrannten und jeder Einzelne mindestens eine eigene niederriss, sollte all diese Ängste vertreiben. Wahnsinn. Ein Volk in der Schrei-Therapie.
Ich weiß nicht, wann ich zum ersten Mal von der Mauer erfuhr, die drei Jahre älter war als ich. Ich erinnere mich, dass viele Straßen meiner Kindheit an einer weißen Wand endeten, an der Warnschilder standen und manchmal Uniformierte unsere Ausweise kontrollierten - und wir unsere Worte. Unsere Wege endeten hier und viele unserer Sätze. Meine Grundschule befand sich unmittelbar am Grenzgebiet. Der Schulgarten, in dem wir Radieschen pflanzten, lag in Hörweite der kläffenden Grenzhunde und in Sichtweite der Grenzsperren. Im Nachhinein stellt sich ein gewisses Mitleid mit den Lehrern ein, die angesichts dieser Kulisse tatsächlich den Versuch unternahmen, uns von den Vorzügen des Sozialismus zu überzeugen.
Ich erinnere mich daran, dass der Westen den Osten unterirdisch durchkreuzte. Es gab Schächte, auf denen wir den Westen hören konnten, wie er da durchrauschte: Die S-Bahn fuhr von Westberlin nach Westberlin. Die Eltern blieben stehen mit uns und hörten ihre Hoffnungen dahinsausen. Von wo nach wo? Und warum? Mein Vater wusste, hinter welchen Wänden am U-Bahnhof Alexanderplatz Gänge und Treppen zu anderen U-Bahn-Linien führten; sie waren zugemauert.
Es gab eine Art Geisterbahn. Kurz hinter dem S-Bahnhof Schönhauser Allee, in dessen Nähe mein Vater den Krieg überlebt hatte und seine Mutter, meine Großmutter, lebte, nahm die S-Bahn Tempo auf. Diese Linie führte von Ost nach Ost. Aber wo hindurch? Der Zug fuhr los zwischen Häuserreihen wie durch eine Schlucht, einen Häuser-Canyon. Dann zog er eine große, lang gestreckte Kurve ins Freie, er raste und rumpelte, und man musste sich gut festhalten, so umwerfend war die Fahrt. Die Bahn fuhr durch den Mauerstreifen, links und rechts stand eine weiße Wand, standen Türme, Grenzsoldaten, Lastwagen. Sollten wir das alles sehen, zur Abschreckung?
Der Zug fuhr mit Höchstgeschwindigkeit. Die Gespräche verstummten. Vater flüsterte, nachdem er die üblichen Kontrollblicke geworfen hatte, und erzählte von Notbremsungen und Menschen, die aus den Fenstern geklettert seien, und anderen, die sich an die Kletterer geklammert hätten. Die Notbremsen würden seitdem auf diesem Streckenabschnitt abgeschaltet.
Vaters Sätze endeten meist mit dem Wort "Schweine", dann schluckte er, schaute zur Seite, und ich schwieg in die Trauer seines geteilten Lebens. Pankow, S-Bahnhof, die Fahrt mit der Geisterbahn der Teilung war beendet. Man stieg aus und tat so, als wäre alles normal.
Zu Hause beugten wir uns über ein Puzzle aus Ravensburg und fügten die Prachtstraße Westberlins zusammen: Kurfürstendamm, Café Kranzler, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Teilchen für Teilchen bauten wir einen Teil der Stadt nach, der uns versperrt war. Ob sie sich im schönen schwäbischen Ravensburg vorstellen konnten, wie wir da in einer Ostberliner Wohnung saßen und uns davonpuzzelten aus der Grauzone in die Farbenwelt? Mutter schwärmte vom "Ku'damm", legte die Puzzle ihrer Jugend. Da sei sie langgelaufen, und dort, der Zoo Palast, und um die Ecke ... hier ein Jazzkonzert und dort habe sie mit dem Bruder ...
Ja, wo war eigentlich ihr Bruder?
