23.04.1990

„Makkaroni mit Schinken, bitte“

Den Aufruf des "Neuen Forum" hätten 1500 DDR-Bürger unterzeichnet, teilt Stasi-Führer Erich Mielke am 19. September im Politbüro mit. Das Alarmierende sei, daß darunter auch SED-Genossen seien. Da entstehe ein gefährliches konterrevolutionäres Sammelbecken.
Das Politbüro diskutiert über die Anmeldung der Gruppe und gibt als Linie für das Innenministerium aus, das Neue Forum selbstverständlich nicht zuzulassen, da es in der DDR bereits genügend Organisationen gebe und "kein gesellschaftliches Bedürfnis bestehe".
Egon Krenz, nach vier Wochen Urlaub von der Ostsee zurückgekehrt, äußert sich besorgt über den Beschluß zur Lage in der DDR, den die Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen verabschiedet hat: Es sei ein gefährliches Oppositionspapier, weil es zu 70 Prozent die Probleme der Bevölkerung benenne und nur zu 30 Prozent ein Angriff auf die DDR sei. Die Genossen sind einig darin, die Einmischung in die staatlichen Angelegenheiten zurückzuweisen.
Zwei Tage später beschreibt ein "W. M." im Neuen Deutschland die Kirchenäußerungen als einen "Katalog von Maßnahmen", um die DDR kapitalistisch und für die Wiedervereinigung sturmreif zu machen. Der Kommentator fragt: "Was hat denn das mit Kirchenangelegenheiten zu tun?"
Krenz, von seinem Vertreter Wolfgang Herger über die erstaunlich kritischen Politbüro-Diskussionen der letzten Wochen informiert, trifft sich nun außerhalb der Sitzungen gelegentlich mit Günter Schabowski. Krenz wird von zwei seiner vier Abteilungsleiter, von der FDJ-Spitze und Jugendfreunden aus gemeinsamen FDJ-Zeiten vorwärtsgetrieben, und Schabowski bekommt aus seinem Bezirkssekretariat, der Humboldt-Universität und anderen Parteigruppen Rückenwind; überall im Lande rumort es an der Parteibasis.
Den beiden ist klar: "Das geht nicht mehr so weiter, wir müssen etwas tun", aber was, das wissen sie nicht. Es ist ein diffuses Bündnis, dem noch Siegfried Lorenz, der Bezirkschef von Karl-Marx-Stadt, zugerechnet werden kann. Nicht gemeinsame konkrete Überlegungen über notwendige Reformen bringen die beiden zusammen, von der Zuneigung zu Gorbatschows Perestroika einmal abgesehen, sondern die Erkenntnis, daß das Politbüro auf die Ausreisewelle und die Unruhe im Land reagieren muß.
Krenz, der "Pingpong-Spieler" (Schabowski), sieht in dem redegewandten Berliner Bezirkschef den nötigen Partner, um im Politbüro und im Zentralkomitee Mehrheiten für den Abgang Honeckers zu organisieren.
Im August des Vorjahres hatte der Rückversicherer Krenz im Politbüro-Genossen Werner Felfe den Mann gesehen, der ihm beim Sturz des Generalsekretärs die Hand halten und den Rücken stärken könnte. Doch der kluge Wirtschaftsfachmann starb an "akutem Herzversagen", bevor das konspirative Duo zur Tat schreiten konnte.
Wie damals so ist Krenz auch beim zweiten Griff zur Macht seine Person Programm genug: Weder er noch sein neuer Partner Schabowski reden miteinander darüber, wie denn die DDR unter Krenz sich von der DDR unter Honecker unterscheiden soll.
Egon verabschiedet sich für eine Woche von der vorrevolutionären Bühne, nach China.
Honecker, an der Gallenblase operiert und noch bettlägerig, jagt am 22. September ein wütendes (chiffriertes) Fernschreiben an alle Ersten Bezirkssekretäre: "Da in einigen Kreisen nicht rechtzeitig die politisch-organisatorischen Maßnahmen getroffen wurden, ist es erforderlich, die bisher geleistete Arbeit zu überprüfen." Auf der letzten gemeinsamen Beratung "bestand Übereinstimmung", daß "die feindlichen Aktionen im Keime erstickt werden müssen", doch "in der letzten Zeit haben auf verschiedenen Ebenen Aktivitäten unserer Feinde stattgefunden, die darauf gerichtet sind, entsprechend der bundesdeutschen Propaganda konterrevolutionäre Gruppen zu organisieren".
Der Generalsekretär weist seine Statthalter in den Bezirken an, "dafür Sorge zu tragen, daß die Organisatoren isoliert werden". Und da in den Bezirken große Unruhe wegen der bisherigen Sprachlosigkeit der Führung herrscht, fügt er beruhigend hinzu: "Alle Fragen werden vom Politbüro gründlich verfolgt und zum geeigneten Zeitpunkt zur Entscheidung gestellt."
