04.06.1984

SPIEGEL Gespräch„Wer nicht kämpft, wird erschossen“

Ajatollah Tehrani über Eroberungspläne, Herrschaftssystem und Krankheiten des persischen Kriegsherrn Chomeini *
SPIEGEL: Ajatollah Tehrani, wie ernst ist Chomeinis Drohung, der Iran könne die Straße von Hormus schließen und so den wichtigsten Ölhahn der westlichen Welt zudrehen?
TEHRANI: Ich weiß, daß die iranische Armee zwar keine ausgefeilten Pläne zur Blockade der Meerenge hat. Ich bezweifle, daß sie eine Seesperre aufbauen könnte. Chomeini und seine Leute sind allerdings Unwissende. Ich traue ihnen aber alles zu; denn sie können die Folgen ihrer Handlungen nicht'' abschätzen. Chomeini würde nicht eine Minute zögern, den törichten Befehl zu geben, die Straße von Hormus zu schließen, wenn er das für opportun hält.
SPIEGEL: Also greift der Ajatollah direkt in die Kriegführung ein?
TEHRANI: Ja. Chomeini selbst bestimmt die Angriffstermine. Die Armeeführung darf zwar hin und wieder Bedenken anmelden. Und er räumt ihr auch eine gewisse Frist ein, um militärische Mängel vor einer Offensive zu beheben. Aber Chomeini schreibt den Offizieren genau vor, wann und wo sie anzugreifen haben. Dabei setzt er Menschenmassen so herzlos und erbarmungslos ein wie einst die Mongolen und die Tataren.
SPIEGEL: Trotz des militärischen Dilettanten an der Spitze kämpfen die Streitkräfte des Iran mit beachtlichem Erfolg. Ist der Krieg gegen den Irak vielleicht doch im Volk populär?
TEHRANI: Bitte glauben Sie mir - der Krieg ist nicht populär. Wenn Sie heute eine Befragung in den Reihen der iranischen Armee abhalten könnten, würden Sie nicht einmal mehr 100 Soldaten finden, die für eine Fortsetzung des Krieges gegen den Irak stimmten. Seit der Irak seine Truppen auf sein eigenes Territorium zurückgezogen hat ...
SPIEGEL: Er ist zurückgeschlagen worden.
TEHRANI: ... fordern viele Iraner, mit dem Krieg aufzuhören. Sogar einige Ajatollahs verlangen das öffentlich in ihren Freitagsgebeten. Chomeini hat sie deshalb kritisiert: Daß sich die Iraker nun auf eigenem Territorium befänden, sagt er, sei kein Grund, den Krieg zu beenden. In Chomeinis Worten: "Der Irak muß besetzt werden, sonst ist unsere Revolution zum Scheitern verurteilt." Deutlicher kann niemand seine aggressiven Absichten kundtun.
SPIEGEL: Was will Chomeini mit einem besetzten Irak?
TEHRANI: Ajatollah Rafsandschani ist Irans Parlamentspräsident und außerdem ein getreuer Anhänger Chomeinis. Er sagte mir wörtlich: "Wenn wir den Irak kassieren, werden unsere beiden Länder ein einziges Land sein, und zwar der größte Ölproduzent der Welt. Zusammen wären wir dann fast 60 Millionen Moslems und hätten eine ungeheure Macht über die Weltwirtschaft. Saudi-Arabien samt seinem amerikanischen Verbündeten würde gelähmt sein, und die Golfstaaten fielen uns wie reife Trauben in den Schoß."
SPIEGEL: Für diese Großmacht-Träume kämpfen Irans Soldaten?
TEHRANI: Sie haben keine Wahl. Wer sich weigert zu kämpfen, wird erschossen. Revolutionswächter treiben die Soldaten wie eine Viehherde an die Front.
SPIEGEL: Und wer treibt die Revolutionswächter?
TEHRANI: Um den Fanatismus der Chomeini-Gardisten zu verstehen, sollten Sie auch wissen, daß diese Elite und ihre Familien große Privilegien genießen. Sie erhalten mehr und bessere Nahrungsmittel, sie wohnen in schöneren Wohnungen und Häusern als andere Bürger. Die medizinische Behandlung ihrer Kinder ist kostenlos. Jeder Revolutionswächter erhält zu einem monatlichen Lohn je nach Größe der Familie zwischen 5000 und 6000 Tuman _(1000 Tuman sind 301 Mark. )
zusätzlich. So melden sich viele bei den Revolutionswächtern an.
