07.03.2015

AutorenDie Erfindung der Jugend

Der französische Schriftsteller Frédéric Beigbeder erzählt in einem Roman von seinem Vorbild J. D. Salinger. Aber was hat er von ihm gelernt? Von Thomas Hüetlin
Das Café de Flore steht in jedem besseren Paris-Reiseführer, und nur strenge Kellner sorgen dafür, dass es nicht völlig verkommt. Sie pflegen eine gewisse frostige Kultiviertheit, die dazu führt, dass es drinnen im Bistro praktisch nie einen freien Stuhl für Gäste in pastellfarbener Freizeitkleidung gibt.
Frédéric Beigbeder sitzt gern in der Mitte des Saals neben der Kasse, Treppe und Eingang im Blick. Manchmal legen ihm junge Frauen ihre Manuskripte auf den Tisch. Er, fast 50, Vollbart, das Haar aristokratisch ungestüm und lang, genießt das, und er hat so eine Art dort zu sitzen und Hof zu halten, dass es auch jeder Gast mitbekommt. Und natürlich verspricht er jeder jungen Dame, sein Bestes zu tun.
Beigbeder, Vater Headhunter, Mutter aus dem Adel, Bruder Internetmilliardär, ist nicht gern allein. Am Wochenende hat er in einem Klub in Le Havre aufgelegt. "Ich bin der schlechteste DJ des Universums", sagt Beigbeder. "Aber ich finde es großartig, dass man wie ein Diktator jedem seinen Geschmack aufzwingen kann."
Der Schriftsteller Beigbeder lässt sich viel einfallen, um nicht zu Hause allein vor seinem Laptop zu sitzen und zu schreiben: Er moderiert eine Talkshow im Fernsehen, dreht Kinofilme, seit 18 Monaten ist er Chefredakteur des Pin-up-Magazins "Lui". Nun treten Leute an seinen Tisch, sie tragen teure Mäntel. Ah, le Fashion Week, ah, die Models. Küsschen links, Küsschen rechts.
Andererseits: Für einen Menschen, der gern bis drei Uhr früh trinkt, ist Beigbeder ein erstaunlich fleißiger Schriftsteller. Zwar liegt sein Welterfolg "39,90", ein Roman über die Werbewelt, auch schon 15 Jahre zurück, aber er hat viel geschrieben in dieser Zeit, Essays, Romane, für sein Buch "Ein französischer Roman" bekam er den renommierten Prix Renaudot.
"Ich habe ein schreckliches, vollgestopftes Leben", sagt Beigbeder. "Aber ich bestehe darauf, dass Schreiben und Party möglich sein müssen." Auch ernsthafte Schriftsteller wie Fitzgerald oder Hemingway hätten so gelebt.
Die Frage allerdings ist, ob Beigbeder ein ernsthafter Schriftsteller ist. Er schreibt am liebsten über sich selbst, es geht um Geld, Glamour, Kokain, schöne Frauen und einen Erzähler, der im Spiegelsaal des spätkapitalistischen Supernarzissmus immer ein wenig unglücklich, wenn nicht sogar depressiv wirkt, auch wenn er gelegentlich brillante, zeitdiagnostische Gedanken produziert. Aber Beigbeder ein ernsthafter Schriftsteller?
Eines jedoch, das hat er herausgefunden in den vergangenen Jahren, möchte er keinesfalls sein: ein erwachsener Schriftsteller.
Er erträgt sie nicht, diese Freunde von früher, die ihre Abende damit verbringen, sich über die Ehefrau oder das Single-Dasein zu beklagen, und am Ende nur noch ein Thema haben: Geld.
Als Gegengift hat er sich damals erst mal eine Freundin genommen, die in dem Jahr geboren wurde, in dem er zum ersten Mal geheiratet hatte. Dann dachte er darüber nach, warum er so eine junkiehafte Obsession hat mit der Jugend. Und er glaubt heute, dass das in Wahrheit die Besessenheit einer ganzen Generation ist.