Mittag informiert das Politbüro am nächsten Tag über die Provokation in Leipzig, "bei der es erste Tote hätte geben können". Die Aggressivität sei durch die Kirche geschürt worden; jetzt vor dem 40. Jahrestag wolle man keine Konfrontation mit der Kirche, aber danach müsse man sich die Initiatoren vornehmen.
Der Pfarrer habe die Menschen in der Kirche angewiesen, bei ihrem Marsch durch die Stadt stets in die Kameras der Westmedien zu schauen, das sei der Beweis, wie die BRD, die Kirche und die Konterrevolutionäre zusammenarbeiteten. Die Staatsanwaltschaft müsse die Leipziger Pfarrer vorladen und belehren, wirft Mielke ein.
Der Stasi-Chef weiß beizusteuern, daß der Telefonverkehr zwischen DDR und BRD stark zugenommen habe, ebenso der Paketstrom in den Westen. Der Inhalt lasse auf Fluchtvorbereitungen Zehntausender DDR-Bürger schließen.
Schabowski berichtet von einer Veranstaltung im Deutschen Theater, auf der er sich Künstlern gestellt hat. "Wir haben euch satt" - das sei der Tenor der Diskussion gewesen. Die Parteiführung müsse grundsätzlich auf die Unruhe im Land reagieren: "Wir brauchen komplexe Antworten, aber den 40. Jahrestag dürfen wir uns nicht verhageln lassen."
Die Vorzeichen des Sturms werden von den Politbüro-Genossen nicht mit sichtbarer Beunruhigung erörtert, eher beiläufig. Mit echter oder gespielter Gelassenheit registriert die Runde die schlechten Nachrichten, meist schnell wieder hinter der Tagesordnung in Deckung gehend.
Wer zu besorgt über die miese Lage sprechen würde - so funktioniert die Logik in diesem Saal -, der macht sich verdächtig, selbst schon der Hetze des Klassengegners verfallen zu sein.
Zwei Tage nach der Sitzung bringt Mielkes geheimnisvoller Bote ausgewählten Genossen des Politbüros die neuesten schlechten Nachrichten. Er geht von Büro zu Büro und läßt sich den Empfang des Informationsdossiers Nummer 427/89 von jedem bestätigen. Die Exemplare sind numeriert und tragen unter der Kopfzeile "Ministerium für Staatssicherheit" den schwarz umrandeten Vermerk "Streng geheim! Um Rückgabe wird gebeten!" Drei Tage später wird der Mann wieder auftauchen und die Dossiers zurückfordern.
Bis dahin haben die Hüter der DDR Zeit, von den jüngsten Bemühungen zu lesen, ihnen das Leben schwerzumachen. In Leipzig, wo sonst, in einer Kirchengemeinde, wo sonst, haben sich am 24. September 80 Vertreter von Oppositionsgruppen aus der ganzen DDR versammelt, darunter auch Mielkes Langohren. "Die Bohley", wie die Kundschafter schreiben, habe dort erklärt, das Neue Forum sei für alle offen, "auch für Kriminelle und Republikaner". In der Diskussion hätten Vertreter anderer Oppositionsgruppen das Neue Forum "wiederholt als 'akzeptable Plattform' anerkannt".
Obwohl der Minister des Inneren die Anmeldung des Bündnisses zurückgewiesen habe, "wird die Absicht der Inspiratoren/Organisatoren deutlich, ihre Aktivitäten fortzusetzen". In den Initiativgruppen arbeiteten "bekannte feindliche, oppositionelle und andere negative Kräfte", aber auch solche Personen aus Kirchenkreisen, "die bisher loyale Positionen gegenüber dem Staat eingenommen haben".
Mielkes Leute haben in der ganzen DDR "16 Vorkommnisse des Anbringens von Losungen und des Verbreitens von Hetzzetteln mit direkter Bezugnahme auf das 'Neue Forum'" registriert; sie wissen, "daß Bürger unterschiedlichster Bevölkerungskreise aus eigener Initiative ihre Zustimmung mitteilen", und sind informiert "über die mißbräuchliche Nutzung betrieblicher Drucktechnik für die Vervielfältigung der Erklärung"; sowohl am Arbeitsplatz des Erstunterzeichners Professor Reich als auch bei Rockkonzerten der Gruppe Silly lauschen Mielkes Männer auf Solidaritätsregungen mit der Oppositionsgruppe.
Auf der Versammlung des "Bezirksverbandes Potsdam des Schriftstellerverbandes der DDR" habe die Schriftstellerin Helga Schütz versucht, "die Anwesenden zur Unterzeichnung der Erklärung zu veranlassen", doch nach der Abstimmung ("8 Stimmen für Unterzeichnung, 21 Gegenstimmen, 2 Enthaltungen") wurde "dieses Ansinnen zurückgewiesen".