SPIEGEL: Sie wollen doch nicht abstreiten, daß Chomeinis Freiwillige auch religiös motiviert sind.
TEHRANI: Chomeini verspricht ihnen den Himmel, wenn sie für den Islam sterben. Das glauben zumal die kleinen Kinder der armen Eltern - sie stehen an der Front, um ihre Familien daheim zu ernähren. Aber egal, wie religiös Chomeini argumentiert - es ist einfach ein Verbrechen. Ich nenne es Kinderverkauf. Das hat es noch nie gegeben in der Geschichte des Islam.
SPIEGEL: Doch Chomeini hält sich für die Stimme des Islam.
TEHRANI: Mehr noch - er hat uns Ajatollahs einmal gesagt: "Wer mich kritisiert, der kritisiert den Islam und seinen Propheten. Denn ich bin der Nachfolger des Propheten und verkünde seine Gedanken." Doch er ist nur ein Hochstapler und eine schizophrene Person.
SPIEGEL: Er soll sogar Waffen vom Todfeind Israel annehmen. Treffen solche Meldungen zu?
TEHRANI: Ich habe Dokumente mit der Unterschrift des iranischen Premierministers _(Mit Redakteuren Adel S. Elias und Hans ) _(Hielscher. )
gesehen, die eindeutig iranische Waffenkäufe in Israel beweisen. Inzwischen gibt das iranische Regime die Geschäfte auch indirekt selbst zu. Es hat ein religiöses Gutachten herausgegeben, in dem bewiesen werden soll, daß es Rechtens sei, vom Feind Waffen anzunehmen.
Israel wiederum erreicht mit den Lieferungen zwei Ziele: Es verlängert den Krieg zwischen dem Iran und dem Irak und bindet damit die irakische Armee. Außerdem helfen Waffenexporte Israels zerrütteter Wirtschaft.
Als ich erfuhr, daß der Iran in Israel Waffen kauft, habe ich Chomeini gesagt: "Ein paar Männer aus deiner Mullah-Clique müssen jüdischer Abstammung sein. Denn sonst kann ich mir nicht erklären, wieso wir Iraner Israel einen solchen Dienst leisten."
SPIEGEL: Wer bezahlt Chomeinis kostspieligen Krieg?
TEHRANI: Den Arbeitern wird fast ein Viertel ihres Nettoeinkommens als Kriegsspende abgezogen. Die Bevölkerung darf die religiöse Abgabe nicht mehr direkt an die Geistlichen zahlen, sie wird vielmehr von den Revolutionswächtern eingezogen und direkt an den Imam Chomeini weitergereicht. Chomeini-Leute erpressen von Basarhändlern immer wieder Spenden.
SPIEGEL: Wie machen sie das?
TEHRANI: Sie sagen: "Wir haben Unterlagen über dich. Du hast soundsoviel zur Unterstützung des Schah-Regimes gezahlt. Das war ein Tyrannenregime. Du kannst das nur gutmachen, wenn du jetzt das Doppelte oder gar das Dreifache an uns zahlst." Den Händlern bleibt nichts anderes übrig, als zu zahlen.
Oft wird bei ehrbaren Männern mit schmutzigen Tricks abkassiert. Ich will Ihnen ein Beispiel aus Maschhad erzählen: Ein Mann dort besaß einen Geflügelladen. Eines Tages erschienen bei ihm Revolutionswächter, die behaupteten, er handele mit Alkohol. Das war natürlich Unsinn. Sie schafften ihn sofort ins Gefängnis. Als sein Sohn dorthin ging, um den Vater herauszuholen, sagten sie ihm ganz offen: "Wenn du deinen Vater wiederhaben willst, mußt du 50 000 Tuman zahlen." Es war Freitag, unser Feiertag, an dem die Banken geschlossen haben, deshalb wollte der Sohn den Revolutionswächtern einen Scheck geben. Den aber lehnten sie ab; der alte Mann kam erst frei, als sein Sohn am Samstag 50 000 Tuman in bar ablieferte.
SPIEGEL: Wie sollen sich Ihrer Meinung nach die westlichen Länder im iranisch-irakischen Krieg verhalten?