Abgehauen, drüben, ihr jüngerer Bruder, rechtzeitig vor dem Mauerbau. Und sie hier, zurückgelassen mit Mutter und Großmutter und den Albträumen der Kindheit, mit den Bildern vom brennenden Berlin, mit den Bildern von siegestrunkenen Russen, die nun Sowjetmenschen waren, unsere "Freunde"; zurückgelassen mit der täglich schwindenden Hoffnung, der Vater werde zurückkommen aus der Gefangenschaft. Ich weiß nicht, wann ich zum ersten Mal von ihrem geflohenen Bruder, meinem Onkel, erfuhr, der nun bei Bonn lebte.
Weiterpuzzeln, Café Kranzler, nicht fragen nach der eingemauerten Erinnerung. Achtung, Sperrgebiet. Mutter legte die Teilchen mit leuchtenden Augen, ich puzzelte gelangweilt. Hätten die Verwandten nicht ein Schlachtschiff schicken können, tausend Teile Abenteuer? Als der Ku'damm zusammengelegt war, wurde er behutsam mit einer dünnen Schicht Klebstoff überzogen, sodass man ihn nie wieder teilen konnte. So hing der Westen an der Wand in einer Wohnung in Ostberlin. Ein glänzendes Mahnmal für die deutsche Einheit, ein kleines deutsch-deutsches Gemeinschaftswerk.
Dafür, dass unsere Wohnung im Osten lag, war erstaunlich viel Westen drin. In der Küche gab es einen Schrank, in dem Süßigkeiten aus den Westpaketen gebunkert wurden. Wenn ein Paketzettel kam, dann rissen wir uns darum, wer das Paket abholen dürfe. Wenn wir in der Post eintrafen, spekulierten wir, welches wohl unseres sei. Das große dahinten? Rekord waren vier Pakete an einem Tag. Wir trugen die Pakete stolz von der Post nach Hause, eine kleine Prozession, mit der West-Ikone unterwegs durchs Ostreich. Rein in unser Mietshaus, vorbei an der Wohnung, in der ein Volkspolizist wohnte, der kein Westpaket bekommen durfte.
Hihi. Der Idiot.
Selber schuld.
Dann mussten wir warten, bis Vater nach Hause kam, der jeden Tag mit einem Zug um Westberlin herumfahren musste, um zur Arbeit in der Fabrik zu gelangen. Endlich war er da. Ganz dicht, schien es mir, konnten die drüben auch nicht sein. Warum war ihr Kaffee so hart wie Presskohle? Damit es zischt beim Öffnen?
Wenn die Kontrolleure richtig fies waren, dann öffneten sie die Schokoladentafeln der Marke Sprengel, in denen die Fußballbilder von Ernst Huberty steckten. Ich glaube, da spürte ich zum ersten Mal, dass an diesem System etwas ganz systematisch schieflief. Was ist das für ein Staat, in dem sie vor bunten Fußball-Sammelbildchen Schiss haben? Aber wir bekamen viele Pakete, und irgendwann hatte ich die Serie von Ernst Huberty komplett. Es war ein erster kleiner Sieg über das System.
Westbesuch war wie eine Naturerscheinung. Er tauchte unerwartet auf, und ebenso unerwartet verschwand er wieder auf unbestimmte Zeit im unbekannten Hinter-der-Mauer-Land. Eine ältere Dame, zu der ich Tante sagen sollte, stellte sich mitten ins Zimmer und sagte: Gleich werdet ihr staunen. Dann häutete sie sich. Sie zog ihr Kleid aus, unter dem ein zweites zum Vorschein kam, das äußere Kleid war ein Geschenk für Mutter. Und wie wir staunten. Ein älterer, überaus freundlicher Herr funkelte lustig mit den Augen, zog seinen Pullover hoch, schnallte seinen Gürtel auf, und ein dickes grünes Fußballbuch kam zum Vorschein. Später schickte er mir meine erste Lindenberg-Platte, die wir wieder und wieder gegenüber in der Wohnung des Pfarrers abspielten. Fenster auf, und dann beschallten wir unsere Straße: "Neulich war ich mal wieder in Amerika-aha ..." So wurde - Paket für Paket - nicht nur unsere Wohnung exterritorial, sondern auch unser Denken.
