31.01.2015

KatastrophenOperation „Tomodachi“

Im März 2011 fuhr der Flugzeugträger USS „Reagan“ nach Japan, um der Bevölkerung nach dem Tsunami zu helfen. Heute sind viele der damals am Einsatz beteiligten Marinesoldaten krank. Sie wollen Gerechtigkeit, Entschuldigung, Entschädigung. Ihrer Navy untreu werden wollen sie nicht. Von Alexander Osang
Am 11. März 2011 erhielt der amerikanische Flugzeugträger USS "Ronald Reagan" aus der Navy-Zentrale den Auftrag, an die japanische Ostküste zu fahren, die von einem Tsunami getroffen und verwüstet worden war. Die "Reagan" war auf dem Weg nach Südkorea, als der Funkspruch sie erreichte. Captain Thom Burke, der das mit 4500 Frauen und Männern besetzte Schiff steuerte, änderte den Kurs. Die Amerikaner erreichten die japanische Küste am 12. März, nördlich von Sendai. Die USS "Reagan" blieb für mehrere Wochen. Sie nannten den Einsatz "Tomodachi".
Tomodachi heißt Freunde. Ein heikles Motto, vor allem, wenn man es mit Abstand betrachtet.
Dreieinhalb Jahre später sitzt Oberstabsbootsmann Leticia Morales in der Kaffeeecke eines verrumpelten Kaufhauses am Rande einer Schnellstraße nördlich von Seattle und versucht, sich an den Namen des Arztes zu erinnern, der ihr vor zehn Monaten die Schilddrüse entfernte. Neben ihr sitzt ihre Lebensgefährtin Tiffany vor einer großen Tablettenbox, aus der sie im Minutenabstand Pillen fischt und Morales hinüberschiebt.
"So was wie Erikson", sagt Leticia Morales. "Oder vielleicht hieß er einfach Eric mit Vornamen oder Rick, ach, ich weiß nicht. Zu viele Ärzte." Sie hat in den vergangenen anderthalb Jahren Onkologen, Radiologen, Kardiologen, Blutspezialisten, Nierenspezialisten, Darmspezialisten, Lymphdrüsenspezialisten, Stoffwechselspezialisten kennengelernt. "Ich verbringe inzwischen die Hälfte des Monats in medizinischen Einrichtungen. Ich hatte in diesem Jahr über 20 MRTs. Ich habe einfach den Überblick verloren."
Sie schluckt eine der Pillen, trinkt einen Schluck Wasser, lächelt schief.
Der Endokrinologe habe sie gefragt: Waren Sie auf der "Reagan"? Während "Tomodachi"?
Ja, sagte Morales, warum?
Der Arzt sagte laut Morales: weil ich in den letzten Monaten schon sechs Schilddrüsen von Besatzungsmitgliedern rausgenommen habe, die auf dem Schiff waren. Es war der Moment, in dem Leticia Morales zum ersten Mal das größte Unglück in der Geschichte der zivilen Atomenergie mit ihrem eigenen Unglück verband.
Die Katastrophe von Fukushima veränderte die Welt. Atomreaktoren schmolzen vor Live-Kameras, es wurde mehr als doppelt so viel radioaktives Material freigesetzt wie bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986. Der Unfall vertrieb 150 000 Menschen aus ihren Wohnorten, er vergiftete Landschaften für Jahrhunderte und tötete Hunderttausende Nutztiere, er ließ Länder in aller Welt ihre Energiepolitik überdenken. Fukushima ist mehr als ein Ortsname, es ist ein historisches Ereignis, wie Tschernobyl, und es hat offenkundig auch Leticia Morales' Leben verändert.
Es ist eine schmerzhafte Erfahrung, nicht nur, weil es der Soldatin sehr schlecht geht. Sie ist auch in Konflikt mit ihren Überzeugungen geraten. Die Armee, der sie dient, hat erklärt, dass ihr Einsatz an der japanischen Küste nicht gesundheitsgefährdend war. Aber sie ist krank. Leticia Morales ist der Navy mit 19 Jahren beigetreten, um ihrem Leben Ordnung und Sinn zu geben, wie sie sagt. Sie hat einen Großteil ihrer Kindheit und Jugend in Heimen verbracht und bei Pflegeeltern, weil ihre Mutter nicht in der Lage war, für sie und ihre Geschwister zu sorgen. Ihren Vater lernte sie erst als erwachsene Frau kennen. Sie durchlief die kurze Grundausbildung in der Wüste Nevadas und ging dann aufs Wasser.
Seit 2008 ist sie für das Flugdeck der "Reagan" zuständig, als Chief von hundert Leuten. Die "Reagan" ist ein Schiff, in dessen Bauch hundert Flugzeuge Platz finden, eine schwimmende Stadt. Ihr Heimathafen ist San Diego, Kalifornien, Leticia Morales ist in der Nähe von Seattle stationiert, im Staat Washington.