Da Mielke selbst in so kleinen Gruppen seine Horchposten hat und die, fürsorglich, wie er nun mal ist, nicht gefährden will, endet auch dieses Dossier mit dem Hinweis: "Die Information ist wegen Quellengefährdung nur zur persönlichen Kenntnisnahme bestimmt."
Noch vom Krankenbett aus hatte Erich Honecker über den Rechtsanwalt Vogel der Bundesregierung am 22. September eine Botschaft zukommen lassen. Nun, nach sechs Wochen Krankheit wieder am Schreibtisch, vertraut er weiter auf die stillen Dienste des Anwalts, ohne selbst in der Öffentlichkeit die Massenflucht zu kommentieren.
Von seinen beiden Getreuen Günter Mittag und Joachim Herrmann ist Honecker in den vergangenen Wochen nicht nur über die Diskussion im Politbüro informiert worden, er hatte über Herrmann und das ND auch seine Werktätigen "den Menschenhandel der BRD" kommentieren lassen, etwa so: "Ich habe erlebt, wie BRD-Bürger 'gemacht' werden" (der betäubte Mitropa-Koch); "Jugendliche von Abwerbern regelrecht eingekreist"; "Jetzt erst recht unsere DDR stärken"; "Sie sollten das Recht verwirkt haben, diese Heimat je wieder zu betreten".
Alle Politbüro-Genossen schwärmen aus, um an der ideologischen Front die rote Fahne wehen zu lassen und bewährten Betriebskollektiven Ehrenbanner zu überreichen. Die DDR-Oberen überschütten die versammelten Werktätigen und die Leser des Neuen Deutschland mit Durchhalteparolen und Drohungen: "Die Nationale Volksarmee wird ohne zu zögern unsere Errungenschaften standhaft verteidigen" (Keßler); mit der Nichtzulassung des Neuen Forum "wurde allen antisozialistischen Kräften eine deutliche Antwort gegeben" (Mielke); "Millionen setzen sich bewußt und überzeugt für diesen Staat ein" (Krenz); "Unser Schiff zieht seinen Kurs fest und stolz dahin - bis zum Sieg" (Mittag).
Die kritischen Töne aus den Diskussionen des Politbüros gelangen nicht an die Öffentlichkeit, auch Lorenz und Schabowski agitieren im dumpfen Einheitssound; und wenn sich doch einmal leise Mißtöne einschleichen, zensiert Medienwart Herrmann die fahrlässigen Politbüro-Kollegen: Stoph spricht in Dresden von "ernsthaften Sorgen, wenn junge Menschen unser Land verlassen", und von den Ursachen der Fluchtwelle, die auch "in Mängeln und Fehlern in der Arbeit bestehen"; blitzschnell sperrt Herrmann die entsprechende ADN-Meldung, bevor die Junge Welt sie drucken kann.
Mitten im ideologischen Feuerwerk, am 29. September, in einer Pause der Festveranstaltung "40 Jahre Volksrepublik China", läßt Honecker das Politbüro im Apollo-Saal der Staatsoper antreten, ohne Frauen, um den verdutzten Genossen mit steinernem Gesicht mitzuteilen, daß morgen Züge der DDR-Reichsbahn die 2500 Prager Botschaftsbesetzer in die Bundesrepublik bringen würden. Die tschechischen Genossen hätten darum gebeten, da sie fürchteten, die eigene Opposition könne die Unruhe durch die DDR-Flüchtlinge nutzen, um die CSSR in Unruhe zu stürzen. Die Züge sollen nachts fahren, erklärt Honecker, Genscher und Seiters hätten Stillschweigen und "keinen öffentlichen Empfang" in der BRD zugesagt.
Eine Woche vor dem hochheiligen Jahrestag des Arbeiter-und-Bauern-Staates ist der Generalsekretär nunmehr gezwungen, den Menschenhandel Richtung BRD nun auch noch selbst zu organisieren, in volkseigenen Zügen, auf Staatskosten, vor aller Welt.
Nicht genug: Genscher ist schneller als die Pressestelle der DDR-Regierung, eilt auf den Prager Botschaftsbalkon und organisiert sich "den bewegendsten Augenblick meiner politischen Arbeit". In der Bundesrepublik gehen die Kameras in Stellung, um den jämmerlichsten Augenblick in der Geschichte der DDR wie einen unendlichen Rosenmontagszug ins Bild zu setzen.
Honecker läßt seiner Wut über die doppelte Schmach von Prag in einem ADN-Kommentar freien Lauf, in dem den Ausgereisten Beschimpfungen wie "Asoziale", "die moralischen Werte mit Füßen getreten", "bar jeder Verantwortung" hinterhergeschleudert werden. Den Satz "Man sollte ihnen deshalb keine Träne nachweinen" fügt der zornige Generalsekretär handschriftlich ein - er ist der Anfang von seinem Ende.
