10.12.1990

„Das habe ich für gut befunden“

Um 18 Uhr ging Ulrich Luthe. Die ganze Familie hatte gehofft, daß er an diesem Abend zu Hause bleiben würde. Es war doch Karfreitag. Es war doch Besuch da.
Nein. Er mußte in die Kneipe. Die Fotoausrüstung ließ er liegen, wie er sie hingeschmissen hatte nach dem Spaziergang mit dem Vater: "Ich bin ja gleich wieder da, reg dich nicht auf." Der Vater versagte sich zitternd die Bitte, daß er doch nicht wieder betrunken heimkommen möge. Denn dann hätte er noch mehr getrunken.
Um 21.15 Uhr kam er. Schwankend, grinsend, mit stierem Blick und polterte ins Wohnzimmer. Jeder wußte, was nun folgen würde. Abend für Abend, die ganze Osterwoche war es so gegangen. Er verschwand nicht mehr in seinem Zimmer wie früher, wenn er getrunken hatte. Er wollte nicht zu Bett. Er suchte Streit. Er schmiß eine Zeitung auf den Boden und schrie: "Die ist von den Republikanern, die sind gar nicht so schlecht." Er warf sich in einen Sessel und bedrängte die Familie mit herausfordernden Blicken: Wollt ihr was von mir?
Im Fernsehen lief ein Film, der von einem behinderten Mädchen handelte. Er zog unflätig darüber her, beschimpfte seinen Vater, daß der sich einen solchen Quatsch gefallen lasse. Dann kamen Nachrichten, Bilder von Frau Thatcher, Kohl, dem Papst. Der Betrunkene gab keine Ruhe. Abknallen sollte man die. An die Wand stellen. Dazwischen ging es immer wieder gegen den Vater, gegen die kranke Mutter, gegen die Cousine, die zu Besuch gekommen war. "Dreckige Emanzen, blöde Weiber . . ."
Diesen Karfreitagabend 1990 erlebte die Familie Luthe als schieren Terror. "Ja, er hat mich als Waschlappen hingestellt", sagt Claus Luthe, der Vater, "es war furchtbar für mich." Wie um die Situation auf die Spitze zu treiben, verlangte der betrunkene Ulrich das Telefon, um eine Tante in Amerika anzurufen. "In deinem Zustand, nein!" Er ließ sich nicht abbringen. Her mit dem Telefon. Er schrie. Es gab einen furchtbaren Auftritt.
Er ging auf die Mutter und die Cousine mit geballten Fäusten los. Der Vater flehte ihn an, sich nicht an der Mutter zu versündigen. "Um alles weitere zu vermeiden", gab der Vater nach. Er wählte seinem 33 Jahre alten Sohn auch noch die Nummer.
"Mir ist das Herz stehengeblieben, als der wieder so zu war", sagt die Cousine vor Gericht. "Ich sagte zu Claus, wie kannst du dich von diesem Misthund nur so behandeln lassen. Ich konnte nicht mehr mit ansehen, wie der Claus ihn mit gefalteten Händen anflehte . . ."
Ulrich wollte noch immer nicht zu Bett. Er verlangte noch einen Eierlikör von seinem Vater, mit einem Schuß Kirsch, wie er jeden Abend einen gemacht bekam . . .
Der Mann, der bemerkenswert gut gezeichnete deutsche Autos entworfen hat - den legendären Ro 80 unter anderen, die 5er-, 7er-, 3er-Reihe und zum Schluß den 850i von BMW -, Claus Luthe hat in der Nacht zum 14. April dieses Jahres seinen ältesten, alkohol- und tablettensüchtigen Sohn getötet. Die Tat ist der Endpunkt eines Leidensweges, wie ihn Familien mit süchtigen Angehörigen oft gehen müssen.
