03.11.1986

Deutscher Film: Auf dem Sprung nach Hollywood

SPIEGEL-Redakteur Hellmuth Karasek über den Erfolg der Filmemacherin Doris Dörrie

Von Karasek, Hellmuth

Ihre Komödie "Männer" hat nicht nur in Deutschland Besucherrekorde zu verzeichnen, sondern lief auch in den USA als erfolgreichster europäischer Film der letzten Jahre. Jetzt ist ihr Ehe- und Beziehungsmelodram "Paradies" in 100 deutschen Kinos angelaufen. Ihren nächsten Film dreht Doris Dörrie in den USA.

Am Anfang wollte niemand so recht das kleine Ding haben.

Die mit ZDF-Geldern vorfinanzierte Komödie (Produktionskosten: 800000 Mark) wurde von Verleih zu Verleih mit spitzen Fingern weitergereicht. Der Film-Mogul Eichinger ("Neue Constantin") winkte ab, Tobis und Prokino sagten dankend nein, bis sich schließlich Theo Hinz vom Filmverlag der Autoren erbarmte. Obwohl auch er ein Zielpublikum für die Dreiecksgeschichte, in der Münchner WG-Milieu mit dem gehobenen Lebensstil der Werbebranche zusammenstößt, nicht entdecken konnte, nahm er den Film auf.

"Männer" kam in die Kinos. Es war ein kleiner Start mit 20 Kopien. In München lief der Film wie geschmiert. Na ja, sagten Insider, es ist ein München-Film, und die Münchner freuen _(Mit Heiner Lauterbach und Katharina ) _(Thalbach. )

sich, wenn sie Zipfel ihrer Stadt in Filmen wiedererkennen.

Dann lief der Film auch in Metropolen, deren Kinogänger nicht in Verzückung geraten, wenn sie die Türme der Frauenkirche, die Brunnen beim Stachus oder Villen in Bogenhausen sehen. In Hamburg, Berlin, Frankfurt wurde "Männer" zum Kinohit. Und die Provinz folgte nach.

Dann hatten rund 5 Millionen Zuschauer "Männer" gesehen, so viele, wie sie sonst nur Blödel-Otto, bekannt aus Funk und Fernsehen, auf die Beine und an die Kino-Kasse gebracht hatte. Der Film-Verlag hatte sich mit dem Film dußlig verdient, das "Männer"-Team, vom Fernsehen mit einer einmaligen Gage abgefrühstückt, mußte mit der Publicity vorliebnehmen.

Zwischendurch kam der Film nach New York. Na ja, sagten die Kenner, dort wird er in einer Art Programmkino von den Ostküsten-Intellektuellen viel beachtet laufen, die sich freuen, daß es auch in München Leute gibt, die sich mit Sexual- und Lebensproblemen herumschlagen. Deutsche, die wie Krauts und Rüben in der Beziehungskiste durcheinanderrollen, ein Großstadt-Spaß für Manhattan - man kennt das von Fassbinder und dem Wim, dem Wenders. Dann lief der Dörrie-Film in fünfzig amerikanischen Städten und steht seit dreizehn Wochen in der Hitliste von "Variety" - für einen ausländischen Film ein ungewöhnlicher Erfolg.

Doris Dörrie, die einst in den USA zum College gegangen ist und Amerikanisch so spricht, daß sie nicht gleich den Deutschen zugerechnet wird, die wie ein Nazi-Feldwebel in einem Kriegsfilm (Jawoll, mein Furrer!) radebrechen - Doris _(Mit Sunnyi Melles, Heiner Lauterbach und ) _(Katharina Thalbach. )

Dörrie war die Männer-Frau der Stunde. Und das, obwohl ihr Film im deutschen O-Ton mit englischen Untertiteln lief.

Hollywood, immer auf Seelenfang von europäischen Wunderkindern, wurde scharf und spitz auf die Dörrie: Warum sollte sie nicht in Kalifornien Komödien mit überdrehten Teenagern und gefrusteten Hausfrauen drehen. Inzwischen ist "Men" als ausländischer Beitrag für den Oscar vorgeschlagen. Wenn das keine "Aschenputtel"- oder "Cinderella"-Geschichte ist - ein Märchen, wie jemand vom Klinkenputzer zur allseits umworbenen Prinzessin wird.

