22.07.1985

„Der Präsident hat viel gelernt“

Die Rituale der Macht sind unabdingbar für eine „symbolische Präsidentschaft“, wie Ronald Reagan sie versteht. Deshalb schockte die Nachricht von seiner Krebserkrankung die amerikanische Nation, deshalb versuchten die Betroffenen, den kranken Mann im Weißen Haus nach seiner Tumoroperation als geheilt hinzustellen.
Gemächlich, vorbei an Manhattan, gleitet die 75-Tonnen-Jacht "Oneida" den East River hinauf, Kurs Nordnordost, in den Long Island Sound - friedliche Idylle an einem schwülen Juli-Tag.
Doch an Bord der "Oneida" ist nicht alles wohl, die Jacht dient auf diesem Törn als Hospitalschiff.
Abgeschirmt von aller Welt, bewußtlos, unter Vollnarkose, läßt sich der Präsident der Vereinigten Staaten vom Chirurgen Joseph Decatur Bryant eine Krebsgeschwulst im Mund und, weil nicht mehr zu retten, auch die linke Hälfte des Oberkiefers entfernen.
16 Tage später, immer noch an Bord der "Oneida", beseitigt Dr. Bryant die letzten Spuren des Tumors und setzt dem Patienten zugleich einen neuen, künstlichen Oberkiefer ein, aus Hartgummi.
Noch einmal drei Wochen später, inzwischen zurück in Washington, hält der Präsident, Grover Cleveland, 56, bereits wieder eine Rede vor dem Kongreß - und über viele Monate des Jahres 1893 bleibt verborgen, daß er überhaupt und woran er operiert wurde:
Die Nation, auch Clevelands junge Frau Frances Folsom, 28 und im siebten Monat schwanger, glaubte, ihr Präsident entspanne sich auf dem Schiff des Commodore E. C. Benedict von den Strapazen seiner Amtsgeschäfte.
Fast auf den Tag genau 92 Jahre später, im Juli 1985, wurde wieder ein Präsident der USA an Krebs operiert. Was im Fall Cleveland perfekt geheimgehalten werden konnte, gedieh im Fall Reagan zum Superspektakel einer medienübersättigten Welt.
Um 16.02 Uhr Ostküstenzeit unterbrechen, am vorigen Montag, Amerikas Fernsehsender ihre traditionellen Langweil-Serien für ein grandioses Rührstück. Live, von einem Podium des Bethesda Naval Hospital nahe der Bundeshauptstadt Washington, verkündet der Chirurg Dr. Steven Rosenberg, 44, ohne Wenn und Aber: "Der Präsident hat Krebs" - und für einen Augenblick ist die Nation wie von einem Schock gelähmt.
Dabei hatten sich Reagans Landsleute auf diese Nachricht drei Tage lang vorbereiten können. Am vorletzten Freitag nämlich entdeckten die Ärzte des Präsidenten nach dem Entfernen eines harmlosen Darm-Polypen eine größere Geschwulst, und fortan erfuhr die Welt alles Wissenswerte über Dickdärme schlechthin und den des Präsidenten im besonderen.
Kaum hatte Reagans Pressesprecher Larry Speakes, stockend und sichtlich irritiert durch die vielen medizinischen Vokabeln, mitgeteilt, daß eine etwa dreistündige Operation unumgänglich sei, da waren auch schon die Zeichner und Graphiker
am Werk, kommentierten TV-Moderatoren vor dem Hintergrund des präsidentiellen Unterbauches, gaben Ärzte bereitwillig Interviews und erste Fern-Diagnosen, planten Zeitungsredaktionen Sonderseiten, änderten "Time" und "Newsweek" Titelbilder und -geschichten.
Ein Wochenende genügte, um Fachausdrücken wie "Colon" oder "Cecum", "Barium Enema" oder "Colonoscopy" Eingang in den Sprachschatz der Nation zu verschaffen. Wo sonst als in den USA wäre es wohl denkbar gewesen, daß sogleich in einem früheren Ausnüchterungstrakt des Krankenhauses ein erstes Pressezentrum eingerichtet wurde? Die Amerikaner schätzen es, wenn "professional" verfahren wird.
Vom Medien-Spektakel um die Innereien des Präsidenten profitierte sogar der Patient selbst: Ronald Reagan sah sich am Freitagabend im Fernsehen an und las am Samstag und Sonntag in den Zeitungen, was ihm bevorstand, was er durchgemacht hatte und wie seine Aussichten beurteilt wurden. Ein Reagan-Mitarbeiter: "Er hat viel gelernt."
Doch trotz aller Vorwarnungen veränderte der eine Satz des Dr. Rosenfeld auf einen Schlag "das Gesicht des Landes, vielleicht sogar der Welt", wie die Kolumnistin Mary McGrory schrieb. Der "Reaganismus", mehr Lebensgefühl als politische Doktrin, gedeiht nur in unreflektiertem Optimismus, und dazu gehört, wenn schon nicht Jugend, so doch Gesundheit.