Luthe ist ein tief religiöser Mensch. "Mein Gott, warum hast Du mich verlassen." _(* Am Tag vor der Tat: links und rechts ) _(außen Zwillinge Robert, Chris, ) _(dazwischen Sohn Ulrich, Vater Luthe, ) _(Mutter Gertrud, Tochter Barbara. ) Am Ende der Karfreitagsnacht, als der Sohn tot war, stieß er diese Worte Christi am Kreuz aus sich heraus. Er hadert mit seinem Gott. Er hat in dem Jungen, dem Sorgenkind der Familie, den "verlorenen Sohn" gesehen. Daß er von Ulrich hätte lassen müssen, daß Hilfe auch im Verzicht auf das Helfen liegen kann, dafür fand Claus Luthe in der Bibel kein Gleichnis.
Am 8. Dezember ist er 58 Jahre alt geworden. Er wurde in Wuppertal geboren als zweites von fünf Kindern. "Erzogen wurde ich in der katholischen Religion", sagt er. Der Vater, ein Möbelschreiner, wurde früh zur Wehrmacht eingezogen. Zusammen mit seinem älteren Bruder wurde Luthe nach Schlesien zu einem Bauern verschickt. Die Kinder mußten hart zugreifen bei der Arbeit. In der Erinnerung blieb aber auch Schönes: "Es war ein großes Vergnügen, mit Pferden über Land zu fahren."
In Wuppertal lebte die Mutter mit den fünf Kindern wegen der Fliegerangriffe fast nur im Keller, bis sie schließlich in einem kleinen Weinort bei Würzburg unterschlüpften. "Das kam mir paradiesisch vor. Es war alles überschaubar. Man konnte, eine Rarität, Batterien dort kaufen. Nirgends war ein Apfel- oder Birnbaum eingezäunt. Wir wohnten in einer Weinhandlung, wir bekamen immer Wein." Aus der Zeit mag Luthes langwährende Sorglosigkeit gegenüber den Gefahren des Alkohols stammen.
Seinen Vater sah er letztmals im November 1944. Im März 1946 kam die Nachricht, daß er in Rußland gefallen war. "Die Mutter war nun Kriegerwitwe. Sie arbeitete viel, um uns durchzubringen. Wir gingen jeden Tag zur Kirche und beschlossen zusammenzuhalten."
Er wollte eigentlich Architekt werden. Aber da der ältere Bruder bereits eine Lehre als Maschinenschlosser absolvierte und die Lehrer mahnten, wer eine Lehrstelle finde, solle zugreifen, verließ er 1948 die Schule, nachdem er einmal in einer Karosseriewerkstatt gewesen war. "Ich war total begeistert."
Er bildet sich aus, er bildet sich fort, erzielt hervorragende Noten. Im April 1955 tritt er die erste Stelle als Karosseriekonstrukteur und Stilist, wie das damals noch hieß, bei Fiat in Heilbronn an. "Parallel zu meinem Berufsweg habe ich meine Familie aufgebaut." Ein Jahr nach der Heirat kommt 1956 Ulrich zur Welt. "Besonders ich habe mich gefreut, daß es ein Sohn war. Das ist wohl der Wunsch eines jeden Vaters."
Im Jahr darauf folgt eine Tochter. Um die Ehefrau zu entlasten, übernimmt Luthe bei Ulrich fortan die Mutterrolle. Er ist für Ulrich zeitlebens wie eine nährende Mutter. "Der Junge war oft trotzig, wenn er etwas nicht bekam. Und er hatte Angst vor großen Tieren." Hat der Vater dem Kind zuviel abverlangt? Hat er in den Erstgeborenen etwas hineingesehen, was dieser nicht leisten konnte?
Im selben Jahr wechselte Luthe von Fiat, wo er nur Entwürfe zeichnen konnte, die im fernen Italien versickerten, zu NSU und baute dort das Design-Büro auf. Sein erstes eigenes Auto war der "Prinz 4". Es folgten Motorräder und der "Ro 80". NSU und Audi fusionierten. Luthes "K 70", ursprünglich für NSU entworfen, ging schließlich nach der Übernahme von Audi durch VW dort in Serie.
