22.12.1986

Die „Lust auf den Satan“ in Turin

SPIEGEL-Redakteurin Birgit Kraatz über das Geschäft mit dem Teufel *
Das Parfum des Teufels liegt schwül in der Luft. Schwefelschwaden, in der Hinterhofküche gekocht, ziehen durch den himmelblau getünchten Raum, in dem die Turiner Vorstadthexe Giusy Greca ihre Patienten täglich empfängt.
Das Sprechzimmer der honigblonden Exorzistin ist mit Puppen, Ruten Glöckchen, Pinseln, Wachstieren, Heiligenbildern und anderem Hokuspokusallerlei geschmückt. Im Hexenstudio einer Zwei-Zimmer-Wohnung im Souterrain ist die Behandlung voll im Gang.
Giovanna Merlo, 38, eine von Giusys neuen Patientinnen, kreischt, röchelt, stöhnt. Rastlos rutscht sie auf dem kleinen Sessel vor dem Muttergottes-Altar hin und her, der in einer Ecke des schäbigen Raums aufgebaut ist.
In Giovanna Merlos Ehe kriselt es. Ihr Mann, Maurer von Beruf, bislang stürmisch in seine Frau verliebt, rührt sie seit Wochen nicht mehr an. In Trance säuselt Giovanna: "Komm, komm."
Der Dämon will aus der korpulenten Signora nicht weichen. Dabei setzt Giusy alle ihre Kräfte daran. Sie hat einen geblümten Brokattalar angelegt und rezitiert so laut, daß die Püppchen an der Wand baumeln: "Willst du, böser Geist..."
Giusy, die seit ihrem achten Lebensjahr eine "heilende Missionskraft" in sich spürt, schwingt ein eisernes Schwert durch die züngelnden Flammen eines siebenarmigen jüdischen Leuchters, der in der Mitte der muffigen Hexenküche auf einem Baumstumpf wie auf einem
Minischafott steht. Dann schiebt sie das Schwert in die Dauerwelle der Signora Giovanna- Feuer "purifiziert".
Der verruchte Dämon erträgt die schrillen Gebetsverse der Teufelsaustreiberin nicht länger, grollend zieht er sich zurück. Signora Giovanna schlägt ihre Augen auf. Sie fühlt sich nach der 100 Mark teuren Sitzung "echt erleichtert".
Giusys grüne Katzenaugen frohlocken. Der Teufel könne einer begabten Hexe wie ihr eben nicht lange widerstehen, sagt sie und reibt sich die Finger, an denen klotzige Goldringe prangen; Gaben dankbarer Patientinnen. Der Terminkalender der Exonistin, Mitglied der Italienischen Astrologen- und Okkultisten-Union, ist auf Wochen hinaus voll. Das bedeutet harte Arbeit, täglich zehn bis zwölf Stunden lang, denn der Satan läßt sich manchmal erst nach "drei Stunden erwischen", stöhnt Giusy.
Trotz dieser Strapazen ist die 42jährige Teufelsaustreiberin stolz auf die überwältigenden Erfolge, die sie auf ihrem "speziellen Kampfgebiet Exonismus" zu erzielen behauptet. Für die "vielen von ihr geretteten Seelen" erwartet sie täglich die "päpstliche Anerkennungsurkunde als Exonistin".
Der Heilige Vater aber wird sich hüten, die Magierin oder eine ihrer zahlreichen Kollegen und Kolleginnen als Teufelsbezwinger anzuerkennen.
Hat doch der strenge Chef der vatikanischen Glaubenskongregation, der Deutsche Joseph Kardinal Ratzinger, vor kurzem erst die in Italien zunehmende Praxis gegeißelt, "bei Gebetstreffen um die Befreiung Besessener vom Einfluß von Dämonen zu beten".
Niemand sei befugt, mahnte Anfang dieses Jahres Ratzinger in einem Schreiben an alle Bischöfe der Welt, "rechtmäßige Exorzismen über Besessene auszusprechen" oder die vom Papst Leo XIII. erlassene Exorzismusformel zu verwenden, sofern er nicht vom zuständigen Bischof besondere Erlaubnis dafür habe.