Daß sie sich seit über vier Jahren den ältesten Präsidenten ihrer Geschichte leisteten, war den meisten Amerikanern vermutlich nie so recht bewußt geworden; schließlich wirkte Ronald Reagan, 74, meist viel jünger, als er ist. Doch nun, da sie wissen, daß er krank ist, erinnern sie sich mit einem Male auch wieder seines Alters, fragen sie sich: Kann er das noch dreieinhalb Jahre lang durchhalten?
Natürlich "läßt jede Krankheit eines Präsidenten", so der Kolumnist James Reston, "die Nation erschaudern". Ein solcher Schauder hatte die Amerikaner auch gepackt, als der Attentäter John Hinckley den Präsidenten im März 1981 niederschoß und lebensgefährlich verwundete. Aber bei Pistolenkugeln weiß man zumindest, woran man ist, gibt es Einschuß- und Ausschußwunden, Schußkanäle. Es gibt vor allem den Bösewicht, der seine ruchlose Hand erhob - Amerikas Weltbild stimmt wieder.
Krebs jedoch ist etwas anderes. Da sieht sich der mächtigste Mann der Welt in die Schranken gefordert von der gefürchtetsten Krankheit der Welt, die ihre Opfer dahinrafft, ohne daß ein Colt raucht, die schleichend tötet, unsichtbar. Kein "bad-man" kann zur Rechenschaft gezogen werden, pures Schicksal ist am Werk.
Nichts, so wissen Reagan und die Seinen seit vorigen Montag, wird je wieder so sein, wie es bis zum vorletzten Freitag war, als der alte Mann im Weißen Haus gute Chancen zu haben schien, seine zweite Amtszeit auf wundersame Weise besser zu überstehen als die Vorgänger Carter, Ford, Johnson ihre erste, von dem aus dem Weißen Haus mit Schimpf verjagten Nixon nicht zu reden.
Derselbe Ronald Reagan, der jahrelang gelästert hatte, die Führer des Kreml seien zu alt und gebrechlich, um sich mit ihm zu treffen, sieht sich nun auf einmal selbst der Frage konfrontiert, ob und wie er, alt und gebrechlich, mit dem energischen Fünfziger Michail Gorbatschow mithalten kann. Und der Gipfel im November ist fest eingeplant. Gorbatschow könnte es sich leisten, ihn noch abzusagen, Reagan nicht mehr. Ob er an seinen aberwitzigen "Star Wars"-Plänen festhält oder aber sie aufgibt, man wird es mit dem Krankheitsbild in Verbindung bringen.
Als Präsident ohnehin stets im Zentrum der Aufmerksamkeit, wird Reagan künftig unter Aufsicht stehen, wird er umlauert sein von dauerndem Mißtrauen und Zweifel, ob seine Physis dem Streß des Amtes noch gewachsen ist - auch wenn er das Geschäft noch so unangestrengt betreibt.
Er wird sich selbst genauer beobachten, wird jede Unpäßlichkeit, jede Veränderung seines Befindens in Bezug setzen zum Befund und zu den Prognosen seiner Ärzte.
Wie er steht, wie er geht, wie er redet oder lacht, wird aber auch von seiner Familie, seinen Mitarbeitern, seinen Freunden und Widersachern, der Börse, den Devisenmärkten und vor allem natürlich von den allgegenwärtigen US-Medien sorgsam registriert werden.
Und das einem Mann, der stets Vitalität auszustrahlen liebte: beim Holzhacken und beim Reiten und vor allem unterm Cowboyhut wie auf dem offiziellen Wahlplakat 1980. Er schien von Glück begleitet, nicht einmal das Attentat konnte ihm etwas anhaben.
Mit einem Male jedoch stand dieser Mann nicht mehr auf dem Podest des Halb-Königs, der ihr Präsident für die Amerikaner ist. Auch wenn ihn niemand in seinem ganzen Jammer, mit grünem Krankenhaus-Pyjama, mit Schläuchen in Nase und Armen photographieren durfte, wirkte er auf einmal
wieder wie ein normaler Sterblicher - mit dem man sich noch leichter identifizieren konnte.
Und so war denn auch mit einem Male die Krebsfürsorge "in", sprachen Massen von Amerikanern, worüber zu sprechen sie - so prüde ist die Nation immer noch - sich sonst genieren: ihren Unterleib. Mit seiner Operation, freute sich Arthur Holleb von der American Cancer Society, "hat der Präsident ebenso den Weg gewiesen wie Betty Ford und Happy Rockefeller", die einst öffentlich über ihre Brustamputationen berichtet und so Tausende von Frauen zur Vorsorgeuntersuchung bewogen hätten.
