19.11.1990

„Jeder Deutsche ein Nazi“

Güven, ein 18jähriger Türke in Berlin, wollte sich "nicht mehr schwach fühlen" - weder draußen auf den Straßen noch daheim in seiner Familie.
Deshalb suchte er Zuflucht bei jungen Landsleuten. Sie waren eine Gruppe von einigen Dutzend, die vor allem im Norden der Stadt gelegentlich Bürger wie Polizei erschreckten, einfach um "Spaß" zu haben, um sich "sicherer" und "wohl" zu fühlen - und, logo, auch mal zu kämpfen, "wenn''s sein muß".
Doch Güvens einstige Begeisterung für die Bande ist verflogen. "Für manchen ist die Gang ein Stück von seinem Leben, doch ohne es zu merken, stürzt er sich ins Unglück", hat der junge Mann erfahren müssen.
Güven selbst steckt mittendrin im Elend. Er kam in eine Berliner Gefängniszelle, weil er Ende Mai in der U-Bahn einen 17jährigen Lehrling niedergestochen hat, den er für einen "Nazi" hielt - eine Tat, die so irrwitzig wie symptomatisch ist für die Gewaltbereitschaft in den jugendlichen Subkulturen deutscher Großstädte.
Güven ist reumütig. Aus seiner Zelle appellierte er an türkische Jugendliche, sie sollten beweisen, "daß wir es auch ohne Gewalt können". Der Strafgefangene wirbt für Diskussion, für Geduld und Friedfertigkeit - "also, Jungs, sorgt dafür, daß es besser wird und nicht wieder heißt: Die Scheiß-Ausländer machen dies und das".
Güvens Appell geht an ein vielhundertköpfiges Publikum: die ausländischen Mitglieder Dutzender von Streetgangs in den Ballungszentren der Bundesrepublik.
Zwar machen die jugendlichen Gewalttäter nur einen Bruchteil der in Deutschland lebenden Ausländer aus, deren Zahl binnen 25 Jahren von einer auf rund fünf Millionen emporgeschnellt ist. Das Verhalten der militanten Minderheit aber hat enormen Einfluß darauf, ob der Traum linker und liberaler Politiker Wirklichkeit wird, in Deutschland eine "multikulturelle Gesellschaft" zu schaffen, in der Menschen unterschiedlicher Nationalität konfliktfrei miteinander leben.
Noch in den siebziger Jahren schienen die Aussichten relativ gut. Die Angehörigen der ersten Immigrantengeneration, die sogenannten Gastarbeiter aus Italien, Portugal, Jugoslawien, Griechenland und mehr und mehr auch aus der Türkei, fügten sich scheinbar problemlos in die westdeutsche Gesellschaft. Entgegen der Propaganda rechtsradikaler Fremdenfeinde lag die Kriminalitätsrate der Gastarbeiter zunächst keineswegs über der vergleichbarer westdeutscher Bevölkerungsgruppen.
Sozialwissenschaftler warnten jedoch schon frühzeitig, eines Tages könnten aus Deutschlands Großstädten "lauter kleine New Yorks" werden (so 1971 der damalige Münchner Entwicklungsdezernent Hubert Abreß), und mahnten, die Integrationsbemühungen müßten mit dem Zuzug Schritt halten. Mittlerweile wirken die düsteren Prognosen nicht mehr ganz so abwegig wie einst.
Dazu hat der Umstand beigetragen, daß die zweite Immigrantengeneration nur noch zum Teil aus (Gast-)Arbeitern besteht - viele sind (Gast-)Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger.
Hunderttausende von Einwanderern kommen aus Elends- und Bürgerkriegsregionen, viele haben sich samt Familie von Menschenhändlern nach Deutschland schleppen lassen, wo sie als Asylbewerber von Amts wegen nicht arbeiten dürfen und wo sie dennoch am Wohlstand partizipieren wollen: ein völlig anderer Typus von Zuwanderern als die Gastarbeiter von einst.
Die Kinder der neuen Immigranten haben kaum Geld in der Tasche, aber viel Freizeit. Sie haben nur wenig Aussicht auf eine berufliche Karriere, aber verführerische Vorbilder: Landsleute, die eine steile kriminelle Laufbahn absolviert haben - Drogendealer beispielsweise, die im Kiez mit Bargeldbündeln protzen, mit teuren Waffen renommieren und schnelle Autos fahren.