TEHRANI: Lassen Sie mich bitte durch den SPIEGEL eine Botschaft an die Welt richten: Ich rufe die ganze Welt auf, der Botschaft Allahs zu folgen, die besagt: Achtet die Menschenrechte, achtet die Menschenwürde. Die Menschen müssen in Freiheit leben und gegenüber
Andersdenkenden und Andersgläubigen Toleranz walten lassen.
Ihr Europäer habt Tierschutzvereine gegründet. Das ist zu begrüßen. Gründet aber bitte auch Menschenschutzvereine für den Iran. Helft uns, die Tyrannei Chomeinis abzuschütteln, verteidigt auch uns, nicht nur Tiere.
SPIEGEL: Chomeini ist jetzt 84 Jahre alt. Ist er gesund?
TEHRANI: Gesund ist er nicht. Seit seiner Jugend plagt ihn Asthma. Aus diesem Grunde hat Chomeini für sich in Anspruch genommen, nicht zu fasten, was ja mit dem Islam nicht ohne weiteres vereinbar ist.
Er hat einen Bandscheibenschaden, der ihm manchmal starke Schmerzen bereitet. Er kann deshalb launisch und boshaft sein. Wenn er sich niederkniet zum Gebet und sich nach vorne beugt, kann er sich oft nicht mehr ohne Hilfe erheben. Und bis heute leidet Chomeini an den Folgen eines Schlaganfalls, den er vor 25 Jahren in Isfahan erlitten hat. Es fällt ihm schwer, sich zu konzentrieren.
Sein Herz ist auch nicht in Ordnung. Er fiebert bisweilen, hat Schwierigkeiten mit seiner Blase und seiner Prostata. Er kann schlecht urinieren, und einige aus seiner Umgebung behaupten, er leide an Blasenkrebs. Bei meiner letzten Begegnung mit Chomeini im März sagte mir sein Sohn Ahmed, daß die Ärzte dem Ajatollah jegliche körperliche Anstrengung untersagt hätten.
SPIEGEL: Darf er überhaupt noch gehen, darf er sich bewegen?
TEHRANI: Treppensteigen zum Beispiel darf er nicht mehr. In Chomeinis Haus gab es auf unterschiedlichem Niveau zwei Zimmer, eines zum Beten und eines zum Empfang von Gästen. Zwischen beiden Räumen lagen früher ein paar Stufen. Auf Anweisung der Ärzte wurde das Haus umgebaut.
SPIEGEL: Stimmt es, daß Chomeini kürzlich wieder geheiratet hat, und zwar eine junge Frau?
TEHRANI: Nein, das stimmt nicht. Er hat eine Frau, die jünger ist als er und die er abgöttisch liebt. Genau weiß ich es nicht, aber ich schätze sie auf höchstens 65. Wie gesagt, er ist in seine Frau immer noch sehr verliebt und hatte keine sexuellen Beziehungen, außer zu seiner Frau. Ich hoffe, daß ich nichts Heiliges oder Intimes über Chomeini preisgegeben habe, wenn ich so ausführlich über seine Krankheiten berichte.
SPIEGEL: Chomeinis Krankheiten sind ein Politikum.
TEHRANI: Das stimmt. Ich erinnere mich an ein Gespräch vor drei Jahren mit Banisadr, dem ehemaligen iranischen Präsidenten. Ich bat ihn, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die Kriege gegen die Kurden und den Irak zu beenden.
Zu meiner Überraschung antwortete der Präsident: "Ich kann nichts dagegen unternehmen, und ich werde auch nichts dagegen unternehmen. Chomeinis sowjetische Ärzte haben mir anvertraut, daß der Ajatollah allenfalls noch drei Monate am Leben bleiben werde. Warum soll ich mich also noch mit ihm anlegen und seinen Zorn auf mich lenken? Seien Sie beruhigt, wir müssen nur noch diese drei Monate durchstehen."
SPIEGEL: Daraus wurden dann etliche Jahre. Und politisch hat der alte Mann den jungen Banisadr überlebt. Der ist nach Paris entwischt. Wer führt in Teheran nun die Geschäfte? Ganz allein Chomeini?
TEHRANI: Jedermann im Staatsapparat ist Chomeini persönlich verantwortlich. Es wäre falsch zu glauben, daß irgend etwas von Belang im Iran geschieht, ohne daß Chomeini darüber Bescheid wüßte. Der Innenminister, der ja so wichtig ist, untersteht natürlich der direkten Kontrolle Chomeinis. Staatspräsident hin, Premierminister her, sie sind nichts anderes als Marionetten im Spiel von Chomeini. Um die Einzelheiten kümmert sich sein Sohn Ahmed. Er ist neben seinem Vater der eigentliche Herrscher über den Staatsapparat. Er ist der große Satan.