Den großen Teil ihres Lebens verbrachte sie auf den Weltmeeren. Sie war vor den Küsten der Arabischen Emirate, Japans, Koreas, vor den Philippinen, China, Malaysia.
Meist erfahren sie erst auf dem Wasser, wo die Reise hingeht. An Bord beschäftigen sie sich vor allem mit Ausbildung und Wartung. Eigentlich sind sie nur da, um der Welt zu zeigen, dass sie da sind. Sie ziehen amerikanische Grenzen durch das Weltwasser. Entsprechend angenehm ist es, wenn sie wirklich mal gebraucht werden, sagt Morales.
Am 2. Februar 2011 ist die "Reagan" gerade zu ihrer halbjährigen Weltreise aus San Diego aufgebrochen. Sie ist auf dem Weg nach Busan, Südkorea, um einen Hafenstopp zu machen, als sich Captain Thom Burke, der Chef des Schiffes, über die Intercom meldet. Die Nachricht aus dem Lautsprecher: Ein Tsunami hat Japan getroffen. Wir fahren an die japanische Küste, um humanitäre Hilfe zu leisten.
Morales hatte nichts gespürt, auf dem offenen Meer gleitet die Welle unter einem durch wie ein Fisch. Es war auch nichts Neues für sie. Als der Taifun die Philippinen traf, war sie im Einsatz. "Es ist das, was wir machen. Wir helfen", sagt sie.
Vom explodierten Atomkraftwerk in Fukushima wussten sie zunächst nichts. Auf der Fahrt an die Küste habe sie einen metallischen Geschmack im Mund gespürt. Auch die anderen merkten das. Sie sahen sich fragend an, sagt Leticia Morales. Sie glaubt, dass dies der Moment war, in dem sie durch die nukleare Wolke fuhren, die das Atomkraftwerk Fukushima über den Pazifik blies.
Am Morgen des 13. März erreichte die USS "Reagan" die japanische Küste. Die Verwüstung war unbeschreiblich. Häuser, Autos und Trümmer schwammen an ihnen vorbei. Tote.
Die Erinnerung an das Leid treibt Leticia Morales Tränen in die Augen. Es war ja nicht umsonst. Sie haben Gutes getan. Sie muss nichts bereuen.
Inzwischen hatten sie von der Explosion der Atomreaktoren gehört. Captain Burke habe sie beruhigt. Sie seien nicht in Gefahr. Die Werte seien unbedenklich. Die Welt zu Hause reagierte besorgter. Morales' Vater schrieb warnende Mails. Er hat lange in einem Atomkraftwerk gearbeitet. Er hat dort Versuche mit Hunden gemacht, Beagles, sagt sie. Geh nicht an Deck, schrieb er. Trink nur abgefülltes Wasser. Nimm die Kaliumtabletten.
Als Freiwillige gesucht wurden, um draußen auf dem Flugdeck die Rettungshubschrauber zu beladen, meldete sie sich. Und auch die anderen aus ihrer Mannschaft meldeten sich. Alle. Es ist das, was sie tun. Helfen.
Sie machten sich keine Sorgen, nur manchmal gab es leichte Verunsicherungen. Nach ein paar Tagen, so um die Mittagszeit, hieß es plötzlich aus den Schiffslautsprechern: Trinkt kein Wasser aus der Leitung! Nicht duschen! Ihre Lebensgefährtin Tiffany, die damals im Süden Japans stationiert war, wurde mit ihrer Einheit evakuiert. Sie wurden nach Guam gebracht, einer Insel zwischen Japan und Australien, mitten im Pazifik. Sehr weit weg von dem kaputten Atomkraftwerk. Die "Reagan" aber blieb. Am nächsten Tag gab der Captain Entwarnung. Die Werte seien okay. Morales stand mit ihrer Crew auf dem Deck. Sie vergaßen die Bedenken. "Ich glaube nicht, dass uns Captain Burke wissentlich in Gefahr gebracht hätte. Niemals würde die Navy so was tun. Sie wussten es auch nicht besser", sagt Morales.
Im Bericht des Verteidigungsministeriums an den amerikanischen Kongress hieß es später, sie seien nie dichter als hundert Seemeilen an die Küste herangekommen. Aber das sei Unsinn, sagt Morales. Sie vertraut ihrer Erinnerung. Sie seien ganz nah dran gewesen, sagt sie. Im April fuhren sie weiter, nach Sasebo, Japan. Von Japan fuhren sie nach Thailand und weiter nach Bahrain. Am 10. Juli 2011 kam sie wieder zu Hause an. Es war Leticia Morales' Geburtstag, der 32. Zwei Wochen später wurde sie befördert, eine Gehaltserhöhung von 400 Dollar.
