20.11.1989

„Land der lebenden Toten“

Schon dem Fötus fehlt die Nahrung. Den Müttern mangelt es an Milch, ihre Babys zu stillen, da sie selbst nie genug zu essen hatten."
"Die Menschen hetzen auf der verzweifelten Suche nach einem Krümel Brot umher, oft vergebens. Der chronische Mangel an Grundnahrungsmitteln läßt Generation um Generation verkommen. Wenn der Winter kommt, droht Kindern, Müttern, Alten der Tod durch Erfrieren. Babys werden in der Kälte geboren und erst nach vier Wochen registriert, um die katastrophale Kindersterblichkeit zu verschleiern. Alten wird medizinische Behandlung verweigert.
"Millionen vegetieren zusammengepfercht in Bauten, die wie Streichholzschachteln aufeinandergetürmt sind. Es herrschen Zustände wie in einem KZ, während die neuen Herren Milliarden verschwenden, um sich luxuriöse Paläste zu bauen. Das traditionelle Leben wird zerstört, indem man Dörfer, Kirchen, ja sogar Grabstätten niederwalzt und so die Seele des Volkes vernichtet.
"Wie ist es möglich, daß ganze Völker vor den Augen der Welt derart terrorisiert werden, während man verbrecherische Tyrannen nicht etwa hinwegfegt und bestraft, sondern sie glorifiziert, es ihnen ermöglicht, sich mit einem ekelerregenden Kult zu umgeben? Wie lange wird dieser Wahnsinn noch dauern?"
Diese dramatischen Anklagen sind einem ungewöhnlichen Dokument entnommen, dessen Autor in ständiger Lebensgefahr schwebt und das der Adressat - obgleich die höchste internationale Instanz - nur auf verschlungenen Umwegen erhalten konnte.
In sorgsamer Handschrift, damit auch jeder Buchstabe zu lesen sei, richtete der rumänische Professor Dumitru Mazilu, von der Uno beauftragter Experte für Menschenrechte und Jugend, einen verzweifelten Brief an den Präsidenten der Uno-Generalversammlung, in dem er seine eigene Lage und das unvorstellbare Elend seines Landes schildert.
Der international angesehene Völkerrechtler berichtet in seinem leidenschaftlichen Appell, wie er, der im Auftrag der Uno einen Bericht verfassen sollte, von seiner eigenen Regierung "gefangengehalten und unbeschreiblichem Terror ausgesetzt" werde, daß sogar "das Leben meiner Frau und meines Sohnes bedroht sind". Ihm wurde der Paß entzogen und das Telefon gesperrt, seine Korrespondenz, auch die mit der Uno, beschlagnahmt, er selbst und seine Familie ständig von 30 Geheimpolizisten beschattet. Schließlich verlor er seine Stellung als Leiter der Rechtsabteilung des Außenministeriums in Bukarest.
Seit 1986 ist es der Uno trotz persönlicher Intervention des Generalsekretärs Perez de Cuellar nicht mehr möglich, ihren Beauftragten Mazilu zu erreichen.
Im August dieses Jahres entschloß sich die Uno-Menschenrechtskommission daher zu einem ungewöhnlichen Schritt: Sie veröffentlichte sieben bei ihr eingetroffene Kapitel sowie einen Sonderbericht über das Rumänien ihres Mitarbeiters Mazilu auf 88 unredigierten Seiten.
So entstand ein Dokument, das in der Uno-Geschichte wohl einzigartig ist. Als "Geisel in meinem eigenen Land" zeichnet der Professor ein vernichtendes Bild seiner leidenden Heimat:
"Jedermanns Leben ist ein Alptraum, und der dauert an, weil er auf Angst gegründet ist. Hunderttausende Spitzel einer Geheimpolizei nach stalinistischem Muster kontrollieren alles und alle, jeder fürchtet sich vor jedem.
"Der feudalste Despot der Vergangenheit erscheint nur als schwacher Abklatsch des allmächtigen Diktators von heute. Viele Bürger haben ihrem Leben bereits ein Ende gemacht, weil sie die Unmenschlichkeit nicht länger ertragen konnten. Auch die Überlebenden sind für immer gezeichnet." So stark diese Worte des Menschen- und Völkerrechtlers auch sind - für die Realität in Rumänien, die sich sozialistisch nennt, scheinen sie noch immer zu akademisch.
Während überall in Mittel- und Osteuropa eine atemberaubende Wende eingesetzt hat, die Völker mit wachsendem Erfolg bei den Herrschenden ihre Rechte einfordern, bunkert sich im Südosten des Kontinents ein Regime ein, das für Europa zur unerträglichen Schmach wird.
