16.10.1989

Edmund Gruber

Edmund Gruber, 53, Intendant des Deutschlandfunks (DLF), entsandte Reporter mit einem Sonderauftrag zu DDR-Übersiedlern nach Passau und Deggendorf. Die Flüchtlinge, die gerade über Ungarn in den Westen gelangt waren, wurden nach ihren Hörgewohnheiten befragt und lieferten ein Bekenntnis zum freiheitlichen DLF ab. Neun von zehn Befragten entpuppten sich als Grubers Hörer, 66,3 Prozent beteuerten, sie hätten den Kölner Sender auf der Mittelwellen-Frequenz empfangen. 54,7 Prozent hatten entweder "alles gehört" oder "keine bestimmten" Sendungen. 69,5 Prozent versprachen, auch in der Bundesrepublik den Sender hören zu wollen. Unbeeindruckt von Kritik im eigenen Funkhaus an der Befragungsaktion lobte Gruber: Die DDR-Flüchtlinge hätten "differenziert zum Programm des Deutschlandfunks und seinem Inhalt" Stellung genommen.


DER SPIEGEL 42/1989
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