Die Unbesiegbarkeit von Kino-Idolen wie dem Kungfu-Killer Bruce Lee fasziniert die Video-Generation schon während der Kindergartenphase. In Scharen trainieren ausländische Kinder und Jugendliche Kampfsportarten. Neuester Hit: "Ninjutsu", eine vom Horror-Video ("Die Todeskralle der Ninja") abgeschaute Sportart, die mehr einer Menschenvernichtungstechnik gleicht. "20 000 Kids trainieren die Kunst des lautlosen Tötens", meldete das Zeitgeist-Blatt Wiener.
Diese Szenerie bildet, in Berlin-Kreuzberg oder Hamburg-Altona nicht anders als in New York oder Marseille, gute Voraussetzungen für das Gedeihen jugendlicher Bandenkriminalität. An Attraktivität gewinnen die Gangs, wenn die ausländischen Jugendlichen, wie es häufig der Fall ist, mit ihrem traditionalistischen Elternhaus gebrochen haben, aber auch die deutsche Umgebung als abweisend empfinden.
"Niemand akzeptiert sie als Berliner", sagt Kezim Aydin, Vorsitzender des türkischen Elternvereins, über die Ausgrenzung seiner jungen Landsleute, von denen viele in Deutschland geboren sind. Zurückweisung erleben türkische Jugendliche jeden Tag, sei es in der Spielhalle, aus der sie der Besitzer vertreibt, wenn sie den letzten Groschen verdaddelt haben, sei es vor der Disco, wo der Türsteher alles abweist, was südländisch aussieht.
"Langeweile", sagt einer von den türkischen "Bomber Boys" aus Frankfurt, sei für ihn der Hauptgrund, in einer Straßenbande mitzumischen: "Darum machen wir so''n Scheiß." Vielen Cliquen geht es schon bald darum, ihr Territorium zu kontrollieren - sie agieren dann vor allem zwecks "Selbstdarstellung" und zur "Verteidigung von Vormachtstellungen", wie der Frankfurter Kriminalhauptkommissar Lothar Herrmann urteilt.
Ein begrenztes Wohlwollen im heimischen Quartier trägt den Bandenkämpfern deren Schutzfunktion ein: Wann immer Neonazis in einer Großstadt einen Türken angreifen, müssen sie damit rechnen, daß die Tat gerächt wird. Ein 16jähriger türkischer Berufsschüler aus Berlin berichtet: _____" Ich kenne in Spandau eine Schule, da gibt es viele " _____" Ausländer, aber auch viele Nazis. Da kommt es immer " _____" wieder zum Streit. Dann rufen die Türken die "36 " _(* Am 1. Mai 1989 in Kreuzberg. ) boys" in Kreuzberg an, und die Deutschen aus Spandau rufen wiederum ihre Leute im Wedding oder Reinickendorf an. Dann fahren die Kreuzberger los und schlagen sich im Jungfernheide-Park mit den Nazis.
Bei solchen Kämpfen gibt es Tote und tagtäglich Verletzte. Ausländerjugendgangs im hannoverschen Steintorviertel mühen sich nach Kräften, den örtlichen Skinheads deren rassistisches Wunschbild vom "kanakenfreien Raum" aus dem Kopf zu schlagen. In Berlin-Kreuzberg wiederum verkündet ein 14jähriger von den "36 boys" stolz, sein Bezirk sei nunmehr "nazifrei".
Mit Rechts-Links-Konflikten allein oder mit der handgreiflichen Abwehr von Ausländerfeindlichkeit läßt sich die Militanz ausländischer Gruppen allerdings nur zum Teil erklären. Mancherorts schließen sich junge Ausländer ausgerechnet Banden deutscher Neonazis an. Ein Duisburger Hooligan beziffert die Zahl junger Türken und Jugoslawen, die an Rhein und Ruhr gemeinsam mit rechten Deutschen "Ausländer raus!" brüllen, auf 60 bis 70.
Vielerorts ziehen Ausländerbanden gegeneinander in die Straßenschlacht. Wenn zum Beispiel Berlin-Schöneberger Türkenjungs "glauben, daß sie in Kreuzberg was zu sagen haben", berichtet der Kreuzberger Jungkämpfer Apollo, 18, "dann fängt der Krieg an" (siehe Interview Seite 160).
Beim Kräftemessen im Gruppenkampf und bei gezielten Angriffen auf tatsächliche oder vermeintliche Neonazis ("Faschoklatschen") bleibt es nur selten. Der Trend in der Ausländerbanden-Szene geht zur kruden Kleinkriminalität, zu Straftaten auf Kosten Dritter wie Diebstahl, Sachbeschädigung oder Straßenraub.