Doch Giusy Greca und die vielen weiblichen und männlichen Hexenmeister, die sich gerade in Turin als Geistheiler, Zauberer, Kartenleger, Seelentherapeuten und Sex-Astrologen eine stattliche Stammkundschaft aufgebaut haben, scheren sich nicht darum, welche Vorschriften der Vatikan da macht.
Ihr Geschäft mit zerknirschten und zerrütteten, manchmal nur Zuspruch suchenden Menschen, die hinter jedem Lebensproblem immer nur den Teufel oder eine "fattura", einen Fluch, wittern, gedeiht in Italiens fortschrittlichster Industriemetropole so prächtig, daß sogar Hausfrauen in Geldnöten wie auch arbeitslose Metallarbeiter oder ältere Prostituierte mit Erfolg umsatteln.
In der Hauptstadt Piemonts ist der Glaube an spiritistischen Zauber und parapsychologische Dialoge mit dem Jenseits so weit verbreitet, daß ein Schild an der Haustür, ein Altar im plüschmöblierten Wohnzimmer und eine Annonce im Branchenverzeichnis genügen, um eine Klientel anzuziehen, von der sich trefflich leben läßt.
Nachdem sie schon ein Buch und ein Videotape über die geheimnisvolle Welt der piemontesischen Magier veröffentlicht hat, will die Tierärztin Marisa di Bartolo deshalb jetzt ein "Beratungsbüro für alle übernatürlichen Spezialitäten des Turiner magischen Dreiecks" eröffnen, "weil in dieser Stadt nahezu alle an den Teufel glauben".
Die Leute wollen angeblich wissen wie sie die "wenigen tüchtigen Magier von den vielen Scharlatanen unterscheiden können". Auch an einen Führer zu den zahllosen okkulten Plätzen in und um Turin, zu denen das Kastel Maze ebenso wie die Kommune Damanhur gehören, denkt Marisa di Bartolo.
Turin, die neblige Millionen-Stadt am Fuß der italo-französischen Alpen, in der im vergangenen Jahrhundert der Graf Cavour die Einigung Italiens betrieb, wo Fiat die Autoindustrie des Landes schuf und der Gründer der Kommunistischen Partei Italiens, Antonio Gramsci, lebte, hat eine mysteriöse Doppelexistenz. Einerseits ist die fleißige, etwas verschlossene Hauptstadt Piemonts immer Italiens aufgeklärteste Stadt gewesen. Andererseits verbergen sich in ihr 33 magische Punkte, so daß Eingeweihte sie für die Hauptstadt der Magie schlechthin halten.
Turin liegt auf dem 45. Breitengrad und gilt der Astrologie als Berührungspunkt des weißen Magiedreiecks (Prag, Lyon, Turin) mit dem diabolischen (London, San Francisco, Turin). In Turin, so heißt es, wird deshalb der große Kampf des Bösen gegen das Gute ausgetragen.
Das geographische Zentrum des magischen Dreiecks ist der Dom. Unter Glas wird dort die berühmte "Sindone" aufbewahrt, das weiße Leinentuch Christi mit dem blutverschmierten Antlitz der Dornenkrone und den Körperspuren. Forscher aus aller Welt konnten bislang die Echtheit des Grabtuches weder bestätigen noch endgültig widerlegen - das Rätsel bleibt ungelöst.
Im Stadtzentrum, an der Kirche der Großen Muttergottes, erzählt die Legende, lag der Gral. Dort soll das Blut aufbewahrt worden sein, das Jesus auf dem Weg zum Grab verlor.