Für Beigbeder beginnt das alles am 16. Juli 1951, dem Tag, an dem in den USA J. D. Salingers Roman "Der Fänger im Roggen" erschien. Es ist ein Buch, so Beigbeder, in dem alle Erwachsenen "hässlich, blöd und langweilig sind, alles Typen, die nur darüber reden, wie viel Sprit ihre verfluchten Autos verbrauchen".
Die anderen, das seien die Unangepassten in ihrer charmanten Reinheit, Menschen, die durch die Nächte irren, ihre wenigen übrig gebliebenen Geldmünzen in einen See hüpfen lassen und natürlich nicht arbeiten. Rebellen, die sich für etwas Besseres halten und die Konsumgesellschaft zum Teufel wünschen und deren Verlogenheit, die in Stumpfsinn, Krankheit, Alter und Tod endet. "Salinger", sagt Beigbeder, "ist der Schriftsteller, der die Menschen dazu verleitet hat, Abscheu vor dem Altern zu empfinden."
Salinger hat in seinem Leben nur vier Bücher veröffentlicht, seine Wirkung aber bleibt riesig. Bis heute hat sich "Der Fänger im Roggen" geschätzte 60 Millionen Mal verkauft. 1953 zog Salinger sich in die Wälder von New Hampshire zurück, wo er sich dem Hinduismus zuwandte, eine Sammlung von Kinofilmen anlegte, fast nie mit den Abgesandten der Massenmedien sprach und im Jahr 2010 starb. Dort in seinem Haus bereute er, dass er den "Fänger" überhaupt veröffentlicht hatte.
Die ersten sechs Kapitel trug Salinger als Manuskript in seinem Rucksack, als er am 6. Juni 1944 mit dem 12. Infanterie-Regiment der US-Army in der Normandie landete, an diesem Streifen Sand, den die Alliierten Utah Beach nannten. Sechs Kapitel, von denen er hoffte, sie könnten sein Talisman sein, ihn schützen vor den Kugeln der Deutschen.
Vor Salingers "Fänger im Roggen" mussten Menschen, wenn sie jung waren, vor allem den Mund halten, Krawatten tragen und warten, bis sie erwachsen waren. Salinger hat in seinem Buch einen kulturellen Hebel umgelegt: Er ist dafür verantwortlich, dass heute Rentner in Jeans und Converse herumlaufen und den Ansatz eines Bauchs mehr fürchten als ein zerkratztes Auto. "Er scheint wirklich die erste junge amerikanische Stimme gewesen zu sein, die all die Kraft und Musik hatte, die man später bei Bob Dylan oder den Beatles hören konnte", sagt der amerikanische Reporter Gay Talese. "Salinger war einfach der neue Mann auf dem Planeten. Und er nahm uns mit."
Das stimmt. Ohne Salinger kein Andy Warhol und keine Patti Smith, kein Martin Scorsese und kein Bret Easton Ellis, kein Leonard Cohen und kein Tom Wolfe, auch kein "Tschick" von Wolfgang Herrndorf.
Salinger schrieb genau jene Erzählungen, über die Holden Caulfield im "Fänger" sagt: "Was mich richtig umhaut, sind Bücher, bei denen man sich wünscht, wenn man es ganz ausgelesen hat, der Autor, der es geschrieben hat, wäre irrsinnig mit einem befreundet, und man könnte ihn jederzeit, wenn man Lust hat, anrufen."
Salinger ist ein Rätsel geblieben. Immer wieder gab es Biografen, Journalisten, Fans, die sich in den Wald aufmachten und auf ein paar Worte hofften. Beigbeder war auch dort, in Cornish, im Jahr 2007, aber dann wagte er es doch nicht, an der Tür des großen Enigmatikers zu klopfen. Losgelassen hat ihn Salinger trotzdem nicht. Wer war Salinger? Was hatte sein Schreiben und seine Haltung geprägt?