SPIEGEL: Weiß der Vater von den Entführungen, Folterungen und den Tausenden von Hinrichtungen in seinem Staat? Oder geschieht manches ohne sein Wissen?
TEHRANI: Ich bin in der Angelegenheit einmal bei Chomeini vorstellig geworden, denn viele betroffene Familien haben mich bestürzt um Hilfe gebeten. Sie suchten ihre verschwundenen Angehörigen, andere kamen zu mir mit gefolterten Kindern.
Ich sprach ausführlich darüber mit Chomeini, habe ihm gesagt, daß einige Folterer bereit seien, zu ihm zu kommen und ihm die Namen ihrer Auftraggeber zu nennen. Ich sagte ihm, daß seine Partei, die Islamische Republikanische Partei, eigene Gefängnisse und Folterkammern unterhalte. Chomeini antwortete: "Die Partei hat dazu keine Kompetenz." Er beauftragte mich, in der Stadt Maschhad eine Kommission zu bilden, um die Ereignisse dort zu untersuchen. Er akzeptierte meinen Vorschlag, auch noch eine Parallel-Kommission ins Leben zu rufen, damit zwei unabhängige Gremien Untersuchungen vornehmen könnten.
SPIEGEL: Was haben sie entdeckt?
TEHRANI: Die Erkenntnisse der beiden Kommissionen waren identisch. Sie stellten fest, daß gefoltert wurde. Ich organisierte eine Kampagne gegen Folter und Gewalt. Radio Teheran führte daraufhin ein Gespräch mit dem Staatsanwalt von Teheran, Ladschwardi: "Tehrani behauptet, es würden unschuldige Menschen gefoltert und ermordet.
Was sagen Sie als Staatsanwalt dazu, stimmt das?" Der Staatsanwalt mußte die Tatsachen bestätigen.
SPIEGEL: Und wie reagierte Chomeini?
TEHRANI: Er rechtfertigte die Folter mit islamischen Gesetzen und islamischen Notwendigkeiten. Aber das ist falsch, denn laut Koran werden Strafen erst nach erwiesener Schuld vollzogen. Im Koran steht eindeutig, welche Strafe den Straßenräuber erwartet, welche Strafe den Ehebrecher erwartet, aber von Bestrafung vor Schuldfeststellung und von Folter steht nichts im Koran.
SPIEGEL: Chomeini war einmal Ihr Freund. Wann begann Ihre Feindschaft?
TEHRANI: Sie werden außer seiner Frau und seinen Kindern auf der Welt keinen Menschen finden, der so lange mit Chomeini zusammen war wie ich - 14 Jahre lang. Acht Jahre lang war ich sein treuer Schüler und hörte täglich seine religiösen Vorlesungen in Ghom. Ich habe die Familie Chomeini im Iran betreut, und als der Ajatollah im Exil weilte, habe ich ihn im Irak besucht. Mit seinem verstorbenen Sohn Mustafa wohnte ich mehr als zehn Jahre zusammen.
SPIEGEL: Was faszinierte Sie denn so sehr an Chomeini?
TEHRANI: Wir haben ihn als tiefreligiösen, selbstlosen Menschen mit hervorragendem theologischen Wissen verehrt. Ich muß gestehen, daß ich an diesen Menschen geglaubt und ihm blind vertraut habe.
SPIEGEL: Wie lebte er während der Monarchie?
TEHRANI: Chomeinis Vater Mustafa hatte seinem Sohn ein Vermögen vererbt, zum Beispiel einige Mietshäuser. Allein von den Mieten konnte Chomeini fürstlich leben. Armut und Hunger hat er nie gekannt. Seit seiner Kindheit trug er nur Kleider aus feinstem Stoff.
SPIEGEL: Dennoch wirkt er asketisch und volkstümlich. Ein gefürchteter Diktator scheint er für die Massen nicht zu sein, und in seinem Revolutionsstaat gibt es ein Parlament; in fünf Jahren haben zwei Parlamentswahlen stattgefunden, wenn auch gewiß keine freien.