Die Hochburgen der Bandenkriminalität liegen in Stadtvierteln, in denen sich der Ausländeranteil der 50-Prozent-Grenze nähert oder sie überschreitet. In Frankfurt werden allein "zehn Gruppen, die ein bißchen etabliert sind" (Polizei), krimineller Delikte beschuldigt. In Berlin, wo es neben türkischen Gruppen wie den "36ers", den "Fighters" und den "Black Panthers" weitere 30 Ausländergangs gibt, registrierte der Tagesspiegel "knapp 700 Straftaten in drei Monaten". Und es bleibt nicht bei Bagatelldelikten: *___In München werden einer einzigen Bande, einer ____fünfköpfigen Gruppe junger Türken, 58 Trickdiebstähle ____vorgeworfen, ferner 16 Automatenaufbrüche; *___in Frankfurt am Main traten an einem Oktober-Wochenende ____gleich fünfmal junge Banden in Aktion, die Passanten ____mit Schlägen oder mit vorgehaltener Pistole Wertsachen ____abpreßten - dreimal je eine Vierergang, einmal ein ____Zwölfertrupp, einmal eine Gruppe von 16 Mädchen, alle ____im Alter von etwa 15 Jahren; *___in Berlin lastet die Kripo 30 Mitgliedern der ____türkischen "Fighters" im Alter zwischen 15 und 19 ____Jahren diverse Raubüberfälle und Sachbeschädigungen ____sowie 98 Autodiebstähle an - Schadenssumme insgesamt ____über 300 000 Mark.
"Bei uns gibt es keinen, der noch nicht mit der Polizei zu tun hatte", brüstet sich ein junger Araber von der Berliner Streetgang "Bulldogs". Der 19jährige türkische Abiturient Hasan, der sich mit seinen Freunden in einer Kreuzberger Billardhöhle trifft, hat es längst aufgegeben, dem harten Kern der Clique ins Gewissen zu reden, der unter anderem mit Drogengeschäften sein Geld verdient.
"Wenn ich denen was sage, sind die wahrscheinlich bekifft, und dann gibt es ''ne Schlägerei", berichtet Hasan. "Du sagst es einem zwei-, drei-, viermal, und wenn er dann noch weiter dealt, was willst du machen?" Hasan über seine Nachbarschaft: _____" Hier in Kreuzberg ist es eben so, daß die " _____" Jugendlichen, auch 14- und 15jährige, viel mit " _____" Kriminalität zu tun haben, vor allen Dingen mit " _____" Autoradios. Hier kannst du ganz leicht einen " _____" Videorecorder, der vorher 2000 Mark gekostet hat, für 150 " _____" Mark kriegen. Oder auch Drogen. Da brauchst du nur um die " _____" Ecke zu laufen. Nicht nur Haschisch und so, auch härtere " _____" Sachen. Größtenteils handeln Minderjährige, die verkaufen " _____" schon Heroin und so''n Scheiß. "
In Hamburg ermittelte die Polizei eine vierköpfige Bande kleiner Türken, die einen schwunghaften Heroinhandel betrieb. Bei einem Mitglied, dem 14jährigen Mehmet, fanden sich 7000 Mark in großen Scheinen, als Drogenfahnder ihn auf offener Straße verhafteten.
Der Hamburger Jugendstaatsanwalt Thomas Dantzer bekommt im Jahresschnitt 600 Akten wegen Drogenhandels auf den Tisch - 90 Prozent davon betreffen junge Türken wie Mehmet. Die Methode, Kinder als Dealer einzusetzen, senkt das Risiko für die Hintermänner - Täter unter 14 Jahren können nicht bestraft werden.
Ermutigt zu kriminellem Verhalten werden junge Ausländer gelegentlich durch deutsche Autonome und andere radikale Linke, die Straßenraub und Diebstahl als praktizierten Klassenkampf verstehen. In einem Untergrund-Blatt preisen vier Berliner "Antifa"-Gruppen die Taten der ausländischen Jung-Kriminellen: _____" Sie wollen sich nicht mehr wie ihre Eltern in der " _____" Industrie vermarkten lassen und, wenn sie nicht mehr " _____" gebraucht werden, abschieben lassen. Sie gehen gegen die " _____" ungerechte Verteilung von Eigentum in dieser Gesellschaft " _____" vor, indem manche von ihnen versuchen, das Eigentum zu " _____" ihren Gunsten umzuverteilen. Größtenteils halten sie sich " _____" dann an Supermärkte und Faschos. "
"Fascho" kann in den Augen radikaler Jung-Türken und ihrer autonomen Sympathisanten nahezu jeder Deutsche sein. "Die ausländischen Menschen", heißt es im "Antifa"-Text, "bemerken in dieser Gesellschaft kaum nicht-rassistische Menschen." Selbst die Sympathie militanter Türken für die deutschen Linksradikalen, die sich mit ihnen verbünden wollen, hält sich in Grenzen.
