27.02.1989

„Ich fürchte, wir kommen in die Hölle“

Der Westen, die Bundesrepublik Deutschland vornweg, machte Front gegen das Todesurteil, das Teherans Revolutionsführer Chomeini über den Schriftsteller Rushdie verhängt hatte. Dessen „Satanische Verse“ waren dem Ajatollah gerade recht gekommen im innenpolitischen Richtungskampf zwischen Gemäßigten und Radikalen.
Oh, East is East and West is West and never the twain shall meet. Till Earth and Sky stand presently at God's great Judgment Seat. Rudyard Kipling, "The Ballad of East and West", 1892
Blutige Beweise seiner archaischen Unerbittlichkeit hat der Ajatollah Ruhollah Chomeini, 88, in den zehn Jahren seiner Herrschaft massenweise geliefert.
Sein Strafgericht traf zunächst die Würdenträger des gestürzten Schah - darüber regten sich außerhalb des Iran nur die gekrönten Häupter auf. Doch bald floß der Blutstrom breiter.
Im Namen einer von ihm definierten Rechtgläubigkeit ließ der schiitische Rachegeist wirkliche oder vermeintliche Feinde jeder Art zu Tausenden hinrichten: Liberale und Kommunisten, Volksmudschahidin und BahaIs, Kinder und schwangere Frauen, oft nach unmenschlichen Foltern.
Die Welt machte die Erfahrung, daß ein Gottesstaat auf Erden am Ende des 20. Jahrhunderts wie im Mittelalter nur mit Hekatomben von Menschenopfern so recht gedeihen kann. Die Staatspolizei-Herrschaft des Schah nahm sich dagegen bald wie eine vergleichsweise zivilisierte, aufgeklärte Despotie aus.
Dann kam die ebenso blutige Stunde der Märtyrer. Unter den mindestens 300 000 im Golfkrieg gefallenen Iranern waren 50 000 bis 100 000 Kinder und Jugendliche, die im irakischen Sperrfeuer und in den Minenfeldern fielen, gegen die sie in Erwartung des Paradieses frohgemut angebrandet waren.
Unterdessen schleuderte - seit 1983 - auf Teherans Märtyrerfriedhof Behescht-e Sahra der monströse Blutbrunnen seine dickliche rote Flüssigkeit zu Fontänen hoch, ließ sie dann über die Stufen herabplätschern - das Symbol-Blut der Märtyrer in unmenschlich unerschöpflichem Fluß, schaurigstes Kulissenstück beim großen politischen Mysterienspiel eines vollwertigen Mitglieds der Völkergemeinschaft, der Islamischen Republik Iran.
Blut, gläubigen Schiiten von nahöstlichen Geißelprozessionen her vertraut, ist offenbar der Stoff, der Chomeinis Kulturrevolution in Gang hält. Das strömende Blut bedeutet Leben, auch wenn es den Tod bringt - eine metaphysische Todessehnsucht ist dem Schiitentum eigen, gespeist aus unerschütterlicher Heilserwartung.
Doch zehn Jahre Blutjustiz und Todeskult, die Racheschwüre an alle Teufel und die Kampfansagen an die moderne Welt haben dem Regime in Teheran nicht eine solche Feindschaft eingetragen wie jener Mordbefehl, den der gewaltige Chomeini am 14. Februar 1989 gegen einen einzelnen Menschen erließ: den britisch-indischen Schriftsteller Salman Rushdie, 41 (SPIEGEL 8/1989).
Einen so bizarren Fall von grenzüberschreitendem geistig-geistlichen Terror hat dies terrorgewohnte Zeitalter noch nicht gesehen:
> Ein religiöser Oberhirte waltet als selbsternannter weltlicher Richter über einen Mann, der weder sein Glaubensbruder noch sein Staatsbürger ist.
> Die inkriminierte Tat besteht im Verfassen eines Buches ("Die Satanischen Verse") mit gotteslästerlichen Passagen, geistige Arbeit mithin als todeswürdiges Verbrechen.
> Dem Vollstrecker der Strafe für den Religionsfrevel winkt schnöder weltlicher Lohn, ein Kopfgeld in Millionenhöhe.
> Der Täter bereut, doch die Reue wird nicht angenommen - Blut soll fließen, der Täter muß sich verstecken.
> Das papierene Tatwerkzeug, "Die Satanischen Verse", ist nach einer auf Zypern mitgehörten Rundfunkrede Chomeinis "ein Zeichen Gottes" dafür, daß die pragmatische Politik des Iran nicht richtig sei.