An Vorsorge, meldeten sich sogleich kritische Experten, habe es vermutlich auch beim Präsidenten gefehlt. Warum seine Ärzte nach der Entdeckung gutartiger Polypen im Mai vorigen Jahres die sonst bei einer solchen Entdeckung übliche Darmspiegelung oder Röntgenaufnahme des Darms nicht verordneten, blieb vorerst unaufgeklärt. Ausgerechnet der Präsident, erregte sich ein Arzt, wurde "schlechter behandelt als jeder Kassenpatient".
Londons "Observer" und die kubanische Nachrichtenagentur "Prensa Latina" witterten welthistorischen Betrug: Reagan habe von dem Tumor gewußt, die Behandlung aber für einen Zeitpunkt nach den Novemberwahlen 1984 verschoben.
Bei Krebsverdacht hätte aber wohl sogar den harten Cowboy-Präsidenten die Angst gepackt, oder Ehefrau Nancy, so ein Vertrauter, hätte ihren Ronnie "notfalls an den Ohren" ins nächste Krankenhaus gezogen.
Das geschah nicht mal, als im März ein zweiter Darmpolyp entdeckt wurde. Weil Reagans Ärzte keinen Grund zur Eile sahen, weil für den Mai die Präsidenten-Reise nach Bonn und Bitburg auf dem Programm stand, merkten die Terminplaner des Weißen Hauses zunächst für eine Darmspiegelung die zweite Juni-Hälfte vor. Aus dem Juni wurde, wegen der Entführung des TWA-Fluges 847 nach Beirut, der Juli - und da zeigte sich, groß und deutlich, der Tumor "Villöses Adenom".
Schon verglich Brasiliens "Jornal do Brasil" die Krankengeschichte Ronald Reagans mit der des brasilianischen Präsidenten Tancredo Neves, der im April 38 Tage nach einer für harmlos erklärten, dann mehrmals wiederholten Bauchoperation gestorben war. Auch bei ihm habe es zunächst geheißen, seine Genesung mache "gute Fortschritte".
Mit derart faden Prognosen gaben sich Reagans Ärzte keineswegs zufrieden. Sie überboten sich von Anfang an bei der Suche nach immer neuen Superlativen für den Gesundheitszustand ihres Patienten, verglichen den Greis mit einem 40jährigen. Dr. Dale Oller, Chef des Chirurgen-Teams, schwärmte nach der Operation: "Unser Präsident erholt sich sehr, sehr, sehr gut."
In die Euphorie über den Schnellheiler Reagan fielen, ganz nach Art des Hauses, das verbindliche Sprachregelungen überaus schätzt, alle Personen in der Umgebung des Präsidenten ein, wenn auch oft nur mit zusammengekniffenen Lippen, einschließlich Reagans Nancy und Reagans Kinder.
Äußerlich ruhig und beherrscht, übernahm die Präsidentenfrau etliche Repräsentationspflichten ihres Mannes, schmückte sein Krankenzimmer (Tageskosten: 425 Dollar) mit Photos der Familie und der Ranch und ging im übrigen _(Oben: bei der Bekanntgabe der ) _(Krebsdiagnose am 15. Juli mit ) _(White-House-Sprecher Speakes (r.); ) _(unten: beim White-House-Empfang am 15. ) _(Juli mit Vizepräsident Bush (r.), ) _(Stabschef Regan (3. v. r.), ) _(Verteidigungsminister Weinberger (6. v. ) _(r.). )
weiter ihrem eigenen Programm nach, als sei fast nichts geschehen.
Wurde ihr das zuviel, stand schon Sohn Ron mit der Erklärung bereit: "Sie ist nun mal der Typ, der sich Sorgen macht, und deshalb nimmt sie das wahrscheinlich stärker mit als ihn ... Er hat eine Pferdenatur, ihn kann nichts erschüttern."
Zur Beruhigung sollte auch beitragen, daß Reagan-Bruder Neil, 76, der sich knapp zwei Wochen zuvor einer beinahe identischen Operation unterziehen mußte, jedem, der es hören wollte, versicherte: "Mir geht es einfach wunderbar. Ich habe seit der Operation keinerlei Probleme gehabt. Nur ein einziges Problem steht noch aus - die Rechnung."
Auch daß die Nachricht von der bevorstehenden Operation des Präsidenten ebenso wie die Krebs-Botschaft erst veröffentlicht wurde, als die Börse gerade geschlossen hatte, diente dem Trugbild der Normalität.
Zu diesem Trugbild gehörten, wie 1981 nach dem Attentat, die von Pressechef Larry Speakes verbreiteten markigen und humorvollen Einzeiler des Präsidenten. Ja, er hatte Krebs, sollte dargetan werden, aber er war noch der alte.