Es war Sommer in Washington. Nur die Formulare, die sie ausfüllen musste, erinnerten Morales noch an Japan: Wie lange warst du draußen? Wo genau?
Sie schrieb: Ich war immer auf dem Flugdeck. Die ganze Zeit.
Die letzte Nachricht von ihrem Kapitän bekam sie über Facebook. Er bedankte sich bei seiner Besatzung für den tollen Einsatz, vor allem in Japan.
"Wir sind stolz, eine der komplexesten humanitären Hilfsaktionen in der Geschichte der Menschheit durchgeführt zu haben. Wir mussten nicht nur mit Trümmerfeldern und eisigen Bedingungen kämpfen, sondern auch mit einer unklaren radioaktiven Bedrohung. Wir haben unsere Furcht besiegt und unsere Aufgabe erfüllt. ,Tomodachi' war ein Höhepunkt", schreibt Burke.
Das war am 8. September 2011.
Im Mai 2013 bekam Leticia Morales plötzlich Schwindelanfällte. Ihr Arm schwoll an, die rechte Hand sah aus wie ein Baseballhandschuh. Sie hatte einen Tunnelblick, sagt sie. Sie machten Computerscans von ihrem Gehirn, Bluttests. Immer wieder. Ihre Hausärztin sagte: Irgendetwas geht in dir vor. Wir wissen nicht, was es ist. Aber es ist etwas Großes.
Thanksgiving 2013 begannen die Nierenschmerzen. Sie wussten nicht, woran es lag, fanden aber einen Tumor in der Leber. Im Januar 2014 sagte ein Arzt: Das Zentrum des Problems befindet sich in der Wirbelsäule. Im Februar fanden sie eine Wucherung in der Schilddrüse.
Leticia Morales begann zu recherchieren. Viele Symptome ihrer Erkrankungen entsprachen solchen, die man bekommen kann, wenn man radioaktiver Strahlung ausgesetzt ist. "Einige der Ärzte, bei denen ich in Behandlung war, bestätigten das", sagt sie. "Aber sie konnten nicht bestätigen, dass ich mir das an Bord der ,Reagan' zugezogen habe. Konnten nicht oder wollten nicht. Was weiß ich."
Im Sommer 2014 bekam Morales Herzrhythmusstörungen. Im Herbst fanden sie Metastasen in ihrer Brust.
Dazwischen legte das amerikanische Verteidigungsministerium dem US-Kongress die Ergebnisse einer Studie zum Einsatz der Navy während der Operation "Tomodachi" vor. Demnach seien auch jene Seeleute, die sich die ganze Zeit an Deck der USS "Reagan" aufgehalten hatten, keiner gesundheitsbedrohlichen Strahlung ausgesetzt gewesen. Die Belastung durch das Wasser, mit dem sie während ihres Einsatzes in Kontakt gekommen seien, liege nicht über der, die ein Passagier während eines Langstreckenflugs abbekomme. Zudem entwickle sich der durch Radioaktivität verursachte Krebs langsamer als bei den erkrankten Seeleuten.
Ein Vertreter des Pentagon bedankte sich beim Kongress für das Interesse an der Gesundheit der Streitkräfte. Sie hätten alles untersucht. Und nichts gefunden.
Leticia Morales hatte nur den Namen eines Schilddrüsenspezialisten, an den sie sich nicht mehr erinnerte, ihre dicke Krankenakte und die Geschichten von ein paar Kameraden ihres Flugdecks, die ebenfalls krank geworden waren.
Sie erfuhr von der Sammelklage, die zwei kalifornische Anwälte vorbereiten. Sie wollten Tepco verklagen, den Betreiber des Atomkraftwerks von Fukushima. Im Namen der 70 000 amerikanischen Militärs, die sich damals in der Nähe des Atomkraftwerks aufhielten. Leticia Morales kontaktierte die Anwälte. Es war ihr wichtig, dass es nicht gegen die Navy ging. Sie ist Soldatin. Sie möchte loyal sein. Sie hat ihre Gesundheit verloren, aber nicht ihre Lebensrichtung.
Die Anwälte erklärten ihr, dass es in Amerika gar nicht möglich sei, seine Armee zu verklagen. Die Feres-Doktrin regelt das, ein Urteil aus den Fünfzigerjahren. Jeder, der beim Militär anheuert, muss wissen, dass bei Verlust seines Lebens oder seiner Gesundheit nicht der Staat haftbar gemacht werden kann. Sie ließ ihren Namen unter die Klage setzen.
