02.09.1985

Gegendarstellung

*
In der Zeitschrift "DER SPIEGEL" Nr. 32 vom 5. 8. 1985 sind auf den Seiten 60 bis 65 unter der Überschrift "Wie im Familienclan" in bezug auf mich und die mir gehörende Firma PK Electronic die nachstehenden Behauptungen veröffentlicht, die nicht richtig sind:
1. Über den Besuch des Prinzen Abdullah Ibn Nassir Ibn Abd el-Asis Al Saud im Jahre 1983 wird behauptet, ich hätte diese Reise organisiert und der Prinz habe nach dem Besuch Ende Juni 1983 bei der Firma PK Electronic elektronisches Gerät für 65 Millionen Mark geordert. Dies ist unrichtig. Richtig ist, daß ich zu keiner Zeit eine Reise des Prinzen nach Deutschland organisiert
habe; der Prinz hat auch niemals bei der Firma PK Electronic elektronisches Gerät geordert, also auch nicht für 65 Millionen Mark.
2. Auf Seite 61 wird die Behauptung aufgestellt, die Firma PK Electronic habe ein 3-Millionen-Mark-Geschäft mit der saudischen Einkaufsgesellschaft "Electronic Equipment Marketing Company" in Riad über binokulare Nachtsichtgläser, Typ PK 1200, geschlossen. Hierzu wird weiter behauptet, daß die Firma PK Electronic sich gar nicht erst um eine "lässige" Ausfuhrgenehmigung bemüht hätte, die Ware vielmehr harmlos deklariert als "Ferngläser" per Luftfracht in die saudiarabische Hauptstadt geliefert hätte. Alle seien zufrieden gewesen: die Philips-Tochter "Elektro Spezial" hätte ihre Geräte verkauft, die PK Electronic ihre Provision und die Saudis die gewünschten Gläser. Dies ist unrichtig. Mit der saudischen Einkaufsgesellschaft "Electronic Equipment Marketing Company" in Riad hat die Firma PK Electronic bislang kein einziges Geschäft getätigt. Ein Geschäft über binokulare Nachtsichtgläser für den Marineeinsatz, Typ PK 1200, ist nie zustande gekommen. Es wurden auch niemals als "Ferngläser" deklarierte binokulare Nachtsichtgläser von der Firma PK Electronic ausgeführt. Niemals wurden von der Firma PK Electronic ausfuhrgenehmigungsbedürftige Produkte falsch deklariert und ins Ausland gesandt. Es wurden auch niemals von dem Philips-Tochterunternehmen "Elektro Spezial" Provisionen an die Firma PK Electronic gezahlt.
3. Auf Seite 65 wird behauptet, mobile Kurzwellensender der US-Firma LMR in Kansas City hätten auf dem Umweg über die PK Electronic nach Syrien gefunden. Dies ist unrichtig. Richtig ist, daß die Firma PK Electronic mit der US-Firma LMR in Kansas City keine Geschäftsbeziehungen hatte oder hat. Die Firma PK Electronic hat auch zu keiner Zeit Kurzwellensender an Syrien geliefert.
4. Auf Seite 65 findet sich weiter die Behauptung, ich habe diverse Geräte der englisch-amerikanischen "SAS Group of Companies" im Programm, die vom Hersteller zwar in die Bundesrepublik exportiert werden dürfen, aber eben von dort nicht in alle möglichen Krisengebiete. Dies ist unrichtig. Ich habe keine Geräte der genannten Firma im Programm; auch die Firma PK Electronic hat in ihrem Katalog keine Geräte der genannten Firma.
Hamburg, den 8. August 1985 Peter Klüver
Zum Abdruck dieser Gegendarstellung ist der SPIEGEL nach einer Einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hamburg verpflichtet. Die Richtigkeit der von dem Kaufmann Peter Klüver gegebenen Darstellung hat das Gericht in dem Verfügungsverfahren nicht geprüft. Der SPIEGEL bleibt bei seiner Darstellung. - Red.

DER SPIEGEL 36/1985
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 36/1985
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Gegendarstellung

  • Dieselskandal: "Warum soll ich jetzt dafür geradestehen?"
  • Grasen first! Stoische Schafherde ignoriert Kampfhubschrauber
  • Terror in Christchurch: Ein Haka für die Toten
  • US-Dashcam-Video: Wo bitte ist die Straße hin?