Für Doris Dörrie, die immer noch tapfer und überzeugt behauptet, ihr selbst mache das gar nichts aus und sie würde sich auch, um Gottes willen, möglichst nicht verändern, ist das so, als ob jemand aus einem graupeligen Hagelschauer schlagartig in das Bacardi-Werbe-Klima einer Karibik-Insel versetzt würde. Oder umgekehrt.

Man muß sich das vorstellen: Die Filmerin, die sich bis heute ihr Telephon mit anderen teilt, weil sie mit ihrer studierenden Schwester und deren Freund in einer Münchner Wohngemeinschaft lebt, hat auf einmal eine eigene New Yorker Agentin, die Drehbuch-Angebote und Telephon-Attacken abwehrt.

Bei ihrem vorletzten Film ("Im Innern des Wals") ist sie noch mit schweren Filmrollen in der Tasche vom Auto durch den Schnee zu kleinen Vorführterminen in Berlin gestapft und hat sich geärgert, keine Video-Kassetten von dem Werk zu haben, weil Rollen einfach zuviel wiegen. Dort hat sie mit lächelnder Geduld muffigen Kritikern die Botschaft oder Nicht-Botschaft ihres Films erläutert. Inzwischen wird sie von amerikanischen Rezensenten nicht nur als exotische Film-Berserkerin gewürdigt, ihr Werk wird auch an Lubitschs Komödien gemessen und dabei keineswegs als zu klein befunden.

Wie um sich gegen diese ungewöhnliche, total veränderte Situation zu stemmen, gibt die Dörrie vor, es sei alles beim alten. Sie wolle mit ihrem Team weiterarbeiten, wolle bei ihrem Assistenten, Mike Juncker, der einen Film über alte Leute drehe, ihrerseits assistieren.

Und während sie anderen (und wohl stärker noch sich selber) zu versichern sucht, sie sei ganz der Kumpel im "Männer"-Team, der mit seinen Schauspielerinnen, Technikern, Schauspielern und Freunden beim Drehen schon mal so lange in die Nacht feiert, daß man am nächsten Morgen nur mit Sonnenbrille auf den Set kommen könne, während sie das erzählt, muß sie (Klappern gehört zum neuen Ruhm) von Fernseh-Diskussion zu TV-Auftritt hasten. Und schon ist klar, daß sie auch in Amerika drehen wird, wenn auch nicht unter Hollywood-Bedingungen, sondern unter den von ihr importierten.

Man versteht und merkt rasch, daß Doris Dörries Widerstand gegen das veränderte Lebensgefühl, gegen die auf den Kopf gestellten Lebens- und Arbeitsbedingungen nur sehr wenig mit Koketterie zu tun hat.

Natürlich will man immer auch so bleiben, wie man war: jung, wenn man alt wird, bescheiden, wenn der Reichtum ins Haus regnet. Man kennt das. Schillers Marquis Posa läßt es dem Don Carlos ausrichten: "Sagen Sie ihm, daß er für die Träume seiner Jugend soll Achtung tragen, wenn er Mann sein wird."

Aber bei Dörrie ist das auch wohlverstandener Selbstschutz, denn der Erfolg bringt sie in eine gewisse Zwickmühle. "Männer", das war ein Film, dessen Charme und Erfolg eben genau daraus resultiert, daß er unter bescheidenen Voraussetzungen eher improvisierend gedreht wurde. Man hatte viel Spaß bei der Arbeit. Mit den Riesen-Etats, die Amerikas Film-Marktstrategen zur Verfügung stellen, hört der Spaß zwangsläufig auf.