Das war Ausreise ohne Ausreisen.
Wir freuten uns über jeden Westbesuch, wir schnupperten an den Klamotten der Gäste, berührten deren Jacken an der Flurgarderobe mit Ehrfurcht, rochen den Westen, sogen ihn ein und dachten nicht darüber nach, was die Eltern empfänden, die uns derlei nicht zu bieten hatten, weil sie einfach nicht zum richtigen Zeitpunkt in derselben Stadt umgezogen waren. Hilfspaketempfänger zu sein ramponiert auf Dauer die Würde. Dankbarkeit wird irgendwann auch nur eine Form von Unterwerfung.
Mit dem sicheren Gefühl des Kindes für Peinlichkeiten stellte ich eine Frage nicht: Warum seid ihr nicht auch gegangen? Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage überhaupt stellen wollte. Oder ob diese Frage im großen Teich der ungefragten Fragen unterging. Im Schweigemeer. Mit dem sicheren Gefühl des Jugendlichen für Provokation fand ich irgendwann Gefallen daran, schlecht über "drüben" zu reden und nicht nur schlecht über unser "hüben". Konnte man denn sein Leben als Gegenleben führen, zu allem, was einen umgibt? Wo alles schlecht war, wie konnte man da selber gut sein? Und wie sich selbst gut finden?
Ich begann die Mauern zu spüren, die nicht zu sehen waren. Die Mauer, mit der sich Eltern vor Enttäuschungen schützten und deshalb Hoffnungen erst gar nicht zuließen. An dieser Mauer standen Sätze wie Grabsprüche: Es hat ja doch keinen Zweck. Oder: Das ändert sich nie. Auf dieser Mauer standen die Todesdaten ihrer Hoffnung: 1956, 1961, 1968. Und das Datum des Tages, an dem der Vater meines Vaters nach dem 17. Juni 1953 für lange Zeit hinter einer Gefängnismauer verschwunden war.
Die Mauer hatte einen Teil des Lebens meiner Eltern in ein unerreichbares Niemandsland verbannt, das sie mit den eigenen Kindern nicht teilen konnten. Ich glaube, sie haben viele Tränen vor uns verborgen. Ein Tränenpalast reichte da nicht. Es musste irgendwo eine gigantische Staumauer geben, eine Staumauer, hinter der ein Tränenmeer voll- und voller lief, 28 Jahre lang. Bis es in dieser einen Nacht mit einem mal leergeheult wurde. Wahnsinn.
Neben der unübersehbaren weiß getünchten gab es eine unsichtbare Mauer. Sie wurde nicht an einem Tag, sondern in vielen Schulstunden errichtet, und viele Lehrer waren dafür verantwortlich, die als geistige Grenzposten Wache schoben. Wie an der sogenannten Staatsgrenze selbst gab es in der Schule Sicherungsanlagen und Warnschilder und Kontrollgänge. Zu diesem Grenzregime gehörte die Kennzeichnungspflicht der Schüler in den Klassenbüchern. Hinter meinem Namen stand ein I wie Intelligenz, nicht ein A wie Arbeiterklasse, die ja laut Verfassung die herrschende war. Zählte ich also zu einer beherrschten Klasse?
Beim Fahnenappell wurden die wenigen Schüler, die nicht der sozialistischen Pionierorganisation angehörten, in eine der hinteren Reihen geschoben. Sie sollten unsichtbar sein. So wurde auch ich halstuchlos abgeschoben, was mir allerdings die Möglichkeit bot, Informationen über wichtige Dinge - etwa Fußballergebnisse - ungestört auszutauschen.
Aber auch kleine Schikanen können wirksam sein. Ich ging oft mit einem Gefühl des Bedrücktseins in die Schule, immer in dem Wissen, nicht richtig dazuzugehören. Und immer mit dem Empfinden, etwas verschweigen zu müssen: meine Zugehörigkeit zu der Gattung der Christen etwa, der ja das Aussterben vorhergesagt wurde, weil das kommunistische Diesseits so paradiesisch werden würde, dass niemand mehr auf ein himmlisches Jenseits hoffen müsse.