Zwar demonstrierten am 3. Oktober, dem Einheitsfeiertag, in Berlin Hunderte von Türken mit Transparenten ("Biktik Senden Almanya" - Deutschland, es reicht), und viele waren auch dabei, als Autonome Autos in Brand steckten und Schaufenster einschmissen. Dennoch beurteilen die Berliner Linken die türkischen Straßenkämpfer nicht eben als zuverlässige Verbündete, wie ein Interview der Autonomen-Zeitschrift radikal mit einem jungen Straßenkämpfer namens Akan zeigt.
"Irgendwie haben sie ideologisch mit den Autonomen nix im Sinn", urteilt der Interviewte über seine Landsleute, "tja, Inhalte spielen keine Rolle, weil sie nicht lesen." Interviewer "Fred" wechselt frustriert das Thema: "Ehem, ja, gut."
Die meisten Einbrüche und Überfälle von Straßengangs lassen sich kaum als politisch motivierte Aktionen werten. Bedauerlicherweise hielten sich die ausländischen Jugendbanden bei ihren "Umverteilungsaktionen" nicht nur an die Rechten und die Reichen, rügen die "Antifa"-Gruppen, "leider" träfen diese Taten auch "andere Leute, die von dieser Gesellschaft genauso ausgegrenzt werden".
Tatsächlich kann in bestimmten Großstadtvierteln praktisch jedermann zum Opfer der Jugendbanden werden. Reporter der Frankfurter Rundschau (FR) begleiteten letzten Monat eine Polizeistreife beim abendlichen Kontrollgang in den unterirdischen Ladenpassagen der Main-Metropole. Ihr Bericht: _____" B-Ebene Hauptbahnhof, Dienstag, 20 Uhr: Die " _____" Ladenpassage ist wie ausgestorben. Wer zu dieser Zeit die " _____" Ebene noch durchquert, riskiert es, Opfer eines " _____" Raubüberfalls zu werden. Nichts anderes gilt für die " _____" übrigen unterirdischen Anlagen, seien es die der " _____" Hauptwache, der Konstablerwache oder die vielen anderen " _____" Zwischenebenen der Bahnhöfe in dieser Stadt. " _____" Die Ängste derjenigen, die zu dieser Tageszeit auf " _____" öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, haben einen " _____" realen Hintergrund. Jugendliche - zu 70 Prozent Ausländer " _____" - lungern dort herum, warten auf Passanten, die ihnen " _____" hilflos ausgeliefert sind - und die oft genug auch " _____" überfallen werden. " _____" An der Konstablerwache etwa taucht gegen 21 Uhr die " _____" Kripo-Streife auf . . . Kriminalhauptkommissar Herrmann " _____" steht ein kleiner Marokkaner gegenüber, der ihn freudig " _____" anlächelt. Herrmann lächelt zurück und macht auch Small " _____" talk mit ihm. Später sagt er: "Wir kennen den Jungen, er " _____" ist wegen 30 bis 40 Raubstraftaten bei uns in der Kartei, " _____" doch heute ist er clean und nimmt unsere ganze Aktion als " _____" willkommene Abwechslung." "
Von Deutschlands Politikern wird die wachsende Kriminalität junger Ausländer teils tabuisiert, teils hochgespielt.
Linke Politiker, kritisierte die FR, würden das Problem häufig verharmlosen, weil sie "Angst vor Teilen der eigenen Bevölkerung haben: Auf keinen Fall soll bei der öffentlichen Auseinandersetzung über dieses Thema Ausländerhaß geschürt werden". Daß den Straßenbanden "zum größten Teil jugendliche Immigranten" angehören, das "könne die Senatorin doch nicht sagen", erfuhr ein FR-Reporter etwa in der Pressestelle der Berliner Justizsenatorin Jutta Limbach (SPD).
Den Berliner Christdemokraten wiederum kommt das Thema Ausländergangs offenbar gerade recht zur Abgeordnetenhaus-Wahl im nächsten Monat: Größer noch als ihren "Kanzler für Deutschland" plakatiert die Union zur Zeit "Straßenbanden und Verbrechen" - Slogan: "Ich fühle mich nicht mehr sicher."
