09.01.1989

. . .wir haben es mit eiskaltem Mord zu tun“

Gerhard Mauz zum Beginn des Prozesses gegen Michaela Roeder in Wuppertal
Daß Michaela Roeder, 30, der "Todesengel" genannt wird, ist nicht den Medien vorzuwerfen, ausnahmsweise einmal nicht. Diese Bezeichnung ist ihr von ihren Kolleginnen und Kollegen angehängt worden. Denn wann immer sie auf der chirurgischen Intensivabteilung der St.-Antonius-Kliniken im St.-Petrus-Krankenhaus in Wuppertal-Barmen Dienst tat, starben besonders viele Patienten.
Man nannte Michaela Roeder freilich nicht den Todesengel, weil man argwöhnte, es sei etwas nicht in Ordnung damit, daß während ihres Schichtdienstes so viele Patienten starben. Nein, ohne Vorwurf oder gar Verdacht, teilnehmend nannte man sie den Todesengel. Und der leise Spott in dieser Bezeichnung sollte sie nur über ihr Pech, über eine unglückliche Fügung hinwegtrösten.
Die Medien haben den Todesengel allerdings gierig aufgegriffen, als Michaela Roeder unter dem Verdacht, ihr anvertraute Patienten getötet zu haben, am 13. März 1986 fest- und einen Tag später in Untersuchungshaft genommen wurde. Es begann eine rabiate, entwürdigende Vorverurteilung, die kaum ihresgleichen hat und die bis heute andauert.
"Der Todesengel und die Chefärztin: Lesbische Liebe?" lautete eine Überschrift. Und diese derbe Aufbereitung mit dem den Umsatz fördernden Gewürz der Sympathie fürs eigene Geschlecht wurde an anderer, vornehmerer Stelle natürlich auch delikat geliefert: "Es war ein offenes Geheimnis, daß die sehr herb wirkende Schwester zu ihrer Vorgesetzten mehr als nur ein gutes Arbeitsverhältnis unterhielt."
Das "offene Geheimnis" ist, von den Betroffenen längst überzeugend verneint, nichts als öffentliches Sabbern, als glitschige "Unten-ohne-Schreibe", aber warum soll man die Hexe nicht ein bißchen sengen, zum Schluß wird sie ja doch verbrannt.
Man ließ nichts aus, und so ist auch von der Vokabel "eiskalt" fleißig Gebrauch gemacht worden. Der Verfasser der Anklageschrift gegen Michaela Roeder, der Wuppertaler Staatsanwalt Karl Hermann Majorowsky, 44, hat sie eingebracht oder zumindest ihre Verwendung gefördert. Jedenfalls ließ er sich unmißverständlich zitieren: "Die Beschuldigte hat sich als Herrin über Leben und Tod aufgespielt, wir haben es mit eiskaltem Mord aus niedrigen Beweggründen zu tun."
Am Dienstag dieser Woche beginnt vor der 5. Großen Strafkammer des Landgerichts Wuppertal als Schwurgerichtskammer die fraglos langwierige Hauptverhandlung gegen Michaela Roeder. Unter dem Vorsitzenden Richter Rudolf Watty, 53, werden die Richter Norbert Koep, 46, Uwe Heiliger, 42, und zwei Schöffen einen Stoff zu bewältigen haben, der keineswegs so übersichtlich ist, wie die Vorverurteilungen ihn dargestellt haben.
Staatsanwalt Majorowsky geht davon aus, daß Michaela Roeder, seit Oktober 1978 Krankenschwester und später Vertreterin des Oberpflegers auf der chirurgischen Intensivabteilung der St.-Antonius-Kliniken, in der Zeit vom 6. Februar 1984 bis zum 5. Februar 1986 siebzehn Patienten kurz nach ihrer Verlegung auf die Intensivstation intravenös das blutdrucksenkende, clonidinhaltige Präparat Catapresan spritzte, um sie sicher und schnell zu töten und die Todesfälle als akuten Herztod erscheinen zu lassen. In fünf Fällen soll Michaela Roeder zusätzlich das die Herztätigkeit lähmende Mittel Kaliumchlorid eingesetzt haben.