Ein in den Größenwahn abgehobener Schusterjunge, in dumpfer Blockwartsgesinnung steckengebliebener Genosse mit vergoldetem Zepter und krankhaften Majestätsallüren drangsaliert ein Land von der Größe der Bundesrepublik mit 23 Millionen Menschen wie einst der legendäre Graf Dracula.
Er läßt sie - in Europa 1989 - verhungern und erfrieren, von seinen Schergen quälen und totschlagen, degradiert die Frauen zu staatlich überwachten Gebärmaschinen, sperrt die Intelligenz ein oder treibt sie außer Landes, vernichtet die Existenzgrundlage der Minderheiten, die das Land jahrhundertelang kultiviert haben.
Unter seiner fast 25jährigen Herrschaft verkam Rumänien zum Armenhaus des Kontinents mit dem Lebensstandard eines Viertweltlandes.
In dieser Woche will Nicolae Ceausescu, 71, seine Herrschaft, die er selber zum "Goldenen Zeitalter" deklariert hat, auch noch für die kommenden Jahre zementieren lassen: Der 14. Parteitag der rumänischen Kommunisten soll den Karpaten-Despoten, diesen "Giganten der Neuzeit", das "Licht, das selbst der Sonne trotzt", das "Genie der Epoche", den "Erlöser der Erde", die "Schatzkammer der Weisheit", den "Ersten Denker dieser Erde" - so nur einige wenige der Titel, mit denen er sich huldigen läßt - triumphal wiederwählen.
Und so wird es wohl noch einmal passieren, denn der "Conducator" hat in den Jahrzehnten seines Terrors dem Volk das Rückgrat gebrochen, Rumänien in ein "Land der lebenden Toten" verwandelt (Observer), es total von äußeren Einflüssen abgeschottet.
Im Ausland setzt sich erst allmählich die Erkenntnis durch, daß hinter den Karpaten ein gar nicht kleiner Stalin ungebrochen sein Unwesen treiben kann. Allzulange hatten sich Politiker im Westen von dem angeblichen Widerstandshelden gegen das Diktat der Sowjetunion in Osteuropa blenden lassen, ihn mit allen Ehren empfangen und selber in Bukarest ihre Aufwartung gemacht - bis hin zum US-Präsidenten Nixon.
Erst zu seinem 70. Geburtstag vor einem Jahr mußte sich der huldigungsbesessene Emporkömmling die Glückwunschtelegramme gekrönter Häupter selber schreiben lassen, wie dank peinlicher Dementis unter anderem vom britischen, spanischen und schwedischen Königshaus herauskam.
Bis heute noch gelingt es dem Menschenschinder auf dem Balkan mit seinen perversen Parolen von einem glückseligen Rumänien, das demnächst doch noch den neuen Menschen hervorbringen werde, manchen linken Geist zu vernebeln: Gewerkschafter Mathias Manz aus Stuttgart beklagte noch Anfang dieses Jahres das "einseitige und * Mit selbstverliehenen Monarchen-Insignien Schärpe und Zepter. feindselige Rumänienbild", nachdem er auf einer Tour durch Ceausescus Potemkinsche Dörfer herausgefunden hatte, daß "die Kalorienzahl pro Kopf" trotz "mancher Versorgungsengpässe" durchaus "ausreichend" sei.
Und noch im Novemberheft der Wiener Monatszeitung wetterte der Akademische Rat Roman Viorel aus Bremen gegen die "Dracula-Legende" des westlichen Rumänienbildes und lobte Ceausescus KZ-Staat als "Insel der Stabilität inmitten der Unruhen im ganzen kommunistischen Lager".
Der unkontrollierte Augenschein im Land jenes "aufgeklärten Strategen des Glücks" und "Garanten der Blüte Rumäniens" gleicht einer Horrorreise mit der Zeitmaschine zurück in ein Elend, das heutzutage allenfalls noch in Afrika, Asien oder Teilen Lateinamerikas zu finden ist, in einen Staatsterror, wie es ihn seit Stalins Tod in Europa nicht mehr gegeben hat.
Schon die Zollbeamten bei Nadlac an der ungarisch-rumänischen Grenze geben ein deutliches Beispiel von Recht im Staat des Conducators: Trotz milder Spätherbsttemperaturen in extraweite Mäntel und Jacken gehüllt, plündern sie heimkehrende Landsleute, Ungarn, Polen und einstige Rumänien-Deutsche, die ihre darbenden Verwandten besuchen wollen, unverfroren aus.
Vom Wageninhalt, der bis zum letzten Stück auf breiten Bänken vorgelegt werden muß, verschwindet ein gut Teil unter den flinken Fingern der Grenzer, die einander ablösen, sobald die großen Innentaschen ihrer Mäntel voll sind.