Und, so muß sich die Filmemacherin fragen, kommt noch Spaß rüber, wenn beim Drehen nur Schweiß und Frust war? Ein Spielberg ist sie nicht und will sie nicht werden. Sie sitzt nicht gern hoch auf einem hydraulischen Regiestuhl über den Schauspielern, denen sie mit dem Megaphon schneidende Regie-Anweisungen _(Mit Uwe Ochsenknecht, Ulrike Kriener, ) _(Heiner Lauterbach. )

zubrüllt. Ihr Schlachtfeld ist die Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnung, die WG, deren Winkel und Ecken, deren Matratzen und Wohnküchen sie kennt. Es gibt ja auch Kammermusiker, die sich unglücklich fühlten, wenn sie bei Beethovens "Wellington"-Symphonie mit Kanonenknall mitspielen müßten.

Doris Dörrie, 31, mit sehr kurzen Haaren und sehr langen Beinen und einem großen offenen Lachen, wie man es eigentlich nur auf einem US-Campus erwerben kann, gehört zu jenen Frauen, die man etwas verlegen "post-feministisch" nennt. Das heißt, sie füllen ganz selbstverständlich jene wenigen Lücken, die der Feminismus in die Männerwelt geschlagen hat, und nutzen, ohne auch nur ein Achselzucken darauf zu verwenden, die Vorteile, die schlechtes Gewissen und Courtoisie der Pascha-Gesellschaft des Kulturbetriebs energischen Frauen bieten.

So sind ihre Filme weder Fanale noch Programme, die Feminismus-Farbe Lila sagt ihr nichts, und sie quält auch nicht Vokabeln wie Tschernobyl oder Mutlangen in ihre Dialoge. Als die Rede zufällig auf den Brechtschen Verfremdungseffekt kommt (den nämlich die DDR-Schauspielerin Katharina Thalbach bei ihr bestimmt weder angeboten noch gebraucht habe), sagt sie: "Ist das nicht das Dußligste, was sich Brecht ausgedacht hat?" Für eine solche Äußerung wäre man noch vor wenigen Jahren im Kulturbetrieb erst geröstet und dann gevierteilt worden.

In ihrem soeben mit über 100 Kopien groß angelaufenen und hitzig umkämpften Film "Paradies", der die Dörrie bei einer atemraubenden Gratwanderung zwischen Komödie, Melodram und Tragödie zeigt, spielt Heiner Lauterbach einen Münchner Professor für Tiermedizin.

Als der seiner großen Liebe nach- und seiner blütenweiß fleckenfreien Ehe davonläuft, landet er auch in einem Billig-Zimmer auf dem Hamburger Kiez und entdeckt beim Aufwachen eine Kakerlake. Der baut er, ganz Wissenschaftler, eine Hindernisbahn und beobachtet, wie das Insekt kriechend sich zurechtzufinden lernt. Und plötzlich erkennt man: So wie der Schauspieler Lauterbach mit kühler Neugier das Tier in seinem Zwangsgehege beobachtet, so kühl nimmt Doris Dörrie ihre Figuren unter die Lupe, nachdem sie sie ihren Konstellationen wie einer Versuchsanordnung ausgesetzt hat.

Doris Dörrie, die Verhaltensforscherin. Ihre Filme jedenfalls sind von Anfang an verhaltens-forsche Expeditionen ins Reich der sprechenden, in ihre Beziehungskäfige eingepferchten Affen.

Dabei treibt die Geschöpfe der Dörrie ein unbändiges Glücks- und Vollkommenheitsverlangen. Sie möchten alles haben, alles wissen, alles können - und büßen dafür alles ein. Die Dörrie zeigt die Zerstörungswut des Vollkommenheitswahns, die Mordlust des Glücksverlangens. Nur "Männer" war da eine Ausnahme. Und daß der Film nicht damit endet, indem sich die Männer gegenseitig die Schädel einschlagen, ist der pure Zufall. Als solcher wird er auch vorgeführt.

In ihrem ersten Spielfilm ("Mitten ins Herz") von 1983 geht es um die Beziehung einer Kindfrau (Beate Jensen) zu einem reiferen Mann, einem geschiedenen Arzt (Josef Bierbichler), der in einer luxuriösen Vorstadtvilla wohnt. Um das Glück zu vervollkommnen, das natürlich in Wahrheit aus gepflegter Leere und Beziehungslosigkeit besteht, klaut das Mädchen einer Türkin ein Kind, nachdem sie dem Mann eine Schwangerschaft vorgespielt hat. Am Ende, ihrer Illusion beraubt, tötet sie ihn.