Vehementer konnte der Zusammenprall zwischen orientalischer Theokratie und dem säkular gewordenen Denken des Westens nicht sein. Der Romancier Rushdie hatte einen Welt-Kulturkampf ausgelöst - und war zugleich Katalysator der iranischen Innenpolitik geworden.
Die Fronten in diesem Kampf zwischen atavistischem Strafanspruch und individualistischen Menschenrechten, der vorige Woche von Gläubigen und Intellektuellen auf die Staaten übersprang, verliefen kurios.
So ergriffen für den beleidigten Propheten der Moslems Eiferer ganz anderer Glaubensrichtungen Partei. "Die Satanischen Verse sind eine Beleidigung der Religion", ließ sich Kardinal Decourtray, Erzbischof von Lyon, vernehmen. Und sogar ein überzeugter Atheist, Afghanistans KP-Chef Nadschibullah, rang sich eine Stellungnahme für den Propheten ab, dessen Kämpfer ihm gerade aufs Fell rücken.
Die westliche Vormacht USA, sonst stets übereifrig im Anti-Terror-Einsatz, tat sich schwer mit einer klaren Reaktion. Tagelang mahnten Zeitungen, Autoren und Menschenrechtsgruppen eine kraftvolle Verurteilung Teherans an, bevor Präsident George Bush am vorigen Dienstag Chomeinis Aufruf als einen schweren Angriff "auf die Normen zivilisierten Verhaltens" bezeichnete.
Diplomatische Beziehungen zwischen beiden Staaten gibt es nicht mehr, weil Revolutionsgarden im November 1979 die US-Botschaft in Teheran stürmten und das Personal 444 Tage lang in Geiselhaft hielten, ohne daß die Supermacht etwas dagegen tun konnte.
Ein Beamter des Außenministeriums in Washington begründete die auffällige Lahmheit mit Rücksicht auf die Lage in Teheran: Scharfe Erklärungen würden nur "die Flammen anfachen" und den Interessen "jener Leute um Chomeini dienen, welche die Buchaffäre nutzen wollen, um den im Iran in den vergangenen Monaten sichtbar gewordenen Trend zu verbesserten Beziehungen mit dem Westen zu stoppen".
Ebenso auffällig: Bonns Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der über die Kriegsjahre hinweg die Tür zu Chomeinis AA-Chef Welajati nie zugeschlagen hatte, setzte sich mit geradezu verwegener Eindeutigkeit an die Spitze der Rushdie-Sympathisanten: "Zur Seite gucken", überkam es ihn, "wäre ein falsches Signal."
Vorletzten Sonntag, einen Tag vor der EG-Außenministersitzung in Brüssel, entwickelte Bonns AA-Vorsteher seinen Spitzenbeamten, was er tags darauf im Kreis der EG-Außenminister vortrug: "Das Vorgehen gegen die Veröffentlichung des Buches ist ein Teil des Machtkampfs im Iran." Jetzt sei aber ein "Punkt erreicht, wo ein Zeichen gesetzt werden" müsse. In Brüssel dann nochmals der neue, klare Genscher: "Das ist ein Wendepunkt in den zwischenstaatlichen Beziehungen."
Der Deutsche und sein französischer Kollege Roland Dumas überrumpelten die anderen EG-Partner mit einem fertigen Maßnahmenkatalog: Rückzug des diplomatischen Personals, Abbruch der Kontakte auf hoher politischer Ebene und Androhung wirtschaftlicher Sanktionen.
Bonn setzte außerdem das von Genscher im November 1988 vereinbarte deutsch-iranische Kulturabkommen aus, ein eher symbolischer Akt: Vor der Wiedereröffnung des Goethe-Instituts in Teheran wäre die kulturelle Funkstille zwischen beiden Ländern ohnehin nicht aufgehoben worden.
Von der Bonner Anregung, der britische Partner solle sich im Weltsicherheitsrat für Sanktionen einsetzen, denen sich die EG-Staaten dann anschließen könnten, hielt Londons Außenminister Sir Geoffrey Howe nichts: Man könne keineswegs auf die Stimmen aller Mitglieder des Sicherheitsrats rechnen.
