31.05.1999

ESCHEDE-UNGLÜCK Protokolle beschlagnahmt

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat im Zusammenhang mit dem ICE-Unglück von Eschede erneut Unterlagen bei der Deutsche Bahn AG sichergestellt. Am vergangenen Donnerstag beschlagnahmten die Ermittler in Berlin Dutzende Protokolle über Sitzungen des Bahn-Vorstands aus den vergangenen Jahren. Eine Woche zuvor waren bereits in der Frankfurter Bahn-Zentrale Unterlagen sichergestellt worden. Die Staatsanwaltschaft will klären, wer für den Einsatz eines nach Gutachter-Meinung für den Hochgeschwindigkeitsverkehr nicht tauglichen Radreifens verantwortlich ist. Der Bruch eines solchen Radreifens führte am 3. Juni 1998 zur Katastrophe von Eschede, bei der 101 Menschen starben.


DER SPIEGEL 22/1999
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