An der mit einem Obelisken geschmückten Piazza Statuto wiederum öffne sich das Tor zur Hölle. Luzifer und seine 45000 Teufel sollen den Eingang noch heute benutzen, wenn sie nachts zu Streifzügen durch die Stadt und in das Schlangenreich auf dem kahlen Berg Musine bei Turin aufbrechen. Bei Vollmond flüstern die Abergläubigen, träfen sich dort Hexen und Teufel auf dem nackten Hügel und schlachteten junge Frauen in gegenseitiger Anbetung.
Wenn man dem Turiner Erzbischof Kardinal Ballestrero, glauben darf, finden diese Treffen auch heute noch statt. Rund 40000 Menschen, so schätzt der besorgte Kardinal, sind allein im Raum Turin Satansanbeter. Diese Sekte sei wie eine Diözese mit vielen Pfarreien organisiert und zelebriere ihre schwarzen Messen nach mittelalterlichen Riten jeweils in einer der zahllosen Katakomben der Stadt.
Deshalb würden in den piemontesischen Pfarreien noch immer häufig Hostien aus den Tabernakeln gestohlen, Kirchen entweiht und Friedhöfe, wo nach Knochen und Toten gegraben würde, _(Mit Kundin in ihrem Turiner Studio. )
für die Orgien benutzt, schimpfte der Kardinal von der Kanzel.
Offenbar spielen gelangweilte, wohlhabende Bürger und dekadente Kleinadlige, die in Turin in den feinen Villen am Hügel wohnen, die Gruselspiele mit wohligem Schauer mit. Eintrittspreise für die Teilnahme an einer blutigen Katakombenmesse, bei der Kelche mit Hostien, Tierblut und Exkrementen gereicht werden: bis zu 15000 Mark pro Kopf und Nacht.
Lorenzo Alessandri, ein weißhaariger Maler mit Rasputin-Blick, steht seit Jahren im Verdacht, der Hohepriester der Turiner Teufelsprediger zu sein.
Detailkenntnisse des Kultes und monströse Ölbilder, die Alessandri von nächtlichen Nackttänzen und einem zwei Meter großen Gulliver-Teufel malte, brachten ihm den Ruf ein, Anwärter auf den Thron des "Schwarzen Papstes" zu sein. Eingeweihte Turiner munkeln, daß in einer Keller-Kapelle der Zwanzig-Zimmer-Villa, die der Maler mit einem Hausmeisterehepaar allein in Giaveno (40 Kilometer von Turin) am Waldrand bewohnt, satanische Orgien gefeiert würden.
Alessandri, 60, in himmelblauem Kaschmirpullover, dementiert natürlich beim Gespräch in Giaveno: "40000 Satanisten in Turin und Umgebung, welcher Unfug." Die Presse und der Kardinal bauschten die dunklen Geschichten auf. Sein Interesse für das Okkulte, für Magie und orientalische Lehren sei "rein theoretisch und kulturell".
Allerdings - Geister der genialen Maler Caravaggio und Hans Memling habe er einmal auf einer spiritistischen Sitzung nach einem technischen Malproblem befragt, gesteht Alessandri und hastet dabei ein wenig erregt an seiner eindrucksvollen Sammlung von Amuletten, Gebetsmühlen, Klangkörpern und schwarzen Kerzen vorbei, die unter einem ausgestopften Keilerkopf mit Goldkrönchen auf einem Tisch mitten in seinem Wohnzimmer ausliegen. "Sammlerfreude", rechtfertigt sich der Maler.
In seinen blauen Augen leuchtet Begeisterung auf, als er eine in schwarzes Tuch gewickelte Frauenhand herausgreift. 1732 soll sie einer englischen Adligen nach teuflischen Spielen abgehackt worden sein. Die einbalsamierte Hand, erzählt der Dämonologe, sei früher als Lockmittel für den Teufel und für blutige Liebesspiele benutzt worden.
Nur früher? Alessandri drückt der Besucherin das eiskalte Händchen trotz Protests mit erregtem Blick in die Hand.
Der italienischen Reporterin Camilla Cederna hatte er vor Jahren, noch ehe ihn auch Kardinal Ballestrero öffentlich anklagte, mehr gestanden. An einer Satanstaufe habe er in einer Waldkapelle im magischen Val di Susa unweit Turins teilgenommen. In kleinem Kreis sei gefeiert worden, zehn Personen, nackt.