In der SED wirkt dieser Satz wie das Signal zum (wenn auch noch heimlichen) Aufstand, ganze Parteigruppen verweigern diesem weltfremden Zynismus die Gefolgschaft. Schabowski schlägt die Empörung aus allen Teilen seiner Berliner Parteiorganisation entgegen; Krenz, in der Nacht aus China zurückgekehrt, wird von der FDJ und ZK-Abteilungsleitern bedrängt.
In der Bevölkerung löst der Satz, je nach Weltanschauung, Verzweiflung oder Widerstand aus. In Prag läuft die Botschaft wieder voll, in Leipzig ziehen an diesem Montag 25 000 Demonstranten durch die Straßen, fünfmal mehr als eine Woche zuvor. Mit dem "Demokratischen Aufbruch" gründet sich bereits die sechste politische Oppositionsgruppe. Viele kirchliche Friedensgruppen, die in den vergangenen Jahren im stillen gewirkt haben, treten nun frech an die Öffentlichkeit.
Resolutionen und Aufrufe schneien dem ZK ins Haus, von den Rockmusikern der DDR, vom Verband Bildender Künstler, vom Präsidium der Akademie der Künste, vom Ensemble der Staatstheater Dresden und aus dem Berliner Traditionsbetrieb Bergmann-Borsig - das Volk verlangt Gehör.
Als am 3. Oktober das Politbüro wie immer am Dienstag zusammentritt, ist im Saal der roten Sessel vom Lärm im Land nichts zu vernehmen. Der Generalsekretär leitet zum erstenmal seit sieben Wochen wieder, und alle, auch die bereits halbgewendeten Köpfe, schweigen. Honeckers Entwurf der makabren Rede zum 40. Jahrestag passiert diskussionslos den Rat der tauben Götter. Die närrischen Feierlichkeiten können beginnen.
Eben noch hat Erich glücklich den 400 Veteranen im Festsaal des ZK zugeprostet und mit ihnen den Evergreen "Bau auf, bau auf" gesungen, da läßt er die Ersten Bezirkssekretäre der SED im Nebenraum zusammentrommeln und teilt ihnen mit, daß er um 15 Uhr die Grenze zur CSSR schließen mußte, weil "bestimmte Kreise in der BRD weitere Provokationen zum 40. Jahrestag vorbereiten".
Honecker hält seinen 15 Statthaltern in den Bezirken, unter ihnen Hans Modrow, einen Monolog zur Lage. Die sei kompliziert, aber in der Geschichte der DDR habe es des öfteren schwierigere Situationen gegeben.
Mit dem Verrat der Ungarn habe alles angefangen: "Wir haben ihnen vertraut, sie haben uns aber verraten und niemanden informiert, nicht einmal die Sowjetunion." Die BRD habe ihr Wort gebrochen. Mit den Tschechen sei die Zusammenarbeit gut, aber man müsse die Grenze dichtmachen, "da es sonst in Prag Krawalle auf der Straße gibt".
Im Innern käme es darauf an, konterrevolutionäre Aktionen "im Keim zu ersticken", Demonstrationen mit allen Mitteln aufzulösen. Das Neue Forum müsse als staatsfeindlich entlarvt werden. "Unsere Aktionslosung bleibt: 'In Ordnung bringen, was nicht in Ordnung ist'."
Der Generalsekretär schärft den Bezirkschefs ein, sofort die "Bezirkseinsatzleitungen" zusammenzurufen, die Notstandsregierungen in den Provinzen, denen der Erste SED-Sekretär, der Stasi-Leiter, der Ratsvorsitzende und der Polizeichef angehören.
Während in Dresden Tausende DDR-Bürger versuchen, auf die durchfahrenden Flüchtlingszüge in den Westen zu springen, und daran von Polizeihundertschaften und Armee-Einheiten knüppelkrachend gehindert werden, läuft im Haus der tausend Fenster der Countdown für das größte Jubelfest in der Geschichte der DDR. Die anreisenden VIPs aus allen Politbüros dieser Welt werden auf der Titelseite des ND angekündigt wie Stars eines Jahrhundertfestivals; die Innenseiten künden vom Regen der Orden und Banner, die auf die Helden der Arbeit niedergehen; in den Sälen des ZK ballen die Abordnungen des Proletariats die Fäuste.
Die Dresdner Zugverspätungen halten den Bezirkschef Hans Modrow so in Atem, daß er sich in der Woche darauf in einer Beratung darüber beschweren wird, daß man die Dresdner Parteiorganisation "in den Kämpfen dieser Woche" allein gelassen habe, daß er persönlich den Verteidigungsminister um die Entsendung von Armee-Einheiten bitten mußte und daß dem Politbüro wohl nicht klar sei, wie schlecht es um die DDR stehe.