TEHRANI: Lassen Sie sich nicht täuschen. Alle sogenannten Institutionen in Chomeinis Iran sind nichts anderes als Theaterbühnen. Er gaukelt den Menschen etwas vor, will ihnen das Gefühl geben, daß sie an Entscheidungen teilhaben können. Aber in Wahrheit entscheidet er alles selbst mit seiner Mullah-Clique und besonders seinem Sohn Ahmed, der seinen Vater buchstäblich um den Finger wickelt.
SPIEGEL: Wird Ahmed Chomeinis Nachfolger werden?
TEHRANI: Ich weiß es nicht. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, was Chomeini in seinem Testament hinterlassen wird. Es wird geöffnet werden, wenn der Ajatollah die Augen für immer geschlossen hat. Viele glauben, daß Chomeini den Ajatollah Montaseri als seinen Nachfolger ausgewählt hat, meiner Meinung nach könnte es auch Ahmed sein. Montaseri und Ahmed sind seit etlichen Jahren verfeindet.
SPIEGEL: Könnten die Mullahs nach Chomeinis Tod nicht in seinem Sinne weiterherrschen?
TEHRANI: Die sind untereinander zerstritten. Es gibt zum Beispiel eine Gruppe, welche die Angehörigen des Bahai-Glaubens gnadenlos eliminieren möchte. Andere sind ein wenig von linken Vorstellungen angehaucht, und wieder andere folgen fest der Chomeini-Linie. Ich glaube zum Beispiel nicht, daß Ajatollah Beheschti und seine ganze Führungsgruppe vor drei Jahren von den linken Volksmudschahidin umgebracht worden sind.
SPIEGEL: Sondern?
TEHRANI: Von rivalisierenden Mullahs. Der eigentliche Mörder war ein Mann namens Kolahi. Er hatte mit den Mudschahidin nichts zu tun. Es war ein reiner innerer Machtkampf.
SPIEGEL: Gibt es Beweise?
TEHRANI: Kurz vor der Explosion der Bombe, die Beheschti tötete, hat Rafsandschani den Raum verlassen. Rafsandschani galt zu dem Zeitpunkt als ehrgeiziger Rivale von Beheschti.
SPIEGEL: Aber einig sind sich alle Mullahs in ihrem Ziel, die iranische Revolution zu exportieren, zum Beispiel in den Libanon.
TEHRANI: Chomeini hat mir gesagt, daß sich Leute, die unter seiner Befehlsgewalt stehen, in Baalbek, Beirut, Tyrus und Sidon aufhalten. Sie haben die irakische Botschaft in Beirut in die Luft gejagt - und die Selbstmordangriffe gegen die Amerikaner, Franzosen und das israelische Hauptquartier im Libanon trugen auch die Handschrift von Chomeinis Leuten.
Chomeini hat zu mir gesagt: "Wir dürfen unsere Aufgabe nicht vernachlässigen, die islamische Revolution in der gesamten islamischen Welt zu entfachen."
SPIEGEL: Wie sieht das konkret aus?
TEHRANI: Unter dem Deckmantel von religiösen Besuchen und Familienbesuchen schickt das Regime Ausbilder in jene Länder, in denen eine Chance besteht, erfolgreich zu agitieren. Zentren für gewalttätige Chomeini-Anhänger sind auch die iranischen Botschaften in den europäischen Ländern.
Eine weitere Methode ist es, religiöse oder sonstige Konferenzen in Teheran zu organisieren. Männer des islamischen Glaubens aus arabischen Staaten oder afrikanisch-islamischen Ländern werden eingeladen. Vor kurzem wurde zum Beispiel ein Mediziner-Kongreß abgehalten über "Islam und Umweltschutz". Nach den Konferenzsitzungen aber versuchen Iraner, die Teilnehmer zu indoktrinieren und für die Islamische Revolution zu gewinnen. Sie werden großzügig bewirtet, erhalten viel Geld und sollen dann in ihrer Heimat Revolutionszellen aufbauen.
SPIEGEL: Gibt es im Iran auch Ausbildungslager für islamische Kämpfer?
TEHRANI: Ich weiß von drei Ausbildungslagern für Chomeini-Anhänger aus aller Welt. Ich habe sie nie besucht, weil ich von der Idee nichts halte. Für die militärische Ausbildung ist ein Oberst der iranischen Armee zuständig, für die Außenaktionen ein gewisser Fadlallah
Mahallati. Die ganze Auslandsarben liegt in den Händen von Chomeinis Sohn Ahmed.