Auch die erkrankten Leute aus ihrer Flightdeckcrew machten mit. Einige wohnen in ihrer Gegend, mitten in einer bildschönen nordamerikanischen Landschaft, Wälder, Fjorde, Seen und Holzhäuser. Leticia und Tiffany fühlen sich wohl hier als lesbisches Paar, im letzten Jahr haben sie in einem der Viertel, deren Straßen nach amerikanischen Präsidenten oder Bäumen benannt sind, ein nagelneues Haus gekauft. Washington ist ein gesunder, liberaler Staat. Seit diesem Jahr kann man hier Marihuana kaufen wie Bud Light.
In einem anderen nagelneuen Holzhaus lebt Brett Bingham. Bingham ist einer von Morales' Bootsmännern. Er hat den Nacken eines Footballspielers, ein Lächeln wie Channing Tatum, er hat kleine Kinder, viele Hunde und eine Garage, in die drei Autos passen. Das vierte steht auf der Straße. Zweimal im Jahr spendet er Blut.
Im vorigen Jahr kam kurz danach ein Einschreibebrief von der Blutbank, er sollte sich sofort melden. Sie sagten ihm, er habe eine schwere Hepatitis. Sie fragten, ob er Drogen nehme, gebrauchte Nadeln verwendet habe. Nein, sagte Bingham. Ein Arzt sagte, es könne sich um sogenannte Strahlenhepatitis handeln. Die komme und gehe. Sie machten eine zweite Untersuchung. Und dann eine dritte. Es sei alles gut, sagten sie ihm. Blut spenden darf er trotzdem nicht mehr.
Ein paar Straßen weiter wohnt Ron Wright, er ist 24 Jahre alt und hat 2010 bei der Navy unterschrieben. Die Fahrt nach Japan war sein erster Auslandseinsatz auf einem Flugzeugträger und, wie es im Moment aussieht, auch sein letzter. Er erinnert sich, wie er mit Morales' Crew auf dem Deck stand, an die Kälte, den Schnee, aber auch an die Schutzkleidung, die sie nach ein paar Tagen bekamen. Hosen, Jacken und Überzüge für die Stiefel.
Wenn sie nach der Schicht wieder unter Deck gingen, wurden sie gescannt, die Sachen, die kontaminiert waren, mussten sie abgeben. Die wurden verbrannt, die Reste ins Meer verklappt, glaubt Wright. Einmal musste er seine Hosen abgeben. Er erinnert sich noch, wie er in Unterhosen durchs Schiff lief. Alle lachten, er auch. Es war ein Witz, damals. "Es hieß ja immer, wir sind sicher", sagt Ron Wright.
Einen Monat später schwollen seine Hoden auf die Größe von Tennisbällen an, wie er sagt. Die Schmerzen waren unerträglich. Das Schiff trieb auf der japanischen See, ein Bordarzt empfahl, den jungen Seemann auszufliegen, auch weil er nicht wusste, woran der eigentlich litt. Sie entschieden sich dagegen. Wright wurde mit Schmerzmitteln ruhiggestellt. An der Therapie hat sich bis heute nichts geändert. Neurontin und Perocet heißen seine Drogen.
"Als ich fragte, ob es mit der Strahlung von Fukushima zu tun haben könnte, sagte mir ein Arzt ziemlich schroff Nein", sagt Wright. "Er zeigte mir so einen Untersuchungsreport des Verteidigungsministeriums. Aber die Schmerzen hörten nicht auf. Ich bin siebenmal operiert worden. Immer in Militärkrankenhäusern. Es hat nicht geholfen. Es gibt keine Diagnose, nur Pillen."
Wright hat seit Japan keinen normalen Dienst machen können. Er sitzt zu Hause und wartet auf den nächsten Arzttermin. Für vier Jahre war er verpflichtet, seine Zeit ist abgelaufen. Meist sitzt er jetzt in der Küche, von der man in einen Wald schauen kann, zu seinen Füßen ein Hund, auf dem Sofa im Wohnzimmer eine junge Frau, seine Freundin, die auf ein Handy starrt.
"Worüber redet ihr?", fragt sie irgendwann.
"Über meine Eier", sagt Wright.
"Ach so", sagt die Frau, ohne vom Handy aufzuschauen.
Der einzige Seemann aus Morales' Mannschaft, der eine klare Diagnose bekommen hat, ist Theodore Holcomb. Krebs der Nebenschilddrüse. Daran ist er im April 2014 gestorben. Er ist der erste Tote der Hilfsaktion "Tomodachi".
Leticia Morales hat erst erfahren, wie krank ihr Kamerad war, als er schon zu schwach war, um zu telefonieren. Seine Exfrau rief sie an. Holcomb war ein Schweiger, sagt Morales. Einer ihrer zuverlässigsten Soldaten. Aber er redete nicht gern, schon gar nicht über seine Probleme. Und dann wohnte er ja auch weit weg. Erst in North Carolina bei seiner Frau und später in Reno, Nevada, bei einem Kumpel. Da starb er auch.