Vierzehn Patienten waren 70 Jahre alt und älter, drei zwischen 53 und 68 Jahren. Michaela Roeder habe ohne ärztliche Verordnung und heimlich gespritzt. Sie habe auf der Station frei schalten und walten können. Sie habe bewußt die Gutgläubigkeit ihrer Vorgesetzten und Kollegen ausgenutzt. Die ihrer Obhut anvertrauten Patienten seien arg- und wehrlos gewesen.
Zur Darstellung und Befriedigung ihres Selbstwertgefühls, zur Demonstration ihrer Macht, aber auch, um sich lästiger Patienten zu entledigen, habe sie sich über jegliche ärztliche Kunst hinweggesetzt und als Herrin über Leben und Tod von Fall zu Fall entschieden, wer weiterleben durfte und wer nicht.
Staatsanwalt Majorowsky hat alle Todesfälle auf der Intensivstation seit 1978 überprüft. 38 von ihnen wurden zum Gegenstand der weiteren Ermittlungen gemacht. In den siebzehn verbliebenen, angeklagten Fällen sind die Patienten nach Auffassung des Staatsanwalts durch Injektion von Clonidin und/oder Kaliumchlorid zu Tode gekommen.
Am 13. März 1986 ist Michaela Roeder nach Rückkehr aus einem Urlaub als Beschuldigte vernommen worden. Sie soll gesagt haben, daß sie bislang davon ausgegangen sei, Clonidin lasse sich nicht nachweisen. Sie soll aber auch gesagt haben, daß sie sich nun alles von der Seele reden und endlich die fürchterliche Belastung loswerden wolle.
Auf Vorhalt von Patientennamen räumte Michaela Roeder ein, sechs Patienten, in allen Fällen handelte es sich um Frischoperierte, tödliche Injektionen verabfolgt zu haben. Insgesamt, so gab sie zum Ende der Vernehmung an, könne es sich um zehn Fälle gehandelt haben. In allen Fällen, so brachte sie vor, hätten die Patienten kurz vor dem Ableben gestanden und sie habe ihnen längeres Leiden ersparen wollen.
Am 14. März 1986 wurde Michaela Roeder zu dem, was sie bis dahin ausgesagt hatte, richterlich vernommen. Sie erklärte sich bei dieser Gelegenheit bereit, ihre Aussage am nächsten Tag fortzusetzen. Doch am nächsten Tag, am 15. März 1986, verweigerte sie dann die Aussage. Sie hatte inzwischen mit ihren Angehörigen und mit ihrem Wahlverteidiger gesprochen.
Staatsanwalt Majorowsky hatte eine ungewöhnlich schwere Aufgabe zu lösen, als er die Anklageschrift gegen die schweigende Michaela Roeder erarbeitete. Er scheint die intellektuell, personell und finanziell so schwer zu bewältigende Organisation dieser Ermittlung hervorragend bewältigt zu haben. Das bedeutet indessen nicht, daß alles zutreffen muß, was der Staatsanwalt für erwiesen hält.
Schwächster Punkt der Anklage ist das Motiv, das sie der Angeklagten unterstellt. Zur Darstellung und Befriedigung des Selbstwertgefühls töten? Töten, um Macht zu demonstrieren, um sich als Herrin über Leben und Tod zu fühlen? Töten, um sich die Arbeit zu erleichtern, um Patienten loszuwerden, deren Betreuung besonders anstrengend ist?
Am 13. März 1986 hat Michaela Roeder ausgesagt, sie habe Patienten getötet, die kurz vor dem Tod standen und denen sie weiteres Leiden ersparen wollte. Sie mag sich geirrt haben, als sie annahm, der Tod bestimmter Patienten stehe unmittelbar bevor. Sie kann sich vorwerfbar geirrt haben, aber sie muß sich nicht in mörderischer Absicht geirrt haben.