Im Rauch schwarzer, stinkender, mit Tierhaaren gemischter Wachskerzen hätten die Teilnehmer in einen Kelch uriniert. Während das schmale Gefäß, voll mit Tierblut, Hostien und Exkrementen, auf dem Venushügel einer nackt auf dem Altar ausgestreckten jungen Frau geopfert worden sei, hätten sieben der anwesenden zehn miteinander kopuliert.
Alessandri will heute davon nur noch wahrhaben, daß es sicherlich in Turin "eine Gruppe von verrückten Leuten gibt, die ihre Anhänger auf irgendeinen halbverlassenen Friedhof schleifen". Die Ehefrauen blieben zu Hause. Die Männer aber würden die Gelegenheit genießen, die Nachbarstochter oder die Verkäuferin von nebenan zu verführen.
Um den Katakombenorgien ein Ende zu machen, ließ die Turiner Stadtverwaltung das Pantheon der Bella Rosin zumauern. Der Altar war von den Satanisten häufig für ihre Feten mißbraucht worden. Auch der alte Friedhof von San Pietro in Vincoli mußte geschlossen werden, weil die Teufelsanbeter in der Kryptakapelle ihre Tänze aufführten.
Krankhafte Vergnügungssucht, behauptet die katholische Kirche, züchte die Teufelsbesessenheit in Turin heran. Allein in den Jahren 1981 bis 1983 riefen in Turin und Umgebung 1334 Personen die Hilfe eines Exorzisten an. Drei vom Turiner Erzbischof erwählte Priester widmeten sich hauptamtlich der Teufelsaustreibung, jede davon "ein Horrortrip", erzählt schaudernd Don Ugo Saroglia, einer der offiziellen Exorzisten.
"Der besessene Mensch wälzt sich fluchend und schreiend wie ein Tier auf der Erde. Glauben Sie mir, in Turin geschehen schreckliche Dinge", stöhnt der alte Priester, der nach einem Herzinfarkt im Frühjahr auf eigenen Wunsch pensioniert wurde. Mit Grauen erinnert sich der Exorzist a.D. an die ermordeten jungen Mädchen, deren entstellte Leichen auf den piemontesischen Hügeln bei Orbassano und Moncalieri gefunden wurden, "wahrscheinlich Opfer eines der monströsen Riten, die in Turin und Umgebung üblich sind", sagt der Pater.
Obwohl die Kirche nicht davon überzeugt ist, "daß alle, die um Hilfe bitten wirklich vom Teufel besessen sind" (Kardinal Ballestrero), hielt das erzbischöfliche Ordinariat es für nötig, seine drei zugelassenen Exorzisten dieses Jahr um drei weitere zu verstärken.
Die Namen der "Männer von profunder Bildung und eiserner Gesundheit", wie die Kirche betont, werden streng geheimgehalten. "Sie könnten sich vor Anfragen sonst nicht retten", sagt Pater Agostino Gandolfo, der mehr als zehn Jahre den Dämon "betend von jenen zu entfernen versuchte, die glaubten, von ihm besessen zu sein".
Für Pater Gandolfo handelt es sich erst dann um eine echte Teufelsbesessenheit, wenn die Ärzte und Psychiater, mit denen er stets zusammenarbeite, sich den Fall nicht mehr erklären können.
In Turin kam es etwa vor, daß ein junger Mann mit geringer Schulbildung plötzlich in mehreren Fremdsprachen redete und wissenschaftliche Theorien zur Diskussion stellte, von denen er nie erfahren haben konnte. "Einer von tausend Fällen", urteilt der bekannte Theologe Gandolfo, "die große Mehrheit aber sind labile Menschen, die von Aberglauben und Ignoranz gefangengehalten werden."