"Er war zum Schluss ziemlich hinüber, glaube ich", sagt Morales. "Nicht nur gesundheitlich."
Sie alle kennen sich eigentlich nur vom Schiff. Sie leben ein halbes Jahr zusammen, dann verstreuen sie sich in alle Winde. Die USA sind ein großes Land. Die meisten waren mit ihren Problemen allein.
Theodore Holcomb starb in den Armen seines besten Freundes Manuel Leslie. Die beiden kannten sich seit der sechsten Klasse, sie gingen zusammen zur Marine. Als Leslie heiratete, war Holcomb Trauzeuge; als Holcomb heiratete, war Leslie sein Trauzeuge. Beide Ehen hielten nicht. Die Navy ist Gift für eine Beziehung, sagt Leslie. Die Frauen sind zu lange allein.
Im Januar 2013 stand Theodore Holcomb mit seinem Koffer vor Leslies Haus am Stadtrand von Reno. Die Navy hatte seinen Vertrag nicht verlängert, sodass sie das Geld für die Pension sparte. 14 Jahre hatte Holcomb den amerikanischen Seestreitkräften gedient, Rente gibt es ab 15 Jahren Dienstzeit. Sein Job war weg, Frau und Tochter lebten Tausende Meilen entfernt, er hatte keine Vorstellung, wie es weitergehen sollte. Leslie, der die Navy schon 2006 verlassen hatte, ahnte, was sein Freund durchmachte.
Holcomb zog ins Gästezimmer des Hauses. Die beiden arbeitslosen Veteranen lebten wie Schuljungen in nicht endenden Ferien. Oder wie Rentner.
Sie verbrachten viel Zeit in der Natur, sie gingen jagen. Holcomb kam nach seinem Leben auf dem Wasser langsam wieder auf dem Land an. Es dauerte mindestens ein Jahr, bis sein Freund akzeptierte, dass es nicht seine Schuld war, sagt Leslie.
Dann wurde er krank.
Kurz vor Weihnachten 2013 bekam er keine Luft mehr. Im Januar erklärten die Ärzte: Es ist Krebs. Thymuskrebs. Die Drüse sitzt hinter dem Brustbein, Krebs hier ist sehr selten. Eine Risikogruppe bilden Menschen, die radioaktiver Strahlung ausgesetzt sind. Holcomb war 35, als der Krebs diagnostiziert wurde. Sie begannen sofort mit Chemotherapie, er verlor über zehn Kilogramm in einem Monat, sagt Leslie. Normalerwiese wächst ein Thymuskrebs langsam, in Holcombs Körper wütete er rasend schnell.
Manuel Leslie fuhr ihn ins Krankenhaus und wieder zurück. Er organisierte für die letzten Tage einen Hospizplatz. Sie hatten einen Rosengarten, da saßen die beiden Männer zum Schluss, zwei Exsoldaten, Mitte dreißig. Am Ende verzieh Holcomb seiner Frau, er wollte aber nicht mehr von ihr und der Tochter besucht werden. Sie sollten ihn als starken Mann in Erinnerung behalten, und er sah ja wirklich aus wie eine Vogelscheuche, sagt Leslie. Sein letzter Wunsch war, seiner Tochter noch zum fünften Geburtstag zu gratulieren. Leslie hielt das Telefon.
Das Mädchen sagte: Aber ich hab doch erst in fünf Tagen Geburtstag, Daddy.
Ich weiß, sagte Holcomb.
In der Nacht starb er. Manuel Leslie saß neben dem Bett.
Sie verbrannten ihn und teilten die Asche. Ein Drittel für die Exfrau in North Carolina, ein Drittel für die Eltern in Kalifornien und eins für den Freund in Reno. Die Urne steht auf dem Kaminsims. Ein Kasten aus Kirschholz.
Manuel Leslie hat als Navy-Seemann 26 Länder bereist, jetzt sitzt er in der Cafeteria eines Jagdkaufhauses, das zehn Meilen außerhalb von Reno mitten in der Wüste steht. Ein kleiner, untersetzter Mann, der heute seine Eltern pflegt, die ebenfalls an Krebs erkrankt sind. Im Hintergrund sieht man Waffenschränke und ausgestopfte Tiere. Gämsen, Wölfe, Grizzlybären; aber auch Elefanten, Löwen und Nashörner.