Das Politbüro hat zwar erwogen, die Züge aus Prag unauffällig über Bad Brambach zu leiten, aber Honecker ("Wir müssen die Souveränität der DDR demonstrieren") und Mielke bestehen auf der Fahrt durch Dresden. Aus dieser kindischen Geste entwickelt sich die blutigste Woche des unblutigen Aufstandes, die offene Schlacht zwischen der alten Macht und dem Volk. Jeden Tag rückt die Polizei aus, um immer mehr Demonstranten zu schlagen und "zuzuführen", ohne daß die Bürger von der Straße zu bekommen sind. Insgesamt 1303 Dresdner werden unter der Verantwortung des Bezirkseinsatzleiters Modrow bis zu fünf Tage lang in der Polizeikaserne und der Strafanstalt Bautzen gequält und eingeschüchtert.
Am 5. Oktober schickt Mielke gleich zwei vertrauliche Verschlußsachen an den Leiter der Dresdner und die Leiter der anderen Diensteinheiten. Inhalt: "Feindlich-negative Aktivitäten sind mit allen Mitteln entschlossen zu unterbinden." Ausdrücklich befiehlt der Stasi-Chef die "ständige Informierung der 1. Sekretäre der Bezirksleitungen der SED über die Lage im Zusammenhang mit vorgenannten Maßnahmen". Und geschult im Geländespiel schärft der Häuptling seinen Indianern abschließend ein: "Keine Überraschung zulassen! Dem Gegner keine Möglichkeit geben, dort aktiv zu werden, wo er annimmt, daß wir da nicht sind! - Mielke, Armeegeneral."
Im ZK in Berlin interessieren sich nur die Sicherheitsexperten Krenz und Herger für die heimliche Schlacht in der Provinz. Das Politbüro nimmt Unter den Linden den Fackelzug von 100 000 Jugendlichen ab, die gekommen sind, "um in bewegter Zeit Farbe zu bekennen" (ND). Immerhin: Der FDJ-Chor, der gegenüber der Tribüne mit Honecker und den Ehrengästen (von Gorbatschow abwärts alle Größen der kommunistischen Weltbewegung) die gängigen Kampflieder anzustimmen hat, weigert sich, "Die Partei, die Partei, die hat immer recht" zu schmettern, und stimmt statt dessen die deutsch-russische Weise "Druschba, Freundschaft" an. Erich und Margot, durch penetrantes "Gorbi, Gorbi"-Geschrei verärgert, verlassen ihre sowjetischen Gäste nach dem Ende der Fackelparade wutentbrannt, während Michail gutgelaunt herumplaudert und Raissa mit dem bestaussehenden Mann flirtet, den die FDJ zu ihrer Betreuung aufbieten konnte. Er macht seine Sache so gut, daß Modrow ihn später als Minister für Jugend nominiert.
Als sich das Politbüro am nächsten Morgen mit Gorbatschow trifft, will dieser zunächst mit Honecker unter vier Augen sprechen. Weil Erich dennoch seine Stütze Günter Mittag mitbringt, muß der Holzbeinige während des Gesprächs der beiden Generalsekretäre vor der Tür herumstehen.
Honecker tritt aus der Tür, Mittag sieht ihn an, Honecker schaut zur Seite, Mittag weiß: Es ist mies gelaufen. Dem versammelten Politbüro berichtet Honecker, das Gespräch sei in großer Einmütigkeit verlaufen, und während er die große Verbundenheit mit der ruhmreichen Sowjetunion und seinem Freund und Genossen Michail beschwört, läuft er langsam zartrosa an und endet irgendwo im Tiefroten.
Gorbatschow spricht über die Probleme der Perestroika; Honecker hält ihm die Erfolge der DDR vor, in der Landwirtschaft, im Wohnungsbau, in der Mikroelektronik, der Mega-Chip, alles bestens, da kann der Gegner noch so hetzen, die DDR steht. Honecker ist am Ende, guckt schweigend in die Runde. Alle schweigen.
Gorbatschow schaut still den Tisch rauf und runter, ungläubig, wendet sich zu seinem Nachbarn und sagt nichts weiter als: "Tsss!" Ein kleines, spöttisches, lächelndes "Tsss!" Ein letzter Blick in die stummen Gesichter des Politbüros, abrupt steht Gorbatschow auf und geht forschen Schrittes.
Schabowski: "Wir waren Arschlöcher, da hätten wir putschen müssen, unter seinen Augen!"
Schabowski und Krenz beobachten vom Palast der Republik aus die Demonstranten, die, durch einen Wassergraben von der Festgemeinde getrennt, dem Politbüro ihre Glückwünsche zum Jahrestag überbringen wollen. Sie rufen "Gorbi, Gorbi" und singen die Internationale. "In Berlin passiert nischt, heute abend", sagt Schabowski zu Krenz. Im Festsaal singt der Tenor Jochen Kowalski eine Arie aus Händels "Julius Cäsar in Ägypten". Danach stimmen die Knaben des Leipziger Thomanerchores aus Bachs Kantate 207 a "Friede sei im Lande" an.