Umzüge, Überstunden, 120 im Monat manchmal. Luthe war in seinem Element. "Wir konnten früh mit Autos verreisen, mit Testwagen", sagt er. "Durch besseren Verdienst konnten wir den Kindern viel geben - sie hatten Räder, Holländer und andere Fahrzeuge. Es war immer ein Vergnügen."
Ulrich fing zu stottern an. Der Vater nahm es nicht ernst. Auch er habe zeitweise als Kind gestottert. "Er durfte den Führerschein früher machen als andere Jugendliche. Er bekam ein Motorrad - das war auch ein Spaß für ihn." Bei Ulrich blieb das Stottern bis zuletzt.
1964 erkrankt Gertrud Luthe, damals 29 Jahre alt, an multipler Sklerose. "Wir wußten erst gar nicht, was sie hat. Sie konnte überhaupt nicht mehr laufen. Wir waren sehr besorgt." Im Jahr darauf werden Zwillinge geboren, die Söhne Christoph und Robert. "Zwillinge waren nicht vorgesehen."
Von 1970 an, sagt Luthe, hätten sich Schwierigkeiten mit Ulrich abgezeichnet. 1971 erfährt die Familie die richtige Diagnose von Gertrud Luthes Krankheit. "Wir hatten ausgemacht, nicht darüber zu sprechen. Ich bin bis heute dankbar dafür."
Welche Belastungen die unheilbare Krankheit für eine junge Frau, für die Kinder, für eine Ehe bringt, davon ist vor dem Schwurgericht des Landgerichts München I, das unter dem Vorsitz von Heinz Alert, 54, die Tötung des Ulrich Luthe verhandelte, wenig gesagt worden. Claus Luthe sagt nur: "Meine Frau hat sich nie darauf berufen, etwas nicht machen zu können."
1975 übernahm Luthe die Design-Abteilung von BMW in München. Er mußte kreativ, dynamisch, zuversichtlich sein. Er mußte überzeugen, werben, sich arrangieren, mit allen gut auskommen. Design ist auch Geschmackssache. Ein Designer muß der Zeit um Jahre voraus sein. Aber er muß auch mit den Mäkeleien der Fertigung fertigwerden.
Luthe ist nach außen hin erfolgreich gewesen. Über Jahre hinweg erfuhr etwa seine Sekretärin nichts von seinen privaten Sorgen. In der Familie ist geschwiegen, verschwiegen und verdrängt worden. Wie es wirklich stand, läßt sich an der Entwicklung Ulrichs ablesen, der diesen Belastungen als Ältester am unmittelbarsten ausgesetzt war.
Der Junge bleibt in der Schule hängen, ist gefährdet. Er kommt mit den Lehrern nicht zurecht. Die Eltern stecken ihn in ein Internat. Als er 13 war, sagt die Mutter, habe sie schon gemerkt, daß er trank. Unter Alkohol stotterte er nicht. "Er gebärdete sich wie ein Macho, er trank, er rauchte." Der Vater erfährt von der Trinkerei nichts.
Ulrich bricht die Schule ab, darf zwei Monate in einem israelischen Kibbuz verbringen und sucht sich anschließend selbst eine Lehrstelle als Bauzeichner. "Das hat mich sehr gewundert", sagt der Vater, "aber Bauzeichner wollte ich ja früher auch mal werden. Das habe ich für gut befunden." Ulrich schließt die Lehre ab, er macht sogar das Abitur nach. Zwei Semester hält es ihn an der Universität.
Es hält ihn nirgends länger als zwei, drei Monate. Er kann sich nicht mehr konzentrieren, nicht mehr durchhalten. Er jobbt, will Schwimmlehrer werden oder nach Amerika auswandern oder in Portugal ein Geschäft eröffnen. Was er wirklich will, weiß er nicht. Nur was er nie und nimmer will: so werden, so leben wie der Vater.
