28.04.1986

USA: Ein Volk von Analphabeten?

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13 Prozent der US-Bürger sind Analphabeten. Dies ist das Ergebnis einer Studie des amerikanischen Büros für Bevölkerungsstatistik. Neun Prozent der des Lesens und Schreibens Unkundigen stammen aus Familien, in denen das Englische Muttersprache ist; in Familien hingegen, wo zu Hause nicht Englisch, sondern etwa Spanisch gesprochen wird, steigt die Analphabeten-Quote auf 48 Prozent. Dabei freilich handle es sich gewissermaßen "nur um den Bodensatz", so Robert Barnes vom US-Erziehungsministerium, denn der Test sei ausgesprochen simpel gewesen. Hätte man die Kandidaten nach härteren Maßstäben geprüft (etwa "eine kurze Zusammenfassung eines dreiseitigen Textes zu schreiben"), so wäre das Ergebnis viel verheerender ausgefallen: "Ich könnte mir vorstellen, daß danach 85 Prozent unserer Erwachsenen, College-Absolventen inklusive, als Analphabeten einzustufen wären."

DER SPIEGEL 18/1986
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