02.10.1989

Warnung vor Wabbeltieren

Spielsachen und Scherzartikel aus Weichplastik können die Gesundheit von Kindern gefährden. Die wabbligen Tiere sowie Eistüten, Früchte und Lebensmittelimitate enthalten die vermutlich krebsfördernde Substanz DEHP, Di(2-ethyl-hexy)-Phthalat, warnt der Kinderarzt Rüdiger Lorentzen vom "Arbeitskreis Umwelt und Gesundheit" der Ärztekammer Niedersachsen. Die nach Marzipan oder Vanille riechenden Wabbeltierchen werden von Kindern gelutscht oder gar verschluckt, berichtet der Pädiater. Das im Magen-Darm-Trakt verhärtende DEHP könne die Schleimhaut verletzen oder sogar durchbrechen. In der Kinderheilkunde-Zeitschrift pais weist Lorentzen auch darauf hin, daß importierte Billig-Spielwaren immer noch Schadstoffe wie das Schwermetall Cadmium enthalten. Das in grellgelben oder leuchtend roten Farben und im PVC als Stabilisator enthaltene Cadmium könne "zu einer erst nach Jahrzehnten erkennbaren Nierenfunktionseinschränkung führen".

DER SPIEGEL 40/1989
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 40/1989
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Warnung vor Wabbeltieren

  • Bayern-Gegner Liverpool: "Die Meisterschaft ist der heilige Gral"
  • Im Klötzchen-Universum: Die irren Maschinen des Lego-Meisters
  • Russland: Schwarzer Schnee in Kohleregion
  • Regisseur erklärt Szene: "Alita - Battle Angel"