Vor verschließbaren Glasvitrinen stehen Männer und Kinder und bestaunen Maschinengewehre für 15 000 Dollar. Es ist ein seltsames Land. Manuel Leslie hasst die Navy, und er liebt sie. Sie zerstört Leben, und sie rettet Leben. Sie ist der Sinn und der Fluch seiner Existenz. Sein bester Freund holte sich den Tod, als er Japan half, sein Großvater war als 16-Jähriger für die Navy auf Hawaii stationiert, als die Japaner angriffen. Er selbst verbrachte das schönste Jahr seines Lebens in Tokio.
Manuel Leslie ist jetzt der Nachlassverwalter seines Freundes. Es gibt eigentlich nur zwei Sachen zu verwalten. Er bleibt in Kontakt mit Holcombs Tochter, und er wird in seinem Namen verschiedene Großkonzerne verklagen. Er wird als Vertreter von Theodore Holcomb vor Gericht erscheinen. Sein Name steht auf der Liste des Anwalts Paul Garner, der Tepco verklagen will, aber auch Toshiba, Hitachi, Ebasco und General Electric, die die Reaktoren des Atomkraftwerkes Fukushima konstruiert haben.
Paul Garner, der Anwalt, ringt schon ein Leben lang mit den Konzernen, die die Umwelt verschmutzen, Bürgerrechte verletzen, Menschen krank machen. Er ist Ende sechzig, dick, trägt ein verschwitztes rotes Hemd und hat aus den wenigen Haaren, die er noch besitzt, einen dünnen Zopf geflochten. Außerdem ist er über eine Stunde zu spät.
Sein alter Mercedes sprang nicht an, sagt er. Deshalb hat er sich von seinem Bruder Bob fahren lassen. Ein kleiner, quirliger Mann in einem Hawaiihemd. Die Brüder betreten das verlassene Restaurant am Rande von Palm Springs wie der kleine und der müde Joe. Sie sehen nicht aus wie zwei Männer, die an einer Milliarden-Dollar-Schadensersatzklage arbeiten.
Aber sie waren die Ersten.
Bob Garner, der in den Sechzigern in Robert Kennedys Wahlkampfteam arbeitete und seitdem an einem großen amerikanischen Lyrikband werkelt, traf vor zwei Jahren an einer Tankstelle in der Wüste den Vater von Lindsey Cooper, die mit der USS "Reagan" nach Fukushima fuhr. Der Mann erzählte ihm, dass seine Tochter an der Schilddrüse erkrankt sei und von anderen Seeleuten erfahren habe, die nach der Japan-Reise ebenfalls krank wurden. Bob erzählte das seinem Bruder Paul, der informierte seinen Partner Charles Bonner, der eine kleine Kanzlei in Sausalito betreibt.
Die beiden kennen sich aus der Bürgerrechtsszene. Garner ist ein New Yorker Jude, Bonner ein Schwarzer aus Alabama. In ihrer Freizeit sitzen die beiden alten Männer auf dem Bootssteg von Bonners Lakehouse in den kalifornischen Bergen, trinken Wein und singen Pete-Seeger-Songs. In ihrer Arbeitszeit haben sie Chevron, Exxon und Shell verklagt. Der Untersuchungsbericht des Verteidigungsministerium beeindruckt sie nicht. Ihr Motto ist: We screw people, who screw people.
Paul Garner legt eine speckige, dicke Aktenmappe auf den Kneipentisch. Darin sind die Fälle. Sie haben über 500 Seeleute angeschrieben, die nach ihrem Japan-Einsatz krank wurden, 250 haben sich zurückgemeldet. Mit deren Geschichten wollen sie vor Gericht erscheinen. Garner bestellt sich eine Suppe und ein Sandwich und zitiert aus den dramatischsten Fällen. Die Seefrau, die ein krankes Baby zur Welt brachte; der Seemann, dem die Ärzte einen genetischen Defekt unterstellen wollen, obwohl sein Zwillingsbruder als Zivilist total gesund ist; ein Seemann, der nach seiner Rückkehr aus Japan erblindete. Ein anderer, der mit seiner Familie in Japan stationiert war und an Leukämie erkrankt ist; ein Navy-Flugzeugmechaniker, der an unerklärlichem Muskelrückgang leidet.
Garner listete die Krankheiten und Symptome auf, verschiedenste Krebsarten, innere Blutungen, Geschwüre, Tumoren, entfernte Schilddrüsen und Gallenblasen, Geburtsschäden. Sein Bruder Bob ruft dazwischen: "All das Leid, all die Schmerzen. Diese Schweine." Während sein Bruder das Schicksal der kranken Seeleute ausbreitet, zitiert er Martin Luther King und Marx, er umreißt, wie Hillary Clinton als Außenministerin in den militärisch industriellen Komplex verstrickt war, er vergleicht Vietnam und Afghanistan.
