20.04.1987

Straße des Luxus und der Moden

SPIEGEL-Redakteur Karl Heinz Krüger über den Wiederaufbau der Friedrichstraße *
Wenn er auf seine Hauptstadt blickt, kann Erich Honecker nur staunen: "Wie sehr hat sich Berlin verändert!" Vor allem die Genossinnen und Genossen sind nicht wiederzuerkennen, jeden falls die Damen und Herren der Innenstadt. Sie nennen sich Direktor und Generaldirekter und reden über die Friedrichstraße in Berlin (Ost), als säßen sie am Kurfürstendamm in Berlin (West).
Der Generaldirektor der Baudirektion Hauptstadt Berlin, Professor Dr. Dr. Ehrhardt Gißke, spricht von "Lichtreklame im City Bereich", von "Passagen" und "Boutiquen", von Espressos, Pizzerias, Nachtbars, Diskotheken.
Der Hauptarchitektin des Bezirks Mitte, Solweig Steller, gehen Vokabeln wie "Boulevard" und "Straßenschlucht", "Attraktivität" und "Extravaganz" so glatt von der Zunge wie das Abc der SED.
Die Baustellendirektoren Klaus Just und Jürgen Ledderboge haben auch nur Service und Shopping, Sauna, Jazz und
Billard im Kopf - dazu ein Weinlokal "mit Schmuseecken" im Turm am Französischen Dom und ein Grand Restaurant im Grand Hotel.
Der Hotelier, Direktor Hellmut Fröhlich, Herr in "einem der schönsten (und teuersten) Häuser Europas", wie er sagt, will jeden Gast als "Vip" ansprechen und mit "den drei Bs" verwöhnen ("Bett, Bad, Breakfast"). Beiläufig teilt er den Slogan seiner Raststätte mit: "Cosiness downtown".
Glasnost bei den 55 Girls vom Ballett, die mit ihren donnernden Battements im Friedrichstadtpalast bereits den Orden "Banner der Arbeit" ertanzt haben: Sie zeigen sich so offenherzig wie ihre Kolleginnen in Paris, und für die neue Revue "Hallo Berlin 7-5-0" verspricht Intendant Wolfgang E. Struck noch weniger.
Unerhörtes ließ der Staatsratsvorsitzende und SED-Generalsekretär verlauten. Unter dem stürmischen Beifall hoher Genossen erklärte Honecker den Müßiggang zum erstrebenswerten Gut: "Es wird eine Freude sein, dort zu bummeln".
Alle Verheißungen beziehen sich auf den Wiederaufbau einer einst weltberühmten Straße, der zum XII. Parteitag der SED im Jahre 1991 die Ausgestaltung der Hauptstadt krönen soll. Geschafft wird das, gleichfalls laut Parteitagsbeschluß, "mit der Kraft der ganzen Republik". Honeckers schlichte Begründung für diese Berlin-Hilfe: "Hauptstadt ist Hauptstadt."
Eine Untertreibung, wie sich jetzt herausstellt. Denn im Zusammenhang mit dem Komfort-Ausbau der Friedrichstraße - einer Herausforderung an den derangierten Kurfürstendamm, der für die Friedrichstraße einst ruinösen Konkurrenz - ist, ganz offiziell, das Wort gefallen, das die Endstation auf dem langen Marsch vom Ostsektor zur Kapitale beim Namen nennt: Die SED wünscht sich einen "attraktiven sozialistischen Weltstadt-Boulevard".
Das war die alte City-Achse noch nie. Sie war friderizianisch, wilhelminisch, kapitalistisch, erst Wohnstraße, dann gleich Verkehrs, Geschäfts- und Amüsierstraße,
und als sie schließlich republikanisch wurde, war aus ihr eine schäbige, aus gebeutete "Lauf, Kauf- und Saufstraße" geworden: Hurenkorso, Touristenfalle.
Nun soll alles schöner werden. "Komplexer Städtebau" lautet das Schlagwort der DDR: Neben 158 Läden und 63 Gaststätten werden rund um die Friedrichstraße 3500 Wohnungen gebaut, Bleibe für 10000 Berliner, mit Kindergärten, Schulen, Bibliotheken. Happy-End für eine Straße?
