13.10.1986

„Heilströme, die im ganzen Kosmos fließen“

Eine „Probe aufs Exempel“ hatte es sein sollen, der Massenstart ins Übersinnliche, zu dem sich rund zehn Millionen Bundesbürger letzte Woche vor ihren TV-Geräten versammelten. Die Trance-Show des ZDF mit dem Schweizer Geistheiler-Ehepaar Wallimann markierte einen neuen Tiefpunkt des Fernsehens und zugleich einen Höhepunkt im Trend zu irrationalen Heilversprechen, zu Schamanentum und Kurpfuscherei. _____“ Es gibt keine größeren Lügner als die Quacksalber - „ _____“ wenn man von ihren Patienten absieht. Benjamin Franklin „
Beim Barte des Herrn Schnelting: Das war ein Schmierentheater, das selbst den alten Striese in den Staub der Sabinerinnen gestreckt hätte.
Eilenriede-Halle in Hannover, am Donnerstagabend vergangener Woche, eine halbe Stunde vor der Live-Sendung "Probe aufs Exempel: Gesund durch Gedankenenergie - Selbstheilung im gemeinsamen Kraftfeld". Veranstalter: das ZDF, wer sonst.
Karl Schnelting. Hauptabteilungsleiter Kultur (neuerdings: Okkultur) des Mainzelmännchen-Senders, greift zum Mikrophon, begrüßt die rund 2000 Gäste (Eintritt: sieben Mark) im Saal, die "Gesunden und die Kranken", und avisiert einen "ernsten Versuch auf seriöser Grundlage".
In einer Reihe drängen sich Blinde, ein Arzt hat Asthmatiker und Rheumatiker mitgebracht, eine Ärztin ist mit einer Krebskranken da; außerhalb des Schwenkbereichs der Kameras wurde ein halbes Hundert Rollstuhlfahrer zu einer Wagenburg zusammengeschoben.
Aber auch die Profi-Kohorten des Psych-Okkulten, die allseits grassierenden Guru-Sekten, sind herbeigeströmt. Suman Bakshi etwa, die ewig grienende Landesmutter der weißkuttigen Brahma Kumaris, das "Heimholungswerk" der Gabriele Wittek, Turbanköpfe der Ananda Marga, Klinkenputzer der "Bewußtseinserweiterungs"-Firma "bep".
Selbst ein veritabler Magier und Hellseher stolziert im violetten Zaubermantel durch die Halle: "Hanussen II", ein Herr aus Pforzheim, als Wilhelm Gerstel vielfach gerichtsnotorisch. Kollegial schüttelt er einem ZDF-Prominenten die Hand, der nachher Schnelting beistehen soll, dem Sportreporter Harry Valerien.
Um auf das kommende Spektakel und die Protagonisten - Pate Schnelting und das "Geistheiler"-Ehepaar Wallimann aus Lungern in der Schweiz - einzustimmen, gab es schon vor der Halle Lesehilfe. Verkäufer der Hannoverschen Buchhandlung Schmorl & Seefeld, beauftragt vom ZDF und geziert mit ZDF-Stickern, boten das Buch zum Wahn an Schneltings "Geistige Heilung", dazu Spiritistisches von Silvia Wallimann, die ja "nachtodliche Seinswesen aus eigener Erfahrung kennt".
Nun konnte anheben, was "Bild" groß mit "Heute größter Geistheiler live TV" angekündigt hatte, der Ärzte"Hartmannbund" als "volksverdummenden mittelalterlichen Aberglauben" verdammte, den Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner "sehr unbehaglich" stimmte und der evangelische Sekten-Experte Pfarrer Friedrich-Wilhelm Haack unter "Okkultismus" rubrizierte.
Nachher sah Haack dreifach deutlicher: "Religiöse Taschenspielerei. Nachrichten _(Auf der Bühne: ZDF-Abteilungsleiter ) _(Schnelting (stehend), Ehepaar Wallimann. )
von der Rückseite des Mondes, massive Werbeveranstaltung für die Familie Wallimann". Das "Hamburger Abendblatt" kürte Schneltings Geisterstündchen zum "Bluff des Jahres", die Münchner "Abendzeitung" höhnte: "Die Massenheilung war nichts als ein Flop."
Tatsächlich ist selten so dummdreist mit den Ängsten und Hoffnungen von Millionen Kranker Schindluder getrieben worden - blasphemisch für die einen, obszön für die anderen. Andererseits: Was Schnelting da mit seinen Dauer-Schützlingen Wallimann auf krumme Beine stellte, ließ selbst den lebens- und gerichtserfahrenen "Hanussen" müde abwinken: Ihm sei dabei "der rechte Fuß eingeschlafen".