Nach Meinung des Paters helfen "unverantwortliche, leichtfertige Priester" dem Teufel auf die Sprünge. So wurde ein überspannter Theologiestudent vom Pfarrer seines Dorfes in Piemont zum Besessenen erklärt. Als der junge Mann dann zu Gandolfo gebracht wurde, riet der Jesuit nur, den Bauernsohn für eine Weile auf den elterlichen Hof zurückzuschicken. Dort solle er "viel essen und trinken und sich amüsieren", dann werde man weitersehen.
Über den Teufel, meint Pater Gandolfo, sollte so wenig wie möglich gesprochen werden. Denn "die modisch gewordene Lust auf den Satan" beginne, wie bei der Drogensucht, zunächst mit bloßer Neugier und entwickle sich dann zu einer Gefangenschaft im Wahn.
"Weil der wirkliche Glaube fehlt und die Menschen das Morbide über alles lieben" (Gandolfo), suchten sie die Nebengötter. Rom-kritisch räumt der Jesuit ein, daß der Vatikan selbst unter Papst Johannes Paul II. dem Teufelsglauben verhängnisvollen Auftrieb gegeben habe. Predigte der Papst doch in diesem Sommer gleich siebenmal vor Pilgern aus aller Welt in Rom "von guten und bösen Engeln, von des Teufels Macht und Ohnmacht, vom Bösen schlechthin, dem rein geistig geschaffenen Wesen von Engeln die sich in ihrer überragenden Intelligenz und Freiheit gegen Gott auflehnen und ihn als einen eifersüchtigen Gott verleumden und versuchen".
Jedenfalls nistet sich der Teufelsglaube dort ein, wo die Kirche Terrain verliert. In Piemont sind wegen Priestermangels mehr als tausend Pfarreien verwaist.
Als gläubiger Katholik und Freund der Jesuiten weiß Professor Gianluigi Marianini, warum die Kirche gegen jede spiritistische Spielerei ist. "Schon der Kontakt mit dem Teufel führt zum Verlust des Glaubens", sagt der Literat. Häufig ist es ihm gelungen, der Erscheinung verstorbener Berühmtheiten - unter anderen Girolamo Savonarolas - auf spiritistischen Sitzungen beizuwohnen.
Die rege Lust der Turiner auf den Satan erklärt Marianini als Flucht des Bürgers aus der tristen oder langweiligen Realität ins Surreale". Gerade in einer Industriemetropole wie Turin, jahrhundertelang regiert von einer militärisch orientierten Aristokratie befreie sich der "Untertan" in mittelalterlichen Katakombenfesten von der Fessel seines pflichterfüllten Arbeitslebens.
Der Stadt fehle die Kraft der Phantasie, mit der eine vitale Handelsmetropole wie Mailand sich Luft und Lebensfreude verschaffe. "Die Turiner", so Marianini, "zaubern sich ihre Farben selbst. Dazu gehört auch der Teufel."
Der Psychoanalytiker Alessandro Meluzzi, 32, bestätigt, daß der Teufel in Turin "ohne Klassenbewußtsein" sei und nichts mit der inbrünstigen Heiligenverehrung Süditaliens zu tun habe.
"Bei uns ist auch der Teufel noch produktiv. Mit ihm will man schneller Karriere oder bessere Geschäfte machen", lacht der Doktor, der schon Bankdirektoren und Industriemanager von Schlaflosigkeit und Verfolgungsangst heilte, an der diese nach spiritistischen Sitzungen oder diabolischen Messen litten. Er selbst gehört noch zu jener vernünftigen Mehrheit standhafter Turiner, die trotz der "Kollektivpsychose Satan" nicht an den Teufel glauben. Es genüge aber, erklärt Meluzzi, "ein kurzer Kontakt mit dem Teufel, um daran krank zu werden".
Denn die Kraft der Droge Magie könne man nicht kennenlernen, ohne sie zu probieren - und dabei schnell süchtig zu werden.
Mit Kundin in ihrem Turiner Studio.
Von Kraatz, Birgit

DER SPIEGEL 52/1986
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