Mein wichtigstes und deshalb sehr ernstes Gespräch über die Mauer musste ich mit 17 führen. Im Wehrkreiskommando. Ich trug lange Haare, Jeans, Parka, kurz: meine Weltanschauung zur Schau. Vor mir saßen Offiziere, deren Bedeutung sich in glänzenden Sternen auf ihrer graugrünen Uniform manifestierte. Ob ich bereit zum Dienst bei den Grenztruppen sei. "Nein." "Warum?" Die Wut der Offiziere war groß, aber deren Sterne waren mir schnuppe. Ich verwies auf meine Verwandten im Westen. Ich könne nicht ... "Verlangt irgendwer, dass Sie auf Ihre Verwandten schießen?" Oje, wie laut ist der denn? Ist hier jemand schwerhörig?
Es folgten Belehrungen über den antifaschistischen Schutzwall und Hinweise auf die Grenze zwischen den USA und Mexiko, an der es auch Tote gab, aber ich war nicht umzustimmen. Ich kam nur noch zu Halbsätzen, aber diese hatten eine erstaunliche Wirkung auf die Offiziere. Der Farbton ihrer Gesichter glich sich ihrer Weltanschauung an. Sie liefen rot an, knallrot.
Dann eben nicht an die Grenze.
Stempel. Aktenvermerke. Raus!
Niemand musste zur Grenze, niemand musste an die Mauer, niemand musste schießen. Man musste nur einmal, ein einziges verdammtes Mal "Nein" zum richtigen Zeitpunkt sagen und "Ja" zu sich selbst, und so konnte man klarmachen, wo die ganz persönliche Schmerzgrenze verläuft. Wo das Sperrgebiet ist, in das die Genossen nicht reindürfen. Wenig später entschied ich mich - wie mein Bruder zuvor -, Bausoldat zu werden. Das war Armeedienst ohne Waffe.
So wie jedes Absurde das Komische in sich trägt, hatte auch die Bewachung der Mauer komische Momente, filmreif komische Momente. Als Redakteur der Kirchenzeitung musste ich regelmäßig zu einer Druckerei, die im Grenzgebiet stand, direkt am Mauerstreifen, nicht weit vom Checkpoint Charlie. Man brauchte einen Passierschein für das Grenzgebiet, nur dann durfte man hinein in die Druckerei, in die hohen Räume, in denen grüne und laut rasselnde Setzmaschinen standen.
Aus dem ölig riechenden Fabrikgebäude konnte man in den Westen blicken, direkt zu einer Aussichtsplattform gegenüber, von der die Westler in den Ostkäfig schauen konnten. Manchmal wurden auf Kommando die Vorhänge an den großen Fenstern zugezogen. Ein Mann, der tatsächlich mit Nachnamen Rötlich hieß und einen Anzug wie Lino Ventura trug, erklärte den Druckern dann, auf der BRD-Seite plane man eine Grenzprovokation. Also verdunkeln.
Herr Rötlich überwachte, wie die Vorhänge zugezogen wurden, und gab später Entwarnung und der Arbeiterklasse die freie Sicht auf den Kapitalismus zurück. Herr Rötlich kontrollierte die Kellerräume der Druckerei auf illegale Wühltätigkeit von Ost nach West. Herr Rötlich hütete den Schlüssel zu der Tür, hinter der eine Leiter stand, die man brauchte, um eine defekte Glühbirne oder eine flackernde Leuchtstoffröhre in der Deckenbeleuchtung auszutauschen. Decke, Glühbirne, Leiter ... Das könnte ein Trick sein, der Beginn eines Grenzdurchbruchs. Herr Rötlich hielt die Holzleiter immer fest beim Glühbirnenwechsel, als wäre er angeleimt am Holz, so wie wir an der DDR.
Meine Mutter war die Erste aus unserer Familie, die "reisen" durfte, womit natürlich Westreisen gemeint waren. Die Reisegenehmigungen wurden in den letzten DDR-Jahren weiterhin willkürlich erteilt, aber wenigstens großzügiger. Ihr Bruder wohnte nun seit Jahrzehnten bei Bonn, und niemand von uns konnte sich vorstellen, wie er dort lebte.
