25.06.1984

Opec-Villa verwaist

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Die Organisation Erdölexportierender Länder (Opec) bleibt weiterhin ohne Führung. Opec-Kreise am Hauptsitz Wien sehen keine Chance, daß vor dem Ende des Golf-Krieges ein neuer Generalsekretär ernannt wird. Die prachtvolle Dienstvilla des jeweiligen Generalsekretärs, einst Sitz des österreichischen Bundespräsidenten Theodor Körner, steht seit über einem Jahr leer. Das Haus, Monatsmiete rund 7000 Mark, wird von einem Butler in Ordnung gehalten. Nach den Statuten müßte der Iran den nächsten Generalsekretär stellen. Das aber ist am Veto des Irak gescheitert. Den Vorschlag anderer Opec-Staaten, das bisher übliche Rotationssystem bei der Besetzung des Postens zu ändern, hat der Iran abgelehnt. Dabei wäre der Zeitpunkt günstig gewesen, da jedes Mitgliedsland schon einmal den Generalsekretär gestellt hat und nun die zweite Runde beginnt. Derzeit wird die Wiener Opec-Zentrale kommissarisch von einem Beamten, dem Iraker Fadhil el-Chalabi, verwaltet.

DER SPIEGEL 26/1984
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