Kaum interessiert zeigen sich konservative Politiker an der Suche nach den sozialen Ursachen der Misere - die nicht zuletzt sie selbst durch eine verfehlte Wohnungsbau-, Bildungs- und Sozialpolitik mit verursacht haben.
Die Arbeitslosigkeit junger Ausländer unter 20 Jahren beispielsweise ist erschreckend hoch: Sie wird, mangels exakter Ermittlungsmöglichkeiten, gebietsweise auf mehr als 50 Prozent geschätzt. Das Gros der jungen Gewaltbereiten hat eine Reihe von Handikaps gemeinsam: Wohnungsverhältnisse weit unter bundesdeutschem Standard, gescheiterte Anläufe auf Schul- und Berufsausbildung, fragwürdige Lebensperspektiven.
Die ausländischen Jugendlichen, die in die Straßenkriminalität abrutschen, gehören, so die Berliner Jugendbetreuer Hannelore May und Peter Schruth in einer Sozialstudie, gemeinsam mit Deutschen in gleicher Situation zu einer Art "Freibeuterkultur dauerarbeitsloser Jugendlicher". Diese Freibeuter nähmen sich die Freiheit, ihre eigenen Lebensansprüche ("Wo das Geld ist, geht''s lang") gegen Recht und Ordnung durchzusetzen, lebten unreglementiert und seien jederzeit bereit, die "Wut auf der Straße mit den Bullen abzufeiern".
Seit dem Fall der Mauer trifft die jungen Türken zusätzlicher Frust. Viele Ausländer, die sich selbst als Einheimische begreifen, entwickeln eine ausgeprägte Inländerfeindlichkeit: gegen die ostdeutschen Jugendlichen, die seit dem Zusammenbruch der ehemaligen DDR-Wirtschaft ebenfalls in ihren Chancen bedroht sind und von denen sie ruinöse Konkurrenz befürchten. Zwischen Türken und Ossis, so Studien-Autor Schruth, bahne sich ein gewaltiger "Kampf um die Drittklassigkeit" an.
Die Zahl der potentiellen Kämpfer ist beträchtlich. Ob als Tatverdächtiger oder nur Beobachtungsobjekt - in der "Jugendbandenkartei", die Berlins Polizei-"Ermittlungsgruppe Jugendgewalt" führt, stehen an die 1000 Namen. Jeder zwanzigste junge Türke oder Jugoslawe zwischen 14 und 20 Jahren ist dort notiert, die Dunkelziffer wird von der Kripo viermal so hoch angesetzt.
Und die kriminelle Energie wächst offenbar. "Aus Selbsthilfe wurde vielfach Selbstjustiz", urteilt Peter Schruth, der im Senatsauftrag ausländische Gruppen betreut. Schruth hat feststellen müssen, daß die Schutzbefohlenen ihren deutschen Gesprächspartnern immer schwerer zugänglich sind. Schruth: "Da löst sich was ab."
Die Kriminalstatistik erhellt die Szene nur wenig. Danach war 1989 in der alten Bundesrepublik etwa jeder vierte Tatbeschuldigte ein Ausländer, obwohl nur jeder dreizehnte Einwohner Ausländer ist. Diese Daten sind nicht sehr aussagekräftig: Sie umfassen Delikte ausländischer Touristen und Soldaten ebenso wie Straftaten, die von Deutschen gar nicht begangen werden können - etwa Verstöße gegen das Ausländerrecht. Nach Einschätzung von Experten des Bundeskriminalamtes (BKA) liegt die Straffälligkeit der ausländischen Wohnbevölkerung in etwa auf deutschem Durchschnittsniveau. Allerdings: Bei bestimmten Straftaten wie Drogendelikten, Glücksspiel, Taschendiebstahl oder Raub sind Ausländer mittlerweile "deutlich überrepräsentiert", wie jüngst das hessische Innenministerium meldete. Und der Anteil junger Ausländer in der Statistik der allgemeinen Kriminalität ist rapide gestiegen - in Frankfurt etwa binnen zehn Jahren von 26,7 auf 41,8 Prozent aller Tatverdächtigen unter 20 Jahren.
Die überhohe ausländische Beteiligung an Gewaltdelikten erklärt Edwin Kube, der Leiter des Kriminalistischen Instituts beim BKA, mit "sozialen Benachteiligungen von jungen Ausländern", die "ihre Enttäuschungen in Form von körperlicher Gewalt abreagieren". Viele abstiegsbedrohte Ausländer würden "aus einem dumpfen Angstgefühl und aus Perspektivlosigkeit" gewalttätig, vermutet auch der Berliner Polizeirat Bernd Wolarski.