Seine harte Linie gegenüber Teheran suchte Bonns Außenminister mit dem Hinweis auf die bevorstehenden Staatspräsidentenwahlen im Iran zu rechtfertigen: Eine eindeutige weltweite Reaktion auf das Verdikt Chomeinis gegen Rushdie werde am Ende die gemäßigten Kräfte im Iran stärken - genau das Gegenteil der amerikanischen Spekulation.
Bonns hektisches Bemühen, den in der Libyen-Affäre angeschlagenen Ruf als zuverlässiger Streiter für die Werte des Westens zurückzugewinnen, könnte die Deutschen noch teuer zu stehen kommen.
Sollte sich nämlich der Konflikt mit Teheran weiter zuspitzen, drohen vor allem der deutschen Wirtschaft jene fetten Aufträge beim Wiederaufbau des Landes zu entgehen, mit denen sie bislang gerechnet hatte. Auf 300 bis 500 Milliarden Dollar werden die iranischen Golfkriegsschäden geschätzt; zwischen 50 und 100 Milliarden Dollar müssen die Iraner in naher Zukunft investieren, um die schlimmsten Schäden zu beseitigen und die Wirtschaft auf Friedensbetrieb umzustellen.
Vor allem im Ölgeschäft winkten deutschen Firmen lukrative Aufträge - bislang. Mannesmann und Thyssen wollen Röhren liefern, andere Gesellschaften haben Pumpstationen und Anlagen der Petrochemie in den Auftragsbüchern; auch die Bauruine des Atomkraftwerkes bei Buschehr sollte von den Deutschen fertiggestellt werden. Teheran wünschte sich Bonner Kredite in Höhe von etwa fünf Milliarden Mark zum Einkauf von Industrieanlagen.
Nun aber wertete der Deutsche Bundestag den Mordaufruf gegen Rushdie als "Kriegserklärung" gegen westliche Werte - eine treffliche Formel. Fragt sich nur, ob die deutschen Wirtschaftsbosse nicht meinen, das sei - im Falle eines Schriftstellers - vor allem Sache von Schriftstellern.
Die Front der Geistesschaffenden tat sich gleichfalls schwer gegen den ungewohnten Feind. Dabei war Chomeinis Morddrohung außer gegen Rushdie auch gegen Verleger und Buchhändler in aller Welt gerichtet, die es wagen würden, mit der satanischen Ware zu handeln.
Als Rushdies deutscher Verlag Kiepenheuer & Witsch "in der derzeitigen Situation" mit Rücksicht auf seine Mitarbeiter die Veröffentlichung des Romans aussetzen wollte, brach ein mittlerer Sturm los.
"Verleger kuschen vor Chomeini", antwortete die "taz", Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger bekundete öffentlich und pathetisch seine "Verachtung" für den Rückzieher des Kölner Verlages: "Nicht einmal Hitler ist es eingefallen, Killerkommandos nach Los Angeles zu schicken, um Thomas Mann und Bertolt Brecht umzubringen, die als antifaschistische Schriftsteller in der Emigration waren." (Enzensberger vergaß, daß Hitler sich seine Opfer dann quer über den europäischen Kontinent selber eingesammelt hat.)
Erst nachdem das Verlegerduo Klaus Wagenbach (Wagenbach) und Michael Naumann (Rowohlt) die verbindliche Zusage von mittlerweile 24 angesehenen deutschsprachigen Verlagen beibrachte, in einem Joint-venture-Unternehmen das Rushdie-Risiko mit Kiepenheuer & Witsch zu teilen, konnte dessen Verlagschef Reinhold Neven DuMont kaum anders als mitzumachen. Im Herbst soll das Werk auf deutsch erscheinen.
Anfängliches Wanken und mühsames Aufrichten auch in den USA: Die B.-Dalton-Bookstore-Kette, die das Buch vorletzte Woche aus den Regalen entfernt hatte, nahm auf Drängen ihrer Angestellten den Verkauf wieder auf. 300 Mitglieder des amerikanischen Schriftsteller-Verbandes demonstrierten vor der iranischen Uno-Vertretung für Rushdie. Dessen amerikanische Ehefrau Marianne Wiggins, von der Publizistin Susan Sontag eingeführt, bestärkte die Demonstranten: "Nur Angst kann ein Buch stoppen."
Den aufschlußreichsten Beitrag zur großen Redeschlacht um den Schriftsteller und Gotteslästerer Rushdie lieferte ein Mann, der kein Schriftsteller ist, aber die Wirkung des gedruckten und gesprochenen Wortes stets sehr genau abschätzen konnte - der Ajatollah Chomeini. Aus dem fernen Teheran scholl es gen Westen: "Solange ich hier bin, werde ich die Regierung nicht in die Hände der Liberalen fallen lassen."