Anders als 1981 allerdings fehlte diesen Witzchen diesmal jede Spontaneität, wirkten sie einstudiert: *___Reagan sagt am Freitag nach dem Abklingen der örtlichen ____Betäubung seiner Nancy: "Ich fühle mich wie zu ____Weihnachten im Juli" *___Reagan scherzt nach dem Erwachen aus der Narkose am ____Samstag: "Warum gebe ich jetzt nicht gleich eine ____Pressekonferenz?" *___Reagan verlangt am Morgen nach der Operation ("Ich bin ____erstaunt, wie gut ich mich fühle") nach den Zeitungen, ____"aber nur wegen der Seiten mit den Comics".
Auf diese Sprüche setzte Speakes seine eigenen Scherze: "Wirklich, wir haben uns nur das Wochenende freigenommen für die Operation. Wir waren am Freitag voll am Ball ("in full business"), und wir werden am Montag voll am Ball sein."
So richtig erheitert und beruhigt fühlte sich dadurch kaum jemand. Auf die Frage, wie Reagans Chancen ständen, das Ende seiner zweiten Amtszeit zu erleben, antwortete ein mit dem Fall vertrauter Chirurg des National Institute for Health: "Die Aussichten, daß es dem Präsidenten gut ergeht, liegen zwar um 50 Prozent. Aber unglücklicherweise besagen die anderen 50 Prozent, daß es ihm dreckig gehen wird."
"Das Wichtigste ist", erklärte ein Beamter des Weißen Hauses, "daß der Präsident seinen Job so schnell wie möglich wieder antritt und den Eindruck vermittelt, voll und ganz dazusein."
Das ändert freilich nichts daran, so der Reagan-Biograph Lou Cannon, daß die Begegnung mit dem Krebs "eine Wolke der Unsicherheit über der Präsidentschaft" aufgetürmt hat, deren Inhaber laut Verfassung gleich zwei Ämter auf sich vereint, Staats- und Regierungschef ist.
Kranke, wenngleich nicht krebskranke, Männer haben schon oft an der Spitze der Vereinigten Staaten gestanden, sie weiter regiert oder regieren lassen.
Den Sieger des Ersten Weltkrieges, Woodrow Wilson, traf bald nach seiner Rückkehr von der Unterzeichnung des Versailler Vertrages im September 1919, der Schlag. Fast völlig gelähmt, kaum fähig zu sprechen, war er außerstande, die Regierungsgeschäfte wahrzunehmen: Sein Kabinett empfing er kaum noch, und wenn, dann allenfalls für ein paar gespenstische Minuten gesammelten Schweigens.
Die Nation jedoch erfuhr davon kaum etwas. Wilson blieb im Amt - abgeschirmt von seiner zweiten Ehefrau Edith, die de facto, zusammen mit Wilsons Arzt und Sekretär, 17 Monate lang das Land regierte. Der physisch nicht mehr präsente Präsident mußte miterleben, wie in dieser Zeit unter anderem sein Lebenswerk - Amerikas Beitritt zum Völkerbund - vom Kongreß torpediert wurde. Bei Ablauf von Wilsons Amtszeit hatte Frau Edith trotzdem größte Mühe, dem Dahinsiechenden eine neuerliche Kandidatur auszureden.
Franklin D. Roosevelt war schon vom Tode gezeichnet, als er 1944 zum vierten Mal ins Weiße Haus gewählt wurde. Daß ein Präsident sich nur einmal zur Wiederwahl stellen kann, wurde erst 1951 festgelegt. Amerika befand sich im Krieg, und der hatte seine eigenen Gesetze: FDR wurde gebraucht.
Kritisch wurde es für die Nation auch, nachdem der Weltkrieg-II-Held Dwight D. Eisenhower 1953 ins Weiße Haus eingezogen war. Er fiel in seinen acht Amtsjahren gleich dreimal wegen ernsthafter Krankheiten aus:
Gut ein Jahr vor Ablauf seiner ersten Amtszeit erlitt er einen Herzinfarkt und gab dennoch fünf Monate später die Kandidatur für eine Wiederwahl bekannt. Dann kamen eine Operation am Dünndarm und - in der zweiten Amtszeit - ein leichter Schlaganfall.
In allen drei Fällen stand zwar Vize Richard Nixon stets nur "einen Herzschlag vom höchsten Amt entfernt", wie die Amerikaner sagen, doch selbst in Eisenhowers schlimmsten Krisen war das Mißtrauen des Generals gegenüber seinem Stellvertreter stärker als die Bereitschaft, Nixon irgendwelche Verantwortung zu übertragen.
Für den Präsidenten, der sich mehr und mehr aus den politischen Alltagsgeschäften zurückzog und zunehmend häufiger auf dem Golfplatz anzutreffen war, führte sein Stabschef Sherman Adams die Arbeit (bis er wegen eines Korruptionsskandals zurücktreten mußte).
Die Erfahrung der Eisenhower-Jahre, spekulieren inzwischen bereits Beobachter in Washington, könnte sich unter Ronald Reagan durchaus wiederholen.