Denn was klebrig, schein-heilig, dunkelmännerhalft aus dem ZDF-Kanal auf den Bildschirm troff, war nicht viel anderes als der Versuch einer Massensuggestion, einer spiritistischen Seance, dargeboten unter Alibi-Begriffen wie "Heilmeditation" und "Autogenes Training". Hexe vom Dienst: Silvia Wallimann.
Raunend, mit flackerndem Blick, umsäuselt von Gheorghe Zamfirs Pan-Flöte, eine Madame Teissier auf spießig - so dröselte sie die allzu vielen Willigen im Saal in seliges Dösen, flankiert von den "Energietransfusionen" ihres "fernheilenden" Gatten. Lourdes oder Lungern?
Lungern. Keiner ließ den Rollstuhl sausen, keiner war zu Verstand gekommen. Nach dem Erwachen eilten Harry Valerien und zwei weitere Zauberlehrlinge durch die Gästereihen, schnappten hier ein freundliches Wort, dort ein müdes Stammeln auf. Immerhin: Eine knefige Blondine hatte, was sonst, tausend rote Rosen gesehen.
Die Sondermeldungen von der Heil-Front kamen, per Telephon, erst nach Schluß der Live-Sendung in den Saal. Hier ein Kopfweh weg, dort ein Magengrimmen verschwunden - Schnelting, ganz Rasputin und rasender Reporter, verkündete es im Triumph. Was keine der Wundertüten vorausgesehen hatte, brachte die Mirakel-Veranstaltung schließlich abrupt zum Schluß: eine Bombendrohung.
Es war nun schon das vierte Mal, daß ZDF-Mann Schnelting - überzeugter Anhänger der Lehren von "feinstofflichen Energiezentren", "Chakren" und "Ätherleib", der den Menschen umschließt - seinen Geistheiler Wallimann in Aktion vorstellte. Zuletzt hatte er ihn, nur zwei Tage vor der Donnerstags-Show in Hannover und ganz im Stil eines Werbespots, samt seinen vier Parade-Patienten präsentiert.
Obwohl von den Kranken, die seit nun einem Jahr bei Wallimann in Fernbehandlung sind, kein einziger geheilt werden konnte, schwadronierte der Interviewer ("kaum zu glauben") von deutlichen Genesungsfortschritten bei drei der Patienten: nach den behandelnden Ärzten, die dabei mitgeholfen haben könnten, wurde gar nicht erst gefragt. Unterstützt vom Fernsehrat des ZDF und beflügelt von hohen Einschaltquoten sowie einem "einfach einzigartigen" Echo, konnte Schnelting das Gespenstertheater ins Programm boxen - allen Widerständen zum Trotz: Ärztevertreter warnten vor dem "gefährlichen Humbug", der Wissenschaftsautor und Arzt Hoimar von Ditfurth sprach von einem "Skandal", wenn das ZDF, "unter dem Aspekt hoher Einschaltquoten seine gesamte Verantwortung über Bord" werfe.
Doch Schnelting, der sich rühmt, das Geistheiler-Thema "enttabuisiert"- zu haben, weiß, daß ihm das Fernsehvolk auf dem Weg ins Übersinnliche folgt.
Unter dem Oberbegriff "Geistheiler" empfehlen sich in wachsender Zahl Vertreter eines "paramedizinischen Kurpfuschertums", wie es der Vorsitzende Richter am Landgericht Mannheim Wolf Wimmer nennt: "Besonders die Bundesrepublik ist heute Tummelplatz und Exerzierfeld magischer Heiler geworden." Sie werden als modisches, vielleicht sogar wünschenswertes Ferment der Gesellschaft hingenommen, wie Massagesalons und Astrologie.
Vorbei sind die Zeiten, in denen der als Quacksalber belächelte Pendler, der Wünschelruten-Diagnostiker, der Handaufleger oder der Magnetopath sich ins Halbdunkel abgedrängt sahen. Nunmehr praktiziert der "philippinische Geistheiler" öffentlich, im Hotel. Alle Altersgruppen, auch Schüler, gehören zu seiner Klientel, kein Staatsanwalt ist ihm auf den Fersen.
Die Propagierung des Übersinnlichen, zumal im Heilbereich, paßt in die von dem Physiker und Psycho-Guru Fritjof Capra verkündete "Wendezeit". Das spüren vor allem auch die niedergelassenen, der vielgeschmähten "Schulmedizin" zugehörigen Ärzte, die Sorge haben müssen, daß Patienten ihnen davonlaufen. Aufgeschreckt registrieren die "Ärztlichen Monatshefte", daß es "von Kempten über Bremen bis nach Monschau ... von geistigen Heilern wimmelt". Gewarnt wird vor einem aufblühenden Markt des Irrationalen der sich aus der wachsenden Sehnsucht nach Wundern ergebe: "Eine neue Generation
der Heiler wächst heran, die sich auf bestimmte Techniken spezialisiert."