Das war es also - Bannstrahl und Todesstrafe für Rushdie als Vehikel inneriranischer Kurskorrektur. Da stände denn Rushdies flotte Blasphemie gegen Chomeinis fromme Hypokrisie, Rushdies vierter Roman gegen Chomeinis vermutlich letzten Kampf.
In einem beispiellosen Triumphzug war der Schiiten-Papst am 1. Februar 1979 nach 14jährigem Exil in seine Heimat zurückgekehrt und hatte sein 36-Millionen-Volk von der blutigen Tyrannei des Schah-Regimes befreit.
Getragen von grenzenloser Verehrung, machte er sich sogleich daran, Staat und Gesellschaft umzustürzen und mit Blick auf die Ewigkeit wie auf seine eigene Macht neu zu ordnen. Der fromme Heimkehrer versprach seinen Untertanen ein "Paradies der Massen", eine "Insel des Friedens" nach all den bitteren Jahren der kaiserlichen Diktatur.
Als Mitte Februar 1989 die Teheraner Führungsspitze im ganzen Land Massenkundgebungen anläßlich des zehnten Jahrestages der Chomeini-Revolution abhalten ließ, war der Jubel des Volkes nur noch verordnet.
Allein auf den Teheraner Asadi-Platz, den Platz der "Freiheit", wurden aus der Hauptstadt und der näheren Umgebung eineinhalb Millionen Jubelperser in Tausenden Bussen und Armee-Lastwagen gekarrt.
Staatspräsident Ali Chamenei versicherte ihnen in seiner Festrede, alle Verantwortlichen im Iran arbeiteten "in Übereinstimmung mit dem Koran und für Gott", die islamische Revolution sei "konsolidiert" und zu einem "Modell für die Enterbten der Welt" geworden.
Doch in Wahrheit ist die Bilanz der so verheißungsvoll begonnenen und anfangs auch von Linksliberalen in Europa bejubelten Revolution beim zehnjährigen Jubiläum schrecklich.
Chomeinis Gottesstaat - gespeist von revolutionärem Schwung, religiös verbrämtem Patriotismus und schiitischem Todesmut - brachte dem iranischen Volk die traurige Gewißheit, daß es für sein Heil im Jenseits alle Hoffnungen auf ein bißchen Glück im Diesseits eintauschen mußte. Denn von den vollmundigen Versprechungen der Mullahs ist so gut wie nichts geblieben.
Anstelle des gefürchteten Schah-Geheimdienstes Savak drangsaliert die Iraner nun der noch brutalere Sicherheitsdienst Chomeinis. Oppositionelle, denen die Flucht in den Westen gelang, berichten von schlimmen Foltern, Scheinerschießungen etwa.
Der achtjährige Golfkrieg, vom Irak begonnen, hat auch den Iran ruiniert. 4,2 Millionen Kriegsflüchtlinge sind nicht unterzubringen, mindestens eine halbe Million Abiturienten warten derzeit auf einen Studienplatz. Erstmals seit 30 Jahren ist im Iran das Analphabetentum wieder gestiegen.
Schlimmer noch: Die junge iranische Intelligenzija, wichtige Säule für die als zweiten Schritt der Chomeini-Revolution propagierte "Phase des Wiederaufbaus", hat das Land größtenteils längst verlassen - geflüchtet mit falschen Papieren, die korrupten Mullahs teuer abgekauft wurden, oder in riskanten Fußmärschen über die Berge Kurdistans in die sichere Türkei entwichen.
Nur einer aus der Teheraner Nomenklatura brachte mit verblüffend ehrlichen und selbstkritischen Äußerungen Mißtöne in die verordnete Jubelstimmung der Revolutionsfeiern: Ajatollah Hussein Ali Montaseri, 65, von Chomeini bereits 1985 als sein Nachfolger designiert. Anfang Februar gab er zu, "daß kein einziges Ziel der islamischen Revolution verwirklicht wurde".
Zum Golfkrieg etwa, den Chomeini zum Heiligen Krieg erklärt hatte, meinte Montaseri: "Laßt uns sehen, wie viele Soldaten wir verloren haben, und laßt uns dann bereuen, nachdem wir erkannt haben, daß wir diese Fehler gemacht haben."