Um seine eigene Popularität braucht er sich, wie einst der General, nicht zu sorgen. Als Person ist Reagan so beliebt wie eh und je, vermutlich wird er sogar
noch einen kräftigen Sympathie-Bonus einstreichen können - ähnlich wie nach dem Attentat, als er gleich elf Punkte zulegte und das Wohlwollen von 73 Prozent seiner Landsleute hatte. Mary McGrory: "Wenn''s um Krebs geht, gibt''s keine politischen Differenzen."
"Und da die Leute die Person und den Staatschef Ronald Reagan sehr viel mehr schätzen als seine Politik", hätte sich Reagan für seine Krankheit "kaum einen besseren Zeitpunkt wählen können", findet der demokratische Demoskop Harrison Hickman. "Ausgerechnet in dem Augenblick, in dem die Auswirkungen seiner Politik den Leuten voll bewußt werden, konzentriert sich wieder alles auf die Person Ronald Reagan."
Im Kongreß stößt der Präsident sogar bei den eigenen Parteifreunden mit seinen Haushaltsplänen auf scharfen Widerstand. Sein Versprechen, das Defizit (derzeit über 200 Milliarden Dollar) ohne Steuererhöhung auszugleichen, erweist sich als nicht einhaltbar. Die groß angekündigte radikale Steuerreform - Reagan: "Die zweite amerikanische Revolution" - dürfte Makulatur werden.
Die Krankheit macht den Präsidenten nun praktisch immun gegen den berechtigten Vorwurf, daß er den Mund zu voll genommen habe. Reagan, so ein führender demokratischer Kongreßabgeordneter, könnte schlicht erklären, er habe sein Mögliches getan: Wenn trotzdem nichts geschehe, treffe die Schuld allein den Kongreß - und damit vor allem die demokratische Opposition.
Der Präsident hätte dann Zeit, sich selbst ganz auf ein großes Ereignis zum Abgang in die Geschichtsbücher zu konzentrieren - einen oder gleich mehrere Gipfel mit Michail Gorbatschow.
Das würde zum bisherigen Stil dieser Präsidentschaft passen: Reagan hatte sich seinen Landsleuten bislang allenfalls rhetorisch und optisch als der führungsstarke, aktive Präsident vorgestellt, aber bei Gefahr vergleichsweise besonnen reagiert: beim Abschuß des KAL-Jumbos, bei der Erschießung des US-Majors Nicholson in der DDR oder in der nahöstlichen Geiselaffäre. Fast konnte man denken, er habe womöglich mit seinem Wortgedonner gegen das "Reich des Bösen" und den "internationalen Terrorismus" vor allem eines im Sinn gehabt: sich selbst Mut zu machen.
Und dann hat dieser angeblich so tatkräftige Präsident, so sein Parteifreund Dick Cheney, Abgeordneter aus Wyoming und einst Stabschef von Gerald Ford, "schon immer recht viel delegiert".
Gewiß, selbst wenn er noch mehr delegierte als bisher - seine Krankheit hätte auf die praktische Regierungsarbeit weniger drastische Auswirkungen als in anderen Regierungen, deren Chefs sich selbst um die kleinsten Details kümmern. Reagan ist der Mann der großen Reden und wirkungsvollen Auftritte, ist der Fahnenträger der Nation - die Arbeit machen die anderen, die davon mehr verstehen.
Dennoch wäre ein todkranker Mann an der Spitze des Staates gerade jener Amtsauffassung abträglich, auf die sich Reagans Erfolg gründet - die symbolische Präsidentschaft.
Dieser Präsident, der deutlicher und vor allem erfolgreicher als seine Vorgänger auf plebiszitäre Unterstützung der Amerikaner aus ist, kann nicht wirken durch Aufklärung, sondern durch visionäre Beschreibung so wolkiger Themen wie Amerikas gegenwärtige und zukünftige Größe.
Er hat im Grunde mit seinen Wählern einen Pakt gegen die Washingtoner Institutionen geschlossen - und der muß mit Unterstützung der Massenmedien am Leben gehalten werden. Symbole und virtuose Handhabe von Ritualen sind das notwendige Rüstzeug für den Erfolg.
Hier aber gerät ein kranker Mann in die Klemme. Wenn er sich selbst, seine Familie, seinen Erfolg zur lebenden Verkörperung seiner Visionen von Amerika stilisiert, muß er gesund sein, oder er verliert sein Betriebskapital - Glaubwürdigkeit. Denn in einem Land, in dem sich nicht nur Calvinisten, sondern selbst prominente Katholiken an einer "Theologie des Kapitalismus" versuchen, kann Krankheit als Strafe Gottes erscheinen.
Um der Glaubwürdigkeit willen hat Reagan seinem Alter zum Trotz Attribute körperlicher Fitness immer besonders herausgekehrt: das dunkle Haar, die breiten Schultern, den federnden Schritt.