Auf "einige tausend" schätzen ärztliche Standesvertreter die Zahl der in Deutschland mehr oder minder öffentlich praktizierenden Wunderheiler. Geistheiler treten in Kirchen auf (siehe Seite 152) und bei pseudowissenschaftlichen Kongressen - so der Inder Ramakant Keni bei der Deutschen Akademie für Psychoanalyse (Leitung: Günter Ammon).
Im nebligen England gibt es das Phänomen schon länger. Dort haben sich etwa 4000 Geistheiler in einem Verband zusammengeschlossen, der "National Federation of Spiritual Healers". Die 1955 gegründete Vereinigung definiert geistige Heilung als Heilen von Körper, Geist und Seele *___"durch Handauflegen" und *___"durch Gebet oder Meditation, auch bei Abwesenheit des ____Patienten (Fernheilung)".
Etliche englische Krankenhäuser gewähren den "Spiritual Healers" Zugang - auf der gleichen Grundlage wie den Priestern. Laut ZDF-Schnelting erklären die britischen Geistheiler ganz "unverblümt ... daß sie nur Vermittler der Heilströme Gottes sind, die im ganzen Kosmos fließen".
Der Brite Tom Johanson, "Generalmanager" der größten Geistheiler-Vereinigung der Welt (5000 Mitglieder), unternahm vor kurzem einen Werbefeldzug durch die Bundesrepublik. Im Düsseldorfer "Institut für angewandte Marketingwissenschaften", aber auch an der Uni Karlsruhe veranstaltete der clevere Heilsbringer teure Seminare mit "Heilungsdemonstrationen".
In den Vereinigten Staaten hat der Reverend und "faith healer" Pat Robertson, ein Gottesmann, der "in Zungen redet", soeben angekündigt, er werde sich 1987 bei den Republikanern als Präsidentschaftskandidat bewerben - unter der Voraussetzung, daß "drei Millionen registrierte Wähler dafür beten und arbeiten".
Robertson, der im US-Staat Virginia über ein finanzstarkes Kirchenimperium und einen privaten Rundfunksender ("Christian Broadcasting Network") gebietet, ist nicht nur ein Fernheiler, er behauptet auch, gelegentlich einen Hurrikan von seinem Kurs abgebracht zu haben.
Naturgemäß variieren bei deutschen, noch nicht so machtvoll organisierten Geistheilern die Auskünfte darüber, woher sie ihre übersinnlichen Heilkräfte beziehen. Weithin übereinstimmend behaupten sie, mit einer Strahlenmaterie zu arbeiten, die sich aus der Kraftquelle eines in den Weiten des Universums wallenden "Weltgeistes" speise.
Der Heiler sieht sich dabei als Relaisstation. "In Fürbitte" zum Wohle des Erkrankten in Bewegung gesetzt, durch die "Intensität des Gedankens" übertragen, könnten solche Energien auch der letzten Zelle eines jeden Lebewesens zugeführt werden.
Meist berufen sich die von Magie durchdrungenen Priesterärzte auf Himmelsbotschaften. Am Anfang ihres Wirkens, berichten der ehemalige Weinhändler Manfred Lippert, 47, aus Braunschweig oder die 45jährige Denise Grübl aus Nidderau, seien ihnen "Geister" respektive "Engel" erschienen.
Seither wagen sie sich an so ziemlich alles heran, was ihren Patienten das Leben erschwert. Lippert hält sich zugute, sogar bei kompliziertesten Knochenbrüchen helfen zu können. Die Grübl beteuert, auch Herzinfarkte zu kurieren bereite ihr keinerlei Schwierigkeiten - Beispiele für ein Übergleiten des medizinischen Hokuspokus ins Kriminelle, dann nämlich, wenn gläubige Patienten von der ordnungsgemäßen ärztlichen Versorgung ihrer Leiden ferngehalten werden.
Das eigentümliche, magische Beziehungsgeflecht zwischen dem Geistheiler und seinen Klienten unterscheidet sich vom normalen, vertrauensvollen Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Professor Irmgard Oepen, Rechtsmedizinerin in Marburg, spricht von einer Beziehung wie "zwischen den Mitgliedern einer Glaubensgemeinschaft", von einer "Partnerschaftsbeziehung, die sich bis zur Hörigkeit steigern kann".
Das war schon so bei dem russischen Wunderheiler Grigorij Jefimowitsch Rasputin, der als einziger das Leiden des hämophiliekranken Zarensohnes Alexej zu lindern vermochte: Durch Handauflegen und suggestives Zureden stillte er Blutungen und Ängste des jungen, hinfälligen Zarewitsch.
