02.07.1990

Waffen für Irak?

In der Bundesrepublik bahnt sich eine neue Rüstungsexportaffäre an: Die Schwerpunktabteilung für Wirtschaftsstrafsachen bei der Bochumer Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche des Essener Konzerns Ferrostaal eingeleitet. Die Ruhr-Firma hatte als Konsortialführer mit dem Irak einen Vertrag über die Lieferung einer Schmiedeanlage im Wert von rund 130 Millionen Mark geschlossen. Die inzwischen gelieferte Anlage ist nach Meinung von Experten zum Bau von Waffen geeignet. Die Ferrostaal-Manager, gegen die wegen des Verdachts ermittelt wird, gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben, bestreiten diesen Vorwurf. Fahnder des Düsseldorfer Zolls waren vor einigen Wochen auf den Deal gestoßen. Bei Durchsuchungen der Ermittler in Wohnungen und Geschäftsräumen ist inzwischen umfangreiches Material sichergestellt worden.

DER SPIEGEL 27/1990
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