Zigaretten, Kaffee, Schokolade, Schnapsflaschen und Cola-Dosen, Seife, Kaugummi, Medikamente, selbst Klopapier - alles unerreichbare Luxusgüter fürs Volk hinter dem Schlagbaum - werden zur Beute der beamteten Wegelagerer, und für den Rest müssen die Besucher noch Hunderte Mark Zoll bezahlen, in Devisen, versteht sich.
Andere West-Ausländer, meist Geschäftemacher, kommen mit Zwangsumtausch und freiwilligen Geschenken davon. Proteste führen zur Einreiseverweigerung trotz eines gültigen Visums - "Wir haben Sie nicht eingeladen, Sie wollen etwas von uns, nicht wir etwas von Ihnen!" - oder zu noch Schlimmerem: Polnische Touristen, die gegen die Willkür der Beamten protestierten, wurden im Oktober von den Grenzern erbarmungslos zusammengeschlagen.
Kurz hinter der Grenze, wo die ersten alten Ungarn-Dörfer scheußlichen Betonburgen weichen mußten, die schon vor dem Erstbezug einzustürzen drohen, stoppen MP-bewehrte Soldaten den ausländischen Wagen. Die Weiterfahrt kostet eine Packung Zigaretten - Schwarzmarktwert: 25 Mark. Die Menschen, schon in Wollhosen oder mehrere Röcke und Steppjacken gehüllt, die sie nun oft bis zum Frühjahr nicht mehr ausziehen werden, schauen scheu zur Seite, lassen den zum Autostopp erhobenen Arm sinken, wenn sie das ausländische Kennzeichen erkennen, nur Kinder wagen zu winken oder gestenreich um Kaugummi zu betteln. Laut Dekret Nummer 408 ist Rumänen der Kontakt zu Fremden verboten. Kommt er dennoch zustande, muß darüber binnen 24 Stunden schriftlich der Geheimdienst Securitate unterrichtet werden.
Haupttransportmittel für Waren wie Menschen ist im Erdölland Rumänien, das sich laut Verdikt seines Führers im Status des wissenschaftlichen Sozialismus befindet, der Pferde- oder Ochsenkarren. Selbst die bewaffnete Macht ist zu einer Zeit, da der Conducator prahlt, Rumänien könne die Atombombe bauen, wenn es nur wolle, weiterhin im Panjewagen unterwegs - mit einem großen weißen A für Armee auf der Rückseite.
Alte Frauen ziehen eiserne Leiterwagen mit Holzabfällen, Kohlköpfen, Kartoffeln oder Maisstroh des Weges, auf dem ihnen Geschlechtsgenossinnen mit gefüllten Wassereimern vom manchmal kilometerweit entfernten Brunnen zurückkommen, dessen Wasser oft mit Kolibakterien verseucht ist. Schulkinder stapfen auf morastigen Pfaden in Zweierreihen mit Plastikeimern auf die Felder, um ganztägig ohne Lohn die von defekten Erntemaschinen hinterlassenen Kartoffeln aufzulesen.
Vor den wenigen Läden stehen, soweit die nicht geschlossen sind, Menschen* Rechts: Briefmarke mit jugendlichem Ceausescu und Ehefrau Elena; unten: Reden des Diktators im Buchladen. schlangen, um gegen Vorlage von Rationierungskarten zu kaufen, was es gibt. Das erschöpft sich meist in halbverfaulten Obst- oder Gemüseresten, Tomaten- und Gurkenkonserven, Nudeln und Brot - alles nur für Einheimische.
Wer aus einem anderen Ort kommt, kann allenfalls auf den Märkten etwas bekommen. Dort bleiben die staatlichen Stände, bei denen die Preise vorgeschrieben sind, ständig leer. Bei den privaten Händlern aber zahlen die Kunden fünfmal soviel, und trotzdem ist das Angebot dürftig: kein Fleisch, kaum Eier oder Milchprodukte.
Eine Frau auf dem Markt neben dem Busbahnhof im siebenbürgischen Medias hat auf dem Gehsteig vor ihrem Hocker Walnüsse ausgebreitet: fünf Stück für drei Lei.
Fleisch, Schinken, Geflügel, Wurst, Käse - alles Produkte, die das Agrarland Rumänien in die halbe Welt exportiert - können die Bürger daheim allenfalls auf buntgemalten Plakaten bestaunen, die in den leeren Auslagen der "Carne"- und "Lapte"-Läden hängen.
In natura gibt's als Abfall von den riesigen Herden an Schafen, Rindern und Gänsen, die das Land bevölkern, gelegentlich mal Hühnerfüße, Schweinepfoten oder Truthahnkragen, vom Volksmund "Patrioten" getauft, weil es die einzigen Teile des Viehs sind, die nicht ausgeführt werden können.