Von der Fahrt kam eine Frau zurück, die auf mich den Eindruck machte, sie habe sich im Rheinland auf härtere Drogen als den dort üblichen Wein eingelassen. Wie leise die Züge sind ... Wie schön dies und das und überhaupt alles da war ... Die Farben ... Das habt ihr noch nicht gesehen ... Und die Waren in den Läden ... Der Rhein, wunderschöner Fluss ...
Ein Zustand der Verzückung hatte meine Mutter offenbar ihres Verstandes beraubt. Die Freude hielt allerdings nur begrenzt, schon allein weil sich die Großgruppe der Hiergebliebenen nicht richtig mitfreuen konnte - sondern die Schwärmerei eher ertrug.
Die Freude der Heimgekehrten schlug alsbald um in einen umso größeren Frust, weil der Kontrast zwischen dem dort Erlebten und dem hier Möglichen und Unmöglichen eben zu groß war. Und weil ungewiss war, ob die "Organe" den nächsten Reiseantrag wieder wohlwollend bearbeiten würden. Die Hoffnung der Regierenden auf ein zufriedeneres Volk erfüllte sich jedenfalls nicht. Der Druck blieb im Kessel: Dosierte Freiheit bleibt eben Unfreiheit.
Eine meiner vielen Mauern fiel mit 18 oder 19 Jahren und mithilfe einer Flasche Cognac. Die Rheinländer - Onkel und Tante - waren da, und erstmals die beiden Söhne, also meine Vettern, etwas jünger als ich. Wir sahen uns ähnlich, waren ähnlich groß, ich trug deren abgelegte Sachen, Jeans mit Schlag, lässig fallende Pullover; ich war die Ostausgabe von ihnen.
Die beiden Jungs waren so entschlossen wie ich, den Cognac niederzumachen, den Mutter für fünf D-Mark zur Beköstigung des Westbesuchs im Intershop erstanden hatte. Schluck für Schluck retteten wir die Welt, lachten, vergaßen hüben und drüben, redeten über die Eltern und über Fußball natürlich, wo ich - schon weil die Kontrolleure nicht alle Fußballbilder beschlagnahmt hatten - durchaus kompetent war. Irgendwann lallten wir, und ich fiel in den Tiefschlaf, es war mein erster gesamtdeutscher Rausch, obwohl an Gesamtdeutschland nicht zu denken war.
Später hat mir einer der beiden Vettern erzählt, wie seltsam für sie diese erste Reise ins Grauland war, das mit ihrem Leben am Rhein so wenig zu tun hatte. Die Mauer war für sie bis dato ein Ding aus dem Fernsehen, mehr nicht. Und er erzählte, wie unangenehm es war, bestaunt zu werden und befragt. Und wie ihnen von ihren Eltern vorher eingeschärft worden war, an der Grenze nichts zu sagen, damit es ja keinen Ärger gab.
Mein Vetter hat mir erzählt, dass er es gar nicht für möglich gehalten habe, wie wir lebten. Diese Kohlendreckhaufen vor den Häusern. Die Mauer, begriff ich, war auch für die Westdeutschen eine Zumutung, sofern sie sich ihr näherten.
Später haben wir über die Eltern geredet, über die Dinge, über die man nicht sprach zu Hause, über Mauern, die fallen, Mauern, die man einreißen kann, und Spuren, die immer bleiben werden. Auch darüber, dass meine Eltern der Versuchung widerstanden und nicht ihre Westverwandtschaft verleugnet hatten, weshalb mein Vater nie Karriere machen konnte in dem Werk für Mikroelektronik. Wer Westkontakte hatte, dem waren Wege versperrt. Aus Furcht vor Geheimnisverrat.
