17.05.1999

Spiegel des 20. JahrhundertsCurd Jürgens

*1915 (t)1982
Wo "er hintrat, wuchs Futter für Society-Kolumnisten", schrieb ein staunender Kritiker über den Kraftkerl, der den Luxus und die Frauen liebte und sich gern als "normannischer Schrank" feiern ließ. Jürgens gehört zu den wenigen deutschen Schauspielern, die sich "Weltstar" nennen durften. Er war in mehr als hundert internationalen, meist leichtgewichtigen Kinofilmen präsent, als Partner von Brigitte Bardot oder Danny Kaye, als schneidiger Haudegen, rauhkehliger Chevalier oder lachender Vagabund. In Deutschland wurde Jürgens vor allem mit einer Parade-Rolle populär: In der Kinoversion von Carl Zuckmayers Widerstandsdrama "Des Teufels General" spielte Jürgens das renitente Flieger-As Harras. "Es ist wichtiger, den Jahren mehr Leben zu geben als dem Leben mehr Jahre", hat er einmal gesagt. Und auch seinen Memoiren gab "der Koloß auf tönernen Füßen" (Selbsterkenntnis) einen programmatischen Titel: "... und kein bißchen weise".

DER SPIEGEL 20/1999
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 20/1999
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Spiegel des 20. Jahrhunderts:
Curd Jürgens

  • Kurioser Torjubel: Torschütze stellt Anzeigetafel selbst um
  • Illegaler Schiffsfriedhof in Griechenland: Der Kampf mit den Wracks
  • Rassistische Beleidigungen bei Länderspiel: Zuschauer postet emotionalen Appell
  • Aufregung im Netz: "Mysteriöser Lichtstreifen" über Los Angeles