21.01.1985

BERUFLICHESManfred Schneckenburger

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Manfred Schneckenburger, 46, wird künstlerischer Leiter der für 1987 geplanten Documenta 8 in Kassel. Der in Stuttgart geborene Kunsthistoriker, der das Amt schon bei der Documenta 6 (1977) ausgeübt hat, wurde letzten Mittwoch in einer Notsituation gekürt: Vor eineinhalb Jahren hatte sich der Aufsichtsrat der Documenta GmbH (Stadt Kassel und Land Hessen) nicht zu einer einzigen Berufung entschlossen, sondern hatte zwei Kandidaten, Edy de Wilde und Harald Szeemann, verpflichtet, sich über Ausstellungskonzept und Machtverteilung zu einigen - was im Dezember 1984 scheiterte. Nach soviel vergeudeter Zeit empfahl ein beigezogenes Expertengremium vorige Woche zwei Namen: Schneckenburger sowie Szeemann, der die vielgerühmte Documenta 5 (1972) geleitet hatte. Telephonisch befragt, erklärte sich aber nur Schneckenburger eindeutig bereit, den Job zu übernehmen. Bis 15. Februar soll er seinen Vertrag aushandeln, ein Mitarbeiterteam vorschlagen und dann offiziell berufen werden Ein Pluspunkt für Schneckenburger: Er ist ohne weiteres abkömmlich. Nach seiner Documenta 6 war er, ohne festes Amt, hauptsächlich als Autor tätig.

DER SPIEGEL 4/1985
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