SPIEGEL: Das Regime nutzte auch die Pilgerfahrt nach Mekka zu Propaganda-Aktionen. Mit Chomeinis Billigung?
TEHRANI: Die Pilgerfahrt liegt Chomeini sehr am Herzen. Aber er betrachtet sie nicht nur als religiöse Pflicht, sondern auch als eine politische Aufgabe. Nach der Rückkehr haben Mekka-Pilger sich bei mir beklagt, wie unverschämt sie das Verhalten iranischer Revolutionswächter im Gastland Saudi-Arabien fanden. Sie schämten sich, daß ihre religiösen Riten durch Handgreiflichkeiten gestört wurden. Ich habe Chomeini daran erinnert, daß die Kaaba in Mekka das "el-beit el-haram" ist, das "heilige Haus", und wenn er behaupte, daß die Revolution die erste Pflicht jedes Moslems sei, müsse diese Pflicht ja nicht gerade dort ausgeübt werden.
SPIEGEL: Fordert Chomeini revolutionäre Pflichterfüllung auch in Europa?
TEHRANI: Kurz bevor ich Teheran verließ, hörte ich, daß Chomeini-Anhänger aus London und Paris im Iran eingetroffen sind. Sie waren in Europa verhaftet worden, weil sie Anschläge geplant hatten. Die Regierungen schoben sie dann stillschweigend ab, weil sie Chomeinis Terror fürchteten.
SPIEGEL: Dabei hatte etwa Frankreich Chomeini während der Schah-Zeit beschützt.
TEHRANI: Heute haßt Chomeini Frankreich. Das Land hat guten Grund, Anschläge zu fürchten, denn für Chomeini ist es in Europa der größte Teufel. Deutschland wird dagegen wohl verschont bleiben. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik und dem Iran sind sehr gut. Von Deutschland können die Iraner fast alles haben, und Deutschland kauft Öl und ist damit indirekt ein Finanzier des iranischen Krieges gegen den Irak.
SPIEGEL: Chomeinis größter Teufel aber heißt "Amerika". Seit einiger Zeit nennt er allerdings auch die Sowjet-Union einen "Satan". Weshalb diese buchstäbliche Verteufelung?
TEHRANI: Wenn Chomeini wettert, Amerika sei der eine große Satan, Rußland sei der andere und Frankreich der kleine, dann sind das alles nur Sprüche mit einer innenpolitischen Zielsetzung: Sie geben ihm die koranische Rechtfertigung, Menschen zu liquidieren, die Anhänger, oder angebliche Anhänger, dieser "satanischen" Mächte sind.
SPIEGEL: Zumindest die USA schätzt Chomeini doch als eine reale Gefahr ein?
TEHRANI: Ja, aber das war nicht immer so, Chomeini hielt, lange bevor er an die Macht kam, mit den Amerikanern Verbindung. In seinem Pariser Exil gingen US-Politiker, zum Beispiel Ramsey
Clark, _(US-Justizminister unter Lyndon B. ) _(Johnson. )
durch die Hintertür seines Hauses ein und aus. Es gab auch ein Abkommen zwischen den Amerikanern und dem Ajatollah.
SPIEGEL: Was war der Kern des Abkommens?
TEHRANI: Die USA wirken darauf hin, daß der Schah im Iran die Macht abgibt und unter Basargan eine provisorische Regierung gebildet wird. Chomeini verpflichtet sich dafür, die US-Interessen - militärische, wirtschaftliche und politische - im Iran nicht anzutasten.
Tatsächlich war für Chomeini damals die US-Präsenz im Iran von nebensächlicher Bedeutung. Als er nach Teheran zurückkam, sagte er mir, er sei unglücklich über die antiamerikanische Kampagne, die damals Beheschti, Rafsandschani und sein Sohn Ahmed entfacht hatten. Denn die wollten nicht nur die Tyrannei im Iran abschaffen, sondern auch den Imperialismus besiegen. Sie wetterten in den Freitagsgebeten gegen die Regierung Basargan, weil sie noch nicht alle "amerikanischen Experten zum Teufel geschickt" habe.
SPIEGEL: Und wie brachten die Radikalen Chomeini auf ihre Seite?