Er fährt wieder nach Israel und zieht sich vier Monate in ein Beduinendorf zurück. "Dreckig, stinkend und zitternd" sei er zurückgekommen. Er wolle nicht in einer Großstadt leben, nicht unter so vielen Menschen, nicht so pedantisch.
Von 1983 an hauste Ulrich Luthe mit Gleichgesinnten in einem Steinbruch in Ochsenfurt, später zog er mit einem schwer tabletten- und alkoholsüchtigen Mädchen in eine Wohnung. Er verwahrloste zusehends. Der Vater steckte ihm Geld zu, "damit er überleben konnte". Er besorgte Motorräder, er brachte den Sohn bei BMW unter, erst im Architekturbüro, dann, weil Ulrich nicht durchhielt, am Band. Aber auch da blieb der Junge nur ein paar Monate.
Vorwürfe habe er dem Sohn nie gemacht, sagt Luthe, nie. Man habe über die unterschiedlichen Ansichten diskutiert, sei aber immer im Guten auseinandergegangen. "Doch gewußt hat er wohl, was ich dachte."
Als Ulrichs Freundin sich 1989 mit einer Überdosis Tabletten in der schmutzstarrenden Wohnung zu Tode brachte, riß die Sucht ihn vollends hinweg. Der Vater holte den Sohn heim in die Wohnung in München. "Es gibt niemanden auf der Welt, der unserem Sohn helfen kann außer uns", sagte Luthe zu seiner schwerkranken Frau. Sie erkannte wohl, daß es immer weiter bergab ging. Doch sie sagte nichts.
Es kam zu wüsten Szenen, weil der Sohn sich bevormundet fühlte. Er meinte, es werde ihm nachspioniert. Der Vater holte ihn nachts, wenn er den Weg nicht mehr aus der Kneipe fand, nach Hause. Er brachte ihn zu Bett. Er weckte ihn, damit er zur Arbeit ging, wieder bei BMW, was der Vater in einem "Canossagang" noch einmal hinbekommen hatte.
Claus Luthe über den Beginn dieses Jahres: "Ich konnte in der letzten Zeit keinen Geschäftsbrief mehr schreiben. Ich reduzierte Dienstreisen auf einen Tag, damit meine Frau nicht mit dem Jungen allein sein mußte. Ich verschob Konferenzen und Besprechungen . . ."
Der Hausarzt, Dr. Karl Haverkamp, den Vater und Sohn getrennt aufsuchen, beschreibt Claus Luthe zu dieser Zeit als "ausgeprägt depressiv, erschöpft, gespannt und erregt". Der Sohn erscheint ihm wie ein "Spielball, der durch die Welt rollt", weit vorgealtert und wie ein unmündiges Kind zugleich. Er spricht vor Gericht von der "engen Verklammerung zwischen Vater und Sohn", die aufzulösen er sich versprach durch eine Therapie des Sohnes in einer weit entfernten Klinik. Die Sucht, sagt er, sei nur ein zweitrangiges Problem gewesen.
Als Ulrich endlich zu Bett war in jener Nacht von Karfreitag auf Ostersamstag, als die Verwandte auf den Betrunkenen schimpfte und Gertrud Luthe den wie von Sinnen Weinenden zu trösten versuchte, ihm einen Cognac gab und Tee mit Baldrian - da muß der sich selbst verleugnende Mann zerbrochen sein. Er ging noch einmal in Ulrichs Zimmer, wie jeden Abend, und löschte das Licht. Er ging zu Bett. Er ließ sich von seiner Frau die Hand halten. Doch er fand keinen Schlaf.
"Ich habe wie in kaltem Wasser gelegen." Zweifel, ob er nicht doch etwas falsch mache, überkamen Luthe. "Ich wollte mit Ulrich noch einmal reden. Daß er mit meiner Frau nicht so umgehen dürfe. Ich wollte ihm sagen, daß morgen Ostern ist."
Er geht zu Ulrich ins Zimmer. Er rüttelt ihn an der Schulter: "Uli, Uli, wir müssen reden", schreit der Vater. Der Sohn macht, soweit Luthe sich erinnert, eine unwirsche, "eine böse" Geste. "Uh, schon wieder reden . . ."