Ihre Geschichte deckt sich exakt mit der Geschichte des Königreichs Preußenin Entstehung und Blüte, Verfall und Untergang.
Sie begann als unbedeutende schmale Querstraße zur Allee Unter den Linden - und sie hieß zunächst auch so: Querstraße - als der erste Preußenkönig Friedrich I. ausgangs des 17., anfangs des 18. Jahrhunderts die Stadterweiterungen Dorotheenstadt und Friedrichstadt vorantrieb.
Sein Nachfolger Friedrich Wilhelm I. der "Soldatenkönig", förderte den Ausbau der streng und stur angeordneten Quartiere eigenhändig, mit dem Stock. Er sammelte leidenschaftlich Soldaten, die "langen Kerle", und diese brauchten Unterkunft. Also prügelte er die Berliner, die "Hundsfötter" und "Kujone", mit dem Krückstock zum Bauen in die Friedrichstadt, und bald standen die Häuser ebenso in Reih und Glied wie die Regimenter.
Die Friedrichstraße erstreckte sich über 3,3 Kilometer von Nord nach Süd und führte geradenwegs zum Exerziergelände auf dem Tempelhofer Feld.
Dem Spötter Heinrich Heine veranschaulichte der Anblick dieser langen Geraden die "Idee der Unendlichkeit". Doch er verlor sich nicht darin: "Hier bekommt man den Schnupfen", notierte er am 26. Januar 1822. "Es weht ein fataler Zugwind zwischen dem Halleschen und dem Oranienburger Tor."
Dessenungeachtet gedieh die Friedrichstraße, aus unerfindlichen Gründen, alsbald zu einer Straße des Luxus und der Moden und eines brodelnden Verkehrs. Die Kreuzung mit den Linden wurde Mitte des vorigen Jahrhunderts zur belebtesten und beliebtesten, bekanntesten und teuersten Ecke Berlins, mit den berühmten Cafes Kranzler, Bauer und Victoria.
Das Kranzler war das Cafe der Militärs und Junker und berüchtigt für sein Dandytum. Offiziere und Fashionables lümmelten bei Eis und Schokolade auf der Rampe, lorgnettierten die Passanten und ließen sich über Pferde, Hunde, Tänzerinnen aus. Im Kranzler hatte, so formulierte es ein kritischer Zeitgenosse, "das klassische Nichts seinen glänzendsten Ausdruck gefunden".
Die Reichsgründung von 1871 machte Berlin zum Machtzentrum, und die Friedrichstraße wurde zur Schlagader der Kaisermetropole, zur Achse zwischen Regierungs- und Zeitungs-, Banken- und Theaterviertel - eine Entwicklung, _(Zeichnungen. ) _(Zeichnungen. )
die Friedrich Engels aus England mit einem Augenzwinkern kommentierte: "Apropos Berlin. Ich freue mich, daß es diesem Unglücksnest endlich gelingt, Weltstadt zu werden."
In den siebziger und achtziger Jahren boomte die Friedrichstraße, so sagte man damals, "ganz kolossal". Ununterbrochen wurde abgerissen, gebaut und wieder abgerissen, aufgestockt und umgebaut.
Die Kaisergalerie entstand, Deutschlands berühmteste Passage - mit achteckiger Glaskuppel, riesigem Kronleuchter, vergoldeten Gittern und feudalen Gaststätten ein Wahrzeichen des neuen kapitalistischen Berlin: Promenade der vornehmen Welt.
Der Bahnhof wurde gebaut er wurde zu einem neuen Einfallstor für Berlin-Besucher, denen es nicht anders ergangen sein mag als dem Lokführer auf der Brücke, über den der Schriftsteller Siegfried Kracauer schrieb: Die Friedrichstraße müsse ihm "als die Weltachse erscheinen, die sich schnurgrad und unermeßlich nach beiden Seiten hin dehnt".