In offiziellen Verlautbarungen ist von solchen Nöten kaum die Rede. Im Gegenteil: Optimistischen Bekundungen von Arbeitsverwaltung und Gewerkschaften zufolge haben ausländische Jugendliche in Schulen und Betrieben gegenüber ihren deutschen Altersgenossen in letzter Zeit mächtig aufgeholt.
Der Anteil junger Ausländer an den Gymnasien hat sich beispielsweise in Berlin binnen 15 Jahren vervierfacht (auf mehr als 12 Prozent), an den Realschulen gar verzehnfacht (auf mehr als 20 Prozent). Die Zahl ausländischer Schulabsolventen ohne Abschluß hat sich im selben Zeitraum auf ein knappes Jahrgangsdrittel halbiert. Nur mehr fünf Prozent der Ausländer unter 20 sollen zur Zeit ohne Lehrstelle oder Job sein - und "die positiven Tendenzen der Vorjahre halten an", jubelte jüngst ein Sprecher des Berliner Landesarbeitsamtes.
Doch hinter solchen Statistiken steht eine zweite Realität, die junge Ausländer zu Zehntausenden betrifft und die wenig Grund zum Feiern gibt.
Die von den Arbeitsämtern errechnete Arbeitslosenzahl stützt sich vornehmlich auf Angaben von Jugendlichen, die einen Job suchen oder die Berufsberatung nutzen - wer keine dieser Amtsleistungen beansprucht, wird nicht registriert. Sozialforscher glauben, daß die Zahl der beschäftigungslosen jungen Ausländer um ein Vielfaches über den Daten der Nürnberger Bundesanstalt liegt.
Dabei haben Modellversuche in Schulen und Ausbildungszentren gezeigt, daß ausländische Jugendliche durchaus in der Lage sind, kulturelle wie sprachliche Handikaps auszugleichen und die gleichen Erfolge zu erzielen wie ihre deutschen Altersgenossen. Doch diese "große Begabungsreserve", so Berlins Ausländerbeauftragte Barbara John, bleibt oft ungenutzt.
Allein in Berlin sieht John eine Schattengruppe von nahezu 7000 Jugendlichen, "bei denen alle zusätzlichen Maßnahmen zur Qualifizierung _(* Oben: auf dem Hof der "Kiezschule" in ) _(Berlin-Kreuzberg; unten: Überfall auf ) _(eine Demonstrantin bei einem ) _(NRW-Landesparteitag der ) _(rechtsgerichteten NPD. ) nicht gegriffen haben" - eine Subkultur für sich.
Wie kurz der Weg in die Gruppe der "fast schon Aufgegebenen" (Senatsformulierung) ist, zeigt der im Frühjahr veröffentlichte Jugendbericht des Bundestages: Die Zahl der ausländischen Sonderschüler wächst weiter, die der ausländischen Schulabgänger ohne Abschluß liegt immer noch bei einem Fünftel. "Die Schere" zwischen den Lebenschancen ausländischer und deutscher Schüler klaffe immer mehr auseinander.
Exemplarisch ist die Entwicklung in Teilen von Berlin-Kreuzberg, wo mit 30 000 die meisten Türken und Kurden in Deutschland leben.
Um das Fortkommen der deutschen Schüler zu sichern, wurde in Berlin die Zahl der ausländischen Kinder je Klasse kontingentiert. Denn der verflossene CDU/FDP-Senat glaubte, Ausländerfeindlichkeit rühre letzlich daher, "daß sich Berliner Schüler als Fremde in der eigenen Schule empfinden", so die damalige Schulsenatorin Hanna-Renate Laurien.
In stark von Ausländern frequentierten Gegenden wurden zugleich ausländische "Regelklassen" eingerichtet. In solchen Klassen sind mehr als die Hälfte aller ausländischen Hauptschüler Berlins ganz unter sich. In Teilen Kreuzbergs erhalten sogar gut 80 Prozent aller Ausländerkinder solchen Spar-Unterricht.
Ausländische Pädagogen sehen in den Regelklassen kleine Sowetos entstehen. Safter Cinar, türkischer Vertreter der Lehrergewerkschaft GEW, spricht sogar von einer "westeuropäischen Apartheidvariante".
Zwar soll in den Ausländergruppen das Unterrichtspensum "grundsätzlich" dem sonstiger Schulklassen entsprechen. Doch realisierbar ist dieses Konzept nicht.