In Leipzig, Plauen, Karl-Marx-Stadt, Magdeburg, Potsdam, Suhl, Erfurt, Halle, Arnstadt knüppeln Polizeieinheiten Demonstranten durch die Straßen. In Dresden sorgt die Volkspolizei am gründlichsten für Unruhe und Unordnung. In Ost-Berlin sind ganze Stadtviertel abgeriegelt. Hunderte werden zugeführt und mißhandelt. Mielke eilt aus dem Festsaal an die Front, um seine Leute anzufeuern.
Am nächsten Morgen beraten Krenz, Schabowski und Mielke in der Normannenstraße, wie auf die am Abend erneut zu erwartenden Demonstrationen zu reagieren ist. Krenz steckt seinem Konspirationspartner den Entwurf einer Erklärung zu, die er auf dem Rückflug von China entworfen hat und seither unentschlossen mit sich herumträgt. Ermuntert durch Gorbatschows abfälliges "Tsss!" und getrieben durch die Unruhe auf der Straße, will Krenz nun dieses Papier, in dem das Politbüro die Fluchtwelle bedauert und Reformen verspricht, Honecker vorlegen. "Egon, jetzt wird die Sache ins Rollen kommen", sagt Schabowski, "darüber mußt du dir im klaren sein." Egon nickt. "Der war die scheißende Angst" (ein ZK-Mitglied).
Doch zunächst muß der Krach auf der Straße beendet werden, der stört beim Sturz. Krenz und sein Sicherheitsmann Herger entwerfen, im Namen und mit Zustimmung Honeckers, ein Fernschreiben an die Ersten Bezirkssekretäre, in dem diese aufgefordert werden, "weitere Krawalle von vornherein zu unterbinden". Sie werden angewiesen, sofort die Bezirkseinsatzleitungen zusammenzurufen und "entsprechende Maßnahmen festzulegen". Parallel informiert Mielke seine Bezirksleiter über die Honecker-Depesche: "Sie haben sich, ohne Kenntnis von dem Fernschreiben zu geben, auf die dort angewiesene sofortige Zusammenkunft der Bezirkseinsatzleitungen einzustellen." Der Sicherheitsnarr, offenbar in Bürgerkriegslaune, befiehlt, "alle Waffenlager und Waffenkammern sowie die in Privatbesitz befindlichen Waffen verstärkt zu kontrollieren" und die "Dienstwaffe entsprechend den gegebenen Erfordernissen ständig bei sich zu führen".
Erneut ermahnt Mielke seine Stasi-Leiter, die SED-Bezirkschefs "ständig aktuell und objektiv" zu informieren und mit ihnen die Maßnahmen im Bezirk abzusprechen: "Es sind die notwendigen Vorschläge einzubringen, um die Lage im Verantwortungsbereich zu beherrschen."
In Dresden, wie auch in Berlin, münden diese Vorschläge in massenhaften Zuführungen friedlich Herumstehender und in der schon üblichen Prügelorgie in der Kaserne. Doch gegen 22 Uhr, nachdem immer mehr Polizisten den Knüppeleinsatz verweigern, die Demonstranten auf Gespräche drängen und Kirchenvertreter zum zweitenmal bei Oberbürgermeister Berghofer vorsprechen, wendet sich die Staatsmacht zumindest in Dresden dem Frieden zu.
Im ZK in Berlin verfolgt nur Herger die Wende in Dresden - Krenz und Schabowski arbeiten an ihrem Aufstand -, und Herger ist es auch, der am folgenden Tag, am Demonstrationsmontag, dem 9. Oktober, Kontakt hält zur Leipziger SED. Schon am frühen Nachmittag signalisieren die Kundschafter aus der Nikolaikirche, daß das Neue Forum "Keine Gewalt"-Zettel verteilt und daß eigene Ordner eventuelle Ruhestörer bremsen sollen: "Stoppt Betrunkene, Provokateure, alle Gewalttätigen."
Herger erfährt von dem Aufruf der sechs Leipziger um Masur und Genossen zur Besonnenheit. Krenz telefoniert erst um 19.20 Uhr, als die Demonstration so gut wie gelaufen ist und die staatlichen Heerscharen schon abgezogen sind, kurz mit dem Leipziger Bezirkssekretär Helmut Hackenberg.
Kurt Meyer, ebenfalls SED-Bezirkssekretär und einer der sechs Unterzeichner des Ruhe-Appells, sagt über das Telefonat: "Krenz erkundigte sich nach der Lage in Leipzig, Helmut Hackenberg sagte ihm, es liefe gewaltfrei. Von unserer Aktion wurde ihm da noch nichts erzählt."