"Das Schiff heißt ,Reagan', Reagan selbst war Sprecher für General Electric in den Fünfzigern. Man muss nur eins und eins zusammenzählen", sagt Bob Garner. Halt endlich den Mund, sagt sein Bruder Paul.
Auch Paul Garner möchte dem Kapitalismus die Maske vom Gesicht reißen, auch er möchte mehr als Gerechtigkeit und Entschädigung für die Seeleute der "Reagan", er will zeigen, wie stark der Arm der weltweiten Atomenergielobby ist. Der Schadensersatzprozess soll eine Bühne werden, auf der Bonner und Garner vorführen, wie rücksichtslos wir mit unserem Planeten umgehen.
Es wird schwer werden zu beweisen, dass ihre Mandanten im Einsatz verstrahlt und deshalb krank wurden, vielleicht ist es unmöglich. Um Geld wird es auf alle Fälle gehen, viel Geld, und erst einmal geht es darum, am Bezirksgericht in San Diego durchzusetzen, dass sie überhaupt klagen dürfen. In erster Instanz sind sie abgewiesen worden.
Paul Garner hat die kranken Seeleute gebeten, zur Anhörung nach San Diego zu kommen. Als moralische Unterstützung. Aber die meisten wagen es nicht, selbst die nicht, die in der Stadt leben. Lindsey Cooper beispielsweise. Die Frau, die den Stein ins Rollen brachte, wurde im CNN-Studio von einem Experten für Atomenergie auseinandergenommen. Sie ist in konservativen Radiotalkshows verhöhnt worden. Sie will nicht mehr.
Kristian William, ein texanischer Helikopterpilot, der die Hilfsgüter von der "Reagan" aufs japanische Festland flog, ist an Krebs der Nebenschilddrüsen erkrankt. Auch das ein Krebs, der sehr selten ist und meistens durch radioaktive Strahlung ausgelöst wird. Er will trotzdem nicht in die Öffentlichkeit, sagt er am Telefon, weil er mehr noch als den Krebs fürchtet, in unüberschaubare Zusammenhänge gezerrt zu werden. Auch die kranke Leticia Morales, Chief vom Flugdeck der "Reagan", die ihre Kameraden ermunterte, sich der Klage anzuschließen, erscheint nicht vor Gericht in San Diego. Sie möchte nicht einmal fotografiert werden. Sie ist Soldatin, sagt sie.
In Amerika gilt: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Man ist entweder Held oder Verräter.
Die Berichterstattung über das tragische Kriegsschiff ist erstaunlich zurückhaltend. Hier und da erscheint ein einzelner Seemann in einer lokalen Nachrichtensendung und verschwindet gleich wieder, niemand stellt einen großen Zusammenhang her. Die Navy sagt, sie möchte das laufende Verfahren nicht kommentieren. Captain Burke antwortet nicht. Das Verteidigungsministerium verweist auf den Kongressbericht.
Die Seeleute wollen nicht krank und gedemütigt sein. Sie wollen nicht gegen die Navy aufstehen, ihre Navy, ihr Land. Die Vereinigten Staaten sind ein Land des Militärs, aber sie sind auch ein Land der Anwälte. Die Soldaten sind zwischen diese Fronten geraten.
Paul Garner hat ihnen gesagt, dass es 20 Jahre dauerte, bis das Militär anerkannte, dass Agent Orange, das sie in Vietnam versprühten, gesundheitsgefährdend und lebensbedrohlich war. 20 Jahre sind eine lange Zeit.
Am Ende erscheint nur ein einziger Seemann der USS "Reagan" im Gericht von San Diego. Steve Simmons, Oberleutnant Simmons. Er sitzt im Rollstuhl. An seinem Rollstuhl klebt ein Sticker: Nobody's left behind, niemand wird zurückgelassen.
Simmons ist Anfang Juni vergangenen Jahres im Navy Memorial Washington, D. C., aus der amerikanischen Armee entlassen worden. Er trug seine weiße Galauniform und dankte der Navy für 17 wundervolle Jahre, er wäre gern 30 geblieben. Es waren kaum Gäste da, nur ein anderer Rollstuhlfahrer, den er im Krankenhaus in Maryland kennengelernt hatte, und Nancy, seine Frau, die er über die Dating-Website seiner Kirche kennengelernt hat. Nach der Entlassung aus der Navy ist er zu ihr und ihren vier Kindern nach Utah gezogen, in die Nähe von Salt Lake City. Das Klima da bekommt ihm besser als das feuchte Klima von Washington, D. C., wo er zuvor wohnte. Sie haben eine Rampe an das Haus gebaut.