TEHRANI: Beheschti, Rafsandschani und der Satan Ahmed flüsterten Chomeini ein: "Glaub doch nicht, daß der Schah krank und nur zur Behandlung in die USA gegangen ist. Die trickreichen amerikanischen Imperialisten haben den Schah nur vorübergehend abberufen und werden ihn bald wieder an die Macht im Iran bringen." Damals brachen Aufstände in Kurdistan und Turkistan aus, und die drei sagten zu Chomeini: "Diese Unruhen sind die Vorboten der Rückkehr des Schah mit Hilfe der Amerikaner."
Sie redeten Chomeini ein, er müsse die Ehrlichkeit der Amerikaner testen, indem er die Auslieferung des Schah verlange.
SPIEGEL: Was die Amerikaner ablehnten.
TEHRANI: Einen kranken Mann an Chomeini auszuliefern, war für Washington unmöglich. Fortan lehnte Chomeini jede Verständigung mit den Amerikanern ab, denn er haßte den Schah aus tiefstem Herzen, gleichzeitig aber fürchtete er ihn auch. Er war zu allem bereit, um ihn auszuschalten. Beheschti, Rafsandschani und Ahmed Chomeini überzeugten nun den Ajatollah, daß die US-Botschaft besetzt werden müßte und die Amerikaner als Geiseln genommen werden. Nur dadurch könne sichergestellt werden, daß die Amerikaner dem Schah nicht wieder auf den Thron helfen würden.
SPIEGEL: Bisher hieß es immer, die Botschaftsbesetzung sei eine Aktion islamischer Eiferer unter Teherans Studenten gewesen.
TEHRANI: Nein. Vor der Besetzung kamen ein paar Studenten zu mir - es
waren meine Studenten, aber eingeschworene Chomeini-Anhänger, und sagten: "Wir haben Befehle erhalten, die direkt von Chomeini kommen, danach sollen wir die amerikanische Botschaft besetzen." Ich habe ihnen damals gesagt: "Das liegt nicht in unserem Interesse. Ich finde dieses Vorhaben absurd und sinnlos. Es wird den Ruf unserer Revolution vernichten. Außerdem steht es nicht im Einklang mit den Gesetzen des Koran."
SPIEGEL: Aber Sie haben nichts ausrichten können?
TEHRANI: Nein, die ganze Geiselaffäre stand unter der Regie von Doktor Peiman (das ist ein Zahnarzt und Vorsitzender des kämpfenden Muslim-Komitees in Teheran) und Chomeinis Sohn Ahmed - und der unternimmt nichts ohne die Zustimmung seines Vaters.
SPIEGEL: Inzwischen gibt es wieder ganz intensive Geschäftsbeziehungen zwischen Chomeinis Iran und den Vereinigten Staaten.
TEHRANI: Ein großer Teil der Nahrungsmittel kommt aus den USA. Fast alles, was unsere Armee zur Zeit im Krieg gegen den Irak benutzt, ist made in USA. Handelsvertreter und Makler aus aller Welt verdienen sehr viel Geld beim Einkauf von US-Waren für iranische Bedürfnisse. Sie besorgen in unserem Auftrag fast alles. Chomeinis Politik hat den Iran so sehr ins Abseits manövriert, daß er heute wirtschaftlich noch stärker von Amerika abhängig ist als zu Zeiten der Schah-Herrschaft.
SPIEGEL: Dafür ist Chomeinis Verhältnis zu Moskau schlechter denn je.
TEHRANI: Wahrhaftig nicht. Die Sowjet-Union hat Chomeini bei seinen Bestrebungen geholfen, den Schah zu stürzen, und zwar durch die kommunistische Tudeh-Partei. Die Pläne zum Sturz des Schah sind von den Tudeh-Leuten kräftig mitgestaltet worden. Von meiner Frau, der Schwester des Ajatollah Sajjid Ali Chamenei, des heutigen Staatspräsidenten, weiß ich, daß der Chef der Tudeh-Partei zwei- bis dreimal wöchentlich zu Gesprächen im Haus der Familie Chamenei weilte. Wir haben den Tudeh-Chef Kianuri schon Ajatollah Kianuri genannt, obwohl er Kommunist ist und alles andere als ein Ajatollah.
Nach dem Sturz des Schah ging die Zusammenarbeit zunächst weiter. Und die Tudeh-Partei war zeitweilig so etwas wie die eiserne Faust für Chomeini und seine Mullah-Clique. Sie half bei der Unterdrückung von anderen Parteien, der Verfolgung von Politikern und sogar bei der Ermordnung von islamisch-sozialistischen Linksradikalen.