Einige Tage später, bei einer Massenveranstaltung in der heiligen Stadt Ghom, trieb der kecke Ajatollah seine unerhörte Regimekritik noch weiter: Bei vielen Gelegenheiten habe sich die Staatsführung stur und unnachgiebig verhalten. Sie habe oftmals Parolen ausgegeben, welche "die Welt in Angst und Schrecken versetzt" hätten: "Deshalb glauben die Menschen, daß das Töten unsere einzige Aufgabe im Iran ist."
Einmal in Rage, war der beliebte Montaseri nicht mehr zu bremsen. Seinen verblüfften Zuhörern, die solche Töne überhaupt nicht gewöhnt sind, präsentierte er sich fast als Dissident: "Die radikalen Fundamentalisten", so Montaseri, "sind daran schuld, daß wir im Ausland so einen schlechten Ruf haben. Wir brauchen eine Vielfalt von Meinungen und nicht nur eine einzige Meinung, die von einer einzigen politischen Linie monopolisiert wird."
Er vermittelte seinen Zuhörern einen unverblümten Eindruck von den wahren Machtverhältnissen im Gottesstaat: "Die Diktatur einer einzigen Meinung" sei "schon so weit" vorangeschritten, daß "ich jede Erklärung von mir erst der Zensur vorlegen muß. Da kann man sich leicht vorstellen, wie andere Stimmen noch viel leichter und bequemer zum Schweigen gebracht werden können".
Das bezog sich unverkennbar direkt auf Chomeini und dessen einzigartige Machtstellung im Iran. Seine alles und alle überragende Rolle als "Wali-ye Fakih", oberster religiöser Führer, ließ Chomeini sogar in die Verfassung schreiben.
Daß ein "Wali-ye Fakih" seinen Auftrag nicht von dieser Welt hat, daran ließ er kaum je einen Zweifel: Nach schiitischem Glauben ist der zwölfte Imam Mohammed el-Mahdi der seit über 1100 Jahren verschollene rechtmäßige Nachfolger des Propheten. Er hält sich angeblich irgendwo verborgen und wird eines Tages als eine Art Erlöser wiederkehren.
Bis dahin erklärte sich Chomeini - sehr zum Widerspruch und Zorn anderer ranghoher schiitischer Geistlicher - zu dessen Statthalter auf Erden. Für den Ajatollah Schariat Madari etwa, den vor drei Jahren verstorbenen langjährigen Rivalen Chomeinis, war dies "Anmaßung und Blasphemie".
Doch an Chomeini prallte solche Kritik bislang stets ab, er fühlte sich der bedingungslosen Treue und Gefolgschaft seiner Verehrer sicher. Auch unter den geistigen und politischen Führern im Iran erwuchs dem Alten lange Zeit keine ernsthafte Konkurrenz.
Um so alarmierender muß er es nun empfunden haben, daß ihn ausgerechnet der erwählte Nachfolger in fast ketzerischer Art öffentlich kritisierte. Mißtrauisch verfolgt er schon seit einiger Zeit, wie in den Kulissen und hinter seinem Rücken der Machtkampf um die künftige Führung des Landes entbrannt ist. Da er sich trotz seines Alters und allerlei körperlicher Gebrechen sein Gespür für spektakuläre, von allen Moslems geteilte Überzeugungen erhalten hat, sah er seine Stunde gekommen, als ihm die Schandtat des Autors Rushdie gemeldet wurde. Die weltweite Empörung der Moslems von Indien bis England muß ihm wie ein Geschenk des Himmels erschienen sein.
Dabei war der Inhalt des Rushdie-Buches zu diesem Zeitpunkt im Iran längst bekannt. Schon drei Monate zuvor hatte "Kayhan Farhangi", die führende Kulturzeitschrift des Landes, "Die Satanischen Verse" verrissen. Der Rezensent, einer der prominenten iranischen Literaturkritiker, nannte das Buch "eine künstlerische und moralische Schande", er beschuldigte den Autor theologischer Irrtümer sowie "satanischer Kommentare über den Islam und unsere religiösen Führer". Den Klerus aber schien das Rushdie-Werk nicht weiter zu stören - bis zu Chomeinis Auftritt.
Mit dem Todesurteil gegen Rushdie erneuerte der Alte seinen Anspruch auf die Meinungsführerschaft aller gläubigen Moslems. Gleichzeitig lenkte er das öffentliche Interesse geschickt von den gewaltigen Problemen seines Landes ab. Schließlich machte er mit seinem Verdikt der Welt klar, wer im Iran immer noch das Sagen hat: Niemand anderer als er selbst.