Simmons ist um vier aufgestanden, um pünktlich zur Anhörung zu erscheinen. Er ist von Salt Lake City über Los Angeles nach San Diego geflogen und dann mit dem Mietwagen zum Gericht. Nach der Anhörung wird er zurück nach Utah fliegen. Für ihn und seine Frau sind das fast 700 Dollar. Aber es ist ihm wichtig. Er will endlich Gewissheit.
Simmons' Beschwerden begannen ein Jahr nachdem er aus Japan zurückkehrte. Seine Muskeln versagten. Er verlor büschelweise Haare. Er bekam Migräne, blutigen Ausfluss, er wurde inkontinent, seine Finger verfärbten sich gelb, an schlechten Tagen braun, seine Füße sind dunkelrot, er hat Spasmen im ganzen Körper, seine Prostata ist so groß wie die eines 80-jährigen Mannes, seine Leberwerte so hoch wie die eines Alkoholikers. Vor vier Jahren absolvierte er Triathlons und kletterte im Hochgebirge, jetzt kann er nicht mehr laufen. Und niemand kann ihm sagen, warum.
An schwachen Tagen vermutet er dahinter Methode. Dass es einfach gar keine Diagnose gibt, weil sie sonst zugeben müssten, dass es die Radioaktivität war. Dass ihre Berichte nicht stimmen. Es habe einen Arzt gegeben, der ihm sagte: Es ist besser, Sie wissen nicht, woran Sie leiden. Anfangs war er im Washingtoner Militärkrankenhaus mit drei anderen Männern zusammen, die ähnliche Symptome hatten, sagt er. Sie hatten auf Atom-U-Booten gearbeitet. Aber sie verschwanden von einem Tag auf den anderen, und wenn er fragt, tun alle so, als wären sie nie da gewesen.
Er glaubt nicht, dass die Navy dahinter steckt. Er zweifelt nicht an den redlichen Motiven ihres Einsatzes. Er hat an zwei Tsunami-Hilfsaktionen teilgenommen und würde auch zu einer dritten fahren, wenn es in seinen Kräften stünde. Er hat Captain Burke in den kritischen Tagen regelmäßig auf den Leitungsbesprechungen getroffen. Burke wirkte besorgt, aber nicht kopflos.
Was ihn stört, ist, wie still sich Burke jetzt verhält. Der schweige aus Karrieregründen. Er sei jetzt im Pentagon und wolle General werden, sagt Simmons.
"Es geht um persönliche, diplomatische und wirtschaftliche Interessen", sagt er. "Sie lassen uns allein. Sie schließen die Augen, sie schweigen, sie warten, dass es vorbeigeht. Es gibt überall kranke Soldaten, viele im Hospital in San Diego, im Medical Center auf Hawaii. Es sind einfache Leute, schlecht versichert, mit Familien und Kindern, loyal, verstreut. Die meisten wissen nicht, wie sie reagieren sollen. Im Internet werden die, die sich melden, denunziert, als unpatriotisch, man muss da schon viel ertragen können", sagt Simmons.
Er ist in ihrem Auftrag unterwegs.
Als er in den Gerichtssaal rollte, sah er auf der einen Seite die Anwälte einer großen Kanzlei in Los Angeles und ihre Rechercheteams, auf der anderen Seite Paul Garner und Charles Bonner, die beiden Bürgerrechtler. Vorn eine Richterin, die mit skeptischem Blick das Hemd und die Frisur des klagenden Anwalts mustert. Simmons wird die belustigten Gesichter der Tepco-Anwälte in ihren 3000-Dollar-Anzügen nicht vergessen.
Die Richterin stellte ihm keine einzige Frage. Oberleutnant Simmons schwieg, aber er war da. Paul Garner konnte ihn in sein Plädoyer einbauen. Steve Simmons gibt dem Leiden ein Gesicht. Er ist ein amerikanischer Held. Ein Pionier. Mit seiner Hilfe schaffte es Paul Garner in den anderthalb Stunden, die er hatte, das selbstgewisse Grinsen aus den Gesichtern der Industrieanwälte aus Los Angeles zu wischen.
Der Gerichtsbeschluss kommt ein paar Wochen später mit der Post. Sie dürfen klagen. Die Klageschrift ist hundert Seiten lang. Sie enthält die Namen von 237 kranken Seeleuten, Details über Reaktorbau, Wasserproben, Navy-Taktik und japanische Politik. Sie klagt die Gier der Konzerne ebenso an wie die Schludrigkeit der Konstrukteure, die Weltpolitik und den Zynismus der Menschheit. Eine alttestamentarische Wut fegt durch die Zeilen. Die Klage ist so umfassend, dass sie gar kein richtiges Ziel mehr zu haben scheint. Die USS "Reagan" wirkt hier wie das letzte Boot der Menschheit. Ein Flugzeugträger. Ein Geisterschiff.
Von Alexander Osang

DER SPIEGEL 6/2015
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