Mein Vetter und ich sprachen auch darüber, dass sein Vater immer Angst hatte, wenn er in den Osten fuhr, weil er ja damals abgehauen war. Die Angst hatte auch in ihm Wurzeln geschlagen, in meinem Onkel, der für mich immer der fröhliche Rheinländer mit der Spendierhose aus Cord war und der regelmäßig große blaue 100-D-Mark-Scheine bei uns ließ, die in den Tauschanzeigen der DDR als "blaue Fliesen" bezeichnet wurden: "Suche Lada, biete blaue Fliesen."
Als in Bonn Spione aufgeflogen waren, erzählte mein Vetter, habe sein Vater erst mal auf DDR-Reisen verzichtet. Irgendwann war der Onkel mit seinen Ministeriumskollegen nach Ostberlin gefahren, hatte mit ihnen das sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow besucht und die dort angebrachten russischen Stalin-Sätze laut vorgelesen, er hatte ja in der DDR Russisch gelernt. Er sei etwas seltsam angeschaut worden, berichtete er später.
So wie wir den Westen im Osten lebten, so lebte also der Osten in ihm im Westen weiter. Deutschland war geteilt, aber aneinandergekettet.
Im Sommer 1989 durfte ich das erste und einzige Mal durch den Grenzübergang gen Westen, von Ost nach West durch den Tränenpalast, an dem ich auch geheult hatte, wenn Besuch aus dem Westen wieder gehen musste. Ich fuhr zum geteilten Bahnhof Friedrichstraße, in dem man auf der Ostseite hörte, wie auf der Westseite, hinter einer großen Sichtblende, die Züge fuhren. Wie einfach es war, durch die Mauer zu gehen! Ich brauchte nur den Pass, in dem ich wie ein Spießer aussah. Aha, zeigen Sie mal her: In Ordnung. Dann wurde ich gewarnt: Passen Sie bloß uff, da isses gefährlich!
Als Redakteur der Kirchenzeitung durfte ich in die USA fliegen, zu einem Kongress des Weltkirchenrats. Es dauerte nur wenige Minuten, dann war ich in Westberlin, das Ostberlin erstaunlich ähnelte. Und ich war froh, auf Dinge zu stoßen, die nicht so gut funktionierten, weil mir die Glorifizierung des angeblich gelobten Landes stank. So begann meine erste S-Bahn-Fahrt in Westberlin mit der Bitte, auszusteigen und von Dingsda nach Dingensda den Schienenersatzverkehr zu benutzen.
Die Bahnhöfe waren schmutzig, das Westberliner Pflaster war nicht anders als das von mir bislang betretene. Der Berliner Tonfall hinterließ nicht den Eindruck, dass 28 Jahre an dem bereits von Theodor Fontane beschriebenen landestypischen Un-Charme irgendetwas geändert hätten. Ein Leben im zweifellos freieren Teil der Stadt war kein Garant für gute Laune.
Neben dem mauligen Tonfall stieß ich auf andere, überraschend vertraute Dinge: Auch hier lebten Menschen, die ihre Freizeit freiwillig zwischen Bahngleisen verbrachten, sofern dort Platz für eine Hollywoodschaukel und einen Quadratmeter Rasen war, von dem aus sie ungestört ihren Bauch den Sonnenstrahlen und Blicken Dritter aussetzten. Autos wurden auch hier vorzugsweise im weißen Unterhemd gewaschen.
Ich flog von Tegel über New York bis San Antonio, wo eine Studentin spanischer Abstammung mit mir in einem gigantischen Cabrio über gigantische Straßen fuhr und einen Schreianfall bekam, als ich ihr erzählte, dass man bei uns zehn Jahre auf ein Auto warten müsse. Sie fuhr mit ihrem offenen Pontiac und mit mir in ein Problemviertel, obgleich ich das Wort noch nicht kannte. Dort wehten zu meiner Verwunderung an übelsten Papphäusern amerikanische Fahnen. In 14 Tagen passierte mehr als in fünf DDR-Jahren zusammen. Und doch zog es mich zurück in die rundherum abgesicherte, vertraute kleine Welt, in die Hauptstadt der DDR, aus der der Fernsehturm herausragte, als wäre er das eine Ende der Erdachse.