Kämpferisch wie lange nicht mehr, griff er seine Kritiker in Regierung und Parlament öffentlich an, verbunden mit einer kaum verhüllten Drohung an alle Anhänger eines moderateren Kurses: Einziger Fehler seiner Revolution sei es gewesen, Platz für eine Gruppe von Menschen gelassen zu haben, die "keinen starken Glauben in den wahren Islam oder in den Propheten Mohammed hegen". Die "bitteren Konsequenzen" dieses Fehlers würden "nicht so schnell verschwinden".
Gemünzt war das wohl auch auf den Staatspräsidenten Ali Chamenei, 48. Der hatte vorletzte Woche bei der Freitagspredigt durchblicken lassen, der Gotteslästerer Rushdie könne unter Umständen begnadigt werden, wenn er bereue. Dafür von Chomeini öffentlich gerüffelt, machte Chamenei vergangenen Mittwoch einen demütigen Rückzieher. Kurz vor der Staatsvisite in Jugoslawien erklärte er, Rushdie müsse auf jeden Fall sterben: "Der schwarze Pfeil des Todes ist abgeschossen und auf dem Weg zu seinem Ziel."
Präsident Chamenei ist zusammen mit dem mächtigen Parlamentssprecher Haschemi Rafsandschani, 54, der prominenteste Vertreter eines gemäßigten Flügels innerhalb der Mullahkratie. Diese Gruppe, die im Teheraner Parlament, dem Madschlis, derzeit eine Mehrheit hat, versucht seit Ende des Golfkrieges die Isolation des Iran aufzubrechen.
Die Mitglieder der Gruppe sind für freie Marktwirtschaft, verstärkte wirtschaftliche Kontakte zum Westen und sogar für eine Annäherung an den "großen Satan" USA. Aus diesem Kreis stammen auch die geheimen Kontakte zu US-Regierungsstellen mit dem, als "Irangate" berühmt gewordenen, Deal Waffen gegen Geiseln.
Daß dieses Geschäft platzte und die für Teheran wie Washington so kompromittierenden Kontakte mit dem Todfeind bekannt wurden, war das Werk der Radikalen unter den Fundamentalisten. Als deren einflußreichste Vertreter gelten heute Regierungschef Hussein Mussawi und Innenminister Ali Akbar Mohtaschemi.
Innenpolitisch wünschen sie eine noch strengere Kontrolle, vor allem über die Wirtschaft, und größere Machtbefugnisse der Exekutive. Für sie ist die Chomeini-Revolution in erster Linie eine soziale Umwälzung zugunsten der Armen und der Entrechteten.
Der Einfluß der Radikalen, die sich wie Chomeini dem Waffenstillstand im Golfkrieg nur widerwillig gebeugt haben, ist in letzter Zeit deutlich gewachsen - nicht zuletzt dank der Unterstützung durch den Revolutionsführer selbst.
Chomeini-Nachfolger Montaseri, ohne ausreichende Hausmacht, wird zu den Gemäßigten gezählt - wenngleich die Gemäßigten, vor allem Parlamentspräsident Rafsandschani, auch ihn offen bekämpfen. Diese Rivalität kostete allein im vergangenen November 18 Geistliche das Leben - allesamt Montaseri-Berater und -Vertraute, die Rafsandschani hinrichten ließ.
Auch bei Chomeini hat Montaseri nicht mehr den besten Ruf. Das lange bestehende Vertrauensverhältnis ist vielmehr tief gestört, seit Chomeini von einem Konzept Wind bekam, das Montaseri für die Ära nach dem Tod des Revolutionsführers ausgearbeitet hat.
Danach sollte ein "Komitee", bestehend aus dem früheren Ministerpräsidenten Mehdi Basargan, dem ehemaligen Gesundheitsminister Kasem Sami, Montaseri selbst und einer Reihe hoher schiitischer Würdenträger, unmittelbar nach Chomeinis Tod das Parlament auflösen und Neuwahlen ausschreiben. Alle Parteien und politischen Strömungen, so der Plan, sollen sich an den Wahlen beteiligen.
Weiteres vordringliches Ziel: "Dazu beitragen, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um einen endgültigen Frieden zwischen dem Iran und dem Irak zu erreichen."