Luthe verläßt das Zimmer, geht eine Wendeltreppe hinab ins untere Stockwerk der Wohnung. Er geht zu einer Kommode, öffnet eine Schublade und entnimmt ihr ein Klappmesser. Er geht damit die Wendeltreppe wieder hinauf. Er sticht auf seinen Sohn achtmal mit großer Wucht ein.
Dann muß er wieder die Treppe hinabgegangen sein. Er erinnert sich nur, daß er sich im Spiegel sah, "als ob ich einen Teufel gesehen habe . . ." Er erinnert sich an ein blutiges Messer in seiner Hand. Das Messer hatte ihm seine Frau gekauft, "als einmal ein tollwütiger Fuchs hinter mir herlief".
Luthe muß das Messer abgewaschen und getrocknet und zusammengeklappt haben, bevor er es an seinen Platz zurücklegte. Auch das weiß er nicht mehr. Er muß furchtbar geschrien haben. Seine Frau wird wach, stürzt auf den Flur und fängt ihn auf.
Am vergangenen Freitag ist Claus Luthe wegen Totschlags in einem minder schweren Fall zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Er war von dem Psychiater Professor Henning Saß, 46, sorgfältig und wissenschaftlich überzeugend begutachtet worden. Von der Verteidigung präsentiert, erstellte der Augsburger Psychologe Professor Hans Albrecht Hartmann, 52, der sich seit vielen Jahren von der Gutachtertätigkeit zurückgezogen hat, mit Hilfe von Saß'' Befunden ein weiteres Gutachten, das von großer Empathie für den Angeklagten getragen war.
Die beiden Sachverständigen kamen zu beieinanderliegenden Ergebnissen: Hartmann schloß nicht aus, daß Luthe zur Tatzeit schuldunfähig gewesen sein könnte; Saß sieht ihn "auf der Grenze" von Schuldunfähigkeit und erheblich verminderter Schuldfähigkeit. Und doch traten sie gegeneinander an, als gelte es, über ein halb volles oder ein halb leeres Glas zu streiten.
Daß das Gericht Saß folgen würde, der ein "vielschrittiges" Geschehen beschrieben hatte, in dessen Verlauf Luthe von seinem Tötungsvorsatz hätte Abstand nehmen können, war vorauszusehen. Daß er sich hätte "beherrschen" können, wie es Staatsanwältin Gerlinde Nieder, 31, nannte. Sie ist Bayerin, sie hat dies nicht so gemeint, wie es klingt. Sie ist eine ungewöhnliche Staatsanwältin, eine, die sich um den Angeklagten müht, die ihn nicht blindwütig verfolgt. Sie hatte dreieinhalb Jahre für Luthe beantragt.
Der Münchner Diplom-Psychologe Dr. Joachim Weber, 47, der für Saß die testpsychologischen Befunde mit hohem Einfühlungsvermögen erarbeitet hatte, stieß dabei auf eine Auffälligkeit: Aggressive und dominante Strebungen sind bei Luthe überdurchschnittlich ausgeprägt. "Man fragt sich, wie das zum Bild vom gütigen Vater Luthe paßt." Er habe sich selbst immer Gewalt angetan.
Bei aller menschlichen Tragik, so der Vorsitzende Richter Alert, an der ein Mensch zerbrochen sei, dürfe nicht übersehen werden, daß es sich bei dem Tatopfer um einen kranken Menschen gehandelt hat. In der Bibel gibt es kein Gleichnis dafür, daß ein Vater von seinem kranken Sohn lassen muß, ehe dieser für immer verloren ist. o
* Am Tag vor der Tat: links und rechts außen Zwillinge Robert, Chris, dazwischen Sohn Ulrich, Vater Luthe, Mutter Gertrud, Tochter Barbara.
Von Gisela Friedrichsen

DER SPIEGEL 50/1990
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