Beigbeder schlich sich noch einmal an, er ging in Archive, besuchte Zeitzeugen, und in Salingers Lieblingsrestaurant, dem Lou's in New Hampshire, sah er ein Foto, das Oona O'Neill zeigte, die Tochter des Literaturnobelpreisträgers Eugene O'Neill. Mit 17 Jahren wurde sie in New York zur Debütantin des Jahres gewählt. Ein frühes It-Girl, das 1942 nach Hollywood ging, einmal vorsprach als Schauspielerin und dann lieber Charlie Chaplin heiratete. Acht Kinder bekam sie mit ihm und wich bis zu seinem Tod 1977 nicht mehr von seiner Seite.
Oona O'Neill war aber, bevor sie Chaplin kennenlernte, Salingers erste große Liebe. Beigbeder erzählt in seinem Roman "Oona & Salinger" die Geschichte dieser Beziehung(*). Die großen Namen legt er wie einen Köder aus und interpretiert deren Innenleben, ohne dafür Rechenschaft abzulegen wie ein Biograf. Die Leerstellen füllt Beigbeder mit eigenen Erfahrungen. Wenn Salinger in seinem unbeholfenen Werben um Oona nicht weiterweiß, bedient sich Beigbeder bei seiner eigenen Vergangenheit als Zurückgewiesener: "Er spürte sich als großer, schlaksiger Misthaufen."
Es sind zwei Welten, die sich in Oona und Salinger begegnen. Das geheimnisvolle Glamourgirl, zurückgelassen vom Vater, dem egomanisch-düsteren Schriftsteller, Trost suchend im Gewühl des New Yorker Stork Club, einer Art Studio 54 der Vierzigerjahre, wo sich Hollywood-Stars wie Humphrey Bogart und Marlene Dietrich mit der Boheme Manhattans betranken. Sie ist erst 16 Jahre alt, aber mit ihren Freundinnen Gloria Vanderbilt und Carol Marcus zählt sie bereits zu jenen weiblichen Fabelwesen, die Truman Capote "Schwäne" nennt: Schön, reich, unterhaltsam, frech, aber vernachlässigt von den Eltern suchten sie, poor little rich girls, früh Ablenkung und Bestätigung im nächtlichen Vergnügen. Wie in einem Schaufenster sitzen sie fast jeden Abend an Tisch sechs.
Salinger, Sohn eines vermögenden Schinken-Importeurs von der Upper East Side, saugt die Energie des Klubs auf. Er ist fasziniert und abgestoßen zugleich von der schicken Oberflächlichkeit. Capote verspottet ihn als denjenigen, der "vor der Rechnung geht", aber es gelingt Salinger, Interesse bei Oona zu wecken. "Wenn man
eine zu schützende Autistin, einen zu rettenden Engel suchte", schreibt Beigbeder, "dann war die Chance groß, dass man Oona in die Falle ging."
Sie ist geschmeichelt vom Werben des zurückhaltenden, aber schon in angesagten Zeitschriften gedruckten Autors. Sie erwidert seine Zuneigung und hält ihn gleichzeitig hin. Der unglücklich Verliebte habe ein "Schriftsteller-Gesicht", spottet die Busenfreundin Marcus, "schrecklich intelligent und zu meiden wie die Pest." Es bleibt bei unbeholfenen Küssen.
Salinger liebt mehr als er geliebt wird. Die Gefühle Oonas bleiben für ihn ein Rätsel. Wie ein kleiner Hund, mutmaßt Beigbeder, sei Salinger Oona gefolgt. So lange, bis er in ihren Augen tatsächlich ein kleiner, treuer Hund geworden war.
Man ist fast froh beim Lesen des Buchs, als endlich der Zweite Weltkrieg beginnt. Salinger will und muss zur Armee. Oona macht einfach weiter. Sie werde, lässt Beigbeder Oona sagen, sich doch durch Adolf Hitler nicht ihre Jugend verderben. Und Salinger lässt er Briefe voller Begierde schreiben. "Es ist over, Jerry", antwortet sie. Sie habe seine Originalität gemocht, selbst dann, wenn sie nachts nicht einschlafen konnte, weil er ihr stundenlang aus seinen Texten vorgelesen habe.