Doch kaum war der Plan ruchbar, starb Sami, den Montaseri in einer provisorischen Regierung als Ministerpräsidenten einsetzen wollte, im November 1988 vor Montaseris Teheraner Wohnhaus im Kugelhagel eines Killerkommandos. Auftraggeber des Attentats - so hieß es in Teheran - sollen Leute aus dem Umkreis des radikalen Innenministers Mohtaschemi gewesen sein.
Aber auch Rafsandschani, der lange Zeit über Chomeinis Sohn Ahmed direkten Zugang zum Alten hatte, kann sich des Wohlwollens von Chomeini nicht mehr sicher sein. Immer häufiger werden dem Chef Äußerungen über Zukunftspläne des Parlamentspräsidenten hinterbracht, die Chomeinis eigenen Vorstellungen teilweise kraß widersprechen.
So läßt Rafsandschani, etwa in Gesprächen mit westlichen Wirtschaftskapitänen und Politikern, keinen Zweifel daran, daß der Iran alle Anstrengungen auf den Wiederaufbau des Landes konzentrieren müsse. Dieser bedinge ebenso eine konsequente Annäherung an den Westen wie eine Politik der Öffnung nach innen.
So sollen reiche Exil-Iraner ihr Geld in den Wiederaufbau investieren dürfen. Selbst Regimegegner sollen ermutigt werden, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Und der entscheidendste Punkt: Aus dem Waffenstillstand soll ein dauerhafter Friede mit dem Nachbarn Irak werden.
Gerade in dieser Frage ist Chomeini starrsinnig. Schon die Annahme des Waffenstillstands im August 1988 war für ihn "tödlicher, als Gift zu nehmen". Chomeini damals: "Ich unterwerfe mich dem Willen Allahs, ich nahm diesen Trunk zu seiner Genugtuung."
Ein Rafsandschani-Berater: "In Wahrheit hat sich der Alte damit nie abgefunden. Der wartet nur auf die Gelegenheit, wieder gegen den Irak loszuschlagen."
Diese Befürchtung teilt offenbar auch Iraks Staatschef Saddam Hussein. Vor kurzem verschob er die Entlassung von 100 000 Soldaten, weil Bagdader Militäranalytiker davon ausgehen, daß die Rushdie-Affäre den kriegerischen Scharfmachern um Chomeini wieder Auftrieb geben könnte.
Saddam Hussein über die Grabenkämpfe der Ajatollahs: "Es reicht eben aus, daß Chomeini wieder einmal eine Eingebung hat, und schon ist alles kaputt, was die Gemäßigten behutsam aufgebaut haben."
Was denkt sich der subjektiv vermutlich fromme Ajatollah, wenn er sich mit seinem Mordbefehl über alle internationalen Gesetze hinwegsetzt? "Für ihn und seine Gefolgsleute", so der ehemalige britische Botschafter in Teheran, Sir Anthony Parsons, "sind diese Strukturen Schöpfungen der ungläubigen Imperialisten, um die schwächeren Nationen im Würgegriff der Großmächte zu halten."
Chomeinis Rache an Rushdie erinnert auch einen Drittwelt-Schriftsteller wie den Inder Mihir Bose an das Mittelalter. "Gerade elf Jahre vor Beginn des 21. Jahrhunderts gibt es menschliche Wesen, welche immer noch die Sprache des siebten Jahrhunderts sprechen, die Bücher verbrennen und Menschen zum Mord anstacheln."
Die Hysterie der Moslems angesichts der "Satanischen Verse", so fürchtet Bose, "mag das Vorurteil bestätigen, daß Moslems und darüber hinaus andere nichtweiße, nichtchristliche Völker barbarisch und brutal seien und es genießen, ihre angenommenen Feinde wie im Mittelalter zu bestrafen". Schon flog ein Brandsatz in den Schlafraum der Londoner Hauptmoschee.
Allerdings - das Mittelalter liegt in Sachen Gotteslästerung auch im Abendland keineswegs sonderlich lange zurück, wenn auch fromme Zeloten hier im Vergleich zu der Unerbittlichkeit der Ajatollahs heute nur noch halbherzige Rückzugsgefechte liefern.
Der Papst in Rom betete 1985 wegen des Godard-Films "Je vous salue, Marie" den Rosenkranz, weil Godard die Gottesmutter schwer verletzt habe. Integralistische Priester besprengten Filmbesucher mit Weihwasser. 1988 straften Brandstifter das Pariser Kino "Saint-Michel", weil es Scorseses "Letzte Versuchung Christi" aufgeführt hatte. 1988 auch fand sich die "taz" wegen "kannibalischer" Abendmahl-Karikaturen vor Gericht wieder, wurde freilich freigesprochen.
