13.02.1989

Opec-Hilfe für Deutsche Bank

Die Deutsche Bank schuldet der Opec Dank. Durch das Herauftreiben des Ölpreises in den vergangenen Monaten hat das Petro-Kartell die Rettungsaktion des größten deutschen Kreditinstituts beim Duisburger Handelskonzern Klöckner & Co. stark verbilligt. Klöckner war im vergangenen Oktober von der Deutschen Bank übernommen worden, weil das Handelshaus bei Abwicklung aller seiner Öl-Termingeschäfte zum damals sehr niedrigen Marktpreis einen ruinösen Verlust von rund 700 Millionen Mark erlitten hatte. Die Banker brachten genügend Geld und gute Nerven mit, um beim Verkauf der Terminkontrakte auf bessere Zeiten warten zu können. Und die kamen tatsächlich: Nach einer Opec-Konferenz im November zog der Ölpreis so stark an, daß etliche Klöckner-Kontrakte, die noch eine Laufzeit von mehreren Monaten hatten, statt des zunächst erwarteten Verlusts Gewinn einbrachten.

DER SPIEGEL 7/1989
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


DER SPIEGEL 7/1989
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Opec-Hilfe für Deutsche Bank

  • Tipps für längeres Leben: Kaffee, Sex und Telefonbuch zerreißen
  • Vergängliches Naturschauspiel: Die seltsamen Eisblumen von Tennessee
  • Neu Delhi: Affenplage im Regierungsviertel
  • Hai-Angriff bei Fütterung: Tauchlehrer verliert den Durchblick