Die Ehrenformation der US-Streitkräfte in vollem Wichs, vom Chef zu jeder sich bietenden Gelegenheit militärisch zackig begrüßt, der ganze rituelle Pomp, den Reagan im Weißen Haus wieder eingeführt hat, sind die klassischen Potenzverstärker für seine symbolische Führerschaft.
Wie stark das Weiße Haus dieses Image bedroht sieht, ist abmeßbar an der Absurdität jener Präsidentensprüche, die aus dem Krankenhaus tönten: Für einen 74jährigen, der gerade eine schwere Bauchoperation hinter sich hat, offenbart die Frage "Will jemand mit mir Tennis spielen?", offenbaren breites Grinsen und hektische Okay-Zeichen keineswegs einen natürlichen Optimismus.
Da wird eher die Verzweiflung eines alten Mannes sichtbar, der seinen Landsleuten beweisen muß, daß er ganz der alte Junge geblieben ist.
Das ist das Geheimnis seiner politischen Wirkung und seiner symbolischen Präsidentschaft: Seine Landsleute sollen zu ihm aufblicken. Mitleid mit ihm wäre tödlich.
Für die tägliche Routine dagegen ist gesorgt. Daß Ronald Reagan die Struktur des Machtapparates in Washington schon vor der Entdeckung seiner Krankheit neu geordnet hatte, erweist sich nun als glücklicher Griff und würde ihm ein
Aussteigen aus den noch verbliebenen Alltagsgeschäften erheblich erleichtern.
Die Schlüsselfigur in dieser Konstruktion ist Reagans neuer Stabschef Donald Regan, 66, der im Weißen Haus bereits seit Monaten nur noch "Der Don" oder "Der Premierminister" genannt wird.
Regan, zuvor Finanzminister (er tauschte den Posten Anfang des Jahres mit Reagans vergleichsweise liberalem Stabschef James Baker III), führt die Exekutive mit derselben Intensität und strengen Disziplin, mit demselben Willen und Selbstbewußtsein, mit dem er einst die Maklerfirma Merrill Lynch & Co. in eine Spitzenposition an der Wall Street manövriert hatte.
Dabei kommt dem mehrfachen Millionär gleich mehreres zugute: Anders als Vorgänger Baker (der allenfalls Primus inter pares in einer Troika mit den beiden rechten Reagan-Vertrauten Michael Deaver und Edwin Meese war) ist Regan der unumstrittene Alleinherrscher im Weißen Haus. Anders als Baker auch gilt er den Rechten der Republikanischen Partei als ideologisch gefestigt.
Vor allem aber hat er, wichtigster Pluspunkt, bislang offenkundig das uneingeschränkte Vertrauen der First Lady, die sich nicht erst seit dem Krankenhausaufenthalt ihres Ronnie an Don klammert. "Don", so ein hoher Beamter des Weißen Hauses, "hat sich eine Position geschaffen, von der aus er als überaus starker Stabschef die ganze Show lenken kann."
"Seit Don Regan das Amt übernommen hat", bestätigt Edward Rollins, bis vor kurzem Politischer Direktor des Weißen Hauses, "ist er der Mann, der das Sagen hat."
Das bekommt seit vorletztem Freitag auch jener Mann zu spüren, der eigentlich hoffen durfte, in einer solchen Krise endlich an Profil zu gewinnen: Reagans Vizepräsident George Bush.
Er empfing seine Befehle - vor wie auch nach der Reagan-Operation - nicht etwa vom Chef selbst, mit dem ihn ein "enges persönliches Verhältnis" (Bush) verbindet, sondern von Don.
Zwar entschloß sich der Präsident kurz vor der Operation dazu, die Amtsgeschäfte für den Zeitraum vom Beginn der Vollnarkose bis zum Wiedererwachen formell an George Bush zu übertragen, um eine mögliche Wiederholung jenes unwürdigen Diadochenstreits nach dem Attentat von 1981 zu verhindern, als ein erregter Außenminister Alexander Haig vor laufenden TV-Kameras behauptete: "Ab sofort übernehme ich hier im Weißen Haus die Kontrolle." Doch George Bush erfuhr die Machtübertragung jetzt nicht von Reagan, sondern von Regan.
"Halten Sie sich bereit", teilte der ihm am Telephon mit - und drängte ihn zugleich, nur keine Panik, wie geplant zum Wochenendurlaub in Maine zu bleiben. Bush widersprach: "Ich habe einfach das Gefühl, daß es nicht richtig ist, wenn ich hier oben sitze. Ich würde lieber näher dran sein."
Die Fernsehgesellschaften bewachten ihn ohnehin seit der Nachricht von der bevorstehenden Reagan-Operation auf Schritt und Tritt, hatten Teams sogar
schon an solche Orte entsandt, die Bush möglicherweise besuchen würde. Vor seinem Haus in Kennebunkport, so der Vize zum Stabschef, "sieht''s aus wie Disneyland".