Der Islam dagegen, der weder Renaissance noch Reformation noch Aufklärung erlebt hat, steht in Sachen Toleranz etwa dort, wo das Christentum im 15. Jahrhundert angelangt war, kann soviel Großzügigkeit (noch) nicht aufbringen.
Persiflagen auf die Religion gar sind undenkbar. Rushdie: "Juden und Christen können über ihre Religion scherzen, aber die Mullahs haben keinen Humor. Wäre Woody Allen ein Moslem, würde er längst nicht mehr unter den Lebenden weilen."
Vor allem der schiitische Ableger, als Minderheitsreligion besonders kämpferisch, war gegen Ungläubige immer intolerant. Todeskommandos im Namen Allahs haben eine lange, im Mittelalter begründete Tradition, auf die Chomeini heute zurückgreift. Damals töteten ausgewählte Mitglieder der geheimnisvollen, in Persien und Syrien beheimateten Sekte der Assassinen Feinde des Glaubens, wo immer sie sich aufhielten.
Der syrische Führer dieser furchterregenden Truppe, in Europa als "der Alte vom Berge" bekannt, schickte seine Menschenjäger bis nach Italien, Deutschland und Frankreich. Das französische Wort "assassin" für Meuchelmörder rührt aus diesen Schreckenszeiten.
Die Last der Vergangenheit erklärt auch, weshalb sich bei frommen Moslems Feindbilder - für Westler oft grotesk übertrieben - so blitzschnell aufbauen. Die nicht gerade militante Antwort westlicher Intellektueller auf Chomeinis Mordbefehl erklärte die pro-iranische Guerillatruppe "Islamischer Heiliger Krieg für die Befreiung Palästinas" zur "wilden Kampagne gegen den Islam": Die Rache dafür werde "alle Institutionen und Organisationen treffen", welche die Familie des Propheten beleidigt hätten. Und selbst der an sich maßvolle Chamenei sagte vorher, was er vermutlich gar nicht wünscht: "Diese Welle wird sich ausbreiten."
Dabei empfinden die moslemischen Integristen als besonders erniedrigend, daß sie den erhofften großen Durchbruch bislang nicht erzielen konnten und der von Chomeini persönlich angeordnete Export seiner Revolution ("Wir werden das Banner des Propheten in aller Welt hissen") ein Wunschtraum blieb, so daß für westliche Ängste, religionsstrategisch gesehen, wenig Anlaß besteht.
Lediglich im kriegszerstörten Libanon konnten Chomeini-hörige Extremisten der Hisb Allah (Partei Gottes) einige wenige Enklaven errichten. In dem vergleichsweise entwickelten Tourismusland Tunesien stürmten fundamentalistische Fanatiker auch schon Hotels und elegante Cafes aus Protest gegen die erspähte westliche Dekadenz. Und in Ägypten erreichte der Fanatismus der Integristen 1981 mit der Ermordung des Staatspräsidenten Anwar el-Sadat seinen Höhepunkt.
Doch an die Macht kamen die Scharfmacher nirgends. In der laizistischen Türkei mochten Studentinnen für das Recht demonstrieren, ein Kopftuch zu tragen - die weltlichen Reformen des großen Kemal Atatürk blieben in Kraft.
Nicht mal die von den ungläubigen Sowjet-Invasoren befreiten Afghanen sind den siegreichen fundamentalistischen Eiferern zugetan. Die Schura, die Ratsversammlung des Widerstands im pakistanischen Exil, zerschlug letzte Woche alle Pläne der Ultras, eine rein fundamentalistische Exil-Regierung zu bilden.
Angesichts dieser Bilanz nimmt es nicht wunder, daß sogar den Ajatollah Ruhollah Chomeini schon beschlich, was eigentlich westlich ist: ein Zweifel, der offenbar auch den Glaubensstärksten nicht immer verschont.
Bei einem Treffen mit Parlamentsabgeordneten sagte er einmal: "Ich fürchte, und die Furcht beunruhigt mich oft, daß diese Menschen, die für uns kämpfen, ins Paradies kommen, wir aber in die Hölle."
Dort würde er allerdings, wenn sein Wille geschähe, auf den satanischen Frevler Salman Rushdie treffen.

DER SPIEGEL 9/1989
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