SPIEGEL: Das Verhältnis zwischen Chomeini und Moskau verschlechterte sich erst, als der irakisch-iranische Krieg ausgebrochen war?
TEHRANI: Nicht sofort. Solange irakische Truppen auf iranischem Boden standen, weigerte sich die Sowjet-Union, dem Irak weitere Waffen zu liefern. Sie nahm ihre Lieferungen erst wieder auf, als die irakischen Truppen kein persisches Gebiet mehr besetzt hielten. Chomeini aber verlangte von der Sowjet-Union, daß sie überhaupt keine Waffen mehr an Bagdad liefere. Und nicht nur das: Chomeini forderte die sowjetische Führung auf, sie solle ihm nun genauso helfen, Iraks Saddam Hussein zu stürzen, wie sie ihm einst geholfen habe, Persiens Schah zu stürzen.
Natürlich lehnten die Russen das ab, und seitdem verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Teheran und Moskau immer mehr. Sie erreichten ihren Tiefpunkt, als Chomeinis Mullah-Clique begann, die Tudeh-Partei zu liquidieren. Die Sowjet-Union ist inzwischen ein "großer Satan". Dennoch erlaubt sie dem Iran immer noch, Teile seiner Importgüter durch sowjetisches Territorium zu transportieren.
SPIEGEL: Chomeinis Mullahs sagen, daß sie den afghanischen Widerstandskämpfern in ihrem Kampf gegen die sowjetischen Besatzer helfen. Trifft das zu?
TEHRANI: Chomeini lügt, wenn er das behauptet. Im Gegenteil: Er hat einige Führer der Freiheitskämpfer an das Regime in Kabul ausgeliefert und spielt die afghanischen Widerstandsbewegungen gegeneinander aus.
SPIEGEL: Ist es Ihnen schwergefallen, mit Chomeini zu brechen?
TEHRANI: Der Koran sagt, wenn dein Vater im Unrecht ist, mußt du mit ihm brechen. Warum sollte ich also nicht mit Chomeini brechen? Mein Bruch mit Chomeini erfolgte auch nicht über Nacht. Als nach seiner Rückkehr aus dem Exil so viele schlimme Dinge passierten - Folterungen, Hinrichtungen, Morde -, glaubte ich monatelang noch, daß dies das Werk von Beheschti sei. Ich habe bei Chomeini vorgesprochen, bin in Artikeln und Predigten für die Freiheit der öffentlichen Meinung und gegen die Unterdrückung von Andersdenkenden eingetreten.
Für eine inzwischen berühmt gewordene öffentliche Schrift an Chomeini bin ich vorübergehend im Gefängnis gelandet. Ich schrieb an Chomeini: "Die Revolution wird scheitern, weil du von der Macht besessen bist."
SPIEGEL: Können Sie uns erzählen, wie Sie nach Bagdad gekommen sind?
TEHRANI: Darüber möchte ich nichts sagen.
SPIEGEL: Ihre Familie ist noch in Teheran?
TEHRANI: Ja. Meine Frau ist, wie ich Ihnen schon sagte, die Schwester des Präsidenten Ajatollah Chamenei. Ich war 35 Jahre alt, als wir heirateten. Wir haben fünf Kinder. Zwei Töchter und drei Söhne. Der älteste Sohn ist 22 Jahre alt. Der jüngste Sohn ist dreieinhalb Jahre. Er heißt Ihsan. Ich liebe ihn sehr und hänge mehr an ihm als an allen anderen, weil er noch so klein ist.
SPIEGEL: Haben Sie mit ihren Angehörigen Kontakt?
TEHRANI: Ja, es gelang mir, mit meiner Familie zu telephonieren. Mein kleiner Sohn sagte mir, er wolle die Stimme seines Vaters nicht nur am Telephon hören, er wolle seinen Vater auch sehen.
SPIEGEL: Viele Gegner des Mullah-Regimes, die im Ausland Zuflucht gefunden hatten, sind umgebracht worden. Fürchten Sie Chomeinis Rache?
TEHRANI: Ich fürchte nur Allah.
SPIEGEL: Ajatollah Tehrani, wir danken für das Gespräch.
1000 Tuman sind 301 Mark. Mit Redakteuren Adel S. Elias und Hans Hielscher. US-Justizminister unter Lyndon B. Johnson.
Von A. Elias und H. Hielscher

DER SPIEGEL 23/1984
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DER SPIEGEL 23/1984
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