"Wir haben Klassen, da kommt die Hälfte der Schüler einfach nicht mehr", berichtet ein Kreuzberger Schulleiter. Als die türkische Jugendbetreuerin Alev Sengönül, die im Jugendstrafvollzug gefangene Landsleute versorgte, Lesestoff besorgen wollte, baten 13 von 20 Häftlingen um Bilderbücher. Sie alle sind in Berlin zur Schule gegangen, können aber kaum lesen.
Der soziale Rückstand der Kreuzberger Klippschüler verstärkt sich noch durch das Umfeld in der Nachbarschaft - immer mehr ausgepowerte Deutsche im Quartier, immer weniger Aufstiegswillen ringsum.
Auch etablierte Linke, die gern einer multikulturellen Gesellschaft das Wort reden, verhalten sich nicht eben wie die freundlichen "Come together"-Typen aus der Werbung: Gerade linke Eltern, so erkannte ein Mitarbeiter der Berliner Ausländerbeauftragten, meldeten sich in anderen Wohngegenden an, um die "lieben Kinder dem Leistungssog nach unten zu entziehen". Und eine Schul-Expertise der CDU notierte als beliebtes Flucht-Argument: "Unsere Kinder sind nicht die Krücken, mit denen die Ausländer laufen lernen."
Nichtdeutsche Jugendliche, die unter diesen Bedingungen den Schulabschluß schaffen, stoßen alsbald auf das nächste Handikap: Bei ihrer Job-Wahl landen sie meistens am unteren Rand der Berufshierarchie. Junge Ausländer *___konzentrieren sich auf Lehrberufe mit besonders ____ungünstigen Beschäftigungschancen, die wenig allgemeine ____Vorbildung erfordern und die höchsten Abbrecherquoten ____aufweisen, *___sind durch aufenthaltsrechtliche Unsicherheit in ihrer ____Lernmotivation und -fähigkeit beeinträchtigt - "das ____Ausländergesetz schwebt wie ein Damoklesschwert über ____den Menschen", urteilt der DGB, *___bleiben durch versteckte oder offene Diskriminierung ____ausgeschlossen von qualifizierten Jobs im Handel, in ____der Kommunikationsbranche oder in anderen ____Dienstleistungsberufen, *___nehmen Jobs, aus denen, so der Bonner Jugendbericht, ____"deutsche Auszubildende immer mehr ,auswandern''" - neun ____Zehntel der männlichen Jugendlichen werden in ____Arbeiterberufen ausgebildet, *___entscheiden sich aus Unsicherheit über künftige ____Perspektiven in Deutschland für Berufe, die im ____Herkunftsland krisensicher und anerkannt sind - 40 ____Prozent der im Handwerk ausgebildeten jungen Ausländer ____lernen Automechaniker oder Friseur.
Langfristig wird sich die Lage der jungen Ausländer wahrscheinlich noch verschlechtern. Der Bonner Jugendbericht kommt zu dem Schluß, daß sich gegenwärtig die "Eingliederung der zweiten Ausländergeneration in die unteren Positionen des Berufssystems der Bundesrepublik" vollziehe. Schon jetzt, sagt der türkische Metaller Necati Gürbaca, müßten viele junge Ausländer, soweit sie überhaupt in Lohn und Brot sind, gewärtigen, "daß sie bei der nächsten Rationalisierungswelle rausfliegen".
Als das Bundesverfassungsgericht kürzlich erste Anläufe zu einem Kommunalwahlrecht für Ausländer verbot, empfanden viele Ausländer das als ein weiteres bedrückendes Signal. "Nicht daß die Leute von dem Kommunalwahlrecht die volle Partizipation erwartet hätten", sagt Gewerkschafter Gürbaca, "aber ein Signal für Gleichberechtigung wäre es schon gewesen." Nun wird der Spruch des Bundesverfassungsgerichts als "Weichenstellung auf Jahre" beargwöhnt. Gürbaca: "Wir fürchten zunehmende Härte."
Verunsichert durch die Risiken von Arbeitslosigkeit und Ausweisung, scheint ein wachsender Teil der ausländischen Jugendlichen von der deutschen Gesellschaft wegzudriften: Teils beginnen sie gegen ihre "Lumpenproletariatsrolle" zu rebellieren, teils verfallen sie in "Rückzugsverhalten, Apathie oder Kriminalität", wie eine Studie des DGB-Bildungswerks vermerkt.
Bei einer Untersuchung über Rechtsextremismus hat der Bielefelder Pädagogikdozent Wilhelm Heitmeyer ausländische Jugendliche gebeten, ihre politische und persönliche Situation einzuschätzen. Dabei förderte der Pädagoge das Bild einer nachgerade mutlosen Generation zutage: Jeweils rund zwei Drittel der Befragten blickten pessimistisch in die Zukunft, fühlten sich in der bundesdeutschen Gesellschaft verunsichert, hielten ihre beruflichen Pläne für nicht realisierbar und meinten, ihnen fehle ein innerer Halt.