Auf eigene Initiative flog der Vizepräsident zurück nach Washington, ließ sich vom Luftwaffenstützpunkt Andrews sogleich in seine Residenz fahren - und hielt sich bereit.
Doch Reagans "Premierminister" ließ Reagans Vizepräsidenten warten, rief ihn erst an, als George Bush - ohne es zu wissen - bereits seit 22 Minuten amtierender Präsident war.
Das Interregnum endete nach sieben Stunden und 54 Minuten. Da unterzeichnete der wiedererwachte Reagan ungeduldig ("Geben Sie mir einen Schreiber!") den Brief, der die Übertragung der Vollmachten annullierte. Diesmal wurde Bush von Don umgehend unterrichtet.
Im "Bethesda White House" hatte sich der Stabschef mittlerweile in einem eigenen kleinen Büro gleich neben der Suite des Präsidenten eingerichtet, die sichtbare Verbindung des Kranken zur Außenwelt.
Was er glaubt allein entscheiden zu können, entscheidet Don Regan allein. Und wo immer er dem Präsidenten den Papierkrieg ersparen oder Arbeit abnehmen kann, tut er das auch.
Als eine Art oberster Personalchef hat er sogar schon eine Reihe Gespräche mit möglichen Kandidaten für das Amt des Budgetdirektors geführt. Niemand drängte sich im Zeichen des Streits um das Defizit danach, die Nachfolge des brillanten David Stockman anzutreten, der die Defizit-Regierung am 31. Juli verläßt. Am vorigen Freitag schließlich fand sich jemand: James C. Miller III, bisher Chef der Handels-Aufsichtsbehörde.
Regan, summierte die "New York Times", "ist die herausragende Figur in den Plänen des Weißen Hauses für die Führung der Regierungsgeschäfte während der Rekonvaleszenz des Präsidenten".
So sieht es offenbar auch Vizepräsident Bush, wenngleich er vorsichtig andeutet, daß Donald Regans Rolle durchaus ihre Grenzen habe: Er "leistet verdammt gute Arbeit bei der Führung des Weißen Hauses. Das ist auch seine Aufgabe. Er ist der Stabschef, und ich finde, er füllt die Funktion hervorragend aus".
Weiter freilich kann sich Bush, der seinen Chef erst am vorigen Mittwoch im Krankenhaus besuchen durfte, nicht vorwagen. Der Vize, der gern einmal die Nachfolge Ronald Reagans antreten möchte, darf vor allem bei den Rechten,
die ihm nie so ganz über den Weg getraut haben, aber auch bei Reagan selbst nicht den Eindruck erwecken, als wolle er - ähnlich wie seinerzeit Haig - politisches Kapital aus der Krankheit des Präsidenten schlagen.
Bush beschränkt sich denn auch bislang auf protokollarische Hilfsdienste (in denen er als ständiger Emissär des Präsidenten bei Beerdigungen ausländischer Würdenträger geübt ist) und auf sibyllinische Sätze: "Ich habe noch nicht mit den Ärzten gesprochen ..."
Oder: "Rund um die Welt ist ein kollektiver Seufzer der Erleichterung zu hören ... Das Leben geht weiter, und ich glaube, die Nachrichten (vom Krankenbett) sind so ermutigend, daß die Erkrankung wirklich an Bedeutung verlieren wird, so als mache der Präsident irgendwo Urlaub."
Der steht nun in der Tat bald bevor. Larry Speakes - alles ist normal - läßt zwar kaum einen Tag verstreichen, ohne zu betonen, der Präsident würde am liebsten Reißaus nehmen aus dem Hospital, ins Auto springen und an die Arbeit gehen.
Viel wahrscheinlicher aber ist, daß Reagan, so früh es eben geht, in den Urlaub nach Kalifornien reisen und dort bleiben wird, solange es eben geht.
"Sein Programm", erläutert ein Beamter des Weißen Hauses, "wird auf jeden Fall so weit wie möglich reduziert. Wir werden versuchen, uns auf so viele Entscheidungen wie möglich zu verständigen, ohne den Präsidenten zu behelligen. Und wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, dann werden wir ihm das ganz knapp und präzise zur Entscheidung vorlegen und ihm die Details nach Möglichkeit ersparen."
Die einzigen, die darüber nicht gerade glücklich sind, stehen - wie üblich - rechts von Reagan.
Sie machen zwar zahlenmäßig allenfalls ein Drittel der republikanischen Kongreßmitglieder aus, werden aber von so lautstarken Demagogen wie dem Senator Jesse Helms, dem Prediger Jerry Falwell und dem Publizisten Norman Podhoretz angeführt, sowie von rechten Denkfabriken wie der Heritage-Stiftung munitioniert.