Er wütet, sie sei leer. Sie habe nichts zu geben. Sie füge sich in die Ehe mit einem Superstar, der 36 Jahre älter ist und der ihr Großvater sein könnte. "Stört es dich nicht, dass du einen Mann ohne Eier geheiratet hast? Einen Mann, der Clochard-Kleidung trägt, weil er nie in der Lage war, die eines Soldaten anzuziehen?"
Was Oona und Salinger zwischen 1944 und 1945 erleben, kann gegensätzlicher kaum sein. Er kämpft sich von der Normandie aus in blutigen Schlachten bis zum Konzentrationslager Dachau. Dort ist er einer der Ersten bei der Befreiung von Kaufering IV, jenem Außenlager, in das die Nazis die Erkrankten zum Sterben schickten. Oft ist es ihm nicht möglich, die Lebenden von den Toten zu unterscheiden.
Sie sitzt in jenen Tagen in Los Angeles im Steakhouse Musso & Frank und bestellt Manhattans.
Er robbt durch das Gestrüpp, während an seiner Seite die Kameraden so schnell sterben, dass er sich die Namen kaum merken kann.
Sie lässt sich von Chaplin auf dessen Tennisplatz in Beverly Hills zeigen, wie man einen Ball in die Luft wirft.
Je länger Salinger den Krieg kennenlernt, desto weniger heroisch findet er ihn. Nach der Befreiung von Paris im August 1944 trifft er Ernest Hemingway in der Bar des Ritz. Vier Monate später sehen sich die beiden an der Front wieder, bei der Schlacht im Hürtgenwald, nicht weit entfernt von Aachen, einer der blutigsten des Zweiten Weltkriegs. Hemingway, desillusioniert, verdreckt, mit beginnender Lungenentzündung, vertritt immer noch die Meinung, dass der Krieg die besten Geschichten schreibe. Beigbeder stellt die Unterhaltung der beiden so dar:
"Action und Dialog, wie im Kino."
"Das ist Ihr Geheimnis", entgegnet Salinger. "Und von Zeit zu Zeit eine Landschaft, ist das erlaubt?"
"Dann aber kurz."
Anders als Hemingway wird Salinger dieses Rezept nie verwenden. Er ist zu empfindsam. Nach dem Sieg über Nazi-Deutschland fühlt sich Salinger nicht als Held. Er liefert sich in eine Militärklinik in Nürnberg ein. Er isst deutsche Hühnersuppe, umsorgt von Krankenschwestern aus Arkansas, seinen Zustand beschreibt er als "FUBAR", "Fucked Up Beyond All Recognition", total im Eimer. "Liebe Oona", schreibt er, "hier dusche ich zehnmal am Tag. Kaum bin ich trocken, fange ich wieder an, aber ich werde nie sauber."
Salinger nimmt seine Verwundungen mit nach New York. Richtig heilen werden sie nie. Es gibt wenige Stellen in Salingers Werk, in denen er sein Trauma direkt verarbeitet. Der Veteran in der Erzählung "Ein herrlicher Tag für Bananenfisch" beispielsweise begeht Selbstmord.
Im "Fänger" lässt er Holden Caulfield sagen: "Ich glaube, ich könnte es nicht aushalten, wenn ich in den Krieg müsste. Es wäre nicht so schlimm, wenn sie einen einfach rausgreifen und erschießen würden oder was weiß ich, aber man muss ja so verflucht lange in der Armee bleiben. Das ist doch das Dumme."
Salinger entwickelt ein Lebensgefühl aus Angst, Entfremdung, Zorn, seine Sehnsucht nach unverlogenem Charme und Unschuld wird ihn zu seinem Hauptwerk "Fänger im Roggen" tragen. Sein neuer Feind ist nicht mehr das Nazitum, es ist der Stumpfsinn des modernen Lebens, und er deutet im "Fänger" schon an, wie er all dem entgehen will. Er werde sich "irgendwo eine kleine Hütte bauen und für den Rest des Lebens dort wohnen. Ich würde sie dicht am Wald bauen, aber nicht richtig drin, weil ich es die ganze Zeit ungeheuer sonnig haben wollte".