Schon damals verblüffte das kalt, nüchtern und hart inszenierte Nebeneinander von Idylle und Hölle, von Ordnung und Chaos, oder genauer: das Chaos in der Ordnung.

Der Held des zweiten Films ("Im Innern des Wals" 1985), er ist von Beruf Polizist, verteidigt die Ordnung fanatisch. Er prügelt sie seiner halbwüchsigen Tochter ein, weil ihn seine unordentliche Frau verlassen hat. Er treibt damit die Tochter in die Flucht. Am Schluß _(Mit Bente Jensen. )

hat er, im chaotischen Ordnungsrausch, seine Exfrau erschossen.

Auch in ihrer Komödie "Männer" geht es um Ordnung und Unordnung, wobei die WG für das elementare Chaos, die schicke Grünwald-Villa für das sauber gebürstete Leben steht, aus dem die Frau ausbrechen möchte. Der Trick des Ehemanns ist es, den Chaoten und Konkurrenten ins Normalleben zu ziehen, den Aussteiger auf die Erfolgsleiter zu hieven: Er macht ihn unschädlich, indem er ihn sich gleich macht.

"Paradies" ist die bisher gewagteste Variante in diesem Flucht- und Lebenstraumspiel. Der Tiermediziner (Heiner Lauterbach) und die Museumsführerin (Sunnyi Melles) führen eine so stinknormale Ehe auf blütenweißem Teppich, daß schon der Rotweinfleck, den ihre Mutter auf dem weißen Sofa gemacht hat, zur Beinahe-Katastrophe wird.

Aber die Ehefrau langweilt sich in der Ordnung und treibt deshalb ihren Mann der Jugendfreundin in die Arme. Teils, weil sie, die im Museum Stucks Gemälde "Die Sünde" erläutert, ihn auch durch das Parfüm der Sünde sich wieder reizvoller machen möchte, teils, weil sie prüfen will, ob er nicht doch mehr ist als der Langweiler, zu dem er in der luxuriösen cleanen Ehe für sie verkommen ist.

Die Freundin (Katharina Thalbach), die auf dem Land lebt, wo sie in einem Gemischtwarenladen zwischen surrenden Fliegen, Kuhmist und unaufgeräumtem Geschirr und Bettzeug in Monologen sich abenteuerliche Romanfiguren nachspielt, die Freundin ist der krasse Gegenpol, sie ist schmuddelig, unordentlich, spontan, phantasievoll, impulsiv.

Kein Wunder, daß der Mann, der gestylten Inszenierung seines Ehe-Interieurs müde, ihr rasch verfällt. Das Melodram kann beginnen. Der einst ordentliche Professor zieht seiner neuen Liebe über den Strich von St. Pauli nach, ein hündischer Clochard. Die Ehefrau hat den aufregenden Mann wieder, den sie sich wünschte. Pech: Sie hat ihn nur, weil sie ihn nicht mehr hat. Und nun sägt sie an der Freundin herum, die möge doch verzichten.

Am Schluß rammt die Chaotin vom Land der ihre Ehetragödie zelebrierenden Stadtfreundin ein Messer in die Brust.

Bei Doris Dörrie sieht das so aus: Sunnyi Melles steht da, als begriffe sie noch nicht, daß sie todwund ist, versucht sich festzuhalten, greift in der dörflichen Hütte nach einem Fliegenpapier und führt von da an einen komisch verzweifelten Zweikampf mit dem klebrigen Streifen, versucht vergebens ihn abzuschütteln, loszuwerden. Und der Zuschauer sieht durch den gnadenlosen Kamerablick mehr diese grotesk-lächerliche Begleiterscheinung des Sterbens als das Sterben selbst: Daß der Frau auf einmal Blut aus dem Mund quillt, ist angesichts der verzweifelten Versuche, die Hand freizubekommen, fast unwichtig.

