24.03.1986

GESTORBENBernard Malamud

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Bernard Malamud, 71. Seit seinem ersten erfolgreichen Roman "Der Gehilfe" (1957), der im ärmlichen Milieu jüdischer Kleinbürger in Brooklyn spielt, galt der in New York geborene Sohn jiddisch sprechender Emigranten aus dem zaristischen Rußland als typisch "jüdisch-amerikanischer Schriftsteller". Malamud akzeptierte dieses Etikett nur im Sinne seines literarischen Leitworts "Alle Menschen sind Juden": Seine Romane und Erzählungen ("Der Fixer". "Die Mieter", "Das Zauberfaß") handeln oft mit sanftem Pessimismus und melancholischem Humor von einsamen und glücklosen Menschen. Lesern, die ihn deshalb tadelten, antwortete der Autor: "Man schreibt über das, worüber man am besten schreiben kann" Seit langem lehrte Malamud als Literaturprofessor am Bennington College in Vermont. Er starb letzten Dienstag in New York.

DER SPIEGEL 13/1986
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