So ergeht es dem Gros des Volkes, das laut Lebensmittelkarte mit folgendem satt werden soll: ein halber Liter Speiseöl, ein Kilo Fleisch oder Wurst, ein Kilo Zucker, ein Kilo Mehl im Monat, dazu 300 Gramm Brot pro Tag. Das alles nur dann, wenn es vorhanden ist.
Es gibt auch keine Lederschuhe, keine Möbel, keine Haushalts- oder Elektrogeräte, kein Öl fürs Auto, Benzin rationiert mit Bezugsrechten zwischen 25 und 90 Litern pro Monat - falls die wenigen Tankstellen nicht zum Zeichen, daß nichts mehr läuft, die Schläuche über die leeren Zapfsäulen gelegt haben.
Dafür werden nun bereits den siebenten Winter strikte Verordnungen erlassen, wonach auch bei strengster Kälte höchstens sechs Stunden pro Tag geheizt werden darf - die vorgeschriebene Raumtemperatur beträgt zwölf Grad. Glühbirnen, eine pro Zimmer, dürfen nicht mehr als 25 Watt haben.
Alle Restaurants, Kinos, öffentlichen Einrichtungen müssen um 21 Uhr schließen, dann ist Sperrstunde für Rumänien, versinkt das Land in Finsternis.
Dann blendet auch das Fernsehen sein Drei-Stunden-Programm ab, eher eine Erlösung: Auf dem Bildschirm ist fast ausschließlich der Führer samt Ehefrau, der "erlauchten Wissenschaftlerin Akademiemitglied Doktor Ingenieurin Elena Ceausescu", 70, zu sehen, die zuweilen noch bösartigeren Terror verbreitet als der Führer selbst. Den Eröffnungsparaden des Paares in Läden und Fabriken, auf Traktorstationen und Staudammkronen, stets von ekstatisch jubelndem Volk garniert, folgen im Programm allenfalls noch monotone Verlesungen gefälschter Erntezahlen von Kartoffel- oder Rüben-Kollektiven.
Ein freudloseres Land als der Orwell-Staat des Conducators Ceausescu, dessen endlose Reden, die er auch noch stotternd vorträgt, die in bisher über 30 Bänden gedruckt wurden und alle Schaufenster der Buchläden verunzieren, ist nicht mehr vorstellbar.
Jedes Telefon wird ständig abgehört, die Wanze ist fest eingebaut, jede Schreibmaschine muß samt Schrifttype bei der Polizei registriert werden, die sogar Handschriftproben der Bürger sammelt. Jeder Brief wird geöffnet, jede Veröffentlichung zensiert, die Einfuhr ausländischer Periodika ist strikt verboten.
In der Dumpfheit des Daseins ist Rumänien ganz sicher das, was sein genialer Führer auf allen Gebieten anstrebt: Weltspitze. Daß es dabei bleibt, dafür sorgt ein perfektes Überwachungssystem: Auf 15 Bürger, Kinder und Greise inbegriffen, kommt ein Zuträger des Regimes. Blockwarte zeigen sich überall ganz offen: Mit roten Armbinden lungern sie vor den Betonburgen, an Kreuzungen, auf Plätzen und observieren das Volk.
Das aber eilt, wie von unsichtbaren Furien getrieben, ständig im Schnellschritt dahin. Der Fremde wird noch vor Morgengrauen von einem ungewohnten Geräusch geweckt: einem Getrappel vor seinem Hotelfenster, das sich anhört, als seien Pferde auf dem Pflaster unterwegs - doch es sind Hunderte von Menschen, die zur Arbeit hasten oder zu den "Alimantaria"-Läden, in denen es dann nach stundenlangem Warten vielleicht Brot gibt oder gar Margarine.
Auf das Elend des Volkes, die leeren Läden, den Mangel an allem angesprochen, reagieren Apparatschiks mit unerträglichem Zynismus: "Die Bürger haben so viel Geld, daß sie sofort alles wegkaufen, was in die Läden kommt", erklärte ein Fremdenführer die leeren Regale. "In den Schaufenstern liegt nichts, weil das unhygienisch wäre - wir lagern die Lebensmittel in Kühltruhen hinten im Laden", log dummdreist ein anderer.
Am unverschämtesten aber richtet sich der Chef selber sein Bild der Situation zurecht: "Wir haben einen Spitzenplatz im Pro-Kopf-Verbrauch auf der Welt", brüstete er sich in einem Interview mit Newsweek. "Es gibt keine leeren Läden. Sie können überall alles kaufen, sogar Güter, die es in Amerika gibt."