Beiderseits dieser Achse erhoben sich Hotel- und Bankpaläste, Operettenpaläste, schließlich Bierpaläste, die ihren Ausstoß mit Unterstützung von Militärmusik und patriotischen Wandsprüchen erhöhten, wie: "Solang der Germane zu Biere geht, so lang das Deutsche Reich besteht", oder: "Das Trinken gibt dem Deutschen Kraft. Es lebe hoch der Gerstensaft."
Um 1900 gab es in der Friedrichstraße mehr Kneipen als Häuser, nicht nur neben, auch übereinander, bis in den zweiten Stock hinauf. Und kurz nach der Jahrhundertwende stand im Chaos an der Kranzler Ecke Preußens erster Verkehrspolizist; bald saß er hoch zu Roß und regelte das Gewühl auf der Kreuzung mit Trompetenstößen.
Die Friedrichstraße kam nicht zur Ruhe. Nachts ging es erst richtig los. Im Wintergarten turnten die besten Artisten der Welt unter einem Sternenhimmel aus Tausenden von Glühlampen, an anderen Tagen warfen 50 Girls die nackten Beine, auch im Admiralspalast, und im Metropol in der Behrenstraße liefen Erfolgsrevuen mit Schlagern wie "Donnerwetter, tadellos".
"Berlin jewesen, Kaiser jesehn" - das genügte nun nicht mehr; auch die Friedrichstraße
war zu einem Muß für jeden Besucher geworden - als eine Märchenwelt voller Licht, Frauen, Erotik, als das Zentrum berlinischer Sünd- und Lasterhaftigkeit.
Dem Gast aus der Provinz wurde die Komödie vom Sündenbabel vorgespielt- und prompt begann der unaufhaltsame Niedergang. Die elegante Welt zog in den Westen ab; das schicke Nachtleben florierte nun an Kurfürstendamm und Tauentzien. Der Friedrichstraße blieben der Ramsch und die Prostitution.
In der Kaisergalerie lagen Reizwäsche, Souvenirs und pikante Photographien aus, und zu den Schaustücken ihres Panoptikums gehörten die Darstellung einer Hinrichtung auf dem Schafott ebenso wie ein Jungfernhäutchen.
"Welche Finte von einem Paradies", befand der Kunstschriftsteller Wilhelm Hausenstein 1931 über die illuminierten "stupiden Greuel" der Friedrichstadt: "Das Frivole wird wesentlich, das Nichts Substanz."
Sex und Erotik überall - von den Fünf Uhr-Frauen zum Flirten beim Tee für ein "Droschkengeld" bis zu den Nacktballetts in den Bars, von den Knutschlogen in den Mokka Dielen bis zu den Massage- und Maniküre Salons rund um die Uhr.
Hauptattraktion wurde die offene Prostitution, mit Tausenden von Hürchen und Hunderten von Absteigen in den Seitenstraßen. "Wie Schildwachen" sah der Maler George Grosz sie in den Hauseingängen stehen, wo sie ihr stereotypes "Kleiner, kommste mit?" flüsterten. Doch die meisten marschierten fleißig zwischen Leipziger und Linden und verschnauften im Huren Cafe National, Ecke Jägerstraße.
"Überall strichen sie herum, riefen, flüsterten, hängten sich bei jedem ein, liefen mit, lachten" - so beschrieb Hans Fallada die Käuflichen während der Inflation. Sie bevorzugten Valutafreier: "Ihre gierigen Augen suchten in der langsam an ihnen vorübertreibenden Menge die Ausländer, in deren Taschen Devisen zu erhoffen waren."
Dem Verfall der Friedrichstraße folgte das gewaltsame Ende, die physische Zerstörung in den Bombennächten und Feuerstürmen der Kriegsjahre 1943 bis 1945. Schließlich wurde die Straße auch noch zerstückelt: im August 1961, durch die Mauer.
In der Nacht zum 28. Oktober 1961 machte sie zum letztenmal Schlagzeilen, nachdem Amerikaner und Sowjets je zehn Panzer als Drohgebärde am Check
point Charlie aufgefahren hatten. 16 Stunden und 30 Minuten standen die Panzer gefechtsbereit einander gegen über.