Erst am nächsten Morgen erfährt Krenz durch ein mehrseitiges chiffriertes Fernschreiben (Nummer 527, Aufgabezeit 6.45 Uhr, Empfangszeit 7.22 Uhr) aus Leipzig, wie in der Stadt der Helden die Ruhe und Ordnung gehalten wurde.
Hackenberg wird sofort nach Ost-Berlin ins Politbüro beordert und kommt zurück mit der Anweisung, sich mit den drei SED-Bezirkssekretären, die den Aufruf unterschrieben, "auseinanderzusetzen". Kurt Meyer: "Man hat uns über Wochen vorgeworfen, wir hätten die Sicherheitskräfte verunsichert am 9. Oktober."
Die später verbreitete Legende, Honecker habe an diesem Montag ein chinesisches Massaker anrichten wollen und sei von Krenz daran gehindert worden, ist eine in Revolutionszeiten wohl unvermeidliche Übertreibung. Weder unternimmt Erich an diesem Montag irgendwelche Anstrengungen, um die in Leipzig bereitstehenden Polizei- und Armee-Einheiten zum Angriff zu bewegen, noch fällt ihm Egon in jenen Arm, der zum Telefonhörer greift. Die beiden Genossen haben Wichtigeres zu tun: Sie streiten sich stundenlang, ob Egons Erklärung nun morgen im Politbüro diskutiert werden soll oder nicht.
Sie verzichten sogar, im Gegensatz zum folgenden Montag, darauf, in die Leitstelle des Innenministeriums zu fahren, in der sie über die durchgeschalteten Leipziger "Verkehrskameras" den Verlauf der Konterrevolution beobachten können.
"Es kam zu keinen Gewalthandlungen; vorbereitete Maßnahmen zur Verhinderung/Auflösung kamen entsprechend der Lageentwicklung nicht zur Anwendung", heißt es anderntags lakonisch im internen Papier Nummer 452/89 der Staatssicherheit über den Verlauf des 9. Oktober in Leipzig. Nicht ein Befehl aus Ost-Berlin, sondern die friedliche Macht der 70 000 hat verhindert, daß sich der von der Staatsmacht aufgefahrene Gewaltapparat in Bewegung setzte. Und, so heißt es im Stasi-Papier: "Einfluß auf die Lageentwicklung und die Verhinderung von Gewalt hatten u.a. der im Rundfunk verlesene Aufruf zur Besonnenheit von Professor Masur . . ."
Am Vorabend der Politbüro-Sitzung hatte Honecker seinem widerspenstigen Zögling Krenz am Schluß gedroht, falls er den Entwurf seiner Erklärung doch einbringen wolle, sei das sein politisches Ende. Schabowski und Krenz haben neun Politbüro-Genossen auf die Diskussion eingestimmt, den anderen wird die Machtprobe gar nicht klar, die sich in der Sitzung um das Papier entspannt.
Honecker eröffnet die Debatte mit ein paar giftigen Bemerkungen zu einem ganz anderen Dokument, einer Analyse der Stimmung unter der Jugend, die von Krenz' Abteilungsleiter Gerd Schulz kommt. Darin finden sich Sätze wie: "Die Feiern zum 40. Jahrestag der DDR, die diese viele sehr bewegenden Fragen ausgespart haben, haben die Zweifel bei vielen Jugendlichen verstärkt, ob ihre Sorgen von der Partei- und Staatsführung ernst genommen werden." - "Es werden Änderungen in der Politik und der sie in Partei und Regierung repräsentierenden Personen erwartet."
Die realistische Sicht der Lage empört die alte Garde, und Honecker fordert, den Verfasser des Papiers auf die Straße zu setzen. Krenz zieht die Analyse kleinlaut "zur Überarbeitung" zurück. Dennoch ist der Einbruch der Wirklichkeit in den Elfenbeinturm nicht mehr einzudämmen: Alle Genossen ergreifen in den folgenden Stunden das Wort, natürlich immer noch im optimistischen Grundton, um nicht als Feiglinge dazusitzen, aber doch mit für diesen Kreis unerhörter Klarheit.
Selbst Margarete Müller, die schweigsame Alibi-Traktoristin, bringt die Sorgen ihres Dorfes auf den Tisch, und auch Mielke, der chronische Beschwichtiger, schildert mit rollenden Augen "die außerordentlich ernste Lage". Seine "Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe" hat ihm die Einschätzung 0/227 mit auf den Weg gegeben, in der davon die Rede ist, die DDR befinde sich in einer ähnlich unbeherrschbaren Situation "wie kurz vor den konterrevolutionären Ereignissen am 17. Juni 1953". Die Stasi-Truppen sind frustriert, weil ihre in den vergangenen Wochen sorgsam zusammengetragenen Alarmzeichen zu keiner sichtbaren Reaktion im Politbüro geführt haben: Wozu machen wir das eigentlich? fragen sie lustlos.