In den vorverurteilenden Veröffentlichungen über Michaela Roeder und die ihr vorgeworfenen Tötungen von Patienten ist 1986 auch von einer "in der Kriminalgeschichte einzigartigen Todesserie" in Wuppertal die Rede gewesen. Das war falsch, das ist falsch. Das verstellt den Blick auf das Problem, das mit dem Fall Michaela Roeder nun auch in der Bundesrepublik endgültig sichtbar wird.
Die Tötung von alten und/oder schwerstkranken Patienten durch Angehörige des Pflegepersonals, dem sie anvertraut sind, ist ein neuer, aber leider längst kein ungewöhnlicher, einzigartiger Tatbestand mehr. Es sind auch früher schon alte und/oder schwerstkranke Patienten getötet worden, doch früher gab es über die Motive für derartige Tötungen kein Grübeln. Sie waren materieller Natur, es ging ums Erben, um ein Legat, um einen greifbaren Vorteil, auf den man nicht länger warten wollte.
Warum seit zehn bis fünfzehn Jahren überall in der Welt immer wieder Patienten von Angehörigen ihres Pflegepersonals getötet werden - dafür hat sich bis heute eine Erklärung nicht finden lassen.
1976 wurde in Holland ein 40jähriger Oberpfleger verurteilt, der in einem Altenkrankenhaus, dem Urteil zufolge, fünf Menschen getötet hatte. Auf dreizehn Jahre Gefängnis erkannte das Gericht. Die fünf Toten, derentwegen verurteilt wurde, waren sicher nicht die einzigen Opfer des Pflegers. Überdosen von Insulin hatte er gespritzt. Bei 79 unter seiner Aufsicht verstorbenen Menschen war dem Tod ein Koma vorausgegangen, das dann auftritt, wenn zuviel Insulin gespritzt worden ist - und keiner von diesen 79 war ein Diabetiker gewesen. "Ich wollte den Patienten das Leben verkürzen . . . ich wollte sie von ihrem Leiden erlösen", sagte der Pfleger aus.
1983 wurde in Trondheim in Norwegen der ehemalige Leiter eines Altenheims wegen Mordes an 22 Patienten zu 21 Jahren Gefängnis und zehn Jahren Sicherungsverwahrung verurteilt. Der 46jährige hatte erklärt, er habe alten Menschen Sterbehilfe gewährt. Die Zahl der mit Curacit, einem in großen Dosen tödlichen Betäubungsmittel, tatsächlich getöteten Menschen, dürfte weitaus höher gelegen haben, etwa bei 60. Die Sachverständigen wußten nicht mehr zu sagen, als daß der Angeklagte von aggressiven Trieben geleitet werde. Die Anklage hatte als Motiv eine Art religiösen Wahn und eine Perversion angenommen.
1987 wurde in den Vereinigten Staaten in Cincinnati ein Krankenpfleger zu dreimal lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte sich des Mordes an 24 Menschen für schuldig erklärt. Weitere zwanzig Morde, die der Krankenpfleger vor der Polizei gestanden hatte, wurden nach seinem Schuldbekenntnis nicht verhandelt. Die meisten Morde waren mit Zyanid begangen worden, die Anklage war in Beweisnot und auf das Geständnis des Angeklagten angewiesen, und so mußte sie, um ein Geständnis zu erhalten, auf eine Übereinkunft mit dem Krankenpfleger eingehen, die ihm die Todesstrafe und die Beweisaufnahme vor einer Jury ersparte. Warum der Mann getötet hatte, ohne irgendeinen greifbaren Vorteil davon zu haben, blieb ungeklärt. Auch die Vorwürfe gegen die Leitungen der Kliniken, in denen die Taten, meist auf Intensivstationen, begangen worden waren, blieben ohne Aufklärung.