Gewalt erscheint da vielen als der nächstliegende Weg, der eigenen Ohnmachtsgefühle Herr zu werden - zumal die Allgegenwart von Gewalt, im Elternhaus wie in der Öffentlichkeit, im Videoshop wie im Straßenverkehr, auch den Alltag vieler Deutscher prägt.
Selbst in Kindertagesstätten, fanden Mitarbeiter der Berliner Polizei-"AG Jugendgewalt" heraus, gehe es heutzutage überaus rabiat zu - was erwarten lasse, "daß bei der nächsten Generation mit einer verstärkten Gewaltakzeptanz und -bereitschaft gerechnet werden muß".
Es fehlt nicht an Abwehrversuchen. So haben Berliner Lehrer die Jugendgewalt schon zum Schulthema gemacht. In der Carl-von-Ossietzky-Schule in Kreuzberg zum Beispiel läßt ein Geschichtslehrer "über Bandenkriminalität und ihre Folgen", über die "Lebenssituation der Immigrantenjugendlichen" und über Berichte gewaltbetroffener Schüler diskutieren. Laut Sozialkunde-Rahmenplan für alle Berliner Oberschulen soll in der 7. Klasse das Thema "Cliquen, Banden" behandelt werden.
Alles vergebens? Thomas Mücke, Politologe und Jugendarbeiter in Berlin, registriert bei seinen Schutzbefohlenen unverändert die Einstellung, Gewalt sei ein "erfolgreiches Handlungsmodell": Sie schaffe "Eindeutigkeit in unklaren, unübersichtlichen Situationen" und "partielle Solidarität".
Außerdem garantiere sie, so Mücke, "Fremdwahrnehmung, die mit anderen Mitteln nicht mehr herstellbar ist". Die Bildung militanter Gruppen sei gleichsam ein "Hilferuf nach Anerkennung" und "Lebensperspektiven"; sie drücke den "Wunsch nach Gleichstellung" aus.
Viele der jungen Wilden, so erfuhr der Berliner Journalist Eberhard Seidel-Pielen bei Recherchen für das Stadtblatt Zitty, gefallen sich mittlerweile "in der Rolle des Opfers und des Outcasts, dem nichts anderes mehr bleibt als zuzuschlagen". Tatsächlich haben sich Motivation und Stoßrichtung vieler Straßengruppen stark verändert, seit die Jungen sich vor Jahren als Reaktion auf Skinheads und Ausländerfeindlichkeit zusammenfanden.
Neben der Suche nach Selbstbestätigung und "Kriegserfahrung", so der Frankfurter Multikulturdezernent Daniel Cohn-Bendit, ist vielerorts die Frontalstellung zur bundesdeutschen Gesellschaft zum Gruppenmotiv geworden.
Das führt nicht selten zu einer Art Notwehrexzeß der Jugendlichen. Die linke Tageszeitung argwöhnte letzte Woche, "daß politische Mißstände wie das Ausländergesetz von den Gangs mittlerweile als Legitimation für jeden Angriff, jede Schlägerei benutzt" werden.
Bei manchem, dem er begegnete, fand auch Szenen-Reporter Seidel-Pielen "die Wahrnehmung bereits so eingetrübt, daß sie jeden Deutschen als Nazischwein sehen, den man ausrauben und zusammenschlagen darf". Trotzig machen viele junge Ausländer ("Wir sind Kanaken!") gegen gleichaltrige, aber erfolgreiche Deutsche Front, in denen sie "Streber" sehen.
Oder schlicht "Feiglinge". Ein junger Jugoslawe von den "Croatia-Boys" in Frankfurt triumphiert: "Die Deutschen lassen sich alles gefallen. Wenn auf die ein Ausländer zukommt und sagt: ,Zieh deine Jacke aus'', tun die das sofort." *HINWEIS: Im nächsten Heft Jugend in der Ex-DDR: Die betrogene Generation - Zukunftsängste und Minderwertigkeitsgefühle - Haß auf die linke Republik - Rechte Rollkommandos attackieren Alternative
* Am 1. Mai 1989 in Kreuzberg. * Oben: auf dem Hof der "Kiezschule" in Berlin-Kreuzberg; unten: Überfall auf eine Demonstrantin bei einem NRW-Landesparteitag der rechtsgerichteten NPD.

DER SPIEGEL 47/1990
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