Charles Pedersen, 83; Donald Cram, 68; Jean-Marie Lehn, 48. Die zwei Amerikaner und der Franzose erhielten den diesjährigen Chemie-Nobelpreis für ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der supramolekularen Chemie. Diese vergleichsweise junge Forschungsrichtung sucht zu ergründen, wie sich unterschiedliche Moleküle im Körper erkennen und miteinander verbinden - ein Prozeß, auf dem unter anderem die Übermittlung von Signalen von einer Zelle zur anderen basiert. Um in eine Zelle zu gelangen, so fanden die Forscher heraus, bedienen sich Moleküle spezieller "Wirts"-Moleküle, die in ihrem hohlräumigen Inneren das "Gast"-Molekül durch die Zellmembran schleusen. Dem Laureaten-Trio gelang es überdies, künstliche Wirts-Moleküle herzustellen.
DER SPIEGEL 43/1987
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