1988 wurde in Upper Marlboro im Staate Maryland in den Vereinigten Staaten eine 30jährige Krankenschwester freigesprochen, die angeklagt gewesen war, mindestens drei Patienten auf der Intensivstation eines Krankenhauses mit tödlichen Injektionen von Kaliumchlorid getötet zu haben. Die Anklage konnte keinen Zeugen aufbringen, der die Schwester bei der Verabreichung tödlicher Injektionen beobachtet hatte. Dem Gericht reichten deshalb die Indizien nicht. Während der Schichtdienste der Freigesprochenen waren auf der Intensivstation ungewöhnlich viele Patienten an Herzanfällen gestorben, insgesamt 57.
Dies sind nur einige Beispiele für den neuen, motivisch ungeklärten Tatbestand der Tötung von Patienten durch Angehörige des Pflegepersonals. Zu ihnen wären auch die Fälle zu rechnen, in denen man sich trotz dringenden Tatverdachts der schwierigen Beweislage wegen nicht zur Anklage entschließen konnte. Von einer einzigartigen Todesserie in Wuppertal kann wirklich nicht die Rede sein.
Auch in der Bundesrepublik sind schon zwei Männer wegen der Tötung von Patienten beziehungsweise ihnen anvertrauten hinfälligen alten Menschen verurteilt worden. 1981 erkannte ein Gericht in Freiburg gegen einen Krankenpfleger, der sieben Patienten auf einer Intensivstation durch Überdosen verschiedener Herzmedikamente getötet haben sollte, auf sieben Jahre Freiheitsstrafe wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge. Die erlittene U-Haft wurde angerechnet, so daß der Angeklagte nach diesem Urteil auf freien Fuß kam. In einer ersten Hauptverhandlung 1978 war der Pfleger freigesprochen worden, doch hatte der Bundesgerichtshof das Urteil aufgehoben. Aus Selbstüberschätzung habe sich der Angeklagte zu einer eigenen Therapie entschlossen, um den Schwerkranken zu helfen, befand das 1981 verurteilende Gericht.
Und 1976 wurde in Wuppertal, dort, wo nun gegen Michaela Roeder verhandelt werden wird, ein Krankenpfleger wegen Mordes in zwei und versuchten Mordes in vier Fällen an ihm anvertrauten Menschen zur lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Auf die Mißstände und Versäumnisse in Altenheimen und Krankenhäusern, die in der Hauptverhandlung zutage getreten waren, ging das Gericht nicht ein. Diese wären nur von Interesse gewesen, wenn sie den Angeklagten entlastet hätten. Er habe jedoch durch vorsätzliches Handeln die vorhandenen Unzulänglichkeiten ausgenutzt.
Davon kann, was Michaela Roeder angeht, kaum die Rede sein. Gewisse Eintragungen, die sie in Protokollen auf der Station gemacht hat, gleichen eher Signalen, könnten als der unbewußte Versuch gedeutet werden, darauf aufmerksam zu machen, daß etwas mit ihr nicht stimmt. Michaela Roeder war auf einer Intensivstation tätig - und die Intensivstation und das, was sie ihrem Personal zumutet, ist schon seit mehreren Jahren ein wissenschaftliches Thema. Überfordert die Intensivstation von irgendeinem Zeitpunkt an ihr Personal? Gibt es Menschen, die einer biographischen, seelischen Vorschädigung wegen den ungeheuren Anforderungen dieses Helfens nicht oder nicht über einen längeren Zeitraum gewachsen sind?
Der Psychotherapeut Dr. Rainer Schors veröffentlichte schon 1979 in der Zeitschrift "Psyche" seine "Beobachtungen zur Psychodynamik einer Intensivstation". In einer zusammenfassenden Übersicht, die dieser Arbeit vorangestellt wurde, heißt es:
Das Personal von Intensivstationen (dessen Aufgabe so etwas wie die Abschaffung des Todes ist) wird von einer Gesellschaft überfordert, deren Mitglieder sich auf Kosten dieser "Randgruppe" die Konfrontation mit dem Tod zu ersparen suchen. Schors deutet die Abgrenzungsrituale, die das Leben auf solchen Stationen beherrschen, die eigentümlichen Umgangsformen mit den Patienten, deren "Karriere" in jedem Fall mit dem Ausscheiden aus der Station endet, als kontraphobisches Agieren bzw. (bei der Re-Animation) als Aggressionsabfuhr - und rät die Einführung einer Supervisor-Beratung an.