1963 veröffentlichte Salinger seinen letzten Band mit Erzählungen. Seine Verweigerung steigerte seinen Ruhm. Er wurde für seine Leser nun endgültig eine Art heiliger Eremit, der Ernst machte mit seiner Kritik.
Es ist jetzt 64 Jahre her, dass Holden Caulfield seinen Ekel ausplauderte, aber das System, der Kapitalismus, lebt immer noch, trotz aller Krisen, Kriege und Katastrophen, er ist robust, weil er wandlungsfähig ist, viel anpassungsfähiger zum Beispiel als ein Mensch wie Salinger. Das System schläft nie. Aus Salingers Aufbegehren hat es neue Verdienstmöglichkeiten geschaffen, viele kleine Märkte und große dazu.
Aus einer Rebellion gegen die Konsumgesellschaft, einer Sehnsucht nach Freiheit von dem ganzen Kram, schuf es einfach neuen Kram. Oder es verkaufte immer weiter alten Kram auf neue Art: Bluejeans und Limonade, Musik und Filme, iPods und iPhones, Baseballkappen und Prada, Cabrios und Schuhe, Zigaretten, Kaugummis, Bausparversicherungen.
Beigbeder steht auf im Café de Flore. Er geht vorbei an einem Foto. Es wurde Mitte der Neunzigerjahre aufgenommen, Beigbeder ist darauf zu sehen. Unscheinbar in einer großen Gruppe. Brille, kurze Haare, verhuscht, ein Nerd.
Beigbeder war jung damals. Er arbeitete in der Werbung für ein Gehalt, mit dem er sich den teuren Kram besorgen konnte und Frauen und Kokain. Wie Salinger schrieb er damals in seinem Roman "39,90" über seine eigenen Erfahrungen: "Ich heiße Octave und kaufe meine Klamotten bei APC. Ich bin Werber: ja, ein Weltverschmutzer. Ich bin der Typ, der Ihnen Scheiße verkauft. In meinem Metier will keiner Ihr Glück, denn glückliche Menschen konsumieren nicht."
Das Buch war perfektes Marketing. Es kostete ihn seinen Job in der Agentur und machte ihn zu einem dieser Typen, die im Flore Hof halten dürfen.
Beigbeder muss jetzt aufbrechen, er will in der Redaktion seines Nacktmagazins die neueste Ausgabe abholen. "Mein Leben ist das Gegenteil von Salingers", sagt Beigbeder, während er wieder Hände schüttelt und Küsschen verteilt. Aber Salinger sei der strenge Geist, der ihm über die Schulter schaue und ihn ermahne, etwas anzufangen mit seinem Talent.
Regen setzt ein. Schöne Frauen flanieren über das nasse Pflaster. Beigbeder inhaliert die Szenerie wie eine Droge. Der luxuriös ausgepolsterte Pariser-Left-Bank-Anarchismus kann anscheinend süchtig machen, vielleicht auch, weil man sich hier dauernd über den öden Kapitalismus beschweren darf und gleichzeitig ein Nacktmagazin beaufsichtigen, das in diesem Jahr wieder echten Gewinn machen soll.
Gewinne. Ein Wort, das in Salingers Werk keine Rolle spielt.
Beigbeder trippelt wie ein Mädchen zwischen den Pfützen des Boulevard Saint-Germain entlang. Gewinne, das ist seine Überzeugung, wird es noch lange geben. Was Paris zurzeit am Leben halte, sagt Beigbeder, sei der Albtraum von Mao. Chinesen, die in ihre Hotelzimmer große Tüten tragen von Chanel und Louis Vuitton.
Richtig teuren Scheiß.
* Frédéric Beigbeder: "Oona & Salinger". Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. Piper Verlag, München; 304 Seiten; 19,99 Euro.
Von Thomas Hüetlin

DER SPIEGEL 11/2015
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