Man kann so etwas den unbestechlich kühlen Blick der Verhaltensforscherin Dörrie nennen. Man kann darin auch ihren Sinn für das Komische sehen, der allerdings ein sehr verquer ungemütlicher Sinn ist, bei dem einem breites, behäbiges Lachen in der Kehle steckenbliebe.

Beispielsweise "inszeniert" die verlassene Ehefrau eines Abends in ihrer Wanne einen melodramatischen Selbstmord. Sie füllt die Wanne mit Rotwein, legt sich theatralisch, ja opernhaft hinein. So will sie gefunden werden. Natürlich ist das höchst lächerlich, wenn der Rotwein das Blut ersetzen muß.

Aber ist es nicht gleichzeitig auch viel kläglicher (und daher trauriger), als wenn sie auch nur die Kraft aufgebracht hätte, sich die Pulsadern wirklich blutig zu ritzen?

Es spricht für die Kraft und die Risikofreude der Filmemacherin Dörrie, daß sie sich nach den "Männern" nicht zum zweitenmal auf die sichere Bahn der Dreieckskomödie begeben hat, sondern daß sie die Wirklichkeit erneut einer kühn anderen Versuchsanordnung ausgesetzt hat. Sie selbst nennt "Paradies" eine "vergiftete" Komödie.

"Paradies" jedenfalls ist ein Labor der Gefühle, in dem neugierig nach neuen Reaktionen gesucht wird. Die Reagenzien sind stärker geworden. Das Resultat steht noch nicht fest.

Um den Krebsgang, das hilflose Kreisen der Figuren zu zeigen, entschließt sich die Dörrie, allen Filmrealismus zugunsten einer filmischen Metaphernsprache außer Kraft zu setzen: Der Mann geht, in einer expressionistischen Prozession, tatsächlich rückwärts, um zurückzugelangen.

Man muß mutig und übermütig sein, wenn man nach einem Welterfolg dergleichen riskiert. Und neugierig. Die Filme von Doris Dörrie orientieren sich daher auch nicht an Vorbildern, obwohl es nur so aus ihr heraussprudelt, wenn man sie fragt, was für Filme sie mag.

"Vorbilder" jedenfalls sind keine darunter. Schon weil sie sich nichts merken könne, sagt sie. Anders als der neue deutsche Film, in dessen Niedergangs- und Endzeit ihre ersten Erfolge platzten, hat sie kein Programm.

Anders als Wim Wenders orientiert sie sich nicht am amerikanischen Kino der Schwarzen Serie oder der lakonischen Spätwestern. Anders als Herzog sucht sie nicht den Anschluß an die deutschen zwanziger Jahre. Anders als die meisten ihrer Kolleginnen ist der Film für sie keine Waffe, mit der sie für die Gleichberechtigung der Frauen auf die Barrikaden ginge. Sie dreht keine "Frauenfilme" wie etwa Margarethe von Trotta, deren "Heller Wahn" und "Rosa Luxemburg" ihre Thematik daraus beziehen.

Ihre Nähe zum Melodram verbindet sie am ehesten mit den Filmen Fassbinders, den sie schon deshalb schätzt, weil er den Versuch unternommen habe, eine deutsche Chronik zu drehen.

Auch Doris Dörrie ist dabei, die Chronik dieser Jahre zu filmen. Zunächst jedoch wird sie ein Kapitel USA einschieben. Sie bereitet ihren ersten amerikanischen Film vor. Er heißt "Das Liebeshotel". Und auch sein Starttermin steht schon fest und wird von der Neuen Constantin, die nicht zum zweitenmal etwas anbrennen lassen möchte, plakatiert: Es ist der 8. Oktober 1987. Next year, same place.

Mit Heiner Lauterbach und Katharina Thalbach. Mit Sunnyi Melles, Heiner Lauterbach und Katharina Thalbach. Mit Uwe Ochsenknecht, Ulrike Kriener, Heiner Lauterbach. Mit Bente Jensen.

DER SPIEGEL 45/1986
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