So innig war das Verhältnis zwischen der Zarenfamilie und dem mysteriösen Sibirier, daß Zeitgenossen an eine blinde, verhängnisvolle Abhängigkeit glaubten, die nur mit Gewalt durchbrochen werden könne: Rasputin, der vermeintlich böse Geist im Zarenpalast, wurde 1916 von einer Gruppe oppositioneller Aristokraten auf barbarische Weise umgebracht.
Eine enge, fast religiöse Beziehung verband auch den "Wunderdoktor" Bruno Gröning mit seiner Klientel. Gröning, der in den fünfziger Jahren Tausende von Kranken mit Stanniolkugeln behexte, wurde bei seinen Massenbehandlungen wie ein neuer Messias empfangen.
Verzückte gläubige Hingabe ist seit jeher Voraussetzung für das Wirken der Heiler - daraus erklärt sich der oft schrill euphorische Ton bei den Erfolgsmeldungen von "Geheilten". Sie könne "notfalls beschwören", sagt die 38jährige Hausfrau Marianne M. aus Würzburg, daß sie einem Wünschelruten-Therapeuten "das Verschwinden eines Geschwürs im Unterleib" zu danken habe.
Was den Stil des Auftretens anlangt, so haben sich in der Bundesrepublik gleichsam zwei Schulen ausgebildet, die einander ergänzen, aber auch im Wettbewerb stehen: *___die "Einzelgänger", die vorzugsweise noch immer ____konventionell, also ver sehen mit der üblichen ____Ausstattung von der Rute bis zur Stanniolkugel, vor ____allem die ländlichen Gebiete bestreichen; *___in den großen Städten die "New Age"-Zentren wie ____das, Alif-Ya-In stitut für Holistische Studien" in ____Hamburg, das "Regenbogen-Zen trum für alternative ____Heilweisen" in Hannover - allesamt Tempel eines radikal ____veränderten Seinsverständ nisses, die ihren Kundenkreis ____mit einem wahren Wust von Program men zur ____leib-seelischen Gesundung überschütten.
Einen dritten Typ präsentiert das Fernsehen mit Freddy Wallimann. Seit sechs Jahren ist der ehemalige Bautechniker als "Fernheiler" etabliert mit großer Klientel und dem Vorteil, daß Reisekosten gespart werden: Die Kunden brauchen nur ein Photo und eine kurze Beschreibung ihrer Krankheit einzuschicken.
Dann sitzt, wie es die "Bunte" einfühlsam beschrieb, der clevere Freddy "in seinem einsamen Haus auf dem schroffen Felsen über dem Lungersee und starrt auf ein Photo". Allein durch die Kraft des Gedankens, über beliebige Distanz (und gegen einen Obolus von bis zu 120 Mark im Monat), läßt Wallimann seine Heilkraft wirken; die Patienten wissen nicht einmal, wann er an sie denkt.
Ohne den Publicity-Drang von Freddy Wallimann, ohne großen okkult-theoretischen Überbau kommt in der Regel der Geistheiler vom "Einzelgänger"-Typ daher, zumeist vermittelt über Flüsterpropaganda oder über Kleinanzeigen. Er tritt an wie der 50jährige Ulrich Berndt aus Buchholz - ein bißchen schmuddelig im zerschlissenen Kammgarnmantel und in der Kunststofftüte drei Wünschelruten.
Mit den Drähten unterschiedlicher Stärke, die er zu einem Halbrund biegt, nähert sich Ruten-Diagnostiker Berndt dem Körper seines Klienten und weiß nach etwa zwanzig Minuten "praktisch alles". Es stehe schlecht um ihn, seine Organe seien "schwer belastet", erfährt der bedrückte Patient zum Preise von 150 Mark.
Andererseits: Rasche Hilfe wird ihm zugesichert, sofern er sich nur auf weitere sechs bis acht Therapiestunden einlasse die er zu seiner "vollständigen Entschlackung" dringend nötig habe.
Der allgemeinen Gruppen-Seligkeit hingegen, dem gleichzeitigen Umschwung zahlreicher Bedürftiger zu "reineren" Lebensformen, widmen sich die "Zentren". Kaum noch zu überblicken ist die Vielfalt der Trainings, die in diesen Hochburgen der neuen Irrationalität angeboten werden, zu Eintrittspreisen bis zu 250 Mark für ein Wochenend-Seminar: *___Im New-Age-Center in Düsseldorf ("Centrum für ____ganzheitliche Gesund heit, persönliches Wachstum und ____Spirituelle Psychologie") liegt ein Schwerpunkt der ____Lernprogramme auf der "Rebirthing-Technik nach Leonhard ____Orr". *___Im Berliner "Paradise Now" finden sich Gesprächskreise ____zum ständigen "Basic Review". Ziel solcher Semi nare ____ist es, "die eingrenzenden Ein stellungen und ____Glaubenssysteme zu sprengen, alte Verhaltensmuster um ____zuwandeln und die Lebensfreude freizusetzen".