General Clay hatte das Weiße Haus am Telephon und meinte, die Dinge stünden "großartig, wir sind gleich". Marschall ''Konjew rief im Kreml an und hörte von Chruschtschow, es sei absurd, auf engem Straßenraum eine Panzerschlacht anzufangen: "Ziehen Sie Ihre Panzer zurück."
Zu jener Zeit hatte die Zukunft der Friedrichstraße längst begonnen, jeden falls auf dem Papier. Sie war gleich mehrfach verplant worden, im Osten wie im Westen.
Die Bonner Regierung und der West-Berliner Senat hatten 1957 einen internationalen Architektenwettbewerb "Hauptstadt Berlin" ausgeschrieben und über alle Grenzen hinweg das Areal bis zum Alexanderplatz abgesteckt, mit der Friedrichstraße in voller Länge.
Die Ost-Berliner waren bescheidener. Sie hatten, gleichfalls für einen Wettbewerb, nur ihr Zweidrittelstück der Straße aufgezeichnet - mal als Autopiste, mal als Fußgängerzone, immer aber in doppelter und dreifacher Breite: öd und blöd.
Zwei Jahrzehnte später trafen die Genossen eine tapfere Entscheidung. Nach langen und heftigen Diskussionen wurde beschlossen, die Straße in der überkommenen Form wiederaufzubauen - mit den alten Baufluchten und auf 24 Meter begrenzten Gebäudehöhen, mit Arkaden und Passagen und plastisch gestalteten Fassaden.
Sie wollten, wie Ost Berlins Chefarchitekt Roland Korn erläutert, endlich eine "räumlich erlebbare, urbane Straße", eine, wie seine Kollegin Solweig Steller ausmalt, "richtige Straßenschlucht, in die man gern eintaucht, einen Boulevard voller Leben - großstädtisches Kolorit mit einem Schuß Extravaganz".
Ein hartes Stück Arbeit. Mit dem Beschluß, die Erneuerung im Rahmen eines Fünfjahrplans zu bewältigen, stand der Friedrichstraße und ihren Seitenstraßen auf 2,2 Kilometer Länge eine gewaltige Bauschlacht bevor.
Arbeit für einen Generalstab: Das gesamte verrottete Versorgungsnetz muß erneuert werden- gleichzeitig finden Transport und Montage der industriell vorgefertigten Bauplatten in engen Straßen statt - 5000 Bauarbeiter sind ständig im Einsatz; Termine und Kosten sind vorgeschrieben.
Der geeignete Generalstäbler fand sich wieder einmal, in Generaldirektor Professor Ehrhardt Gißke, dem führenden Baumanager der DDR - für die Leute vom Bau, respektvoll, nur "der Professor".
Der 62jährige und 1,94 Meter große Haudegen hat seit Mitte der siebziger Jahre 20 prominente Hauptstadtkomplexe durchgezogen und sich dafür den Nationalpreis, den Stern als Held der Arbeit und den Vaterländischen Verdienstorden angehängt. Für den Neubau der Charite zeichnete die Humboldt Universität den Dr. Ing. obendrein mit dem Dr. med. h.c. aus.
Den "Investitionskomplex Friedrichstraße" erledigt er, als Generalauftragnehmer, von der Projektplanung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Einzelobjekte vergibt er an Generalunternehmer.
Das Grand Hotel (600 Betten) baut das japanische Management-Unternehmen Kajima, das wiederum die schwedische Firma Siab als Subunternehmen beschäftigt. Fachkräfte aus sozialistischen Bruderstaaten sind ebenso beteiligt wie Fachfirmen vom westdeutschen Klassenfeind, etwa Siemens und Flohr-Otis. Die DDR ist mit allen Bezirken dabei. Das Bau und Montagekombinat Erfurt, beispielsweise, liefert den neuen Wintergarten im Stück. Auf diese Weise wird man Weltstadt.
Beim Entree in die Hauptstadt geht der Weltstadt-Charakter künftig gleich los. Der "Abfertigungsbereich für den grenzüberschreitenden Verkehr" erhält ein neues Gebäude, das Architektin Solweig Steller mit einer "modernen Flughafenhalle" vergleicht: viel Glas, viel Service, viel Shopping. Passagen verbinden den Bau mit dem Wintergarten, in dem, an traditioneller Stelle, Kino und Variete, Gaststätten und Boutiquen untergebracht sind. Weiter geht''s (Eröffnung
im August) mit dem neuen Valutahotel auf dem Terrain der Kaisergalerie.