Für ihn selber mag das gelten. Der Conducator lebt samt seiner Familie in abgeschirmten Palästen - an einem See nahe der Hauptstadt, in den Karpaten, am Schwarzen Meer. Dort läßt sich das "Universalgenie" in klimatisierten Kinosälen Kojak-Krimis vorführen, während Ehefrau Elena, vom englischen Economist als "schauerlich" eingestuft, sich lieber an jenen Videostreifen ergötzt, welche die Securitate insgeheim von Schäferstündchen Prominenter oder von Ausländern mit Prostituierten-Agentinnen aufnehmen läßt, um sie später damit zu erpressen.
Sohn Nicu, 39, der mit der Mutter ums politische Erbe konkurriert, labt sich an eingeflogenen Austern, auf die er dann unter dem Gejohle seiner Kumpane uriniert - so schildert es der geflohene Geheimdienstgeneral Ion Mihai Pacepa -, bevor er allabendlich in die Whisky-Dämmerung abtritt.
Der Conducator, der niemals ein Kleidungsstück zweimal trägt und deshalb in jedem seiner Wohnsitze einen Jahresvorrat an Anzügen, Hemden und Schuhen hortet, entspannt sich zuweilen bei der Jagd, zu der er im Rolls-Royce chauffiert wird, wo ihm dann handzahme Bären direkt vor die Flinte getrieben werden - so daß er, wie anders, auch zum "größten Jäger" avancierte.
Gespons Elena sammelt unermüdlich Juwelen, vornehmlich Diamanten, und ausländische Doktorwürden sowie andere akademische Ehrungen, koste es, was es wolle. Für allfällige "Regentage", so wird der "Süße Kuß der Heimaterde" (Ceausescu-Huldigung) zitiert, hat das Paar angeblich mit 400 Millionen Dollar auf Schweizer Konten vorgesorgt.
Der Herrscher läßt auch die Seinen nicht verkommen, der Staat ist voll auf Familienkurs:
Ceausescu selbst amtiert als Staats- und Parteichef, Vorsitzender des Verteidigungsrats, Oberkommandierender der Streitkräfte und des Geheimdienstes, Präsident des Obersten Rates für ökonomische und soziale Entwicklung, Präsident der Front der Sozialistischen Einheit, Vorsitzender der Ideologiekommission der RKP und Ehrenvorsitzender der Akademie für soziale und politische Wissenschaft - unter anderem.
Zum Zeichen seiner Allmacht hat er sich selber ein kaiserliches Zepter mit Goldknauf verliehen, das er zu einer breiten Schärpe in den Nationalfarben trägt, wenn er ausländische Würdenträger auf seinem um mehrere Stufen erhöhten Stuhl empfängt.
Seine Gattin Elena (von Hofdichtern als "Lichtstrahl durch die Äonen" gepriesen) sitzt im Politbüro und in der Regierung, überwacht als Chefin der Kaderkommission des Zentralkomitees die gesamte Elite der Partei.
Elenas Idee war es auch, daß jede Rumänin vier Kinder haben solle, um das Volk möglichst schnell auf 30 Millionen zu bringen, da es derzeit für das Genie des Herrscherpaares (Elena über Nicolae: "So ein Mann wird nur alle 500 Jahre geboren") nicht groß genug sei.
Dem Sohn und potentiellen Nachfolger Nicu, mit 14 erstmals durch eine Vergewaltigung, später vor allem durch Prügeleien und Verkehrsdelikte bekannt geworden, hat's der Papa im ehemals deutschen Hermannstadt gerichtet. Dort sorgt der mißratene Sprößling dafür, daß auch andere verdiente Genossen einen Hauch von Luxus erhaschen: Im aufwendig renovierten Hotel "Imparutul Romanilor" - Römischer Kaiser - ist schon der Speisesaal bizarres Beispiel manischer Prunksucht.
Lackierte Edelhölzer, weißer Marmor und Spiegelwände, im rundum dunklen Land von vielstrahligen Lüstern gleißend hell ausgeleuchtet, vermischen sich zu einem schauerlichen Potpourri schlimmster Geschmacksverirrungen.
Ober im Frack ignorieren die seltenen fremden Gäste trotz deren begehrter Valuta-Trinkgelder zugunsten der lokalen Nomenklatura-Jeunesse. Zwei arrogante Bürschchen in West-Schick, mit einem Harem sie anhimmelnder Jung-Frauen in Schlitzkleid und Pelzcape, laben sich an Cordon bleu samt Sekt und Weinbrand - Genüsse, von denen mindere Genossen allenfalls träumen.