Einklang, Harmonie. Optimismus heißen die Schlüsselwörter der neuen Heilskünder. Nichts Vernünftiges werde je aus dem Erdenbürger, so lehren diese Propheten der "sanften Verschwörung des Wassermann-Zeitalters", wenn er nicht endlich damit beginne, sein wahres Ego zu nutzen: weg von der durch die Schulmedizin "zerstückelten Person", hin zur "neuen Ganzheit", zum gepriesenen "Holismus", zu einer (Wieder-)Vereinigung von Geist, Leib und Seele.
Das wäre nun eine Binsenweisheit, wie sie den aufgeklärteren Vertretern auch der Schulmedizin langst dämmert, wenn da nicht der Schamanenkult um "feinstoffliche Energiezentren" und "Chakren" noch hinzu käme, die Versatzstücke des geschlossenen (Wahn-)Systems, auf das sich die meisten Geistheiler berufen.
Auch auf die allem Geistheilertum zugrunde liegende Frage, wie "sich die vom Heiler vermittelte Energie, die rein geistig, rein gedanklich ist, in physische Veränderung umsetzt, gibt es in diesem System eine schlüssige Antwort: Da ist der sogenannte Ätherleib, auch Aura genannt -"ein Feld fließender Energien, das unseren physischen Körper wie eine zweite, mehrere Zentimeter dicke Haut umschließt". Medial begabte Menschen, so erläutert es Geistheiler-Spezialist Schnelting, "nehmen es als nebelartige Materie von bläulicher Ausstrahlung wahr".
Von einer unsichtbaren Hülle, die den Körper als etwa drei Zentimeter hoher Nebelteppich umgibt, spricht auch Fernheiler Wallimann. "Diese Hülle", sagt er, "wird durch kosmische Kräfte gespeist", ebenso wie der physische Körper selbst - aber nur dann, wenn die Energien durch bestimmte, ventilartige Öffnungen in die Organe fließen können: Das sind die Chakren, jene "Stellen des Ätherleibs, wo sich die Ströme unserer Lebensenergie in ganz besonderer Weise konzentrieren" (siehe Graphik Seite 139).
An diesen Chakren setzen die Geistheiler an. Die seltsamen, unsichtbaren Öffnungen nämlich können "sich verkrampfen", können ihre Ventilfunktion verlieren. Blockiert ein Chakra, so fehlt
es am nötigen Zufluß "kosmischer Nahrung", oder es "fließen zu viele negative Energien in den Körper, zum Beispiel Nervosität und Unmut anderer Menschen. Schlechtwetter-Energie und anderes mehr" - und das bedeutet Krankheit.
Die geistigen Heiler, so die nächste Etage des Lehrgebäudes, verfügen über "verfeinerte Antennen", die ihnen erlauben, "die Schwingungen der Chakren wahrzunehmen" und Krankes von Gesundem zu unterscheiden. Im Falle Wallimann sogar dann, wenn der Patient gar nicht da ist, sondern nur ein Paßbild oder Urlaubsphoto von ihm.
Nicht alle "immateriellen Heilweisen" gründen sich auf der Lehre von den Chakren, den Öffnungen im Ätherleib. Aber stets beruhen sie auf ähnlich simpel mechanistischen Modellen vom Zusammenwirken zwischen Geist und Materie - so auch bei den meditativen Heilweisen ("Glaubensheilung") oder beim "Magnetismus", der schon früher in Mode war, als die physikalischen Gesetze der Elektrizität noch im dunkeln lagen.
Die menschliche Hand, der Kraftfelder entströmen, die Hand als Überträger von Heilkraft und unstofflicher Energie - diese Vorstellung reicht weit zurück in die Menschheitsgeschichte. "Lege deine Hand auf ihn, um seinen Schmerz zu lindern, und befiehl, daß seine Leiden verschwinden", empfahlen schon die alten Ägypter - überliefert im "Papyrus Ebers, einer Schriftolle, in der sie ihre Arzneimittellehre festhielten.
Die Hand als begütigendes, segnendes, schließlich heilendes Instrument hat nicht nur in der Bibel ihren festen Platz. "Die Kraft, welche mancher Hand entströme", war für den Urvater ärztlicher Kunst, den Griechen Hippokrates, so wichtig wie in der Renaissance für den Medicus Paracelsus - nachzulesen in dessen berühmtem Werk "De origine morborum invisibilium" ("Über den Ursprung unsichtbarer Krankheiten").