Im Eröffnungsbeschluß der 5. Großen Strafkammer gegen Michaela Roeder vom 8. Dezember 1988 wird der rechtliche Hinweis gegeben, daß in allen angeklagten Fällen auch eine Verurteilung wegen Totschlags in Betracht kommt. Dieser Hinweis hat Staatsanwalt Majorowsky, der wegen Mordes angeklagt hat, alarmiert. Für ihn unterliegt es keinem Zweifel, daß dieser Hinweis in Kenntnis des inzwischen vorliegenden psychiatrischen und des psychologischen Gutachtens gegeben worden ist. Diese Gutachten wurden von dem Psychiater Professor Eberhard Schorsch und dem klinischen Psychologen Dr. Herbert Maisch, beide Hamburg, erstattet, die von der Anklage vorgeschlagen worden waren.
Staatsanwalt Majorowsky ließ die Strafkammer am 15. Dezember 1988 wissen, daß er Zweifel daran habe, ob diese Gutachten mit der zu fordernden Neutralität erstattet worden seien. Fast acht Monate befand sich Michaela Roeder zur Begutachtung in Hamburg. Daß die Sachverständigen in ihren Gutachten zu erklären versuchen, warum eine so ungewöhnlich lange Zeit für die Begutachtung benötigt wurde, ist eigentlich verständlich. Doch der Staatsanwalt hält es dieser Erklärungen wegen für möglich, daß die Gutachter nicht die genügende Distanz zu Michaela Roeder hatten, daß sie sogar ihre Einlassungsfreiheit beeinflußt haben.
Die 5. Große Strafkammer hat auf den Antrag von Staatsanwalt Majorowsky, vorsorglich einen weiteren Sachverständigen zu laden, nicht reagiert. So ist damit zu rechnen, daß die Anklage am Dienstag dieser Woche Professor Dr. Dr. Paul H. Bresser als präsentes Beweismittel stellen wird, den für den Staatsanwalt "allgemeinhin bekannten und forensisch erfahrenen Psychiater und Psychologen".
1967 ist Professor Bresser in Wuppertal der Sachverständige gewesen, dessen Gutachten ermöglichte und trug, daß Jürgen Bartsch für voll verantwortlich befunden und nach Erwachsenenstrafrecht als Mörder verurteilt wurde. Es sind damals noch zwei andere Sachverständige gehört worden, die zum gleichen Ergebnis kamen wie er, doch er übertraf sie. Er war das Fundament des Wuppertaler Urteils - das vom Bundesgerichtshof aufgehoben wurde. In einem zweiten Prozeß in Düsseldorf ist Jürgen Bartsch dann 1971 zur höchsten Jugendstrafe verurteilt worden.
Professor Bressers Wuppertaler Auftritt 1967 ist ein düsteres Kapitel in der Geschichte des Strafprozesses in der Bundesrepublik. Daß Staatsanwalt Majorowsky nun ausgerechnet ihn präsentieren will, verrät einen Jagdeifer, der den Respekt vor seiner Anklage ruiniert.
Es geht auch darum, warum Michaela Roeder getötet hat. Wir müssen diesem neuen Tatbestand, den Motiven, die zu ihm führen, endlich auf die Spur kommen. Es geht nicht darum, diese Angeklagte billig zu entschuldigen. Es geht um Einsichten und Erkenntnisse, die uns in die Lage setzen, etwas dagegen zu tun, daß sich derartiges wiederholt. Es geht um die Grenze, von der an die Hilfsbereitschaft in Mord, Totschlag oder was auch immer umschlagen kann. #
Von Gerhard Mauz

DER SPIEGEL 2/1989
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