Für die Clan-Klientel in anderen Orten und Organisationen sorgt noch ein Schock von weiteren Mitgliedern der regierenden Sippe: Bruder Ilie ist Vize-Verteidigungsminister, Generalleutnant und Ideologe der Familie, ausgewiesen durch vaterländische Werke wie "Transsylvanien - alte rumänische Erde", Bruder Florea setzt die Huldigungen für den Boß ins Parteiblatt Scinteia, Bruder Ion amtiert als Vize-Chef des Staatsplanungskomitees, Bruder Nicolae Andruta kontrolliert Polizei und Geheimdienst, Schwager Petrescu ist für Energie zuständig, Schwager Vasile Barbulescu schönt die Ernteergebnisse.
Der "Aufbau des Sozialismus in einer Familie" (Weltwoche) reicht hinunter bis zu Neffen und Nichten, die sich überall dort breitmachen, wo es Wichtiges zu kontrollieren oder hinreichend zum Absahnen gibt - ganz wie bei der Mafia.
Nach deren Methoden herrscht der Clan auch. Erlaubt ist alles, was dem Paten und seiner Sippe nützt. Ion Pacepa, langjähriger Geheimdienstgeneral und Spitzenberater Ceausescus, der sich 1978 nach Amerika absetzte und von der CIA neue Identität erhielt, beschreibt in seinem 1987 erschienenen Buch "Rote Horizonte" den Alltag des Despoten, sein krankhaftes Mißtrauen, seinen Terror im Inneren und seine Winkelzüge in der Außenpolitik, aber auch seine Angst vor dem großen Bruder in Moskau.
Obwohl die unter CIA-Federführung zu Papier gebrachten Erinnerungen des Spitzenspions sicher mit Vorsicht zu genießen sind, bleibt vieles, was Pacepa schildert, nachprüfbar.
Da schenkt das rumänische Herrscherpaar dem selbsternannten Kaiser Bokassa aus Zentralafrika eine Agentin namens Gabriela zur Ehefrau - im Austausch gegen Diamantenschürfrechte. Da prahlt der Conducator, der Angehörige seiner Minderheiten per Kopfpreis verschachert, daß "Juden und Deutsche unser wichtigster Exportartikel sind".
In den siebziger Jahren diente Rumänien als Basis für Terroristen. Ceausescus Geheimdienst versorgte PLO-Freischärler mit US-Papieren, versah den Chef-Terroristen "Carlos" mit einem lateinamerikanischen Paß. Im Streben nach der A-Bombe verbündete sich Bukarest mit Gaddafis Libyen und Bhuttos Pakistan. Die rumänische Fernfahrer-Flotte besorgte einen europaweiten Schmuggel von Waffen, Drogen und Agenten.
Der Karpaten-Machiavelli schickte Killer los, um kritische Emigranten zum Schweigen zu bringen. Versuchte oder gelungene Attentate, oft als Autounfälle getarnt, gab es unter anderem gegen den Exilschriftsteller Paul Goma, gegen geflohene Priester und Journalisten, gegen Emigranten ungarischer und deutscher Nationalität sowie Mitarbeiter von "Radio Free Europe", auf das auch ein Sprengstoffanschlag verübt wurde.
Kaum begreiflich, daß ein Vierteljahrhundert voll solcher Taten dieser Karikatur eines kommunistischen Volkstribunen bis heute nichts anhaben konnte. Unbegreiflich, daß ein tumber Apparatschik, der nie eine höhere Schule abgeschlossen hat, sich vor aller Welt so anhimmeln lassen darf: "Flüsse trockneten aus, Sterne erloschen, bis dieses Land all seine Kraft in einem Körper konzentrieren konnte."
All das wird Tag für Tag einem Volk zugemutet, das dank der Schreckensherrschaft Ceausescus nach Expertenschätzungen - Statistiken darüber werden längst nicht mehr publiziert - die geringste Lebenserwartung und höchste Kindersterblichkeit, die größte Selbstmordrate und das bitterste Elend des Kontinents erleiden muß und das in fehlgeplanten Industriegebieten nicht mehr atmen kann, weil die unproduktiven Fabriken vor allem Dreck ausstoßen.
Zu Beginn seiner Herrschaft verschuldete Ceausescu den Staat mit elf Milliarden Dollar im Ausland, um das Agrarland Rumänien zur Industrienation aufzupäppeln. Doch die Stahlhütten, Raffinerien und Chemiekombinate gerieten um viele Nummern zu groß. Es gab weder hinreichend Rohstoffe noch Abnehmer, die teuren Anlagen rotten, nur zu Bruchteilen ausgelastet, dahin, für ihre Maschinen sind keine Ersatzteile da.
Unermüdlich schuf der Führer sich Denkmäler, wie den über zwei Milliarden Dollar teuren Schwarzmeer-Donau-Kanal, auf dem kaum Frachten befördert werden, da ihn niemand braucht, vom Parteiorgan Scinteia gleichwohl als "monumentale Errungenschaft, vergleichbar mit der Erschaffung der Welt" gefeiert.