Die Wiedergeburt der in alten Kulturen verbreiteten Gepflogenheit des geistigen Heilens geht auf den Amerikaner Phineas Parkhurst Quimby (1802 bis 1866) zurück, der Krankheit schlicht als "Frucht falschen Denkens und Glaubens" definierte, als "Störung, Minderung oder Unterbrechung der Einheit und Harmonie mit dem Göttlichen".
Quimby begründete eine Bewegung des "New Thought" (Neues Denken), deren Anhänger stets auch auf das Heil der ganzen Menschheit blickten: Unter dem Sammelbegriff "New Age" (Neues Zeitalter) fanden all diese Bestrebungen in den letzten Jahren wieder neuen Boden. Hantiert wird da mit vagen Begriffen wie "qualitative Veränderung des Bewußtseins", "neues, ganzheitliches Seinsverständnis": einen Markstein bildete Capras Bestseller "Wendezeit".
Angestiftet von solchen Wegbereitern, werfen immer mehr Bundesbürger ihren gesunden Menschenverstand über Bord und tauchen willig ein in die Verheißungen der neuen "geistigen Innerlichkeit". So hat sich in der vermeintlich aufgeklärten Bundesrepublik zwischen 1956 und 1982 die Zahl derer, die die Existenz "weißer Hexen" (siehe Seite 145) für denkbar halten, von sechs auf elf Prozent erhöht. Anderen Umfragen zufolge glauben 16 Prozent an Seelenwanderung, 24 Prozent sind sich sicher, daß es einen "Zusammenhang zwischen dem menschlichen Charakter und den Sternen" gibt.
In solchem Umfeld konnten "Magnetopathie" und geistiges Heilen wieder aufleben. "Dieser Boom", konstatierten die "Ärztlichen Monatshefte". "ist mehr als eine Mode, er ist eine Antwort auf die christlichen Glaubensverluste und auf die wachsenden Zukunftsängste der Menschen im zu Ende gehenden Jahrtausend."
Er ist sicher auch eine Antwort auf bestimmte Defizite der naturwissenschaftlich orientierten Schulmedizin, die sich dem immer heftigeren Vorwurf ausgesetzt sieht, den Menschen in Körper und Seele geteilt zu haben und für den Körper alles zu tun, aber für die Seele zu wenig" ("Ärztliche Monatshefte").
Trefflich beschreibt das Mediziner-Fachblatt die neue, als ungleich empfundene Wettbewerbssituation: "Hier der Arzt in der nichtssagenden Uniformität des weißen Kittels mit seiner Organtherapie... dort die Affekttherapie des geistigen Heilers mit der stark emotionsgeladenen Heilzeremonie."
Daß es auch nach Handauflegen oder anderem magischen Ritual zu "Heilungen" oder wenigstens Besserungen von Krankheitssymptomen kommen kann, wird von der Schulmedizin gar nicht bestritten. Aber klargestellt wird auch, daß es sich dabei nicht um Wunder, sondern um erklärbare Vorgänge handelt - die Ärzte haben den Begriff "Placebo-Effekt" dafür. _(Placebo (lat. ich werde angenehm sein): ) _(Scheinme dikament: unwirksame ) _(indifferente Substanz: An wendung: a) um ) _(ein subjektives Bedürfnis nach ) _(Medikamenten zu befriedigen; b) bei der ) _(klinischen Erprobung neuer Medikamente. )
Der Placebo-Effekt ist von der Schulmedizin in Ansätzen erforscht. Er kann überraschend auch nach längerem Leiden auftreten, und zwar sowohl bei psychisch bedingten als auch - jedenfalls lindernd - bei organischen Leiden.
Ausgelöst werden solche unerwarteten Heilungen auf vielfältige Weise: Man weiß, daß Streß-Situationen die Wirkung begünstigen und daß chronische Leiden besser beeinflußbar sind als akute. Ein besonders drastisches Beispiel - und deshalb auch ein Paradestück für Geistheiler
- ist die sogenannte hysterische Lähmung, die sich bei einem seelischen Schockerlebnis ohne jede organische Ursache einstellen und ebenso plötzlich wieder verschwinden kann, wenn es jemand gelingt, gleichsam den seelischen Knoten aufzulösen. Der Lahme steht auf und kann wieder gehen.
Grenzenlos sind zumeist die Hoffnungen, die von der spiritistischen Alternativmedizin geweckt, aber nicht erfüllt werden. Eine penetrante Wundergläubigkeit führt zu dem maßlos übersteigerten Anspruch, praktisch jede Krankheit für besiegbar zu erklären. Egal, ob Krebs oder Aids oder Multiple Sklerose - für den aus Italien stammenden, in Hamburg praktizierenden Geistheiler Saverio (um nur ein Beispiel anzuführen) sind das letztlich alles Ausfallerscheinungen der Seele.