Sie hatten gerade angesetzt zur Attacke, hatten dem Präsidenten klarmachen wollen, daß sie vermutlich den künftigen Kurs der Republikanischen Partei bestimmen und kein Verständnis haben für die Befolgung des nie ratifizierten Salt-2-Abkommens, für das Drängen auf einen Gipfel mit Gorbatschow, für die angeblich zu weiche Haltung während des Geiseldramas in Beirut.
Für ihre Wünsche, aber auch für mögliche neue Initiativen oder Programme, kommt Ronald Reagans Ausfall denkbar ungelegen.
Normalerweise, so analysiert das "Wall Street Journal", entscheide in der zweiten Amtsperiode eines Präsidenten das erste Jahr darüber, ob er bis zum Ende seiner Amtszeit etwas bewirken könne oder den größten Teil der Zeit als "lame duck", als lahme Ente, die Präsidentschaft nur noch verwalte.
In diesem ersten Jahr aber sei Reagan schon viel zu oft abgelenkt worden - erst durch Bitburg, dann durch die Geiselaffäre, nun durch die Operation. "Seine Probleme mit der Gesundheit ... mindern seine Fähigkeit, in einem kritischen Zeitpunkt energische Maßnahmen für viele seiner Projekte zu ergreifen."
Jede direkte Kritik am Präsidenten allerdings ist seit Anfang der Woche verstummt. Denn wer es wagt, Ronald Reagan zu einer Zeit anzugreifen, da er all seine Kraft "für den Kampf gegen den Feind in seinem Innern braucht" (Mary McGrory), begibt sich selbst in Gefahr.
Die Amerikaner, deren Zuneigung Ronald Reagan in den vergangenen Jahren gewonnen hat, sind viel mehr daran interessiert, daß er wieder gesund wird, schauen gebannt auf den 14. August, an dem eigentlich sein Urlaub beginnen sollte und an dem er, nach Meinung seines Chirurgen Dale Oller, auch schon wieder zu Pferde über seine Ranch reiten kann.
Daß der Präsident bis dahin sein Pferd besteigt, glaubt auch der Washingtoner Facharzt für Darmkrankheiten, Donald A. O''Kieffe, der allerdings hinzufügt: "Aber ich glaube, er wird lediglich auf dem Pferd sitzen und sich photographieren lassen."
Ein anderes Photo als Beweis für schnelle Genesung hat Larry Speakes schon abgelehnt. Auf die Frage, ob Ronald Reagan - ähnlich wie 1965 sein Vorgänger Lyndon Johnson - der Presse eines Tages auch seine Operationsnarbe vorführen werde, schoß er zurück: "Er wird Ihnen gern jenen Körperteil zeigen, an dem der Test begann."
In den Bergen über dem Pazifik, wo Reagan nach eigenem Bekunden noch immer Kraft tankte, werden wohl auch diesmal die Weichen gestellt werden für die Zeit danach, für die langen drei Jahre nach Urlaub und Rekonvaleszenz.
Was Ronald Reagan, beraten von Frau Nancy, entscheiden wird, weiß er vermutlich selbst noch nicht. Wohl las er im Hospital, neben billigen Schmökern, eine Biographie des von ihm hochgeschätzten früheren Präsidenten Calvin Coolidge. Titel: "Zurück in diese Hügel".
War das möglicherweise eine Anspielung, daß auch er sich vorzeitig in die Hügel Kaliforniens zurückziehen - und George Bush die Präsidentschaft überlassen könnte?
Oder deutete es nur an, daß Reagan - wie vor ihm Coolidge - sich am wohlsten in seinen heimischen Hügeln fühlt und sich dort künftig noch häufiger aufhalten wird als bisher?
Zum frühzeitigen Rückzug könnte ihn - ist er denn abergläubisch - auch jener 20-Jahres-Fluch veranlassen, der Amerikas Präsidenten seit dem Jahre 1840 verfolgt: Keiner der seither im Abstand von 20 Jahren gewählten Präsidenten hat das Ende seiner Amtszeit erlebt - William Harrison (gewählt 1840) starb nach nur 32 Amtstagen, Lincoln (1860), Garfield (1880), McKinley (1900) wurden ermordet, Harding (1920) starb , ebenso wie Franklin Roosevelt (1940), als Präsident, John F. Kennedy (1960) wurde ermordet. Ronald Reagan wurde 1980 gewählt.
Ronald Reagan könnte aber auch hoffen, daß es ihm wie seinem Vorgänger Grover Cleveland ergeht. Der vollendete, nach der Krebsoperation auf der "Oneida", seine verbleibende Amtszeit und lebte dann noch 11 Jahre und 112 Tage weiter. _(Am vergangenen Donnerstag. )
Oben: bei der Bekanntgabe der Krebsdiagnose am 15. Juli mit White-House-Sprecher Speakes (r.); unten: beim White-House-Empfang am 15. Juli mit Vizepräsident Bush (r.), Stabschef Regan (3. v. r.), Verteidigungsminister Weinberger (6. v. r.). Am vergangenen Donnerstag.

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