Um die Milliardenschulden abzutragen, setzte Ceausescu, der sein Land "schlimmer ruinierte, als ein Krieg es hätte tun können" (Sunday Times), das Volk auf Hungerration: Alles, was nicht niet- und nagelfest war, wurde, oft zu Dumpingpreisen, ins Ausland verscherbelt. Da kaum jemand rumänischen Industriepfusch haben wollte, waren es vor allem Nahrungsmittel, die den eigenen Bürgern vorenthalten wurden.
So konnte der Conducator in diesem Frühjahr stolz verkünden, Rumänien habe vorzeitig alle Schulden zurückgezahlt und sei niemandem mehr "tributpflichtig". Dabei hat Bukarest bereits neue Kredite aufgenommen, um ein Atomkraftwerk in Cernavoda nahe dem Schwarzen Meer fertigzustellen.
Aber auch wenn alle Schulden getilgt wären, bedeutete das keinen Fortschritt fürs Volk, denn der Führer hat längst neue Irrsinnsprojekte laufen. Er will Rumänien mit eigenen Raketen hochrüsten, die dann womöglich rumänische Atomsprengköpfe befördern könnten.
Und: Im Rahmen einer "Systematisierung" der rumänischen Gesellschaft hat der Führer im vorigen Jahr den Umbau des ganzen Landes angeordnet: 7000 der rund 13 000 Dörfer Rumäniens sollen bis zur Jahrtausendwende plattgewalzt und durch Betonsilos - 500 "agroindustrielle Zentren" - ersetzt werden, um so "den Unterschied zwischen Stadt und Land auszumerzen" und endgültig den rumänischen Einheitssklaven zu schaffen.
Über diese Dorfzerstörung, die laut Plan 350 000 Hektar neue Ackerfläche bescheren soll, aber den Bauern das letzte Fleckchen privat genützten Bodens nimmt, ist der rumänische Diktator weltweit mehr ins Gerede gekommen als durch alles, was er seinem Volk schon vorher zugemutet hat. Hauptsächlich die jahrhundertealten Siedlungen der deutschen und ungarischen Minderheit in Siebenbürgen sollten von dem Abbruchplan betroffen sein. Das Europäische Parlament verurteilte das Projekt als "kulturellen Genozid".
Angesichts eines heftigen internationalen Proteststurms wägen rumänische Behörden die Worte heute vorsichtiger, wenn von der Dorfbeseitigung die Rede ist - doch aufgehoben, wie manche Beobachter wähnten, wurde sie keineswegs. Der Conducator baut auf den natürlichen Verfall der vor allem von ihren deutschen Bewohnern verlassenen Dörfer, der ihm das Niederreißen erspart. Ungarn werden so drangsaliert, daß schon fast 30 000 von ihnen geflüchtet sind, Hunderte kamen dabei zu Tode.
Zur Zeit fehlt das Geld für eine zügige Dorfliquidierung. Denn erst mal möchte "Idi Aminescu", wie der Volksmund ihn nennt, das gnadenlose Zerstörungswerk an seiner Hauptstadt vollenden.
Als Bukarest 1977 von einem Erdbeben heimgesucht wurde, das 1500 Menschen das Leben kostete, blieb das alte Uranus-Viertel im Zentrum weithin unbeschädigt. Das brachte den Conducator, der ausländische Hilfslieferungen für die Erdbebenopfer unterschlagen ließ, auf die Idee, an diesem sicheren Platz ein überdimensionales Denkmal seiner "Epoca de Aur" hochzuziehen.
Anfang der achtziger Jahre begannen Bulldozer, das Zentrum des einstigen "Paris des Ostens" niederzuwalzen. 10 000 Häuser, aber auch Kirchen, Klöster und Synagogen wurden gesprengt und abgetragen, insgesamt 40 000 Menschen in trostlose Steinwüsten am Rand der Stadt umgesiedelt.
Die Dimbovita, der Fluß, der durchs Zentrum der Hauptstadt fließt und sämtliche Abwässer aufnimmt, erhielt ein zementiertes Oberbett, unter dem unsichtbar die Kloake fließt. Hinter der Stadt vereinigen sich die beiden wieder. Ein künstlicher Betonsee, von Fertigbauten umrahmt, verbreitet den Charme eines riesigen Klärbeckens.
Ein über drei Kilometer langer "Boulevard des Sieges des Sozialismus", breiter als die Champs-Elysees, zerreißt die Stadt im Zentrum in zwei Hälften, auf beiden Seiten mit einer endlosen Reihe von neunstöckigen Wohnburgen gesäumt, deren Fenster erblinden, deren Beton zu bröckeln beginnt.