Als ich fristgemäß und voller Bilder im Kopf zurückkam, war ich erstaunt, dass nicht alle mit meiner Rückkehr gerechnet hatten. Erst in Ostberlin erfuhr ich, dass mich ein ausgereister Freund abfangen und von der Rückreise abhalten wollte. Er hatte in Tegel am falschen Ausgang gestanden. Das war im Sommer 1989.
Ja, ich wollte zurück. Ich sagte damals immer, ich wollte "denen" - womit ich die Bonzen meinte - doch dieses Land nicht überlassen.
Auch in der Nacht der Nächte wollte ich zurück. Irgendwann, nach trunkenen Stunden im Westen, beschlich mich die Sorge, man könnte uns einfach den Rückweg versperren, die Grenztruppen könnten sich ihres Auftrags besinnen, die Staatsführung könnte sich doch zum finalen Kampf gegen die "Konterrevolution" entschließen, die Schlagbäume, Panzersperren, Stacheldrähte, Selbstschussanlagen, dieses ganze Mordinstrumentarium könnte noch einmal zum Einsatz kommen. Ja, das war die Angst, die von mir Besitz genommen hatte. Frei war ich noch lange nicht. Eine Mauer war durchlässig geworden, aber es gab noch genügend Mauern in uns.
Ich dachte damals, dass aus der DDR noch etwas Vernünftiges zu machen sei. Ich brauchte einige Zeit, um "Deutschland" selbstverständlich zu finden.
Das Wort Wiedervereinigung kam mir am 9. November 1989 nicht in den Sinn. Wieso "wieder"? Ich bekam etwas dazu. Chancen, Freiräume, von denen die Eltern zu träumen schon aufgehört hatten. Vor allem die Freiheit, heute die eigenen Kinder zu ermutigen, weil hinter den Jahreszahlen 1953, 1956, 1961, 1968 nun mit dicker, unauslöschlicher Farbe die Zahl 1989 steht.
Unsere Welt, unser Leben, unser Land.
Ich habe meine Lektion gelernt: Es gibt Dinge, die können sehr hart sein für einen Menschen. Eine Mauer oder eine unheilbare Krankheit. Aber du darfst ruhig auf ein Wunder hoffen. Und auf die Wirkung der Schrei-Therapie.
Wenn ich heute das Wort "wiedervereinigt" höre, dann denke ich an unsere Familie. Mein Vetter und ich haben festgestellt, dass wir uns dieselben Fragen als Kinder verkniffen haben. Vielleicht fragten wir deshalb nicht, weil wir mit unserem so viel leichteren Leben nicht nach dem so viel schwereren Leben fragen wollten.
Ja, unsere Familie ist nun wiedervereinigt. Meinen Vetter und mich verbindet eine unzertrennliche Freundschaft, die vor langer Zeit mit einer Pulle Cognac begann. Wenn wir uns heute sehen, nennen wir uns aus Spaß Vetter oder Vetter-Freund. Aber wir wissen, dass wir eigentlich Brüder sind.
Ja, wiedervereint: Meine Eltern bekamen etwas zurück, einen Teil ihres Lebens. Aber die Versöhnung mit dem eigenen Leben ist auch nicht leicht. Meinem fröhlichen Onkel gelang sie nicht. Das Haus in der Oderberger Straße, in dem ich wohnte, ist jetzt hübsch verputzt. Aber in den Seelen von uns gibt es noch immer Risse.
Die Fußballbilder habe ich in ein selbst gefertigtes Album geklebt. Es liegt irgendwo unter einem Stapel Bücher. Das Puzzle vom Ku'damm hängt nicht mehr an der Wand in der Wohnung, in der ich groß wurde und in der meine Eltern noch wohnen. Ich muss sie mal fragen, wo es geblieben ist.
Im nächsten Heft:
15. Januar 1990 
Der Sturm auf die Stasi-Zentrale in Ostberlin - und wie die SED-Oberen ihren Geheimdienst opferten.
* Stefan Berg (l.) mit Onkel und Mutter in Ostberlin.

DER SPIEGEL 42/2014
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