Hohes Niveau in der Ausstattung: gläsernes Atrium, Thermalbad mit Wintergarten, Stuckmarmor und Messing, Konzertorgel, Springbrunnen und Gaststätten von der Hackepeter Kneipe bis zum Deli Restaurant.
Hohes Niveau auch bei den Übernachtungspreisen, von denen die West-Berliner Hotellerie Dumping nicht zu befürchten hat: 275 Mark für ein Einzel- und 300 bis 400 Mark für ein Doppelzimmer 400 bis 800 Mark für ein Apartment (mit Goethe-Bibliothek und Cembalo samt Notenblättern); eine Suite gibt es für 2500 Mark.
DDR Bürger kommen woanders auf ihre Kosten, etwa im "Haus der Unterhaltung" an der Leipziger Straße, in den weitläufigen Passagen entlang der Friedrichstraße oder rund um die Weidendammer Brücke.
Dort entstehen die "Spreeterrassen", ein Mischbau mit Wohnungen, Läden, Bierstuben und einem Jazzkeller direkt am Wasser. Ein Basar nach dem Vorbild hamburgischer Kaufhöfe wird gebaut. Der Bertolt Brecht Platz vor dem Berliner Ensemble wird Grünanlage und mit einer Brecht-Bronze bestückt. Dort beginnt auch die Uferpromenade entlang der Spree, die sich durch die gesamte Innenstadt, bis zur Jannowitzbrücke, hinzieht.
Der Knüller aber erwartet Einheimische wie Zugereiste am Platz der Akademie, im 70 Meter hohen Kuppelturm am Franzosischen Dom. Die Gißke-Truppe hat den spätbarocken hohlen Schmuckbau aus dem 18. Jahrhundert nicht nur wiederhergestellt, sondern auf das sympathischste auch ausgebaut.
Unten werden das Hugenotten-Museum und die Hugenotten Bibliothek untergebracht, oben gibt es eine Aussichtsplattform und ein 30 Tonnen schweres Glockenspiel. Dazwischen liegt, hinter drei Meter dicken Mauern und über zwei Etagen, ein Weinrestaurant mit 90 Plätzen und den verwinkelten "Schmuseecken" (Baustellendirektor Just).
Und was macht West-Berlin mit der unteren Friedrichstraße zwischen Checkpoint Charlie und Halleschem Tor? Seit Jahren Pläne, einen nach dem anderen - doch nur der mit Abstand dümmste wurde bislang realisiert: Die West-Berliner haben die Straße rund einen Kilometer südlich der Mauer noch einmal abgeschottet, mit einer Häuserbarriere und zusätzlicher Fußgängerzone rund um den Mehringplatz.
So ist der öde Straßentorso an seinen beiden Enden zur Sackgasse geworden. Sein trauriger Zustand erinnert fatal an die Beschreibung, die Theodor Fontane 1867 in der "Gartenlaube" von der unteren Friedrichstraße gab: Er nannte sie die "Zone der schlafenden Droschken". _(Links: wiederhergestelltes ) _(Schauspielhaus von Schinkel )
[Grafiktext]
"SOZIALISTISCHER BOULEVARD" Neubau der Friedrichstraße in Ost-Berlin Bertolt-Brecht-Platz Berliner Ensemble Abfertigungsgebäude Grand Hotel Haus der sowjetischen Wissenschaft Haus der Unterhaltung Checkpoint Charlie Oranienburger Tor Friedrichstadtpalst Spreeterrassen Wintergarten Französischer Dom Passagen Friedrichstraße Leipziger Straße Mohrenstraße Charlottenstraße Französische Straße Unter den Linden Behrenstraße Weidendammer Brücke
[GrafiktextEnde]
Zeichnungen. Zeichnungen. Links: wiederhergestelltes Schauspielhaus von Schinkel
Von Karl Heinz Krüger

DER SPIEGEL 17/1987
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