Krönung der Scheußlichkeit ist ein Kitsch-Palast von gigantischen Ausmaßen, der auf einer künstlichen Anhöhe emporwächst: das 17stöckige "Haus des Volkes", neuer Amtssitz des roten Monarchen samt seiner Kamarilla, ein Monsterbau, den Parteidichter Eugene Barbu bereits zu "unserer Akropolis" hochjubelte.
Seit fast zehn Jahren fließen Milliarden in dieses Projekt, für das unter Leitung der Architektin Anca Petrescu, die als Fähigkeitsnachweis eine Freundschaft mit dem Diktatorensohn Nicu vorweisen kann, die verdientesten Bildhauer des Landes zusammengezogen werden, um immer neue Säulen, Figuren und Schnörkel zu meißeln.
Die Einweihung dieses Monuments von Menschenverachtung wurde schon vielfach verschoben, ursprünglich sollte die Paranopolis bereits 1985, zum 20. Dienstjubiläum des Herrschers, fertig sein. Zur Zeit nennt niemand mehr ein genaues Datum, denn dem Führer fällt immer wieder etwas Neues ein. So verrotten die Neubauten, noch ehe sie von den oberen Zehntausend der Nomenklatura bezogen werden können.
Unterhalb der steingewordenen Zuckerbäckerburg im Ausmaß von 250 mal 200 Meter ist ein riesiger Atombunker verborgen, in dem der Conducator und seine Sippe mindestens zwei Jahre lang überleben können. Von dort führen lange unterirdische Tunnel zu weit entfernten Ausgängen. Durch sie kann der Held des Volkes sich im Notfall von diesem klammheimlich absetzen.
Das könnte bald geschehen, denn trotz seines Terrors hat der Donau-Despot kaum noch Aussichten, im nächsten Jahr sein silbernes Macht-Jubiläum zu feiern.
Im November 1987 stürmten die Arbeiter von Brasov, dem ehemaligen Kronstadt, auf die Straßen. Sie forderten Brot und Freiheit, riefen "Nieder mit Ceausescu!". Der Arbeiteraufstand wurde mit Hilfe der Armee niedergeschlagen. Bis heute patrouillieren in Brasov Doppelstreifen der Polizei mit AK-47-Sturmgewehren über der Schulter.
Die Bürgerrechtlerin Doina Cornea verdammte in einem offenen Brief im April dieses Jahres Ceausescus "erstickende Herrschaft . . . die an ihrem Kreuzweg angelangt ist", nannte ihre Heimat einen "Kerker". Sie vegetiert seither unter Hausarrest.
Schon im März hatten sechs ehemalige Spitzengenossen ein Ende der Schreckensherrschaft des Conducators gefordert, die zur "Gefahr für die biologische Existenz der Nation" geworden sei.
Eine "Front zur Rettung der Nation" verurteilte den "ekelhaften Personenkult" und sieht im 14. Parteitag eine "letzte Gelegenheit zur Wende", danach drohe "Blutvergießen".
Noch begehrt der letzte Stalinist trotzig gegen den Wandel in der sozialistischen Welt auf. Er ließ kürzlich ein KSZE-Treffen über Umweltschutz in Sofia platzen, schlug Warnungen Michail Gorbatschows in den Wind, daß Menschenrechte auch in sozialistischen Staaten zu gelten hätten.
Als Ungarn den Eisernen Vorhang an seiner Westgrenze zu demontieren begann, ließ Ceausescu Stacheldrahtzäune an seiner Grenze zu Ungarn ziehen und dehnte die Grenzsperrzone auf 50 Kilometer aus.
Er, der sich unter dem Beifall des Westens 1968 geweigert hatte, mit in die CSSR einzumarschieren, um den Prager Frühling zu ersticken, forderte jetzt ein Eingreifen gegen den Verrat am Sozialismus, den die polnischen und ungarischen Genossen begingen.
Doch keiner mag mehr auf ihn hören, längst ist den Genossen der Feudalherr als Surrealsozialist nur noch peinlich.
Italiens KP wird sich an seinem Parteitag nicht mehr beteiligen, auf dem der große Führer seinem verhungernden Volk wieder einmal "den höchsten Lebensstandard in Europa" versprechen will. In der DDR zogen letzte Woche Demonstranten vor die rumänische Botschaft, um ein Ende der Despotie zu verlangen.
Ungarn hat den Nachbarn bei den KSZE-Unterzeichnern angeklagt. Der Patriarch der rumänisch-orthodoxen Kirche in Paris, Virgil Gheorgiu, hat das Volk zum Aufstand gegen Ceausescu aufgerufen - eine Drohung, die der offenbar durchaus ernst nimmt: Für die Parteitagswoche wurde ausländischen Normalbesuchern die Einreise verweigert, im Land wurden Reisesperren verhängt. f

DER SPIEGEL 47/1989
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