Honecker horcht den wortreichen Krisenmonologen seiner alten Kampfgefährten und seiner Ziehkinder stumm und ungläubig. Allein, daß in diese stets einmütige Runde, in der immer kurze Andeutungen von ihm genügten, um die Richtung der freimütigen Aussprache festzulegen, in der schon die Tonlage einer Frage reichte, um den Genossen zu bedeuten, wie sie sie zu beantworten haben, allein, daß in diese hohe sozialistische Gesprächskultur nun die Sprache des Stammtisches einbricht, ist für den Generalsekretär entwürdigend genug.
Die anfängliche Abfuhr für Krenz hat keiner auf den Entwurf der Erklärung bezogen, alle reden ihr munter das Wort, indem ihr keiner widerspricht. Honecker weicht der direkten Konfrontation aus, bleibt stumm bis zum Ende, zieht dann ein eigenes Papier aus der Tasche und sagt, dann könne man dieses Material zur Auswertung des 40. Jahrestages mit der Erklärung zusammenbauen, und er schlage dafür die Genossen Mittag, Herrmann und Krenz vor. Schnell wirft Krenz "und Schabowski" ein, um nicht von den beiden Vasallen überstimmt werden zu können. Honecker stutzt, merkt zum ersten Mal, daß Krenz offensichtlich nicht allein ist, und nickt unwirsch, "meinetwegen auch noch Schabowski".
Nur drei Absätze bugsieren Honeckers Vollstrecker in die Erklärung; die neuen kritischen Töne bleiben erhalten und signalisieren den westlichen Politbüro-Astrologen anderntags im Neuen Deutschland, daß in der SED-Führung der Teufel los ist.
Honecker beordert seine Getreuen aus der Provinz, die Ersten Bezirkssekretäre, ins ZK, um einschätzen zu können, wie weit sie von Krenz und Schabowski beeinflußt sind. In seinem Referat verfälscht er die zweitägige Krisendiskussion des Politbüros zur Debatte über "den Generalangriff der Nato auf den Vorposten des Sozialismus".
Die meisten Bezirkssekretäre tönen im Durchhaltesound der letzten Jahre, wenn auch mit selbstkritischen Anklängen. Der Leipziger und der Schweriner fordern sogar Demonstrationen gegen die Demonstranten. Der Potsdamer Günther Jahn, "Klatschvater Jahn" genannt, weil er als FDJ-Vorsitzender der Jugend das Jubeln beibrachte, spricht erregt von der Führungsschwäche der Partei, und auch Hans Modrow klagt über die heikle Lage, in der er sich in der letzten Woche befunden habe, klagt, daß er Armee-Einheiten anfordern mußte und dabei in diesen Kämpfen auf sich allein gestellt war. Die Parteiführung irre, wenn sie die Nato verantwortlich mache für die schwere Krise in der DDR.
Die Genossen des Politbüros schweigen, auch Krenz, und Schabowski wäre auch stumm geblieben, hätte Honecker nicht am Ende der Sitzung siegessicher den neuentdeckten Opponenten mit der Bemerkung provoziert: "Na, will einer noch was sagen, Schabowski vielleicht?"
Schabowski, überrascht, nutzt die Attacke, um die Bezirkssekretäre darüber aufzuklären, "daß die Politbüro-Sitzung sich keineswegs, wie hier gesagt, mit Nato-Manövern beschäftigt hat, sondern alle Genossen haben über den Ernst der Lage in der DDR gesprochen". Honecker beendet ohne Widerspruch die Sitzung. Beim Pinkeln treffen sich Modrow und Schabowski und verabreden ein Treffen.
Oben im siebten Stock, wo das Politbüro miteinander zu Mittag ißt, pflegen die Debatten zur Lage wortkarg auszufallen. Bei ihren Lieblingsspeisen, bei "Makkaroni mit Schinken, bitte" (Honecker), "Fisch mit nichts" (Krenz), "Klopse mit nischt" (Schabowski), Suppe (Dohlus), Grillwürstchen (Stoph), tauschen die Ritter der Tafelrunde sehr vorsichtig Fundstücke der Presseschau aus oder auch gelegentlich den einen oder anderen Gedanken.
Am Montag gehe es ja wieder in Leipzig los, seufzt Honecker bei dieser Gelegenheit, "vielleicht muß man diesmal Panzer auffahren lassen". Bedenkliches Kopfwackeln an den Tischen. "Nur so, nur zur Drohung." Kopfwackeln. "Na, denn nicht!" *HINWEIS: Im nächsten Heft "Erich, das hat keinen Zweck mehr!" - Egon Krenz alias Vico Torriani - "Schlagen sie mich jetzt tot?" - Schalck als Ministerpräsident - "Wer hat uns das eingebrockt?" - Maueröffnung aus Versehen
Von Cordt Schnibben

DER SPIEGEL 17/1990
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