Die eigentliche Crux liege in der starren Abwehr des Patienten, der sich "unbewußt sträubt, gesund zu werden". Gelinge es aber, dessen Bereitschaft zu wecken, sich auch ungewöhnlichen Methoden zu öffnen, lasse sich sogar die tödliche Immunschwäche Aids vollständig kurieren, etwa durch "die Übertragung kosmischer Energien" - das ist die reine Scharlatanerie.
Oft wird Heilung selbst dann noch in Aussicht gestellt, wenn auch für den Laien offensichtlich ist, daß die Tage eines Patienten gezählt sind. Krebskranke sind besonders anfällig für alles, was Hoffnung weckt: Mehr als die Hälfte aller Betroffenen, so zeigte eine Umfrage bei Krebspatienten, hatte "Kontakt mit paramedizinischen Methoden", 39 Prozent der Befragten einer weiteren Studie waren der Empfehlung gefolgt, unbewiesene Mittel" zu nehmen; die "Hoffnung auf eine Chance" wurde überwiegend (79 Prozent) als Motiv dafür genannt.
Mit solchen falschen, um keinen Preis einlösbaren Versprechungen werden Patienten und ihre Angehörigen oft gegen alle Vernunft dazu veranlaßt, Zehntausende von Mark für den Besuch einer "Spezialklinik" oder einen Charterflug nach Manila auszugeben, wo, philippinische Geistheiler" auf eindeutig betrügerische Weise ihr Geschäft betreiben.
In einem Fernsehfilm hatte Hoimar von Ditfurth im Oktober 1982 überzeugend vorgeführt, mit welchen zum Teil plumpen Trickkünsten dort "Geistheilungen" vorgetäuscht werden.
Keine Rede davon, daß die Filipinos, wie sie behaupten, mit den bloßen Fingern in den Körper eindringen ohne eine Wunde oder Narbe zu hinterlassen - alles Schwindel. Mit simplen Taschenspielertricks, mit blutgetränkten Wattebäuschen oder mit Chemikalien, die auf
der Haut einen Tümpel roter Soße entstehen lassen, wird der ganze Zauber inszeniert.
Nun blüht solches Geschäft auch in der Bundesrepublik. Schier unerschöpflich, sagt der Mannheimer Richter Wimmer, sei der Erfindungsreichtum derer, die sich am Handel mit Hoffnungen beteiligten: bodenlos die Präsentation immer neuer Techniken unter so volltönenden Bezeichnungen wie "Radionik" oder "Orgontherapie"; schlichtweg kriminell schließlich der Verkauf von allerlei geheimnisvollen Geräten zur Selbstbehandlung - etwa der von einem 71jährigen "Professor" offerierte "Krebsfrüherkennungs-Computer" Wimmer: "Nichts als ein Kästchen mit sinnlosem Drahtgewirr."
Die niedergelassenen Schulmediziner ahnen, was sich da bewegt. 80 Prozent der Patienten eines Heilpraktikers, zu diesem Befund kam eine Doktorarbeit aus Hannover, sind zugleich bei einem Arzt in Behandlung, die meisten, ohne dem Doktor vom Besuch bei der Konkurrenz zu erzählen. "Sind Magie und moderne Medizin", fragte schon Dr. med. Cornelia Herberhold, die Verfasserin des Aufsatzes in den "Ärztlichen Monatsheften", "auf dem Wege zu einer Symbiose?"
Zwar lehnen die gesetzlichen Krankenkassen nach wie vor kategorisch ab, sich auf eine Diskussion der Übernahme von Geistheiler-Honoraren einzulassen. Der Verband der Privaten Kranken-Versicherer (PKV) dagegen weiß, daß sich seine Mitgliedsunternehmen "im Einzelfall" und "auf dem Kulanzwege" schon zur Kostenerstattung bereit erklärt haben, sofern "der Erfolg eindeutig nachgewiesen werden kann".
Und eine "erstaunliche Erfahrung" machte auch der Bremer Senatsrat Professor Roland Werner, als er im "Deutschen Ärzteblatt" die "genuinen traditionellen Heiler" vor einem "falschen Image" in Schutz nahm.
Werner, der Jahrzehnte in Ländern der Dritten Welt praktizierte, hatte in seinem Aufsatz für eine "Kooperation von westlicher Hochleistungsmedizin mit den indigenösen, traditionellen Heilsystemen" plädiert, "die auf den Menschen mit seinem Harmoniebedürfnis ausgerichtet sind". Der von ihm befürchtete Krach blieb aus; die Kollegenschaft, so Werner, habe zustimmend reagiert.
Immerhin warnte der Senatsrat vor einer allzu flotten Übernahme etwa fernöstlicher Erfolgstechniken in den bundesdeutschen Medizinbetrieb, womöglich als "nur publizistischen Slogan mit Alibi-Funktion". Werner: "Ich halte es schon für problematisch, wenn einer mal in Indien oder Malaysia vorbeischaut und dann glaubt, er könne mit seinem als passant erworbenen Wissen in Hannover oder Hameln eine Praxis eröffnen."
Im westlichen Kulturkreis gerät dann nur noch zum Klamauk, was als Mindestvoraussetzung wohl der Hingabefähigkeit und der stillen Einkehr bedarf. So trafen sich zum Beispiel im Kinosaal der Kurhessen-Thermen von Kassel gleich 30 Geistheiler am Stück, um zu einem wahren telepathischen Großangriff auf die Gesundheitsschäden von 2000 Klienten anzusetzen.
O-Ton "Bild" von dieser ersten "Massenheilung" in Deutschland: _____" Mit ruhiger, beschwörender Stimme las Stefanie Merges " _____" die Namen der Patienten nacheinander vor: "Wolfgang aus " _____" Mün chen hat Schwierigkeiten mit der Leber. Elisabeth aus " _____" Bonn hat Rückenschmer zen, ihre Tochter Depressionen. Wir " _____" hal ten uns an den Händen, gehen mit den Kranken ins " _____" Wasser, baden sie. Jetzt stellen wir uns vor: Sie sind " _____" gesund." "
Angesichts solcher inflationär unter das Volk gestreuten Offerten wächst der Argwohn selbst in den eigenen Heilerreihen. Die "Deutsche Vereinigung für Geistheilung", ein frommer Dachverband, der sich nach seinen Statuten der "christlichen Fürbitte in freier Liebestätigkeit", in Verbindung mit Art. 4 Abs. 2 des Grundgesetzes" verpflichtet weiß, sieht die Auswüchse mit Grausen. Vieles komme da offenkundig "eher vom Teufel, als es gottgewollt" sei.
Natürlich werde da "auch sehr viel Scheiß gebaut", räumt Simone Sommer, 26, ein. Geschäftsführerin des Berliner "Paradise Now". Keine Strömung sei eben davor gefeit, daß sie von Scharlatanen verfälscht und ausgebeutet werde.
Aber die sanfte, fröhliche Simone, die ihr "Paradise" in einer ehemaligen Fabrik-Etage in einem Berliner Hinterhof angesiedelt hat, möchte sich doch die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Sie spricht schlicht von einem "Aufbruch zu neuen Welten". Der Außenstehende habe ja keine Ahnung davon, wer in ihrem Ambiente so alles erscheint - "vom Straßenmädchen aus Kreuzberg bis zum angesehenen Politiker".
Kein Wunder das Wunder. Ist doch, wie Simone sagt, "ein unglaubliches Suchen nach etwas anderem da".
[Grafiktext]
NEBELTEPPICH MIT LÖCHERN Die "Chakren" im "Ätherleib" Die sieben "Chakren" haben nach Vorstellung der Geistheiler eine Ventilfunktion - dort konzentrieren sich angeblich "Ströme der Lebensenergie" und kosmische Energien können dort eindringen; jeder der sieben "Chakren" ist eine Farbe zugeordnet. Kopf - violett Stirn - indigo Hals - blau Herz - grün Sonnengeflecht - gelb Sacral - orange Basis - rot ZIRBELDRÜSE oberes Gehirn, rechtes Auge HYPOPHYSE unteres Gehirn, linkes Auge, Ohr, Teile des Nervensystems SCHILDDRÜSE Hals, Stimme, Speiseröhre, Lungenteile, Arme THYMUSDRÜSE Herz, Nervus vagus, Blutsystem, untere Lunge BAUCHSPEICHELDRÜSE Magen, Leber, Galle, Milz, Nervensystem, Darm, Nieren GESCHLECHTSDRÜSEN Beine, Sexualsystem NEBENNIEREN Nieren, Blase, Rückgrat, Nervensystem, Nervus vagus, Herz, Augen
[GrafiktextEnde]
Auf der Bühne: ZDF-Abteilungsleiter Schnelting (stehend), Ehepaar Wallimann. Placebo (lat. ich werde angenehm sein): Scheinme dikament: unwirksame indifferente Substanz: An wendung: a) um ein subjektives Bedürfnis nach Medikamenten zu befriedigen; b) bei der klinischen Erprobung neuer Medikamente.

DER SPIEGEL 42/1986
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